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Fairmorn, Charles Blantyre Mild Blend
(Pfeifentabak)
| Markenname: | Fairmorn, Charles |
| Hersteller: | Charles Fairmon (Von Eicken) |
| Mischung: | Virginiasorten, wenig Burley, Black Cavendish, Perique |
| Schnittbreite: | Normalschnitt, Crimpcut |
| Typ: | naturbelassen |
| Stärke: | leicht-medium |
| Verpackung: | 50 g Dose |
| Preis: | 5,75 Euro |
Christian Probst
Nach dem ersten öffnen der Dose...
...Sieht man auf ein buntes, ansehnliches Tabakbild. Der Tabak liegt recht locker in der Dose und ist mäßig feucht, eigentlich genau richtig um ihn sofort zu rauchen. Die Verschiedenen Tabaksorten, aber insbesondere der Naturreine Black Cavendish und der unverkennbare Perique gibt dem Tabak einen unnachahmlichen Geruch nach Schwarzbrot und etwas fast undefinierbarem....ich würde sagen das ist der Perique, der in nicht unerheblichen Mengen enthalten ist.
Das erste Stopfen in der Pfeife...
...Verläuft völlig problemlos, einfach 3-4 Portionen Tabak in die Pfeife "fallen" lassen, stopfen und die Glut entfachen. Man braucht ca. 2-3 Streichhölzer und der Tabak brennt. Der Tabak schmeckt erstaunlich leicht, ich hätte es ehrlich gesagt nicht erwartet, denn durch den hohen Perique Anteil und meine nicht zur völligen Zufriedenheit verlaufenen Experimente mit dem Dunhill Deluxe Navy Rolls (sehr stark!) hätte ich etwas anderes vermutet. Der Tabak brennt nahezu problemlos, man muss ihn aber mehrmals wieder anzünden. Fast selbstverständlich gewinnt der Tabak nach ungefähr der Hälfte der Füllig an Volumen hinzu, was sich nach 3/4 der Füllung noch verstärkt. Doch dieser Effekt ist keineswegs unangenehm, ähnlich einer guten Zigarre. Der Perique und Black-Cavendish Geschmack sind die dominierenden Geschmacksnuancen des Tabaks. Leicht süsslich-herb. Das Raumklima ist unauffällig, man riecht wohl etwas Perique, sonst riecht er ähnlich neutral wie ein Virginia. Der Tabak lässt sich nahezu problemlos zuende rauchen, es bleibt nichts anders als mittelgraue Asche zurück.
Fazit:
Tja, mal wieder eine Lobeshymne auf die Charles-Fairmon Tabakserie, aber was bleibt mir anderes übrig! Der Tabak ist einfach lecker, leicht zu rauchen und vollkommen unkompliziert. Ein echter "All day smoke"! Auch hier verarbeitet Charles Fairmon wieder Naturbelassenen BC, was eine Interessante Abwechslung zu den vorherrschenden Black-Cavendish Tabaken ist. Prädikat: Geheimtipp, toll!
(14.04.2001)
Peter Fischer
Den Blantyre habe ich vor ca. 20 Jahren schon einmal geraucht. Mittlerweile habe ich jedoch keine Erinnerung mehr an ihn, außer dass ich ihn eben schon mal geraucht habe. Deshalb habe ich ihn als Einrauchtabak meiner Kai Nielsen auserkoren.
Was der Hersteller schreibt: Blantyre Mixture an unique mixture comprising 3 pts Dark Virginia, 2 pts Bright Virginia, 2 pts Kentucky-Burley, 1 pt Black Cavendish, 1 pt Perique.
Somit dürfte zumindest das Mischungsverhältnis geklärt sein. DasTabakbild ist eher unspektakulär. Farblich reicht das Spektrum ziemlich gleichmäßig von goldgelb bis dunkelbraun - schwarzes Blattgut rundet das Tabaksbild ab.
Geschmacklich ist der Blantyre nicht leicht zu beschreiben. Ich möchte ihn mal als den "etwas anderen Engländer" bezeichnen. Es handelt sich um einen naturbelassenen Tabak. Wenn man an der geöffneten Dose riecht, trifft man auf einen heuartigen Duft der Virginias.
Im Rauch schmeckt der Tabak eher herb. Die Virginias geben also keine - oder sehr wenig - Süße ab. Dieser herbe Geschmack ist wahrscheinlich auf den nicht unerheblichen Anteil Perique zurück zu führen. Für mich ist der Geschmack des Blantyre einzigartig. Ich habe noch keinen vergleichbaren Tabak gefunden. - Also mal probieren. Entweder man mag ihn oder eben nicht. Bei mir wechselt das leider von Tag zu Tag ab.
Abbrand: Der Blantyre gibt sich auch im Abbrand unsprektakulär. Er brennt ohne Probleme gleichmäßig ab. Für meinen Geschmack vielleicht etwas zu schnell.
Fazit:
Man muss ihn zumindest einmal probiert haben, um zu erfahren, dass es auch eine völlig andere Tabakgeschmacksrichtung gibt. Es gibt eigentlich nichts an diesem Tabak auszusetzen. Den etwas eigenwilligen Geschmack muss man halt mögen.
(23.12.2002)