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Torben Dansk Blue Note
(Pfeifentabak)
| Markenname: | Torben Dansk |
| Hersteller: | DTM |
| Mischung: | Virginia, Black Cavendish |
| Schnittbreite: | Wild Cut mit Flake Stückchen |
| Typ: | aromatisiert |
| Flavour: | Waldfrucht + Vanille |
| Stärke: | medium |
| Verpackung: | 50 Gramm Runddose |
| Preis: | 7,20 Euro |
Dirk Schimowsky
Im Dan Pipe Katalog ist folgende Beschreibung zu lesen: Leichte, goldene Virginia Grades mit hohem Anteil natürlicher Süße wurden mit einem ganz besonderen Black Cavendish gemischt.... Ein frisches Flavour aus Essenzen Exotischer Früchte und einem Hauch Bourbon-Vanille durchzieht diese außergewöhnlich milde, duftige Mixture und verl...... usw., usw.
Also für mich als Süß-Raucher auf jeden Fall einen Versuch wert :-)) Nach dem Öffnen der Dose steigt einem ein Duft von frischen Walderdbeeren in die Nase (diese kleinen süßen Leckerchen) so das man überlegt, ob der Tabak lieber geraucht oder gegessen werden sollte :-)) Dieser Duft entspricht auch dem Aroma beim Rauchen. Lecker!
Der Tabak selber ist eigentlich ziemlich feucht, jedoch bildet sich erstaunlich wenig Kondensat. Das Tabakbild zeigt verschiedene Schnittbreiten beim Virginia, Virginia-Flake Stückchen und eine gleichmäßige Schnittbreite beim Black Cavendish. Er lässt sich leicht in die Pfeife stopfen und brennt gut an und ab.
Fazit:
Einfach lecker dieser Tabak. Verfechter von reinem Tabakgeschmack werden die Nase rümpfen und ihn nicht anrühren, aber für Süßraucher wie mich ist er einfach nur lecker.
Martin Bleisteiner
Dieser Tabak ist fruchtig aromatisiert, wie am Geruch unschwer zu erkennen ist.
Der Blue Note ist leicht zu stopfen, und das Anzünden geht spielend - außer wenn ein großes ready-rubbed Teil oben drauf liegt, das sollte man vorher zerreiben.
Der Geschmack ist süßlich, nicht vom Tabak, sondern von der Aromatisierung, und etwas schokoladig. Dieses Aroma bleibt bis zum Schluss erhalten. Die verwendeten Tabake sind meiner Meinung nach von guter Qualität, sie hätten weniger Synthetikaroma verdient. Es ist jedenfalls keine 0815-Mischung. Das Brandverhalten ist gut, der Tabak verzeiht es auch, wenn man ihn mal zu fest gestopft hat. Selbst dann sottert er kaum, und er beißt nicht. Es bleibt nur wenig weiße Asche übrig.
Die Raumnote ist verhältnismäßig angenehm für die Mitmenschen. Ich habe ihn bisher nur mit Filter geraucht.
(10.10.2000)
Frank Nicolai
Dass ich einen Hocharomaten reviewe ist ja auch relativ selten. Und dass ich den Blue Note überhaupt nur habe liegt daran, dass ich mich im Katalog vertan habe und bei der Bestellung eine falsche Betellnummer aufgeschrieben habe (ich wollte eigentlich den TD 15 - Sailors Flake bestellen).
Nun gut, mir war nach Süßem zumute (und der Bestellung lagen auch noch ein paar andere süße Tabake bei): also ran an den Pouch! Der Anblick ist nett: der Blue Note besteht zu etwa 50 % aus einem ready rubbed VA-Flake. Die andere Hälfte ist tiefschwarzer (harter) Black Cavendish. Der Geruch ist sehr fruchtig mit einem Hauch Vanille. Das hat mich erst mal ein wenig zurückzucken lassen. Aber ich wollte ja was Süßes! Also rein damit in eine Pfeife und angezündet. Der Tabak brennt nicht sehr gut an - ich habe es einige male erlebt, dass er ein Glutnest bildet, dass nur von einem Teil der Tabakoberfläche ausgehend glimmt. Ich musste einige male nachfeuern, um dies zu korregieren. Es ist möglich, dass es daran liegt, dass sich der Tabak kaum gleichmäßig stopfen lässt. Der BC ist hart und störrisch.
Der Geschmack ist anfangs ein echter Aromahammer. Die ersten Züge sagen mir nicht so zu. Zu stark ist das - von mir als künstlich vernommene - Vanillearoma. Wenn ich die Früchte benennen sollte, die den Hauptgeschmack tragen, würde ich irgendwas zwischen Aprikose und Erdbeere vermuten.
Ich habe den Blue Note sowohl mit als auch ohne Filter geraucht. Dabei hat mir das filterlose rauchen mehr zugesagt. Denn hier wird das Aroma im laufe des Rauchens immer geringer und im letzten Drittel der Pfeife schmeckt der Tabak nur noch leicht aromatisiert - und so gefällt er mir besser. Das gilt allerdings nur für das filterlose Rauchen. Wenn ein Kohle- oder Meerschaumfilter benutzt wird, bleibt das Aroma sehr konstant. Ich vermute, dass sich der Filter sich mit dem anfangs sehr kräftigen Aroma vollsaugt und das dann gleichmäßig abgibt. Mit Filter geraucht erscheint das Aroma anfangs weniger kräftig, dafür jedoch über die ganze Füllung hin haltend. Ohne Filter haut das Aroma anfangs um, um dann gleichmäßig abzunehmen (ohne zu verschwinden).
Von Tabak an sich habe ich nichts erschmecken können. Der Tabak läßt sich problemlos trocken abrauchen. Die Asche bleibt hell und ist durchsetzt von einigen schwarzen Strünken - wohl BC-Resten, die nicht verglimmten.
Die Raumnote ist so, wie sich Dritte oft den Duft von Pfeifentabak vorstellen.
Fazit:
Der Torben Dansk Blue Note hat meine Süßgier recht gut befriedigt. Wobei er mir im letzten Drittel am besten gefiel. Er hat mich geschmacklich an einen überdrehten Wappen vom Hamburg erinnert.
Insgesamt erscheint er mir austauschbar zu sein. Nichts, was wirklich vom Stuhl haut aber auch kein schlechter Tabak. Allerdings spielt er mit 7,20 Euro je 50 Gramm schon im oberen Mittelfeld der Tabakpreise mit.
Wenn ich ihn noch einmal aus Versehen mitbestelle werd ich ihn rauchen - absichtlich bestellen aber sicherlich nicht.
(26.08.03)