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Club Blend

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Mac Baren Club Blend

(Pfeifentabak)

Markenname:Mac Baren
Hersteller:Mac Baren
Mischung:Virginia, BC
Schnittbreite:Curly Cut, ca. 3cm x 2mm
Typ:naturbelassen
Stärke:leicht-medium
Verpackung:100 g Runddose
Preis:EUR 17,-- (September 2011)

Wolf-Rüdiger Jürgens

Der Club Blend scheint die Rolle eines Mauerblümchens unter den Mac Baren Tabaken zu spielen, man wird kaum auf ihn aufmerksam. Eine Probe eines Daftler´s (Michael Horstmann) machte mich auf ihn aufmerksam.
Der Club Blend ist ein typischer Curly mit mittelbrauner bis dunkler Farbe. Beim ersten Öffnen strömt ein starker Geruch aus der Dose, der aber an frisches Brot erinnert. Der Club Blend ist ziemlich feucht nach dem Öffnen , lässt sich aber auch in diesem Zustand schon Rauchen. Das Stopfen gestaltet sich curly-typisch, unten ein bisschen aufgeriebenen Tabak, dann die Scheiben im Ganzen in die Pfeife gerollt. Obendrauf wieder ein bischen zerriebenen Tabak, dadurch lässt er sich leichter Entzünden. Ich rauche ihn meistens in größeren bis sehr großen Pfeifen dadurch kann er sich schön entfalten. Das Anzünden ist nicht so ganz einfach, meist braucht er mehrere Hölzer ehe er zufriedenstellend glimmt. Bei den ersten Zügen entfaltet er sofort seinen weichen aber würzigen Geschmack. Dieser ist ziemlich tabakecht, das oft gescholtene Honig-Casing ist fast nicht feststellbar. Wenn dann unterstützt es nur die Süße des Tabaks. Im Vergleich zum Escudo fehlt ihm aber der letzte Kick an Würze. Sonst ist er qualitativ durchaus mit ihm vergleichbar. Der Club Blend raucht sich problemlos bis auf die weiße Asche zu Ende. Der Geschmack wird zum Ende hin noch voller, ohne richtig stark zu werden. Ein Wiederanzünden hat keinen negativen Einfluss auf den Geschmack.
Es entsteht bei langsamen Rauchen wenig Kondensat und auch die Zunge wird nicht malträtiert. Man kann ihn problemlos ohne Filter rauchen, wobei er im Geschmack noch zulegt. Der Club Blend ist ein guter Tabak den ganzen Tag über, am Besten gefällt er mir aber Abends beim Lesen eines guten Buchs oder beim entspannten Fernsehen schauen.

Fazit:
Ich will ihn nicht mehr missen. Da die Liefersituation beim Club Blend problemlos ist, (verglichen mit Escudo) ist er mein ständiger Begleiter geworden. Der Preis von 25DM für 100gr ist IMHO sehr Raucherfreundlich.

(25.6.2000)


Jörg Eichelberger

Der Club Blend ist ein Curly mittelbrauner Farbe, gesprenkelt mit hellen und dunklen Augen. Nach dem Aufrubbeln erscheint die Farbe noch gleichmäßiger.
Der Duft aus der Dose erinnert mich an getrocknete Feigen, die ich auch beim Rauchen zum schmecken glaube. Nach öffnen der Dose ist der Tabak noch zu feucht, was sich auch beim Anzünden bemerkbar macht, er bäumt sich gewaltig auf. Einmal hatte ich eine 5 mm hohe Haube über der Pfeife, obwohl vor dem Zündeln in der Pfeife etwa 5 mm nicht gefüllt waren. Dieses Verhalten gibt sich aber, wenn der Tabak etwas Feuchtigkeit verloren hat. Zu Beginn ist der Geschmack von Zitrustönen, wie bei Grapefruit, geprägt, denen auch eine gewisse Schärfe innewohnt. Wenn ich es recht bedenke, ist ein Vergleich mit Ingwer wohl passender. Der Club Blend sollte bedächtig geraucht werden, dann wird man von einer dezenten Süße belohnt. Heißrauchen wird mit der Schärfe vom Anfang bestraft, begleitet von einem gelegentlichen Gurgeln. Das Aroma des Tabaks kommt am besten in meinen Canadians zu Geltung, vor allem wenn man zuvor die Curlies zerrupft.
Latakia kann ich definitiv nicht feststellen. Und der Perique ist wohl ein in einem entsprechenden Verfahren hergestellter Cavendish.
Mich erinnert der Club Blend an die 3 Nonnen. Wer vor deren Stärke zurückschreckt, sollte mal diesen Mac Baren probieren, da er definitiv leichter ist, aber einen ähnlichen Geschmack bietet


