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Black Velvet

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Torben Dansk Black Velvet

(Pfeifentabak)

Markenname:Torben Dansk
Hersteller:DTM
Mischung:Virginia und Latakia
Schnittbreite:rubbed Flake (größere Streifen und Einzelfasern) + 1,5mm Schnitt
Typ:englisch aromatisiert
Stärke:medium
Verpackung:50 g Runddose
Preis:7,16 Euro

Manfred Arenz

Black Velvet ist ein sogenannter Cross-over Tabak: Eine Mischung aus würzigem Engländer mit deutlicher Aromatisierung.

Im Duft aus der Dose und bei den ersten Zügen wird man an einen Cocktail aus reifen Bananen, Zitrusfrüchten und der typischen Latakia-Herbe erinnert: nicht vordergründig süß, eher säuerlich - würzig, aber angenehm.

Der Tabak kann ohne Vorbereitung in Pfeifen aller Größen gestopft werden, bei kleinerer Kopfbohrung sollten die einzelnen Flakestücke vielleicht etwas gebrochen werden. Wichtig: Nicht zu fest stopfen!

Das Anzünden erfordert 2 - 3 Mal Nachfeuern, locker gepresst brennt der Tabak dann anstandslos herunter, mit etwas mehr Kondensat als üblich.
Sofort nach dem Anfeuern schmeckt man am Gaumen eine leicht säuerliche, fruchtige Note, das nur andeutungsweise wahrnehmbare Latakiaaroma passt prächtig dazu. Bei zu heftigen Zügen kann der Latakia etwas dumpf wirken.

Nach etwa 15 Minuten wechselt das dominante Aroma hin zum herben Geschmack des Latakia, für die nächsten 15 - 20 min balancieren sich beide Aromen harmonisch: Die Aromatisierung am Gaumen, an der Zungenspitze kitzelt der würzige schwarze Tabakanteil. Schade - dass diese Phase nicht länger dauert, sie ist IMO das Erlebnis beim Rauchen des Black Velvet. Gegen Schluss wird die aromatische Süße mehr und mehr vom Latakiageschmack in den Hintergrund gedrängt, der Tabak schmeckt wie ein durchschnittlicher Engländer.

Fazit:
An diesem Tabak werden sich sicherlich die Geister scheiden, dem Hardcore-Naturfreund wird die erste halbe Stunde zu aromatisch sein, dem "Süßpanscher " wird diese Zeit nicht lange genug dauern.
Freunde wird er wahrscheinlich bei den Jüngern "beider Seiten" finden, sowie bei einigen Neugierigen.

P.S. Vor ca. 15 Jahren gab es einen ähnlichen Tabak: London Castle Aromatic.

(02.11.2000)


Björn Hollensteiner

Süß-aromatisierte Latakia-Blends... oft probiert aber nie richtig gemocht. So könnte man mein Verhältnis zu diesen Tabaken bezeichnen. Esoterica St. Ives, Timms London Blend 250 (den es im neuen Katalog denn auch nicht mehr gibt), G&H Bobs Flake Choc, Tordenskjold Old London... diese Reihe geht noch weiter. Einzige Ausnahme ist der Esoterica Pembroke, der aber mit Cognac aromatisiert ist, und nicht süß ist. Zumeist fand ich diese Tabake anfangs ganz ansprechend, stellte dann aber bald fest, dass sie mir doch nicht mehr schmeckten. Irgendwie scheinen sich der herbe Latakiageschmack und eine künstlich süße Aromatisierung nicht sehr zu vertragen. Es ist schwer zu beschreiben, was genau ich daran nicht mag. Vielleicht ist es der entstehende malzige, "seidige" Geschmack, der mich nicht besonders anspricht.

Kommen wir zum Black Velvet. Laut Katalogbeschreibung handele es sich um eine Mischung aus Virginia und Latakia, welche in gleichen Teile verwendet sein würden. Rein vom Anblick des Tabaks tippe ich eher auf einen höheren Black Cavendish-Anteil, welcher von etwas weniger Virginia und noch weniger Latakia ergänzt wird. Der Tabak liegt als Ready Rubbed Flake vor. Eine recht deutliche und kräftige Aromatisierung wie warme Ovomaltine mit viel Honig und vielleicht etwas Frucht strömt aus der Dose und überdeckt jegliches Tabakaroma, einer leichten Latakianote mal ausgenommen. Der Tabak fasst sich recht feucht und etwas klebrig an.

In der Pfeife lässt er sich recht gut entzünden und erzeugt dann prompt einen süßen, aromatischen, nicht unangenehmen Rauch. Der Latakia ist kaum zu spüren, allenfalls eine leicht rauchige Note gibt er den Aromadünsten dazu. Positiv ist, dass der Rauch in der Anfangsphase nie synthetisch schmeckt, was für eine mehr oder weniger natürliche Aromatisierung spricht. Im Verlauf der Füllung entwickelt sich sogar etwas Tabakgeschmack. Die Stärke des Tabaks schätze ich als leicht mit Tendenz zu medium ein. Die Kondensatbildung hält sich in Grenzen und übrig bleibt graue Asche. Gegen Ende der Füllung ist der Tabak etwas schwer in Brand zu halten.

