zurück
Peter Heinrichs Chateau Henri No. 56
(Pfeifentabak)
| Markenname: | Peter Heinrichs |
| Hersteller: | Planta |
| Schnittbreite: | Flake |
| Typ: | aromatisiert |
| Stärke: | leicht-medium |
| Verpackung: | 100g |
| Preis: | 16,80 Euro |
Jörg Gerbracht
Der Tabak ist in 2 Stapeln Flakes zu je 10-15 Scheiben in der Dose verpackt. Der Tabak ist tiefdunkel braun. Beim öffnen der Dose kommt einem ein sehr angenehmer, nicht aufdringlicher fruchtiger Geruch entgegen. Eine genaue Zuordnung ist leider nicht möglich. Es riecht sehr natürlich.
Da ich mit der Knick-und-Rolltechnik so meine Probleme habe, habe ich den Flake aufgerubbelt. Er lässt sich nicht ganz so leicht entzünden wie z.B. Larsen No 50, bereitet aber keine größeren Probleme. Wenn er dann brennt, kann man ihn problemlos bis zum Ende durchrauchen. Er lässt sich selbst für mich als "Schnellraucher" sehr kühl rauchen. Der Pfeifenkopf wird nur minimal warm. Vom Geschmack her ist er so wie es sein Geruch andeutete: Fruchtig mit einer leichten Vanille-Note. Die Raumnote ist, von Nichtrauchern bestätigt, sehr angenehm. Ich habe ihn ohne Filter geraucht, wobei er weder ein Brennen auf der Zunge noch viel Kondensat erzeugte.
Fazit:
Er ist meiner Meinung nach ein sehr guter, problemloser Flake für Raucher die das süßliche lieben. Auch als Anfängertabak zu empfehlen.
(13.08.2000)
Wolf-Rüdiger Jürgens
Durch das Review von Jörg Gerbracht wurde ich auf diesen Flake neugierig. Bestellt habe ich ihn online von http://www.pfeife.de . Der CH No.56 kommt in einer flachen 100gr. Dose. Laut Steuernummer wird er von Planta hergestellt. Nach dem Öffnen der Dose wird man fast erschlagen von dem starken Aroma das aus der Dose strömt. Vanille und Kakao untermalt von etwas säuerlichem , das durchaus von Früchten (Hibiskus ?) stammen kann. Mein erster Gedanke war als Flake, eine nähere Untersuchung des Geruchs erinnert mich dann aber mehr an den Prestige Braun.
Der Flake ist sehr dunkel nur ein paar hellere Stippen sind zu sehen. Er lässt sich auch recht schwer aus der Dose entnehmen da er fest gepresst ist, so das man keine vollständigen Scheiben entnehmen kann. Na gut leicht zerbröselt kann man ihn immer noch problemlos in die Pfeife stopfen. Ich benutze eine flache Kallenberg Pfanne.
Das Anzünden lässt sich auch nicht gerade einfach an. Ich benötige meist 3-4 Hölzer um ihn unter Feuer zu setzen. Danach glimmt er jedoch sanft vor sich hin, und geht auch nur selten aus.
Die ersten Züge offenbaren sofort seinen stark aromatischen Charakter. Ich schmecke Kakaoaroma, Vanille und ein wenig auch Frucht. Von Tabak kann ich nicht allzu viel entdecken. Das Casing ist so stark das man kaum den Tabak durchschmeckt. Offensichtlich wurde der Tabak einfach bis zur Sättigung mit der Soße getränkt und dann gepresst. Das alles hört sich sicher negativ an, und unterstützt das Vorurteil vieler Pfeifenraucher gegenüber stark gesoßten Tabaken. Aber das Geschmackserlebnis ist einfach Klasse, ein sehr trockener, aromatischer Rauch, der überhaupt nichts vermissen lässt. Ich würde sagen so wie eine schwere süße Zigarre. Jedenfalls war das der Eindruck der sich bei mir einstellte. Ich kenne keinen Flake der so stark aromatisiert ist und doch so gut schmeckt. Natürlich kann ich ihn nicht immer rauchen, dazu ist das Aroma zu stark, aber als Abwechslung allemal ein willkommener Tabak. Es entsteht erstaunlicherweise kaum Kondensat, auch ein Heißrauchen ist nicht festzustellen. Ich habe ihn mit Filter und mit Papierfilter geraucht, und keine größeren Unterschiede festgestellt. Der CH No.56 ist sicher für Umsteiger von Zigarette und Zigarre geeignet da man nie das Gefühl hat nicht genug Rauch im Mund zu haben. Er lässt sich bis auf ein wenig graue Asche herunter rauchen, das Aroma bleibt konstant, wie nicht anders zu erwarten bei dem starken Casing. Anzumerken wäre noch das er die benutzte Pfeife mit seinem Aroma prägt. Man sollte ihm schon eine eigene Pfeife widmen. Die Aromatisierung ist meiner Meinung nach stärker ausgeprägt als beim MB Vanilla Cream, aber dafür bei weitem nicht so synthetisch. Es entstand bei mir nicht der Eindruck das man mit dem Chemiebaukasten bei Planta experimentiert hat.
