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The Smokers Lounge Blue Lobster Mixture
(Pfeifentabak)
| Markenname: | The Tabak Lounge |
| Hersteller: | Planta |
| Vertriebe: | ausschließlich über den Online-Shop "The Smoker’s Lounge" |
| Mischung: | Latakia (75%!), Burley, Virginia |
| Schnittbreite: | wild cut |
| Typ: | englisch |
| Stärke: | medium |
| Verpackung: | 100g Dose |
| Preis: | 22,00 Euro |
Peter Hemmer
Herstellertext:
In der Produktbeschreibung: Dieser Tabak wurde von uns in Zusammenarbeit mit dem berühmten Pfeifenmacher Roger Wallenstein entwickelt. Diese Mixture wird exklusiv von Hand für uns gemischt und trägt stolz das "Blue Lobster-Logo", das ihm seinen Namen gibt. 75% Latakia dazu ein wunderbarer Bright Virginia und feinster Burley geben dem Tabak nicht nur ein intensives und zugleich weiches Aroma, sondern verhelfen auch zu einem wundervollen Abbrand und einem Geschmackserlebnis, welches diesseits des großen Teiches seinesgleichen sucht...
Auf der Dose: This very fine and unique Smoking-Mixture is carefully and exclusively handblended for “The Smoker’s Lounge” in association with Roger Wallenstein the famous german pipe maker and of course according to your desires…
Die Blue Lobster Mixture wurde auf der Pipeshow in Fürth zum ersten Mal der Öffentlichkeit vorgestellt. Das Vorbild für die Mixture war der in Deutschland nicht erhältliche US-Tabak „Da Vinci“ von Cornell&Diehl, den man zwar adaptiert, aber nicht kopiert hat.
Herausgekommen ist eine geschmacklich außerordentlich voluminöse, ansonsten mittelleichte Latakia-Mixture, die auf dem deutschen Markt einzigartig ist und meiner Meinung nach zum Besten gehört, was der Latakia-Fan derzeit in Deutschland bekommen kann.
Das Stopfen
Im Gegensatz zum „Da Vinci“ ist die „Blue Lobster Mixture“ deutlich gröber geschnitten, vor allem die hellen „Bright Virginias“ sorgen für ein wunderschönes kontrastreiches Tabakbild. Allerdings eignet sich dadurch der Tabak besser für Pfeifen mit einem Brennkammerdurchmesser ab 20mm, was nicht heißen soll, daß man ihn nicht auch aus kleineren Pfeifen rauchen kann. Das Stopfen sollte eher locker sein, ist aber vollkommen problemlos.
Das Anzünden
Das Anzünden ist vollkommen problemlos, der Tabak läßt sich trocken bis zum Ende durchrauchen.
Raucheigenschaften
Der Tabak erfordert rauchtechnisch gesehen keinerlei Aufmerksamkeit und brennt gutmütig bis zum Ende herunter ohne daß der Pfeifenkopf in irgendeiner Weise heiß werden würde oder eine nennenswerte Kondensatbildung einträte. Am Schluß bleibt feine helle Asche übrig. Sofort nach dem Anzünden entfaltet sich ein voluminöser und vielschichtiger Latakia-Geschmack, der von der Süße des Burleys und des Virginias noch nuanciert balanciert wird. Im Gegensatz zum Vorbild „Da Vinci“ ist der Geschmack „cremiger“ und auch etwas süßer – vielleicht etwas „europäischer“? Schwer zu beschreiben, aber es ist, als ob man dem „Da Vinci“ stilistisch einen Hauch „Frog Morton“ verpaßt hätte. Deshalb eignet sich der Blue Lobster Mixture meiner Meinung nach auch viel eher zum All Day Smoke (im Vergleich zum Da Vinci), ohne das kantige herbe Latakia-Aroma nach Rauch, Öl und Teer abzulegen. Gegen Ende der Füllung treten allerdings die Latakias erwartungsgemäß noch deutlicher in den Vordergrund und die leichte Süße nimmt nun gänzlich ab. Zweifelsohne in der Gesamtheit ein „herber“ Tabak, der aber nicht ganz so kantig ist, wie der „Da Vinci“.
Die Qualität erhält der Blue Lobster Mixture durch die Zusammenstellung der syrischen und cypriotischen Latakias.
Stephan Beeck von der Smoker’s Lounge und den Spezialisten von Planta ist hier eine erstklassige Latakia-Mischung gelungen, die sich als sehr eigenständige, individuelle Spezialität ebenso wohltuend wie eindeutig vom „Mainstream“ auf dem deutschen Tabakmarkt absetzt. Für Latakia-Freaks unbedingt zu empfehlen.
Ich habe den Tabak ausschließlich filterlos und aus Pfeifen mit mittlerem und größerem Füllvolumen geraucht.
Raumnote
Wenn man Latakia mag, gut. Ansonsten: Schweigen.
Gesamtbewertung
Sehr gut, ich werde ihn sicherlich nachbestellen. Ein Tabak, den ich in Zukunft immer vorrätig haben möchte. Angesichts des hohen Anteils des (teureren) Latakias und der Individualität des Produkts scheint mir der Preis von 22 Euro/100g mehr als moderat. Ein Tabak, den ich uneingeschränkt empfehlen möchte.
(21.12.2007)
Frank Navissi
75% Latakia = 100% England!
Was für ein Kräutlein! Zuerst war ich entsetzt: Wie soll ein Tabak schmecken, der zu Drei Vierteln aus Würztabak besteht? Habe ich doch Latakia schon pur geraucht und für langweilig empfunden...
Um so mehr sind die Tabakmischer von Planta zu loben, die dem geräucherten Kraut noch tiefegebenden Virginia und sanften Burly zur Seite stellten.
Am unglaublichsten fand ich, dass der Blue Lobster relativ leicht ist. Man darf das sehr kräftige Aroma im Geruch nicht mit Stärke verwechseln!
Er brennt vorzüglich ab. Allerdings auch mit dem Geruch von 75% Latakia. Was ihn dafür prädestiniert, nur in Räumen ohne Wände geraucht zu werden. Selbst wer Latakia mag: hier stößt jede Nase an ihre Grenzen.
Aber: Der Tabak ist gut! Und Engländer sollte man sowieso im Freien rauchen, da schmecken sie besser.
Fazit:
Was soll ich groß sagen? Der Blue Lobster ist für den Hardcore-Latakianer eine Versuchung wert und sollte in jedem Falle probiert werden.
Mir ist er auf Dauer aber doch etwas zu eindimensional; weniger (Latakia) wäre mehr gewesen. Obwohl der VA und Burley die Sache abrunden; noch runder - stell ich mir vor - könnte er sein beim Mischungsverhältnis 50/50.
(17.01.2008)