Rolf Öttking

Der Hersteller schreibt recht wenig über diesen Tabak: "Ein Roll Cake Tabak mittlerer Stärke mit einem schönen (früher: delikaten) Aroma, gesponnen aus vollmundigem, reifem Virginia und erlesenen Cavendish Tabaken".
Der Tabak erscheint in einer roten Runddose mit dem neuen MB- Outfit und dem "Stärkebarometer". Beim Öffnen wird ein Perique-Aroma deutlich, das sich allerdings vom üblichen Perique unterscheidet. Leider überstehen nicht alle Curlies die Verpackung unbeschadet. Ich fülle den Tabak am Besten nach der üblichen Curly- Methode ein: eine Scheibe aufgerubbelt bzw. etwas gerissen, dann die weiteren Scheibchen zu Kugeln gedreht und einzeln eingefüllt und zum Schluss ein wenig Tabakkrümel zur besseren Entzündbarkeit darauf und schon kann´s losgehen.
Ist der Tabak noch ein wenig feucht, wie er aus der frisch geöffneten Dose kommt, gestaltet sich das Entzünden etwas schwierig. Schon bei Beginn entfaltet der Tabak seinen eigenständigen, duftig-würzigen Geschmack, der bis zum Ende erhalten bleibt und auch ein Wiederentzünden nicht verübelt. Der Geschmack wird durch ein ganz schwaches Mac Baren-Aroma unterstützt, ist aber nicht süß. Die Pfeife kann relativ problemlos bis zu Ende geraucht werden und es bleibt eine helle Asche zurück.

Fazit:
MBCB gehört seit Jahren zu meinen "All- Time- Favourites" und wird dort auch bleiben. Er macht sich in letzter Zeit etwas rar auf der Angebotsseite, darum sorge ich nach Möglichkeit für Vorrat. Wenn man einen Tabak sucht, der als Mittler zwischen den Latakia- und den aromatisierten Tabaken wirkt, so hat man mit MBCB etwas sehr Gutes gefunden.

(26.06.2000)


Thomas Weller

Vorweg: Der Club-Blend scheint nicht zum Standard-Repertoire eines Tabakladens zu gehören. Wer den Kreuzzug vermeiden will, sollte gleich bei DanPipe anrufen, was allerdings auch andere "Gefahren" birgt ... Wer den Tabak dann allerdings sein Eigen nennt (mein Sponsor heißt Wolf-Rüdiger - vielen Dank!!), kann sich freuen: Es lohnt die Mühe!
Mac Baren erlebt bei mir eine Art Renaissance - mittlerweile habe ich fast das gesamte Sortiment probiert und rauche einige Sorten regelmäßig. Der Club Blend - soviel sei schon gesagt - gehört klar dazu.
Die Curlies - hier "Roll Cake" genannt - duften wunderbar natürlich. Den auf der Packung als Inhaltsstoff angegebenen Perique kann man erahnen, der Latakia bleibt mir verborgen. Also, drei oder vier Curlies übereinander, zusammengerollt und rein in die Pfeife. Voller Neugier habe ich den Meiler in Brand gesetzt, auf der "Stärke-3-Feuerwerk" gewartet aber hupps: Nix da, er kommt mild daher, so wie auf der Packung beschrieben: "Mild and Cool". OK, er ist kein Laumichel, aber die Stärkeeinteilung von Mac Baren gilt für mich nicht. Der Club Blend raucht sich problemlos, kein Schmurgeln und Gurgeln, zum Ende hin stärker werdend. Mir hat sich der Geschmack erst spät als etwas Besonderes erschlossen. Mir passiert das mit Mac Baren Tabaken immer wieder: Ich gehe mit einer falschen Erwartungshaltung an die Sache heran (Stärkeindex sei Dank. Nette Info, aber das ist auch alles für mich eher irreführend).
Mit einem Wort: Solide! Lecker und ohne besondere "Spitzen" a la Escudo oder Three Nuns. Wie meine anderen "Draußen-Arbeits-Tabake" wird er sich immer in meinem Schrank finden, zusammen mit Stockton, Dark Twist und auch dem Latakia Blend, dem dann allerdings der Latakia anzumerken ist. Der Club Blend hat das Zeug, Spitzenreiter in dieser Kategorie zu werden, eher Jerry Cotton als Sherlock Holmes (wenn dieser Vergleich gestattet ist).

P.S.: Meines Erachtens unterscheiden sich oben genannte Mac Baren Tabake nur durch Nuancen, wer also einen probiert, hat einen guten Vorgeschmack auf die anderen.

