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Niemeyer Clan Aromatic
(Pfeifentabak)
| Markenname: | Niemeyer |
| Hersteller: | Royal Theodorus Niemeyer (neu: Orlik) |
| Mischung: | Burley, Kentucky, Orient |
| Schnittbreite: | Feinschnitt |
| Typ: | aromatisiert |
| Stärke: | leicht |
| Verpackung: | 50 g Pouch |
| Preis: | 8,25 DM |
Frank Nicolai
Der Pouch, den ich für den halben Preis erwarb, scheint uralt zu sein; er war noch nicht einmal mit einem Europreis ausgezeichnet. So kann es sein, dass der derzeitige Handelspreis von dem angegebenen differiert.
Der Tabak war trotz geschlossenem Pouch und unverletzter Plastumhüllung knochentrocken und es brauchte 2 Tage, ehe er wieder hergestellt und konditioniert war. Insofern könnten meine geschmacklichen Erfahrungen mit einem frischen Pouch nicht vergleichbar sein.
Der Tabak ist von einem gleichmäßigen Grau-Braun und sehr fein geschnitten. Er erinnert mehr an Zigaretten- denn an Pfeifentabak. Da der Tabak schon sehr sehr lange auf dem Markt ist kann man davon ausgehen, dass er aus seligen Mutz-Pfeifen-Zeiten herstammt. Interessant ist, dass dies der erste von mir gerauchte Tabak ist, der ohne Virginia daherkommt. (lt. Holtappelt) Der Kentucky und der Orienttabak können allerdings nur in Spuren vorhanden sein.
Der Geruch ist... Weihrauchähnlich. So in etwa stelle ich mir den Geruch auf einem orientalischen Basar vor. Assoziationen an die Kühle im Inneren einer Kirche kommen mir weniger. Dieses Aroma ist im Tabakpouch, ist im Geschmack und im Raumduft unverkennbar und beständig. Selbst die Kleidung nimmt den Geruch an und es kam vor, dass Dritte die Nase rümpften, denn der Geruch überdeckt alles andere (einschließlich Knoblauch und ungewaschene Füße). Noch Tage später ist in Räumen, in denen Clan geraucht wurde, dies noch zu erahnen.
Das Stopfen sollte nicht allzu fest geschehen - ich habe den Tabak gern aus meiner kleinen Pfeife geraucht, die ich bei Kallenberg erstanden habe und deren Kopf ein Füllvolumen von höchstens 1 Gramm Tabak hat - eine Pfeife, die so alt ist wie der Clan erhältlich. Ich glaube, aus größeren Köpfen wäre mir der Geschmack dann doch zu penetrant geworden. Obwohl man sagt, dass Burley kräftig ist und nikotinreich, habe ich keine Schwindelgefühle gehabt, als ich den Tabak rauchte. (Dafür war wohl auch die Pfeife zu klein.) Der Abbrand geht sehr schnell - was wohl dem Schnitt geschuldet ist - und heiß vor sich. Kondensat bildete sich jedoch keines. Die Asche ist grau und homogen.
Fazit:
Wer einen Klassiker kennenlernen möchte und sich vor dem merkwürdig aufdringlichen Aroma nicht scheut, könnte den Clan Aromatic kosten. Allen anderen rate ich dann doch eher zu Pfeifentabak :-) Es war nett, den Clan kennengelernt zu haben - aber mehr auch nicht. Bei diesem einen Pouch wird es wohl auch bleiben.
(30.07.2001)
Ingo Gebert
Von dem "Clan"-Tabak bekam ich ein 25 g Probepäckchen geschenkt. Soweit ich weiß, ist dieser Tabak schon seit längerer Zeit sehr gut in Deutschland verfügbar, und im Ausland habe ich diesen Tabak auch schon öfters gesehen. Nach dem Öffnen erblicke ich dünne, lange Tabakfäden, für mich erfüllte dieser Tabak die Voraussetzungen für den Feinschnitt. Die obligatorische Geruchsprobe konnte mich ein fruchtähnliches Aroma erahnen lassen, welches aber seine Geburt in einer "Chemieküche" nicht verleugnen konnte. Der Tabak lässt sich ohne Probleme stopfen, einmal in Brand gesetzt, brennt er auch ohne Auszugehen bis zum Ende durch. Seine Abbrandgeschwindigkeit entbrennt auch der von Zigaretten, selbst eine Pfeife mit großen Füllvolumen war in weniger als in einer halben Stunden zuende. Bei dem Rauchopfer konnte ich zu keinem Zeitpunkt irgendeinen Tabakgeschmack ausfindig machen, es war immer nur dieses künstliche Aroma zu schmecken. Dieses wurde zum Ende hin noch etwas bitter. Zurück bleibt im Pfeifenkopf ein kleines Häufchen Asche.
Fazit:
Daumen runter, hier hat jemand versucht, Zigarettentabak durch die Zugabe eines mäßigen Aromamittels zum Pfeifentabak aufzupeppen. Für diesen Tabak werde ich bestimmt kein Geld ausgeben.
(01.03.2002)
Christian Schneider
Ein Tabak, der schon seit Urzeiten hergestellt wird! - Nachdem man die
Verpackung geöffnet hat, zeigt sich der Blend sehr fein geschnitten,
fast wie Zigarettentabak. Er riecht aromatisch-künstlich und hat
mittel- und dunkelbraune Mischungsanteile. Der Tabak ist gut
konditioniert, keinesfalls zu trocken.
Da das Gut in sehr langen, dünnen Fasern vorliegt, die in einen
Kuchen gepresst sind, muss man es vor dem Stopfen etwas auflockern. In
einen nicht zu großen Pfeifenkopf gefüllt ist es dann relativ rasch;
beim Anzünden bäumt sich der Tabak ein wenig auf und sackt dann
ziemlich stark zusammen, man kann also getrost voll stopfen. Während
des Rauchens muss fleißig nachgestopft werden.
Der Geschmack ist ein wenig süßlich-undefinierbar, vielleicht nach
Karamell, der Tabakgeschmack kommt angenehm durch. Die
Abbrandgeschwindigkeit ist hoch, die Pfeife ist rasch zuende. Das
Flavour ist interessant. Heiß brennt die Mixture allerdings nicht! Die
Asche ist schwarz, mit ganz wenigen angekohlten Tabakfasern
durchsetzt.
Ein Tabak, wenn es einmal schnell gehen soll. Neueinsteigen würde ich
ihn nicht empfehlen. Seit der Clan Aromatic von Orlik hergestellt
wird, ist die Qualität deutlich besser geworden!
(04.01.2008)