Die Raumnote ist süßlich geprägt, meine Frau meint, es rieche nach Hagebutten-Tee mit Hibiskus. Mir kommt der Geruch mehr wie der von frisch gekochtem Kakao vor.
Fazit:
Ein stark aromatisierter Flake , der mir geschmacklich sehr gut gefällt, auch wenn er nicht unbedingt als tabakecht daher kommt. Mein bevorzugter Flake wenn mir mal der Sinn nach etwas stark aromatischem steht, meistens spät Abends aber auch nach einem stressigem Arbeitstag, wo man nicht unbedingt die Konzentration für das Erschmecken der feinsten Virgina-Nuancen aufbringt. Sozusagen der "Nightcap" für Süßraucher ;-). Allen zu empfehlen die starker Aromatisierung nicht zu negativ gegenüberstehen, allen anderen nicht unbedingt anzuraten. In a.s.p schrieb mal jemand "Smoke what you like, like what you smoke", bei diesem Tabak ein durchaus treffender Satz. Sein Aroma hat sicher eine polarisierende Wirkung. Trotz vieler Enttäuschungen die Blends von Planta betreffend, vom CH No.56 wird es sicher nicht meine letzte Dose gewesen sein.
(10.09.2000)
Klaus Komischke
Das Tabakbild präsentiert sich dunkelbraun mit einigen hellen Streifen und fast weißen Vogelaugen. Die Scheiben sind etwa 2 mm dick und recht fest gepresst in der Dose. Mit Hilfe eines Messers lassen sich die Scheiben vorsichtig als Ganzes entnehmen, dann die Knick-Falt-Methode und ab in die Pfeife.
Das Aroma würde ich als fruchtig frisch bezeichnen ohne genau sagen zu können wonach es eigentlich riecht, angenehm jedenfalls.
Von Bankers und Nightcap an starken Geschmack gewöhnt, ist das Aroma sehr intensiv ohne dabei künstlich zu wirken und von einer schweren Süße geprägt, die recht gut in die Jahreszeit passt. Ich habe einmal bewusst den Cross-Over-Effekt des vorher in dieser Pfeife abgefackelten Bob's Flake Chocolate in Kauf genommen. Im zweiten Drittel der Pfeife stellt sich dann tatsächlich eine Überlagerung des Latakia- Aromas aus dem Bob's ein. Ein interessanter Geschmack, der die Süße des CH 56 mit der Herbe von Latakia ergänzt.
Ich könnte mir vorstellen, dass auf diese Weise der CH 56 als ready rubbed mit syrischem Lalakia durchaus eine gelungene Kombination sein könnte.
Da die Dose bereits längere Zeit angebrochen war ist der Tabak nicht zu feucht. Er ließ sich problemlos entzünden, raucht sich angenehm kühl im Anfang mit stärkere Kondensatbildung. Glimmt er einmal richtig, kann man die Pfeife ohne weitere 10 min beiseite legen und braucht u.U. nicht neu anzuzünden.
Auch zu festes Stopfen nimmt der Tabak nicht übel. Bei zu starkem Ziehen wird er jedoch bissig.
Übrig bleibt fast weiße staubfeine Asche.
Fazit:
Ein stark aromatisierte Flake, der von der geschmacklichen Intensität durchaus mit Latakia Mischungen mithalten kann. Freilich ist der Tabakgeschmack hier nicht so ausgeprägt (na ja er kommt fast gar nicht durch). Ich habe ihn als interessante Abwechselung zum Bankers und den im Moment von mir bevorzugten Plugs von SG empfunden. Für den Anfänger ist er als Flake sicherlich von der Handhabung etwas zu kompliziert, aber dennoch empfehlenswert. Der reine Süßpanscher wird in jedem Fall mit einem hochwertigen, hocharomatischen Tabak belohnt. das Preis/Leistungs-Verhältnis stimmt hier.
(03.01.2001)