daft.de

.

Aktuelles

Termine

Pfeifen

Tabak

Schnupftabak

FAQ

Artikel

Bücher

Download

Läden

Linklisten

Zigarren

Hilfe

Mailingliste

Kontakt

Impressum


Bobs Flake Choc-Golden Flake

zurück

Gawith & Hoggarth Bobs Flake (Choc) oder auch Golden Flake

(Pfeifentabak)

Markenname:Gawith & Hoggarth
Hersteller:GAWITH, HOGGARTH & CO. LTD. Unit 16, Lake District
Mischung:Virginia
Schnittbreite:Flakes, leicht gebrochen
Typ:aromatisiert
Stärke:medium
Verpackung:bulk
Preis:$ 6,04 Pfund für 50g

Martin Steinthaler

Auszug aus dem AITS Index Bobs Flake (Choc) ! bei James Barber als Golden Flake in der Liste. Character: Medium strength, cool smoke, sweetened by the chocolate flavour, good taste and aroma, pleasant for non-smokers.

Also das sagt mal nicht viel darüber aus was den eigentlich der Bobs Flake (choc) wirklich ist. Der Flake ist dunkelbraun mit wenigen hellen Vogelaugen und riecht eigentlich eher herb als wie mit Schokolade gesüßt. Ein schwerer Nebengeruch jedoch verrät schon die Virginia Herkunft. Und zwar die von gut geagten oder well matured Virginias. Diese Schwere Süße mit herben Beigeschmack macht ihn aber wiederum sehr interessant. Die Flakes sind ähnlich dem Best Brown von Gawith keine ganzen Stücke sondern eher leicht zerbrochene Flakestreifen. Das Aufreiben ist sehr einfach und man kann dabei auch mal zuviel aufrubben. macht aber nix denn die Flakes bestehen aus Ribbon Cut und zerfallen dadurch nicht zu viel.
Die Feuchte war bei meiner Lieferung genau richtig und brannte gleich beim ersten Zünden recht gut.
Der Anfangsgeschmack wird sofort durch das Topping bzw. Aroma erzeugt. Der typische Virginia Geschmack bleibt noch sehr im Hintergrund. Erst nach ein paar Minuten fängt auch der Tabak sehr gut in den Geschmack einzutauchen. Süß, sehr süß ist er schon, aber auch mit den dunklen Virginia üblichen Nuancen geizt der Flake nicht. Diese Süße wird aber IMO mehr durch das Topping erzeugt als vom Tabak. Der Christmas Cheers z.B. hat ebensoviel Süße und Volumen jedoch ist diese mehr dem Tabak zuzuschreiben. Der Bobs Flake ist aber wiederum viel dunkler und hat deswegen auch etwas mehr Würze. Ich hatte ihn die ersten zwei Male sicher etwas zu schnell geraucht (weil er doch recht mild ist) aber bei langsamerem Rauchen wird der Flake immer besser. Die künstliche Schoko Süße hat natürlich den Nachteil das er schon etwas heißer wird als die ganz naturbelassenen Tabake. Zungenbrand hatte ich keinen aber ein wenig schärfer kann es schon werden wenn man nicht vorsichtig ist.
Gegen Mitte der Pfeife hat der Tabak sich aber immer sehr gut entwickelt (was für die Qualität spricht) und hält auch bis zum Ende wobei er nur unwesentlich schärfer wird. Schokolade kann man schmecken jedoch darf man sich nicht die Milka Mousse o Chocolat vorstellen eher so was wie Kochschokolade oder eine zart edelherb.
Für Umsteiger und Aromaliebhabern bzw. als Abwechslung für pure Flakeraucher ist er ganz okay. Die Puristen werden vielleicht zuviel Beigeschmack und Topping haben aber die Aroma Fans könnten schon begeistert sein über diesen Flake aus England und Lust auf mehr Flakes machen.
Alles in Allem ein schöner netter Flake aus dem Land wo die Flakes herkommen. Interessant, wenn auch nicht gerade weltbewegend, aber einen Versuch wert. Qualitativ jedoch sehr gut.


