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DTM Michael Apitz Caramello
(Pfeifentabak)
| Markenname: | Michael Apitz Caramello |
| Hersteller: | DTM |
| Mischung: | Black Cavendish, einige Tupfen Virginia |
| Schnittbreite: | Mixture |
| Typ: | aromatisiert |
| Flavour: | Caramell, Vanille |
| Stärke: | leicht |
| Verpackung: | 100 Gramm |
| Preis: | 15,70 Euro |
Frank Kalinowski
Wie gewohnt, zuerst der Herrstellertext: "Italien ist immer wieder eine Reise wert. Nicht allein der Landschaft wegen, sondern auch aus Lust auf die Freuden der mediterranen Küche - besonders der leckeren Desserts. So entstand die Idee, die süße Verführung einer "Panna Cotta" oder "Creme Caramel" umzusetzen in diese bezaubernd samtweiche Tabakmischung. Sanfter Black Cavendish und ein kleiner Anteil von goldfarbendem Ready Rubbed Virginia Flake wurden mit einem süffigen Karamell-Vanille-Flavour veredelt. So erhält mein "Caramello" seinen cremig feinen Toffee-Geschmack, der bis zum letzten Zug erhalten bleibt."
Vanille - Karamell - Lecker bis zum Schluß, ich gebe zu als Überzeugungssüßpanscher ist mir, nach dem ersten Überfliegen dieser Zeilen, nicht viel mehr in Erinnerung geblieben. Diesen Tabak mußte ich rauchen! Natürlich landete er, die leise Stimme die mir flüsterte, das eine fast reine BC-Mischung eine Enttäuschung sein müßte, ignorierend, dann auch ganz oben auf meiner Liste und wurde mit ein, zwei weiteren Kleinigkeiten, flugs geordert. Das Paket kam und bei meiner Neugier dauerte es naturgemäß dann auch nicht lange und eine gerade Eingerauchte, hungrige PK und ich, zogen uns mit der kleinen hilflosen Dose "Caramello" zurück um ungestört zu sein. Gleich nachdem sie, mit einem leicht protestierendem Geräusch, einen Blick auf ihren Inhalt preisgegeben hat, verteilt sich der verheißungsvolle Duft von Sahnecaramellbonbons im Raum. Der Tabak kommt in einem, für Black Cavendish eher unüblichen, erdbraunem Gewand daher und ist auf relativ schmale, handliche Stücke zurechtgeschnitten, was ein einfaches Stopfen verspricht. Wer sich jetzt nicht zurückhalten kann und seine Nase in den Tabak steckt, wird bemerken, daß zu dem alles beherrschenden Caramellduft, die typisch lieblichen, leicht sauren Aromen einer
Cavendish-Mixture kommen. Beides harmoniert meines Erachtens nicht wirklich und hinterlässt eher den Eindruck einer Zwangsehe, denn einer Liebesheirat.
Das Stopfen gestaltet sich, wie zu erwarten, völlig problemlos. Der sehr gut konditionierte Tabak wird in Kleinstmengen, drucklos in den Kopf gefüllt, oben nach Belieben verdichtet und in die Nähe einer Wärmequelle verbracht. Der Tabak lässt sich von den Flammen nicht aus der Ruhe bringen. Ohne sich großartig aufzubäumen, oder sonst welche Zicken zu machen, brennt er willig an und sofort verteilt sich ein intensiver
Caramellduft im Raum. Sanft-süßer Rauch verbreitet sich in der Mundhöhle. Durch den, sich explosionsartig verteilten Duft, hat man tatsächlich den Eindruck Caramell zu rauchen und lehnt sich, in Erwartung eines Hochgenusses, erst einmal zurück. Doch schon nach kurzer
Zeit haben sich unsere Geruchsorgane an das Aroma gewöhnt und der Gesamteindruck nimmt deutlich ab. Der Cavendish übernimmt die Oberhand und verweist das Caramell Zug um Zug in seine Schranken, bis er es, etwa nach zwei Drittel der Füllung, gänzlich verdrängt hat. Übrig bleibt der, sicherlich immer noch süße, aber auch nichts sagende Geschmack eines
dänischen BC.