(28.06.2000)


Frank Nicolai

Weil sich meine Vorliebe für Curlies sich ja inzwischen scheinbar herumgesprochen hat, bekam ich von Wolf den Hinweis (und später dann eine Dose) den MB Club Blend zu probieren. Erstaunlich, dass mir die leuchtend rote Dose im Tabakladen noch nicht aufgefallen ist - aber möglicherweise schaut man zu selten in die Richtung, wo die "Alltags-Tabake" in den Regalen auf Kunden warten.
Sei's drum, ich hab den Tabak und inzwischen auch schon etliche Füllungen davon genossen. Im Moment ist der meistgerauchte Tabak - und es ist absehbar, dass er einen Platz unter meinen Lieblingen einnehmen wird.
Über die Curlies, die Größe, den Geruch etc. ist bereits viel geschrieben worden; ich begnüge mich damit, etwas zum Stopfen und dem Rauchen kundzutun...
Ganz Escudo - like habe ich den Club Blend gestopft: erst ein bissel aufgerubbten Tabak unten in die Pfeife, dann ganze und geknickte Scheiben oben drauf (ja nach Kopfgrösse), obenauf wieder ein bissel Gekrümel und angezündet. Doch irgendwie mag der Club Blend das nicht. Er möchte vollständig auseinandergerupft werden; denn sonst bleibt immer ein fester, angekohlter Rest über, der unrauchbar ist. Die Scheiben scheinen zu fest zu sein, als dass die durchglimmen können, wenn sie (wie die unteren) schon etwas Kondensat aufgenommen haben.
Aufgerubbt lässt sich der Tabak jedoch bis auf einen hellgrauen, feinen Rest Asche bis zum Pfeifenboden herunterrauchen. Ich war mehrfach erstaunt, wenn die Pfeife plötzlich ohne Vorwarnung ausging.
Im Geschmack erinnert mich der Club Blend an ... ja an was? Ich kann es nicht beschreiben; der Rauch ist füllig und körperreich; ohne jedoch nikotinschwanger zu sein. Ich schmecke Tabak; etwas, das mich an Heu erinnert (aber nicht an brennendes!) und eine hintergründige Süße, die jedoch sofort verfliegt, wenn der Tabak zu heiß geraucht wird. Überhaupt: Der Club Blend schmeckt am Besten, wenn er ohne Filter geraucht wird. Die feinen Nuancen gehen durch Meerschaum und erst recht durch Aktivkohlefilter verloren; ohne jedoch, dass der Tabak dadurch langweilig wird.

Fazit:
Mit seinen Brüdern Stockton und Dark Twist gehört er für mich zu den besseren Mac Barens. Die angefangene 100-Gramm-Dose wird nicht meine letzte gewesen sein.
In meiner privaten Wertung erhält er ein "empfehlenswert".

PS: Der an der Unterseite der Dose klebende Aufkleber verrät in Englisch: "An exquisite roll-cake tobacco, twisted from rich, mellow Virginia and choice Cavendish tobaccos..."
In deutsch heisst es dann:
"Eine Komposition von erlesenen Virginia-Tabaken sowie Latakia und Perique..."

Was mag wohl in dem Tabak drin sein?

(05.10.2000)


Frank Navissi

Es muss schon eine Ewig­keit her sein, da ich den Club Blend das letzte mal in der Pfeife hatte. In mei­ner Erin­ne­rung waren die Curls in der roten Dose jedoch die bes­ten von Mac Baren.
Und meine Erin­ne­rung hat mich nicht getäuscht.

Ich bre­che die (losen) Scheib­chen mit­tig durch und werfe sie rela­tiv lose in die Pfeife. Ein gro­ßer (wei­ter) Kopf ist emp­feh­lens­wert. Auch wenn das Ent­zün­den dadurch etwas erschwert wird — der Tabak schmeckt ein­fach bes­ser wenn er kühl glim­men und sich aus­deh­nen kann.

Im Geschmack ist er dif­fe­ren­ziert. Mit Fil­ter geraucht ist er sehr leicht, wenig rau­chig und schmeckt ein wenig nach süßem Pum­per­ni­ckel. Ohne Fil­ter offen­bart er erst seine wah­ren Stär­ken. Neben den genann­ten Geschmacks-Assoziationen drän­gen sich leicht dumpfe aber auch süße Töne in den Vor­der­grund. Ver­mut­lich weil die Schei­ben aus ver­schie­de­nen Taba­ken beste­hen und je nach­dem wel­cher gerade glimmt bleibt der Geschmack immer span­nend. Ich kann den recht süßen Vir­gi­nia her­aus­schme­cken, unter­malt mit den ahorn­si­rup­sü­ßen Antei­len des Black Cavendish.

Der Tabak raucht sich fast von selbst. Frisch aus der Dose bil­det sich schnell etwas Kon­den­sat — Pfei­fen­put­zer soll­ten griff­be­reit sein. Spä­ter, wenn der Club Blend etwas abge­trock­net ist, gibt sich das.

Ich habe eben nach­ge­se­hen: es ist mehr als zehn Jahre her, dass ich den Tabak beschrie­ben habe. Und von Prin­zip her kann ich mich mei­nem dama­li­gen Fazit anschlie­ßen: Ein loh­nens­wer­ter Tabak. Immer­hin: das sage ich nach zehn Jah­ren, in der sich meine Vor­lie­ben mehr­fach ver­än­dert haben.

(06.09.2011)


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