NN

Eintrag gelöscht


Klaus Komischke

Das erste mal habe ich den Tabak geraucht ohne zu wissen, dass er 8% Latakia enthält. Ich bin ja bis zum ersten Kölner Stammtisch ein Süßpanscher gewesen (nein nicht I......o ;-)), sondern aromatisierte Tabake, bei denen das Aroma den Tabakgeschmack ergänzt - nicht ersetzt!!! )
Von der Stärke her würde ich diesen Tabak wegen seines doch recht niedrigen Nikotingehalts eher medium einstufen.
Die Flakestreifen sind im Gegensatz zu den sonst üblichen gut doppelt so breit und zerfasern recht leicht. Dennoch ist der Tabak recht fest gepresst und erfordert beim Stopfen eine gewisse Kunstfertigkeit was die Prozedur selber angeht aber auch, was die Menge betrifft. Der Tabak ist dunkel mit wenigen hellen Einschlüssen.
Der Geruch erinnert erst bei zweiten "Hinriechen" an Schokolade (Herrenschokolade oder Zartbitter) wer jetzt einen Tafel Lilakuhalpenmilch erwartet sieht sich getäuscht. Latakia habe ich nicht herausriechen können, wohl aber einen sehr intensiven Geruch starken Tabaks.
Beim Anzünden bäumt sich der Tabak stark auf, so dass man die Pfeife nicht zu voll machen sollte. Glimmt er erst mal, dann lässt er sich problemlos bis zum ersten Drittel herunter rauchen. Es entsteht feine graue Asche, die mit der Zeit den Zugwiederstand ansteigen lässt. Leichtes Glattstreichen mit dem Stopfer ist angesagt, bloß nicht nachdrücken!!!! Nach etwa der Hälfte habe ich die lockere Ascheschicht in den Aschenbecher gekippt und den Rest mit dem Räumdorn ein wenig aufgelockert und dann leicht angedrückt. So lässt er sich dann bis zum Schluss problemlos aufrauchen.
Der Geschmack ist kräftig herb. Das Schokoladenaroma kommt ebenso herb aber mit einer gewissen Süße daher und bleibt über die gesamte Füllung recht gleichmäßig bis zum Schluss erhalten. Erstaunlicherweise ist der Schokoladengeschmack am intensivsten, wenn die Pfeife gerade mal wieder ausgegangen ist. Raucht man etwas heißer, tritt der Tabakgeschmack mehr in den Vordergrund.
Kondensatprobleme hatte ich nie. Der Tabak raucht sich sehr trocken.
Zungenbrand? Fehlanzeige, allerdings recht kräftig im Geschmack.
Die Raumnote wurde von meine nicht rauchenden Arbeitskollegen nicht beanstandet (komisch, in letzter Zeit sagen die gar nix mehr, wenn ich im Büro rauche????? :-))). Von seinem Aroma und seiner gewissen Schwere passt er IMHO sehr gut in die Herbstzeit. Im Sommer möchte ich ihn eigentlich nicht rauchen, da ziehe ich leichtere fruchtige Aromaten vor.

Fazit:
Für den durchschnittlichen deutschen "Aromarauchergaumen" ist dieser Tabak so ohne weiteres sicher nicht zu verkraften. Ein "Engländer" ist er auch nicht wirklich. Anfängern würde ich wegen der doch recht komplizierten Handhabung nicht zu diesem Tabak raten, da gibt's problemlosere Flakes. Zusammen mit einem schönen Tee gemütlich im warmen bei schummeriger Beleuchtung mit etwas Gebäck finde ich Ihn klasse.

(30.11.2000)


Dirk Schimowsky

Normalerweise reviewen Daftler einen Tabak erst nach Genuss von ca. 50g oder mehr, jedoch meine ich, dass ein Review eines Tabakes nur die subjektive Meinung des Einzelnen wider spiegelt, also probiere ich mal, einen Tabak zu beschreiben, den ich gerade zum ersten Mal rauche.
Da der Tabak aromatisiert ist, wähle ich eine Vauen Billard Premium für diesen Test aus (eine der wenigen Pfeifen, welche ich dank ihrer wunderschönen Kittstellen nur noch für aromatisierte Tabake verwende.).
Also erste schaue ich mir den Tabak an und breite dafür die Probe auf einem weißen Blatt aus. Der ursprüngliche Flake wurde durch den Transport (in einer Filmdose) zu einem broken Flake. Das Aussehen wird zu 90% von dunkelbrauner Virginia bestimmt, durchsetzt von einigen hellbraunen Tabakblättern. Der Geruch irritiert mich etwas. Von Schokolade kann ich gar nichts entdecken (und ich halte mich eigentlich für einen Experten, was Schokolade betrifft *grins*). Allerdings meine ich, gestern noch einen Zitronengeruch vernommen zu haben von dem ich heute nichts mehr erkennen kann. Der nicht genau definierte Begriff "seifig" trifft es eigentlich mangels fehlender anderer Vergleiche am besten.
Ich stopfe nun den gut konditionierten Tabak locker in die Pfeife und entzünde ihn. Er lässt sich willig und einfach in Brand setzen und glimmt dann munter vor sich hin. Der vernommene Geruch setzt sich im Geschmack fort. Nach den ersten Zügen, versuche ich verzweifelt Tabak zu schmecken, was mir nicht so recht gelingen will (was aber auch daran liegen kann, dass ich seit nun mehr 6 Monaten ausschließlich den SG Best Brown rauche, und von der Aromatisierung des Bobs Flake ziemlich erschlagen werde).
Der Tabak glimmt willig bis zum Schluss und übrig bleibt nur ein wenig hellgraue Asche. Das Aroma wird zwar gegen Ende schwächer, hält aber die gesamte Füllung vor. Ich bin mir auch nachdem ich die Pfeife beendet habe nicht sicher, ob ich unter dem Aroma auch Tabakgeschmack entdeckt habe.
Von der Stärke, finde ich den Tabak eher mild. Der Geschmack entspricht ist auf jeden Fall nicht der Richtung, welche mich süchtig nach ihr machen würde :-((. Ich werde Bobs Flake auf jeden Fall noch mal eine Chance geben, aber nicht so schnell (zum Glück hält die Filmdose den Tabak recht lange frisch). Das ich mir 50gr. bestellen werde, halte ich eher für ausgeschlossen.