Das Abbrandverhalten des "Caramello" ist zu jeder Zeit vorbildlich. Der Tabak verzeiht fast jeden Fehler klaglos und bisher reichte jeweils ein Streichholz um ihn zu entzünden. Er sollte aber trotzdem vorsichtig und mit viel Bedacht geraucht werden, die Caramellnote hält dann länger an.
Am Ende übrig bleibt ein kleines Häufchen feiner, grauer Asche.
Fazit:
Meiner Meinung nach hält der Caramello nicht wirklich was er verspricht. Die Raumnote ist zu intensiv, hier kann man höchstens punkten wenn man eine ganze Halle zu "bedampfen" hat. Geschmacklich bietet er 10 Minuten Genuss, 30 Minuten Befriedigung, die dann aber in weitere 20 Minuten Langeweile und 10 Minuten "wann ist endlich Schluß?" endet.
Soll es Caramell sein ist man meiner Meinung nach mit dem, sicherlich etwas schwerer zu rauchendem "Milonga", wesentlich besser beraten. Auch der ebenfalls neue "Holmer Knudsen" geht mit seinem Aroma in diese Richtung und macht dabei einen guten Eindruck, aber hier will ich mir nach der aktuell zweiten Füllung, noch kein Urteil erlauben.
(31.10.2007)
Manfred Arenz
Als Liebhaber des Sweet Vanilla Honeydew konnte ich mir den Caramello natürlich nicht entgehen lassen....
Das Tabakbild kommt mir etwas wie "struppiger Straßenhund" vor: Hauptsächlich braune Fasern aller Größen und Längen, etwas Flakestücke, ein wenig heller gerissener VA - als
hätte jemand die Schneidemaschine ausgekehrt ;-)
Der Duft aus der Dose allerdings ist verführerisch: Karamell - Sahne, wie meine liebste Schokolade "Cadbury Dairy Milk + Caramel". Oder eine Kombination aus Sweet Vanilla Honeydew und Plata Sans Soucci.
Zu den sonstigen Eigenschaften schließe ich mich 100%ig Franks Review an.
Fazit:
Nett zum Probieren, oder wenn man den Plata Sans Soucci mag und etwas mehr Körper im Rauch will.
(22.12.2007)
Björn Hollensteiner
Endlich finde ich wieder etwas Ruhe, hier wieder zu posten. Beginnen möchte ich mit meinem Urteil zum Caramello, den ich in den letzten Wochen dann und wann immer mal wieder gerne rauchte.
Das Erscheinungsbild des Tabaks haben meine Vorredner schon eingehend beschrieben, dem ist nichts mehr hinzuzufügen.
Der Tabak ist leicht zu entzünden und glimmt willig ohne viel Gezicke. Im Rauch dominiert Vanille, die zweite Geige spielt Caramel, vermutlich auch etwas Mandelaroma. Auf jeden Fall s e h r appetitlich :-) , was aber auch daran liegt, daß ich Caramel liebe.
Daß DTM nach meiner Ansicht guten Black-Cavendish macht, erwähnte ich bereits früher. Dieser Tabak bestätigt das einmal mehr. Es kommt neben dem Top-Flavour nicht nur heiße Luft aus der Pfeife, sondern durchaus Tabakgeschmack, dem allerdings jegliche Ecken und Kanten fehlen. Mir gilt immer der Rattrays Black Virginia als Referenztabak für einen reinen BC, der DTM-BC spielt in der gleichen Liga.
Einziger Kritikpunkt am Tabak ist seine Leichtigkeit. Ein bißchen mehr Pep hätte es sein können, vielleicht hätte man mit dem in Spuren vorhandenen Virginia etwas großzügiger sein können. Ich habe schon das eine oder andere Mal darüber nachgedacht, mit welchem kräftigen Tabak ich die Mischung "blenden" könnte. Mal sehen...
Fazit:
Vermutlich der perfekte "Anfängertabak". Sorglos rauchen ohne Zicken und Zungenbiß, dabei volles Aroma, das erhoffen sich doch fast alle am Anfang vom Pfeiferauchen.
(18.01.2008)