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A. & C. Petersen Caledonian 499 (blue)
(Pfeifentabak)
| Markenname: | A. & C. Petersen |
| Hersteller: | A. & C. Petersen |
| Mischung: | Virginia und Perique |
| Schnittbreite: | Flake |
| Typ: | naturbelassen |
| Stärke: | leicht-medium |
| Verpackung: | 50 g Runddose |
| Preis: | 50 DKK |
Martin Steinthaler
Die Caledonian Serie umfasst verschiedene Tabake von denen ich in einem Flake Anfall zwei bestellt habe. Den 499 und den Viginia Flake. Gekauft habe ich ihn bei FF-Piper denn den 499 hab ich in D noch nicht gesehen.
Hier die weiteren Tabake der Serie:
No 466 (green) - medium Latakia mixture
No 499 (blue) - medium flake with a solid dose of perique
No 10 (white) - aromatic, "Highland Cream"
No 421 (red) - flavoured, slightly sweet
Virginia Flake - virginia with a touch of perique.
Der Tabak ist in ca. 1,5 mm dicken Flakes in der Dose. Die Farbe ist recht hell. Kaum dunkle Anteile und keine schwarzen Tabake. Die Flakes sind genau richtig feucht und keinen Deut zu trocken. Ein sehr schöner Flake... optisch :-)
Das Aroma erinnert mich sehr an die Weihnachtszeit. Leichter Zimt Geruch und Virginia in die heuige Richtung. Leicht süß und natürlich Tabaknoten in allen hellen Tönen. Aufrubben und Stopfen ist problemlos. Da der Flake eher trocken ist sollte man nicht zuviel rubben. Auch geknickt oder gefaltet ist er leicht zu handhaben. Die Tabakstreifen sind nach dem Rubben länglich und eben die 1,5 mm dick.
Das Anzünden geht sehr einfach und nach dem zweiten Licht raucht es sich problemlos durch bis zum Ende.
Der Geschmack ist eine echte Überraschung gewesen. Die ersten zwei drei Versuche war er noch unauffällig aber nach 5 Füllungen schmeckte er mir immer besser und besser. Ich finde die leichte Aromatisierung extrem gut gelungen und der Perique mindert die Brenntemperatur so gut dass ich niemals eine Tendenz zum Zungenbrand hatte oder die Pfeife heiß war. Virginias und so leicht orientalische Gewürze harmonieren IMO sehr gut und gerade in diesem Fall sogar hervorragend! Ich war echt begeistert. Als Abwechslung zu den doch schwereren "stoved" Viginias von Rattray's ist der 499 ein all day Flake ohne Zungenangst! Helle Viginias sind bei mir oft gleichbedeutend mit extrem langsamen Rauchen und einer Zungenbrandtendenz. Dieser nicht! Ich hab ich seit November auf meiner Liste weit oben. Das positivste an dem Flake ist die Nuancenreichheit. Da er kein Perique Bomber ist kann man den Viginia in all seinen Arten schmecken und das Flavour, wer es mag, steuert nochmals einen Interessanten Oberton hinzu.
Fazit:
Ein gelungener Flake mit Aroma. Einfach zu stopfen und zu Rubben. Keine großen Umstände beim Rauchen und man kann ihn auch den ganzen Tag rauchen ohne das er jemals fad wird. Nicht uneingeschränkt für Beginner aber perfekt zwischen Aroma und reinem Tabak (eher aber bei Naturtabak)! Die Qualität ist sehr gut und die Nuancen das Erfreulichste.
KAUFEN!!
(15.01.2001)
Björn Hollensteiner
Der Caledonian #499 ist ein in Deutschland leider nicht erhältlicher Tabak aus der ehemals von ACP in Dänemark hergestellten Caledonian-Serie. Ich weiß nicht, ob er nach dem Kauf von ACP durch die British American Tobacco weiterhin hergestellt wird, die andauernde Verfügbarkeit bei Synjeco läßt jedoch darauf schließen.
