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Rattray's Black Mallory
(Pfeifentabak)
| Hersteller: | Charles Rattray, Perth, Scotland |
| Mischung: | Gelbe und rote Virginias mit reichlich Latakia |
| Schnittbreite: | ca 1,2 mm, kurzfaserig |
| Typ: | englisch |
| Stärke: | stark |
| Verpackung: | 50 g Dose, 100 g Dose |
Thomas Schoke
Der Geschmack hält, was der Tabakgeruch verspricht. Eine sehr aromatische, gehaltvolle englische Mixture mit deutlicher Latakia - Note. Vollmundig im Rauch. Black Mallory ist den stärkeren Pfeifentabaken zuzurechnen, er geht in die Richtung von Dunhills Nightcap, besitzt aber keine Anteile von Perique. An dieser Mixture von Rattray werden nur Pfeifenfreunde mit gut eingerauchtem Gaumen Gefallen finden. Am liebsten rauche ich diesen Tabak zum Abschluss des Tages, sozusagen als "Bretterknaller". Selbstverständlich besitzt Black Mallory weder eine Soßierung noch ein Top-Flavour. Das Brennverhalten ist sehr ordentlich, wenn man den Tabak erst einmal angezündet hat aber mitunter benötige ich drei Versuche, bis der Tabak über die gesamte Fläche des Pfeifenkopfes glimmt. Die Raumnote ergibt sich aus dem hohen Latakia-Anteil...
Bjoern Hollensteiner
Den Black Mallory habe ich seit etwa 3 Wochen regelmäßig in meinen Pfeifen und glaube, mir mittlerweile ein valides Urteil über ihn bilden zu können.
Entgegen meiner Erwartung (und der Suggestion durch den Namen) bietet der Tabak ein eher hell- bis mittelbraunes Mischungsbild, welches von dunklen Blattanteilen untermalt wird. Zusammengesetzt ist er aus schmal geschnittenem hellem, mittelbraunem und schwarzem Blattgut sowie etwas ready-Rubbed-Flake. Die Mischung duftet würzig - tabakecht, so wie ich mir eine volle Latakia-Mixture vorstelle.
Hinsichtlich des Stopfens gilt es kaum Aufhebens zu machen. Einzig und allein nach unten hin etwas lockerer einzufüllen und oben eine glatte, feste Fläche zu schaffen reicht aus, um den Tabak perfekt zu stopfen. Er zündet dann problemlos und glimmt bei regelmäßigem nicht zu festem Nachstopfen gemächlich vor sich hin.
Beim Rauchen erlebt man dann ein kleines Wunder. Der von Rattrays/Kohlhaase als "full strength"-Tabak bezeichnete Black Mallory, den ich vor meinem geistigen Auge immer als Abendtabak eingeschätzt hatte, entpuppt sich als veritabler All-day Smoke für Naturfreunde.
Erstaunlich zungenmild, in der Süße mit der rauchigen Würze der Orientals perfekt ausbalanciert bietet er mehr als genug Potential, um auch bei regelmäßigem Genuß immer wieder interessant zu schmecken. Wenn ich diesen Tabak einmal mit dem Red-Rapparee vergleiche, so schmeckt meiner Meinung nach der Mallory einen Tacken süßer und weicher, als der herbere und kantigere Red Rapparee. Die Stärke des Tabaks ordne ich in etwa unter Medium ein.
Die Raumnote ist -leider- kaum gesellschaftsfähig im Umgang mit Nicht-(Pfeifen)-Rauchern. Auch der kalte Rauch in dem Raum, in dem man sich dem Genuß des Black Mallory hingegeben hat, ist recht übelriechend und zwingt auch den Raucher zu einer ausgiebigen Lüftung. Abbringen davon, sich recht bald eine neue Füllung vom Black Mallory zu stopfen, kann dies zumindestens mich aber nicht.
Fazit:
Erste Klasse! Im Segment der Naturbelassenen Mischungen mit Latakia eine echte Empfehlung. Bitte probieren Sie!
(18.10.2005)