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McClelland Brindle Flake
(Pfeifentabak)
| Hersteller: | McClelland |
| Mischung: | Virginia, Perique |
| Schnittbreite: | Flake |
| Typ: | naturbelassen |
| Stärke: | mild |
Ralf Ruhenstroth
hey’re back… So lautet die passende Überschrift auf der Website der Fa.
McClelland aus Kansas City. Und ja, es stimmt. Wenn man ein wenig
recherchiert, dann findet man heraus, dass der „Brindle Flake“ bis zum
Jahr 2005 unter Ashton firmierte und dann vom Markt genommen wurde.
Warum auch immer. Sowohl für Nostalgiker als auch für neue Fans dieses
Tabaks spielt das allerdings gar keine Rolle, denn McClelland war schon
damals der Hersteller dieses wirklich naturnahen Broken Flakes.
Goldbraun ist die Dose mit einer vielversprechenden Aufschrift
„naturally sweet flue-cured virginias“, wobei ich mir sicher bin, dass
dieser Spruch ein ganz besonderes Vergnügen bedeuten kann. Schon fast
McClelland-typisch erfährt der Pfeifenraucher zunächst mal den etwas
penetranten Ketchup- und Essiggeruch, auf den nun beim besten Willen
nicht alle Pfeifenfreunde stehen. Irgendwie ist der aber auch schon
obligatorisch und wenn man es gut meint, dann bezeichnet man diesen Duft
aus der Dose schon einmal als Garant für gute Qualität. Wo immer das
auch her kommt, auf ein heuartiges Virginia-Aroma muss der Freak hier,
zumindest vor einem kräftigen Auslüften, verzichten.
Die mittelbraunen, überwiegend gebrochenen Flakescheiben liegen dezent
feucht in der Dose und es fällt zu dem auf, dass so manche Schnittbreite
den Raucher vor Probleme stellen könnte. Ich gebe zu, dass gerade die
Knick- und Faltmethode bei den dickeren Scheiben nicht so einfach
funktioniert, auch wenn dies in meinen Augen genau die richtige Methode
für das genussvolle Konsumieren von Flaketabaken ist und auch bleiben
wird. Ich helfe mir vor dem Stopfen, in dem ich die breiteren
Flakescheiben mit der Hand durch ein wenig Reiben aufzwirbele und den
Tabak so für den Stopfvorgang gefügiger mache. Und habe ich dem Tabak
zuvor noch eine halbe Stunde frische Luft spendiert, dann brennt der
Stoff hervorragend an.
Man merkt sehr schnell, dass hier mit der Zugabe von besonders
auffälligen Aromen gespart wurde. Und das ist auch gut so. Sehr mild und
angenehm raucht sich der „Brindle Flake“, aber man sollte meines
Erachtens wirklich aufpassen. Nicht ganz ungewöhnlich für weitestgehend
reine Virginias ist die Tatsache, dass man seine Pfeife auch schnell
heiß rauchen kann. Deswegen: Sanftheit und Ruhe sind hier der einzig
wahre Weg zum Rauchgenuss. Und wenn einem das gelingt, dann offenbart
sich ein Virginia-Feuerwerk. Dann funktioniert es ohne jegliches Beißen,
Nicht-Filterraucher können davon profitieren, müssen aber wohl noch mehr
auf die Kühle achten. Aber sie sind näher am Tabak dran. Vielleicht ist
der „Brindle Flake“ mit das natürlichste, was es aus dieser Richtung
gibt. Die sanfte, niemals übertrieben wirkende natürliche Süße ist für
den Fan ein Highlight, wie man es nicht all zu oft findet. Ansonsten
empfehle ich wieder einen eher kleineren Pfeifenkopf.
Fazit: Dieser Tabak spielt bei den naturnahen Flake- und
Virginia-Tabaken in der obersten Liga mit. Er ist vielleicht nicht
unbedingt für Anfänger geeignet. Dafür benötigt er zu viel
Aufmerksamkeit beim Stopfen und auch beim Rauchen. Denn eine falsch
bediente Pfeife kann in diesem Fall zu einem Qualmgetöse führen, welches
auch Enttäuschung mit sich bringen kann. Wer es aber schafft, den
„Brindle Flake“ sanft und ruhig zu rauchen, der schafft sich einen
Hochgenuss, wie man ihn nur selten findet!
(10.07.2011)