Beim #499 handelt es sich um einen recht dunklen Virginia/Perique-Flake, der in einer ausgesprochen edel ausschauenden dunkelblauen Dose daherkommt. Der Dosentext spricht von einem leicht aromatisierten Tabak ("slightly spiced"), was sich im Duft nachvollziehen lässt. Der Tabak hat eine dunkle Süße, riecht auch etwas Pflaumig-lakritzig, Ähnlichkeiten zum Rattrays Marlin Flake lassen sich nicht von der Hand weisen.
Die Konsistenz der recht dünnen Flakescheiben ist sehr brüchig, er ist schon in der Dose teilweise "ready rubbed". Je nach Geschmack und angestrebter Rauchdauer kann man ihn komplett in diese Form überführen, oder weniger aufbrechen. Anzünden lässt er sich ohne größere Probleme, ja sogar verdächtig einfach für einen Flake. Der Rauchduft ist vollmundig, süß, es kommen gute Tabakaromen zur Geltung. Auch das lakritzige Casing ist deutlich vernehmbar, ohne allerdings allzu künstlich zu wirken. Der Abbrand ist recht langsam, wenn auch nicht so langsam, wie beim Capstan Blau zum Beispiel. Die Stärke ist medium mit einem leichten Anklang von Full. Der Tabak hat ein gewisses Zungenbrandpotential, Unerfahrenen empfehle ich daher die Verwendung einer Filterpfeife und einen gemächlichen Rauchstil. Die Kondensatbildung ist bei frischer Dose noch recht hoch, etwas trocknen schadet dem Tabak nicht.
Fazit:
Ein im oberen Drittel der Va-Per-Flakes anzusiedelnder Tabak ohne besondere Höhen und Tiefen, mit dem man durchaus auf Dauer glücklich werden kann. Gut möglich, dass er sich einer festen Anhängerschaft erfreut. Für den Flakefan gilt: auf jeden Fall einmal probieren!
(14.06.2001)
Frank Nicolai
Die beiden bisherigen Reviews widersprechen sich so sehr, dass es scheint, als wären zwei völlig verschiedene Tabake beschrieben worden. Da ich schon seit langem eine Dose dieses nur in Dänemark erhältlichen Tabaks im Vorratslager hatte fand ich es an der Zeit, die schöne dunkelblaue Dose (mit goldener Schrift) zu öffnen.
Ich zitiere als erstes die herstellerbeschreibung: "A specila flake tobacco bleded from 6 selected virginia grades. Spiced with genuine perique from the state of Louisiana. Light and mild with a frash taste of exclusiv spices."
Beim Öffnen der Dose lächelt einen schon ein fester Stapel von recht dünn geschnittenen Flakescheiben an. Die Scheiben sind zwar ein wenig miteinander verklebt, lassen sich aber gut voneinander lösen. das Farbspiel reicht vom vorherrschenden Dunkelbraun bis zu einigen hellen Einsprengseln. Der Duft des Tabaks ist hervorragend: ein wenig süß-weiche Milde versprechend mit einem Hauch von frischen Sommerblumen und ein wenig hintergründigem Lakritzgeruch. Der Tabak fasst sich nicht zu feucht an, ist aber von der Konsistenz her sehr nachgiebig im Griff; so, als fasse man einen Schwamm an. das weist darauf hin, dass der Tabak nicht sehr stark gestopft werden darf, damit er nicht zusammenbackt beim Rauchen.
Ich habe den Flake fast immer aufgerubbt - so ließ er sich für meinen Geschmack auch am besten Rauchen und er brachte mehr Fülle in den Rauch. Das Anzünden ist nicht ganz einfach. Ich brauchte schon 3 bis 4 Streichhölzer, um den Tabak an der gesamten Oberfläche zum Glimmen zu bringen; wenn er denn aber glimmt tut er das bis zum Ende.
Den Geschmack prägt die Virginia-Süße - untermalt mit der wohl einer Aromatisierung geschuldeten vorhandenen leicht blumigen Frische. Der Perique ist für mich nicht zu erschmecken, er klingt nur an, wenn man den Rauch aus der Nase ausbläst; dann kann man das leichte Kribbeln erleben, dass Perique auszeichnet - aber eben nicht nur diesen. Die 6 Virginias ergeben eine eigenen Süße, die aber auch rauchig ist und schnell in Bitterkeit umschlägt, wenn der Tabak zu heiß wird (oder zu fest gestopft ist). Trotzdem schadet ein Nachentzünden dem Tabak nicht.
