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Peter Heinrichs Chateau Henri No. 8
(Pfeifentabak)
| Markenname: | Peter Heinrichs |
| Mischung: | VA, Kentucky, Oriental, Latakia |
| Schnittbreite: | verschieden, gerissen bis geschnitten |
| Typ: | naturbelassen |
| Stärke: | leicht-medium |
| Verpackung: | 100g |
| Preis: | 13,20 Euro |
Frank Nicolai
Noch nie habe ich es so lange hinausgezögert, einen Tabak zu reviewen wie dieses Mal. Denn ich bin trotz nun fast 20 gerauchten Füllungen noch immer unentschlossen, ob mir der Tabak gefällt oder ob ich ihn verreißen sollte.
P.H. schreibt dazu: "Dunkelrote Blätter vom Salem-District aus North-Caroline, Virginia, Red Kentucky und Turkish mit etwas Latakia. Eine klassische englische Mischung mit rauchigem Geschmack"
Die Geruchsprobe ergibt einen undifferenzierten Begriff von Tabak. Keine der verwendeten Tabaksorten sticht wirklich hervor; dass Latakia enthalten ist, ist eher zu erahnen als denn zu erriechen. Der Blattspiegel ist sehr interessant, da der Tabak aus geschnittenem Tabak sowie auch gerissenem VA-Blattgut besteht.
Aus irgendeinem Grunde wollte es mir nicht gelingen, auch nur eine Füllung ohne Nachzünden durchzurauchen. Obwohl man bei dieser Schnittbreiten-Mischung annehmen sollte, dass das keine Probleme macht.
Wenn der Tabak dann aber glimmt... dann schmeckt er zwar leicht, aber angenehm rauchig. Auch hier ist der Latakia nur würzend wahrzunehmen; ich vermeine vor allem VA und Kentucky herauszuschmecken; sicher bin ich mir jedoch nicht. Alles in allem ist der Geschmack ebenso enttäuschend wie der Geruch: er ist einfach nur langweilig.
Das Abbrandverhalten ist - wie gesagt - mangelhaft. Und: der Tabak ist ein für Filterraucher entwickelter. Ohne Filter geraucht ist er einfach nur bissig. Und da ich dann besonders vorsichtig ziehe, geht er mir ständig aus. Das Neuentzünden wiederum lässt die Temperatur des Rauches über ein meine Zunge zuträgliches Maß steigen.
Fazit:
Kein Tabak, den ich noch einmal rauchen würde. Es gibt viele gute Tabake, die weniger kosten und mir besser gefallen. Ich kann keine Empfehlung aussprechen, möchte ihn aber wegen seiner rauchigen Würze auch nicht in Grund und Boden verdonnern.
(16.10.2000)