(09.07.2001)


Klaus Buhles

50 g - 8,00 CHF online erhältlich bei http://www.pipesandtobaccos.com/

Nach dem Öffnen des 500g-Bulk-Packs erscheinen die, von anderen Flake-Tabaken des gleichen Herstellers gewohnten, 6 Zoll langen und ca 1,5mm dicken Flakescheiben, von brauner Farbe mit einigen hellen Sprenkeln. Die Scheiben des BOBS FLAKE CHOCOLATE sind von sehr lockerer Konsistenz, man muß beim Entnehmen derselben aus der Verpackung aufpassen, daß sie nicht auseinanderfallen. Der Feuchtigkeitsgehalt der Flakes ist gerade richtig.
Schon beim ersten Schnuppern war ich vom Duft des Tabaks begeistert - ein herbes Schoko-Aroma begleitet von einem rauchigen Latakiaduft, der sich bei längerem Schnuppern immer weiter in den Vordergrund drängt. Dieses ließ meine Erwartungen auf ein, zwischen einer angenehmen Aromatisierung und Tabakgeschmack, ausgewogenes Raucherlebnis steigen. Nach dem Aufrubbeln einer Flakescheibe ist das Stopfen der Pfeife kein Problem, ebenso das Anzünden - nach dem Gebrauch von zwei Hölzern und dazwischenliegendem leichten Nachstopfen brennt der Tabak anstandslos.
Nun, der erste Eindruck nach dem Geruch hat mich nicht enttäuscht. Schon bei den ersten Zügen ist ein herber Schokoladengeschmack festzustellen, der von einem sehr angenehmen Latakiageschmack, welcher sich allerdings zu keiner Zeit unangenehm in den Vordergrund drängt, begleitet wird. Dieses verändert sich bis zum Ende der Füllung nicht, auch mehrmaliges Anzünden schadet hier überhaupt nichts. Ein Tabak bei dem die Aromatisierung nie lästig oder gar aufdringlich wirkt. Rauchige, angenehme Milde. Nichts brennt, nichts sottert oder gurgelt, dieses aber nur unter der strikten Voraussetzung, daß dieser Tabak nicht heißgeraucht wird. Je länger das Raucherlebnis andauert, je mehr drängt sich der Geschmack eines guten bis sehr guten VA-Grundtabaks in Verbindung mit einem hervorragenden Latakia in den Vordergrund, ohne jedoch, wie schon oben beschrieben, das sehr angenehme Schokoaroma verdrängen zu können. Dies verleiht dem ganzen noch etwas mehr an Fülle. Der Tabak brennt ohne große Mühe vom ersten bis zum letzten Zug durch, lediglich leichtes Nachstopfen ist gelegentlich erforderlich. Übrig bleibt ein Häufchen graue Asche, durchsetzt mit einigen schwarzen Krümeln. Bei etwas hastigen Zügen wird er allerdings schnell heiß und entwickelt in diesem Zustand eine nicht gerade geringe Menge Kondensat, welches sich durch ein nicht zu überhörendes Blubbern und Schmurgeln äussert. Er wird jedoch nicht gleich bissig und unangenehm, auch dieses zeugt IMHO von der Qualität der verwendeten Grundtabake. Parallel zu dem vorzüglichen Latakia-Schoko-Geschmack entwickelt sich eine Raumnote ebensolcher Güte, die bisher ausnahmslos, trotz des mitschwingenden Latakiaduftes von meiner Umwelt (ich rauche diesen Tabak auch im Büro) als dezent und sehr angenehm empfunden wird.