Spannend ist es, ein wenig mit dem Tabak zu experimentieren. Denn je länger er in Betrieb ist, desto geschmacklich stärker (rauchiger) wird er. Aus kleinen Pfeifen wie der Larsen Prince wirkt er wie ein Leichtgewicht; aus meiner Siena 320 KS dann doch schon etwas körperreicher. Auch ändert er seinen Charakter dabei etwas. Vom leichten Vormittags-Erfrischungs-Flake wird er zu einem Nach-dem- Mittagessen-Tabak.
Der Abbrand ist insgesamt sehr problemlos. Kondensatbildung ist ein Fremdwort für diesen Tabak. Allerdings schmeckt er mir mit Filter geraucht (P.H. Aktivkohle-Filter) besser als ohne. Der Tabak wirkt ohne Filter zwar spritziger, aber nuancenärmer.
Fazit:
Der Caledonian Navy Cut No. 499 ist ein spannender Tabak, der für einige Überraschungen gut ist. Wenn man ihn jedoch kennengelernt hat und sein Brandverhalten und seinen Geschmack in verschieden großen Pfeifen in etwas einschätzen kann und sich je nach Geschmack die richtige Pfeife damit stopft, ist er ein sehr guter und während einer Füllung auch stetiger Tabak, der seinen Geschmack kaum ändert.
Er ist eher zu den leichten Tabaken mit Hang zu medium zu zählen und erinnert ein wenig an den Marlin Flake; erreicht jedoch nicht die Fülle von diesem.
Alles in allem: ein wirklich empfehlenswerter Tabak für den sich ein Kurztrip nach DK lohnt.
(04.10.2001)
Detlef Steinbrenner
Einer der vielen Vorteile bei Daft ist, dass man bei gelegentlichen Treffs auch mal Tabake austauscht. So widerfuhr es mir bei einem Treffen mit Franz Wiesmaier in Passau, wo ich für eine Probe Dark Strong Flake von ihm eine noch fast volle Dose des oben genannten Tabaks bekam. Nach der Duftnote, die mir beim Öffnen der schönen blauen Dose entgegen kam, erwartete ich ein dunkleres Erscheinungsbild, aber die Flakescheiben präsentierten sich heller, als ich erwartet hatte. Man sieht allerdings deutlich den Anteil des dunkleren Perique. Der Duft ist schwer zu beschreiben, irgendwie pflaumig-lakritzig. Als Fan des CH #44 war nun meine Neugierde geweckt und ich stopfte mir also eine Füllung in meine Pfeife. Das Zerbröseln und Entzünden ging mühelos vonstatten, da die Flakescheiben die absolut richtige Feuchte hatten. Schon beim ersten Zug wurde ich nicht enttäuscht: ein angenehmer, "rauchiger" (ich weiß nicht, wie ich es sonst beschreiben kann) Geschmack mit einem dezenten, aber angenehmen Flavour. Das Aroma ist nicht als süß zu bezeichnen, aber es ist in einer Art und Weise leicht pflaumig (durch den Anteil Perique) und lakritzig zugleich, so dass auch ein wenig in Richtung CH #44 tendiert.
Der Abbrand ist langsam und gleichmäßig, bei mittlerem Füllvolumen garantiert das eine längere Rauchphase. Das Flavour bleibt auch noch im unteren Drittel der Füllung bis zum Schluss erhalten. Vom Tabak bleibt eine feine, hellgraue Asche übrig.
Ähnlichkeiten zum Marlin Flake oder auch zu den Navy Rolls von Dunhill sind da, aber der Caledonian Blau ist durch sein eigenwilliges Aroma schon anders einzuordnen. auf jeden Fall sollte jeder VA/Perique-Freund ihn einmal probieren. Ich kann ihn uneingeschränkt empfehlen.
(23.10.2001)