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McClelland Blakeneay's Best Tawny Flake
(Pfeifentabak)
| Hersteller: | McClelland |
| Mischung: | Virginia |
| Schnittbreite: | Broken Flake |
| Typ: | naturbelassen |
| Stärke: | leicht-medium |
Ralf Ruhenstroth
Ich bin eigentlich kein Freund von sog. „Broken Flakes“, diese Art des
Schnittbildes ist für MICH im Grunde genommen so über, wie ein
oberbayerischer Weiberkropf. Lehne ich einen "Broken Flake" ab, wäre
dies jedoch fahrlässig und ich müsste insbesondere bei den US-Tabaken
auf das eine oder andere Highlight verzichten. So auch bei der Serie
„Blakeney's Best“ von McClelland, hier der „Tawny Flake“, ein
waschechter und reiner Virginia.
Als Unterscheid fällt mir überraschend auf, dass die Dose nach dem
Öffnen einen wesentlich dezenteren Essiggeruch als sonst üblich
offenbart. Auch ist dieser Tabak nicht so feucht wie erwartet. Und genau
das lädt zum sofortigen Stopfen der Pfeife ein. Ich nehme mir also ein
paar kleine Flakescheibchen, verdrehe sie ein bisschen in- und
miteinander und führe sie behutsam in den Kopf der Pfeife ein. Ich kann
mir nicht helfen, aber insbesondere beim „Broken Flake“ sollte ich einen
gesteigerten Wert auf die Zugprobe vor dem Anzünden legen.
Dann geht es los, und jawohl, wie zu erwarten ein milder bis
mittelstarker Virginiagenuss, mit einer unaufgeregten Raumnote und
gutmütigen Abbrand, wenn man denn bedächtig zieht und die Pfeife vor
Hitze bewahrt. Nichts Neues in Sachen purer Virginia. Ich kann kein
Flavour erkennen, naturbelassen, wie man so schön zu sagen pflegt. In
manchen Momenten denke ich, dass Greg Pease‘ „Union Square“ seine
Antwort auf den „Tawny Flake“ sein könnte, entdecke ich hier ein wenig
Würze, wobei ich mir nicht zusammen reimen kann, woher diese stammt. So
entsteht ab etwa der Hälfte des Rauchopfers ein süßlich-herber Geschmack.
Gerade zu Herbstbeginn kommt mir dieser Tabak zur rechten Zeit. Der
„Tawny Flake“ reiht sich in einer Summe hochklassiger Virginias aus den
USA ein, so mein Eindruck, nach dem sich der Tabak in weiß-graue Asche
verwandelt hat. Hat man die Chance, zugreifen!
(08.10.2011)