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Chocolate Flake

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Samuel Gawith Chocolate Flake

(Pfeifentabak)

Markenname:Samuel Gawith
Hersteller:Samuel Gawith
Mischung:Virginia, Latakia
Schnittbreite:Flake, 6
Typ:leicht aromatisiert
Flavour:dunkle Schokolade
Stärke:medium
Verpackung:50g Pouch
Preis:CHF 8,- /

Adrian Schmidtke

Da ich Schokolade mag und Tabak, der an ebensolche gemahnt, erst recht, war die Ankündigung eines neu erhältlichen Schokoladen-Flakes aus den Lakelands für mich eine erfreuliche Nachricht. Der Chocolate Flake ist laut Beschreibung ein mit Schokoladenaromen versehener Flake auf Basis des Full Virginia Flakes - um so überraschter war ich, einen Flake zu erhalten, der ganz eindeutig an den Bob's Flake Choc von Gawith&Hoggarth erinnert, da er defintiv Latakia enthält.

Der Chocolate Flake kommt in den gewohnten, durchsichtigen Pouches, er ist in sehr dünne, 6" lange Scheiben geschnitten, farblich wirklich wunderschön marmoriert und beim ersten Begutachten viel zu feucht. Das Aroma ist kräftig und sehr dunkel, wie Zartbitterschokolade mit hohem Kakaoanteil. Der Latakia lässt sich unschwer schon im Geruch ausmachen, der VA lappt ein wenig in's säuerliche. Die Flakescheiben lassen sich auch im etwas abgetrockneten Zustand nur schwer zerteilen und sind in ihrer Struktur unglaublich zäh. Ihn ganz zu zerreiben ist nahezu unmöglich, unzerteilt brennt er praktisch nicht an, man muss sich also damit begnügen, grobe Fetzen sehr locker in die Pfeife zu füllen.

Hat man den Chcocolate Flake erst einmal entfachen können, wird man mit einem wunderbaren kühlen und weichen Rauch belohnt, der von Beginn an deutlich mehr Volumen als der Bob's Choc hat. Virginia und Latakia ergänzen sich perfekt, der Latakia drängt sich nie wirklich in den Vordergrund, sondern gibt dem Gesamtbild eine etwas herbe und rauchige Tendenz. Der VA lappt auch im Rauch in's leicht säuerliche, das Schokoladenaroma ist die ganze Füllung über präsent, ohne je künstlich oder wirklich süß zu wirken. Der Chocolate Flake ist defintiv kein süßer Flake im dänischen Sinne, sondern eher ein kräftiger, überwiegend herber VA-Latakia-Flake mit Aromatisierung. Das Schokoladenaroma hat nichts mit Milka zu tun, sondern eher mit ungesüsstem Kakao, den man umständlich mit kochendem Wasser und Milch zubereiten muss und der ohne Zugabe von Zucker vor allem herb und kräftig schmeckt.

Der Chocolate Flake mag keine Filter, dann wird er schnell flach und langweilig und ausserdem verleitet der Gebrauch von Filtern zu übertrieben schnellem Rauchen, was das ausgewogene Aroma des Tabaks sofort tötet. Er bedarf absoluter Ruhe beim Rauchen, sonst wird er im Nu bitter und bissig und lässt sich - im Gegensatz zu vielen anderen Lakeland Flakes - auch nach dem Abkühlen nur noch mit Einschränkunegn genießen. Das hat mich offengestanden gewundert, denn gerade dem Full Virginia Flake bekam gelegentliches Erkalten immer ganz ausgezeichnet - möglicherweise hängt dies mit dem Latakia zusammen, wer weiss. Die eben angesprochene stets gebotene Ruhe des Rauchvorgangs bedeutet allerdings auch, dass man sich für eine Füllung in einer Gr. 3 bis zu zwei Stunden Zeit nehmen muss, nicht nur, weil er von Haus aus <b>sehr</b> langsam abbrennt, sondern auch, da ich persönlich den Tabak meist nicht in einem Durchgang rauchen mochte. Insbesondere in der zweiten Hälfte ist der Tabak vom Nikotingehalt her schon recht schwer und gehaltvoll. Das alles führt dazu, dass ich den Chocolate Flake Anfängern oder eingefleischten Filterrauchern eher nicht empfehlen würde.

Mir persönlich gefällt der Chocolate Flake etwas weniger gut als der Bob's Choc von Gawith&Hoggarth. Nicht, weil er etwas hätte, das mir nicht gefällt, sondern weil ihm im Vergleich zum Bob's Choc etwas fehlt. Möglicherweise ist es der Burley, vielleicht aber auch der Virginia, ganz bestimmt sind es die weitaus besseren Raucheigenschaften des Bob's Choc , die mir, müsste ich wählen, die Wahl nicht allzu schwer machen würden.

Fazit:
Ein qualitativ hervorragender, etwas umständlicher Flake, der bestimmt seine Liebhaber finden wird. Empfehlenswert mit den genannten Einschränkungen.

Erhältlich bei http://www.synjeco.ch

(04.10.2004)


Karl-Heinz Krebs

Eigentlich ist dem sehr guten Review von Adrian aus meiner Sicht nicht viel hinzuzufügen. In ihm finde ich das wieder, was ich bei der ersten Begegnung mit diesem Flake empfunden habe. Mit einer Einschränkung, mir war er damals zu frisch, der VA erschien mir bissig. Trotzdem, für mich hatte er etwas und so habe ich eine größere Portion geordert. Als der Chocolate Flake bei mir eintraf, wurde die Original Verpackung geöffnet und der Tabak in eine Tupperdose verbracht. So habe ich ihn rund 4 Monate gelagert, dabei mehrmals im Monat für eine Stunde die Dose geöffnet.
Nach zwei Monaten war eine Veränderung der Konsistenz zu bemerken. Der Flake war nicht mehr so feucht und klebrig, im Duft wurde das schokoladige Aroma deutlicher vernehmenbar. Nach gut 4 Monaten wurde dann die erste Pfeife gestopft. Nun ließ er sich gut zwischen den Fingern aufreiben, das Anzünden gestaltete sich nicht mehr so schwierig wie von Adrian beschrieben.
Im Rauch war er bedeutend weicher, auch gibt er meiner Meinung nach mehr Süße ab. Im Grundgeschmack bleibt er aber herb und rauchig. Für mich ein Tabak, der nur in Ruhe genossen werden sollte. Da ich unter diesen Voraussetzungen auf nicht mehr als 2 bis 3 Pfeifen pro Woche komme, werden die 500g noch einige Zeit reichen. Ich bin gespannt, ob sich der Chocolate Flake in dieser Zeitspanne noch weiter verändert.
Dem Bob's Flake Choc von G&H ziehe ich ihn vor, er hat besonders ab der zweiten Hälfte mehr Kawumm ;-)

(20.01.2005)

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