Fazit:
Daumen hoch! Der Tabak hat auf Anhieb den Platz an der Sonne meiner Hitliste erobert. (Ein kleines Sorry an HOTW). Das dezente, den Tabakgeschmack untertützende, Schokoaroma in Verbindung mit dem Zusatz von Latakia ist GH in allen Punkten gelungen. Ein Liebhaber von Schokolade und einer leichten angenehmen Latakianote ist abei diesem Tabak genau richtig. Meine uneingeschränkte Empfehlung hat er. Für Anfänger ist dieser Flake, wenn er langsam und mit der Aufmerksamkeit, die er sicherlich verdient, geraucht wird, aufgrund seiner sehr guten Rauch- und Abbrandeigenschaften durchaus zu empfehlen, nicht zuletzt auch wegen seines geringen Nikotingehaltes.
BTW: Beim Schreiben dieses Reviews musste ich immer wieder an den, von mir ebenso geschätzten, SCOTCH FLAKE denken. Der ist IMHO fast der gleiche, halt nur mit ohne Latakia. :-)

(28.05.2003)


Frank Nicolai

Schon die Erwähnung dieses Tabaks treibt manchem Daftler die Gier in die Augen. Und läßt die Mundhöhle im Speichel ertrinken. Das ist aber auch ein Kraut! Meine Herren. Es gibt nichts vergleichbares. Aber ob das genügt?

Wie schon andere vor mir erwähnten: der Tabak kam als eher loser Flake bei mir an. So war ein wirkliches Aufrubben kaum notwendig - beim Stopfen sollte man die Tabakfasern nur etwas auflockern. So genügen 2 bis 3 Versuche, den Tabak zum Glimmen zu kriegen.

Hätte man es mir nicht gesagt: ich wäre nicht so schnell darauf gekommen, dass des Würzige im Geruch und Geschmack von Latakia herrührt. Ich zumindest kann ihn nicht wirklich erkennen; mit dem Wissen, dass er dabei ist aber wenigstens erahnen. Der Geruch des unangezündeten Tabaks hat etwas Dumpf-Süßes. Und ein klein wenig Säure scheint meine Nase zu erkennen (die Säure ist im Geschmack dann nicht mehr präsent). Ich überlege seit ich den Tabak kennenlernte, ob ich den Geruch und den Geschmack wirklich mit Schokolade in Verbindung bringen würde - und meine: nein. Wenn ein Vergleich hier paßt, dann eher der mit schwach entöltem Kakao. Daran erinnert mich der Tabak eher.

Aber dieses Aroma ist nur eines in dieser Komposition. Vor allem sticht der süße, aber nicht leichte Virginiageschmack heraus. Dies Würzige, dass ich dem Latakia zuschreibe, ist eher unterschwellig vorhanden. Und je kühler der Tabak geraucht wird, desto weniger kann man davon überhaupt vernehmen.
Ich kann meine hauptsächliche Assoziation aber kaum beschreiben. Ein wenig dumpf schmeckt mir der Tabak. Nicht so frisch wie zum Beispiel der Orlik Golden Sliced. Da ich weiss, dass er frisch ist kann es nicht daran liegen, dass er überlagert ist. Es ist nicht die "Feuchte-Keller-Dumpfheit", die ich z.B. bei G.L. Pease Samarra kennenlernte. Es ist eine eher warme, sonnige Dumpfheit. Vielleicht so, wie sonnenbeschienenes Herbstlaub riecht. Schwer zu beschreiben. Nicht uninteressant, aber dauerhaft irgendwie zu anstrengend für mich. Ich kann den Geschmack nicht wirklich zuordnen und definieren (denn Schokolade ist für mich viel süßer und süffiger). Am intensivsten erscheint mir die Aromatisierung, wenn man den Rauch einen Moment im Mund behält und dann durch die Nase ausbläst. Hier erst läßt sich die volle Breite des Geschmacks erleben.

Der Tabak hat hervorragende Abbrandeigenschaften. Wenn er glimmt, dann bis zum Ende. Problemlos und fast ohne dass man ihm Aufmerksamkeit schenken muss. Insofern wirklich ein All-Day-Smoke. Auch die Asche ist wunderbar: fast weiß, pudrig und weich. Und der Raumduft entspricht erstaunlich genau dem Geschmack.

Fazit: Ein wirklich interessantes Kraut, das da von der Insel kommt. Ein Wanderer zwischen den Welten; eine spannende Entdeckung. Ob ich es immer rauchen möchte weiss ich noch nicht. Aber mal probiert haben sollte man ihn.

(02.07.03)

Aktuelle Änderungen (alle) | Edit SideBar Letzte Änderung dieser Seite: 30.12.2010 16:35 Uhr bearbeiten | drucken | Versionen