daft.de

.

Aktuelles

Termine

Pfeifen

Tabak

Schnupftabak

FAQ

Artikel

Bücher

Download

Läden

Linklisten

Zigarren

Hilfe

Mailingliste

Kontakt

Impressum


Chateau Henri No 60

zurück

Peter Heinrichs Chateau Henri No. 60

(Pfeifentabak)

Markenname:Peter Heinrichs
Hersteller:F. Schmidt Berlin
Mischung:Virginia, Burley und Black Cavendish
Schnittbreite:schmaler readdy rubbed Flake
Typ:leicht aromatisiert
Stärke:leicht
Verpackung:100 g Rechteckdose, 200g Beutel
Preis:24.- / 47.- DM (12,5 / 14

Manfred Arenz

So - da kam gestern ein neuer Katalog von Heinrichs der üblichen 5g - Probe eines P.H. Haustabaks. Beim Lesen der Beschreibung im Katalog kam diese mir sofort bekannt vor, also: <wühl, kram - aha !>
Die Tabakbeschreibung ist wörtlich einem Review des European Cigar Cult entnommen (hier wurde der "2000 Blend Supreme" von F.J. Schmidt beschrieben).
Der Tabak ist ziemlich schmal geschnitten, das "spezielle Verfahren zur Nachreifung" entpuppt sich als profaner Readdy-rubbed-Flake....
Die Mischung duftet ungeraucht tatsächlich deutlich nach Sahnebonbons/Schoko (ähnlich "Milky Way), beim Rauchen ist dieses Aroma aber fast nicht in Geschmack oder in der Raumnote erkennbar.
Der Tabak ist extrem leicht, sogar ein Süßraucher wie ich kann fast nichts an dieser Mischung schmecken.
Dies dürfte die meisten Raucher zum starken Ziehen veranlassen, wodurch der Tabak schnell heiß wird und statt keinem Genuss nur Zungenbrand verursacht.
Wegen der "Milde" könnte man diesen Tabak vielleicht Anfängern empfehlen, wenn bei diesen nicht gerade dieser Effekt des Heißrauchens provoziert würde.

Fazit:
Chateau Henry ist leicht zu stopfen und in Brand zu halten, wegen seiner mangelnden Substanz ist er aber höchstens Leicht-Rauchern mit Erfahrung zu empfehlen.

(09.05.2000)


Frank Nicolai

Ich will ja nicht unken; aber immer, wenn ich bei PH etwas bestelle kommt der Chateau Henri No. 60 als Probe mit. Entweder wird PH den Tabak nicht los oder er versucht mich mit Macht auf die süße Seite des Lebens zu ziehen ;-) Und nun wage ich mich an das Review des Tabaks, der zugegeben nicht unbedingt dem entspricht, was ich mir normalerweise in die Pfeife stopfe. Möglich, dass einer aus dem Hause PH dies Review liest und bei der nächsten Bestellung mir etwas anderes zukommen lässt ;-)
Der Chateau Henri No. 60 ist ein Aromat, der nicht den Anschein erwecken will, keiner zu sein. Schon beim ersten Kontakt mit dem Tabak war ich versucht, an Waldbeerenjoghurt zu denken. Tabakgeruch kann ich nicht wahrnehmen. Aber der Tabak sieht nach solchem aus; ich vermute Va und BC in der Mixture.
Das Stopfen und Entzünden ist sehr einfach. Oft genügte ein Streichholz, um den Tabak gleichmäßig zum Glimmen zu bekommen. Und gleich vorweg: der Tabak brennt auch problemlos bis zum Ende - das sich in ein wenig feiner, dunkelgrauer Asche darstellt - ab.
Im Geschmack finde ich leider den Geruch nicht in Gänze wieder. Wenn schon Waldfruchtjoghurt, dann auch im Geschmack. Leider ist dem nicht so. Der Tabak schmeckt einfach nur süß. Dabei nicht zuckersüß sondern schon fruchtsüß; aber die etwas herbe Note, die dem Geruch von Waldfrüchten inne ist (und auch den Beeren selbst) fehlt völlig. Dies werte den Tabak für mich ab. Denn im Geruch ist er wirklich - so man solche Aromaten mag - schon ansprechend - im Geschmack einfach nur langweilig.
Die Raumnote hingegen lässt die Nasenflügel der "Mitraucher" flattern, die Frauen springen einem Dutzendweise auf den Schoß und selbst die Katze, die bei Latakiadüften immer das Weite sucht, kommt schmusen. Aber wer raucht schon für andere? Ich jedenfalls nicht. Und wenn man in einer Gemeinschaft ist, die Latakiadüfte nicht mag (ja, das soll es tatsächlich geben), dann greife ich dann doch lieber zur MB Mixture oder dem Larsen 50 - da haben alle Freude dran.

Fazit:
Der Chateau Henri No. 60 ist ein typischer Main-Stream-Tabak; getrimmt auf Leichtigkeit (meine Stärkenotiz lautet: ultralight), auf Aroma, das aus der Dose gut duftet, (mir) langweilig schmeckt aber gut riecht. Positiv anzumerken sind jedoch seine guten Abbrandeigenschaften. Selbst beim filterlosen Rauchen (was ich empfehle, damit man überhaupt etwas an Stärke erfährt) benötigt man keinen Pfeifenreiniger in seiner Griffnähe. Der Tabak brennt ruhig ab, braucht nur selten nachgestopft werden und bleibt völlig trocken.

Ergo: Ein Tabak, dem man ruhigen Gewissens einem Anfänger empfehlen kann, den man weg von den Planta/Pöschl-Kräutern a la Danish Black Vanilla bringen will und nicht gerade Nightcap empfehlen möchte. Für Umsteiger von Zigaretten aber ist der Tabak definitiv zu leicht.

Ich bin mir nicht ganz schlüssig über ein abschließendes Urteil; mir ist er zu leicht; aber er ist nicht schlecht. Und das ist in der Fülle der schlechten Aromaten schon immerhin etwas.

(06.09.2001)

Aktuelle Änderungen (alle) | Edit SideBar Letzte Änderung dieser Seite: 31.12.2010 11:06 Uhr bearbeiten | drucken | Versionen