Fazit:
Ein durchaus annehmbarer Tabak, der mich aber nicht so vom Hocker reißt, wie der Skippers Flake. Die Aromatisierung ist gelungen und ergänzt sich recht gut mit dem Latakia. Meiner Meinung nach die bisher beste Synthese zwischen Latakia und süßer Aromatisierung, sieht man mal von Esotericas Pembroke ab. Ich werde wohl öfter mal eine Füllung rauchen, aber ein absoluter Favorit wird der Tabak nicht.

(14.11.2000)


Wolf-Rüdiger Jürgens

Black Velvet ist eine neue Mischung von der DTM die im Herbst dieses Jahres den Markt betrat, die Beschreibung schuf eine recht hohe Erwartungshaltung.

Er besteht aus Virginia, Black Cavendish und Latakia. Der Black Velvet hat ein dunkelbraunes Aussehen, durchzogen von schwarzen Latakia-, und Flake Stücken. Die Schnittart ist recht grob, typisch für einen Cavendish. Es finden sich auch einige härtere Stückchen im Tabak die man tunlichst zerbröseln sollte. Der Geruch nach dem Öffnen ist sehr pikant, fruchtig, malzig, aber auch der Latakia ist deutlich wahrnehmbar. Ich habe mich auf Anhieb in diesen Geruch verliebt. ;-) <br>Der Tabak ist eine Spur zu feucht, aber durch das Öffnen und Schließen der Dose konditioniert er nach wenigen Rauchopfern zu einer guten Tabakfeuchte.

Der Black Velvet muss locker gestopft werden, er expandiert ziemlich stark beim Rauchen. Die 3 Phasen-Methode ist trotzdem auch hier anwendbar. Das Anzünden ist ein wenig schwieriger, ich brauche häufig mehr als 3 Hölzer bis ich die Oberfläche gleichmäßig am Glimmen habe. Geschmacklich macht sich die Aromatisierung sofort bemerkbar, süß-saure Aromen untermalt vom Latakia sind zu schmecken. Diese Kombination war mir bis dato unbekannt. Die Amerikanischen aromatisierten Latakias (McCll. Frog Morton on the Town z.B.) sind gänzlich anderer Natur, der Latakia ist dort wesentlich ausgeprägter.

Zur Mitte hin verliert sich die Aromatisierung weitestgehend, der Latakia gewinnt immer mehr die Oberhand, ohne jedoch zu dominieren. Wie Manfred Arenz in seinem Review schrieb ist das die interessanteste Phase während der sich der Geschmack laufend verändert. Es entstehen Aromakombinationen die mir sehr zusagen. Süßer schwerer dunkler Geschmack, wie bei einem Guinness. Diesen Vergleich den ein Daftler traf fand ich sehr passend. Zum Ende hin verschwindet die Aromatisierung fast völlig, der Geschmack wird nur noch vom dunklen, leicht bitter werdenden Latakia bestimmt. Das ist aber auch bei anderen Blends oft so, es wird von mir nicht als negativ empfunden. Zurück bleibt relativ grobe graue Asche. Zur Zunge ist der Black Velvet recht freundlich wenn man ihn langsam raucht. Er verursacht aber auch ein relativ starkes Cross-Over man sollte ihm schon eine oder mehrere Pfeifen widmen.

Zur Raumnote ist zu bemerken, das meine Familie behauptet es stinkt, aber das sagen sie immer bei Latakia. Anlässlich eines Besuchs von Frank bei mir wo er Black Velvet rauchen durfte, habe ich selbst feststellen können, dass dem nicht so ist, im Gegenteil der Duft erinnert eher an aromatisierte Tabake denn an Latakia Blends.

Dieser Tabak ist von 0 auf 100 bei mir nach nur 50gr geklettert. Nachdem ich mittlerweile ca. 200gr davon geraucht habe , kann ich sagen meine neuer All-Day-Smoke. Ich könnte mir keinen Tag ohne Black Velvet in der Pfeife mehr vorstellen. ;-) Er hat bei mir vor allem wieder richtig Lust auf volle Latakia Mischungen gemacht. Oder liegt das wieder an der Jahreszeit ;-)

Kritisch anmerken möchte ich, das ich das Etikett, welches ein Sektglas vor schwarzem Hintergrund zeigt, *abgrundtief hässlich* finde. Da hätte man sich auch etwas mehr Ansprechendes einfallen lassen können. Es erinnert irgendwie an plumpe 50ziger Jahre Werbung. Ich bin dabei ein neues Etikett zu entwerfen und dieses dann DanPipe zu senden. Das Original-Etikett stört mich einfach ;-)

(12.12.2000)


Frank Nicolai

Auch wenn zu diesem Tabak schon einige Kritiken im Tabakbrevier enthalten sind; ich muss die meine noch hinzufügen. Denn der Tabak hat es verdient.

Der Black Velvet ist ein Zwitter: ein aromatisierter Latakia-Blend. Und damit ein sehr seltenes Exemplar auf dem deutschen Markt. Seit es den Tabak bei Dan Pipe gibt (2 Jahre etwa) kenne ich ihn. Und habe derzeit etwa die sechste Dose im Anbruch. Über die Zeit gesehen hat sich gezeigt, dass der Black Velvet ein Tabak ist, zu dem ich immer wieder gern greife.

Der Anblick des Tabaks ist eher unspektakulär; das hat man schon oft gesehen: eine Mischung, in der schwarzes und dunklebraunes Blattgut vorherrscht und in dem einige helle Stippen enthalten sind; umrahmt von einigen Bruchstücken eines Flakes. Der Geruch jedoch ist etwas Besonderes: Wenn die Dose frisch geöffnet wurde dominiert der Geruch der Aromatisierung. Das gibt sich aber nach einigen Tagen. Dann ist auch der Latakia zu erriechen, der der Mixture seinen Charakter gibt.

Das Stopfen und Entzünden bereitet keine Probleme. Wenn der Tabak über die gesamte Oberfläche glimmt kann man sich zurücklehnen und den Mund voll Rauch ziehen, halten und durch die Nase wieder ausstoßen. So läßt sich der Black Velvet am besten erschmecken.

Der Geschmack... Möglich, dass ich jetzt von einigen ausgelacht werde: aber ich denke, das Aroma, dass dieser (ohne Aromatisierung wahrscheinlich beliebig schmeckenden) Mixtur hinzugefügt wurde, auch beim Formers (Flake und Mixture) und bei den irischen Bulldoggen benutzt wird. (Ich hoffe, Herr Apitz, dass ich jetzt kein Geheimnis verraten habe - es ist nur (m)eine Vermutung!) Mich erinnert das Aroma sehr an diese florale Note der genannten Tabake. Vor allem auch in der Raumnote, der ich kaum den Latakiaanteil entnehmen kann; andere sehr wohl.

Was solls... mir schmeckt der Tabak ausnehmend. Ich bin kein Freund von stark aromatisierten Tabaken; hier ist es anders. Der Black Velevet hat einiges an Soße abbekommen; aber es gefällt mir. Das Zusammenspiel von süß-saurem Aroma mit den tiefen Nuancen des Latakias finde ich sehr interessant. Ich kann über die anderen Tabakbestandteile kaum etwas sagen. Sie spielen keine hervorschmeckende Rolle, tragen aber zur Gesamtheit des Tabak bei.

Man muss den Tabak langsam rauchen. Dann neigt er auch nicht dazu, zum Ende hin das Aroma zu verlieren. Feucht wird er auch nur, wenn die Dose zu frisch geöffnet ist. (Im Übrigen kann man den Tabak auch lagern, die derzeit offenen Dose lag gut ein dreiviertel Jahr im Vorratsschrank - ohne besser oder schlechter zu werden.)

Fazit:
Eine wunderbare Abwechslung für den Hard-Core-Latakianer und einen vorsichtigen Versuch für den Süßpanscher wert. Wer allerdings bei den oben genannten Tabaken das Rennen kriegt sollte den Black Velvet ebenfalls liegen lassen.

In meiner Tabakbar war er in den letzten zwei Jahren immer anwesend und wird es sicherlich weiterhin sein. Nichts für jeden Tag aber eine erfrischende Abwechslung.

(12.04.2003)


Frank Nicolai

Diesen Tabak habe ich bereits vor drei Jahren reviewt. Und viel hat sich an meiner damaligen Einschätzung nicht verändert.

Allerdings muss ich etwas ergänzen: Während ich damals meinte, dass dem Tabak das Abtrocknen nicht schadet muss ich das ein wenig zurücknehmen. Die Dose, die ich jetzt im Anbruch habe, stand offenbar schon lange beim Händler im Regal. Und war ziemlich trocken. Im Geruch war der typische Duft des Tabaks zu erkennen - und auch die ersten Züge sind sehr aromatisch.

Leider verliert der (trockene) Tabak das Aroma nach einer Drittelfüllung. Jedoch ist das, was da anTabakgeschmack über bleibt noch gut. Nicht überragend; aber gut. Inzwischen (also anders als 2003) rauche ich den Black Velvet grundsätzlich filterlos. Und ich empfinde ihn als sehr ausgewogen und weich zur Zunge. Die Asche ist puderfein (was beim feuchten Tabak nicht unbedingt der Fall ist) und so, wie er jetzt ist, wirkt er wie ein guter Einrauch-Tabak.

Und noch eines ist anders: das Aroma überdeckt jetzt nicht mehr den doch angenehm hohen Latakia-Anteil - zu Unwillen meiner Freundin.

Fazit:
Der Black Velvet bleibt in jedem Falle ein Favourit in meiner Tabakbar. Ich mag ihn noch immer...

(29.06.2006)


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