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Orlik Club Danish Mixture
(Pfeifentabak)
| Hersteller: | Orlik |
| Mischung: | Afrikanischer Virginia / Burley / Black Cavendish |
| Schnittbreite: | Mixture |
| Typ: | leicht aromatisiert |
| Stärke: | leicht |
| Verpackung: | 50 Gramm Pouch |
| Preis: | 5,50 Euro |
Wolf-Rüdiger Jürgens
Dieser Tabak lässt sich sehr leicht stopfen und glimmt sehr gut wenn er nicht zu fest gestopft wird. Ich habe ihn allerdings nur in größeren Köpfen geraucht.
Die Raumnote ist sehr angenehm (sagt meine Frau) und unaufdringlich. Der Geschmack ist relativ süß, er wird zum Ende hin noch stärker ohne den Tabak aber gänzlich zu übertönen.
Mein Fazit:
Als Standardtabak tagsüber sehr gut geeignet auch für Anfänger sicherlich zu empfehlen.
Martin Bleisteiner
Der Orlik Club ist einer meiner Lieblingstabake.
Er duftet schon nach gutem Tabak, dazu etwas nach Honig.
Wie es mit einem Lieblingstabak so ist: Er lässt sich gut stopfen und gut anzünden, und die Feuchtigkeit stimmt auch immer, weil er gar keine Zeit zum Austrocknen bekommt.
Der Geschmack ist sehr angenehm, süßlich, und wieder ist der Honig mit dabei. Mit jedem Zug wird das Aroma besser. Die Aromatisierung hält sich vornehm zurück und lässt den Tabak sich entfalten. Weder mit Kondensat noch mit dem Brandverhalten gibt es Probleme.
Vor lauter Begeisterung habe ich noch nie darüber nachgedacht, ob der Geschmack komplex oder einfach ist, das fällt mir jetzt erst während dem Schreiben auf. Grund, noch mal richtig hinzuschmecken und ein weiteres Review zu erstellen.
Der Orlik ist auch ohne Filter gut rauchbar, das Aroma entfaltet sich dann noch besser. Er ist dann aber relativ stark, einmal hätte er mich fast umgehauen.
Immer auf Vorrat!
(10.10.2000)
Marko Schnarr
Der Tabak kommt unauffällig verpackt daher, das Erscheinungsbild ist von hellen bis mittelbraunen Tönen bestimmt und lässt schon die gleich folgende Eintönigkeit erahnen. Die Aromatisierung ist dezent. Der erste Geruchseindruck erinnert an alte Socken und entzieht sich einer genaueren Einordnung, etwas Vanille ist sicher dabei.
Beim Geschmack stellen sich die gleichen Schwierigkeiten wie beim Geruch ein: Er ist nicht definierbar und zeichnet sich am ehesten durch strikte Neutralität aus. Die Aromatisierung verfliegt schnell, zum Ende der Füllung steigert sich der Nichtgeschmack penetrant. Immerhin weist das Zeug eine gewisse Süße auf, die sich etwa auf dem Niveau von Larsen No. 50 bewegt.
Mit einem anderen Filter geraucht, nämlich Stanwell statt Vauen, ändert sich das Bild wesentlich: Plötzlich lässt der Tabak eine gehörige Portion Säure erkennen, die ich bislang nur von fruchtigen Mischungen wie Castello Optimo kenne. Besser wird er dadurch jedoch auch nicht.
Der Tabak lässt sich unproblematisch stopfen und in Brand setzen und brennt ohne großes Gesotter bis zum Ende.
Fazit:
Orlik Club ist ein verzichtbarer Tabak, der hauptsächlich das Auge mit den dahinziehenden Rauchwölkchen erfreut.
(28.11.2000)
Georg Pohl
Nachdem ich vor einiger Zeit Gelegenheit hatte, den Orlik Golden Sliced zu probieren, war es keine große Überwindung, diesen Orlik zu kaufen, als ich ihn zufällig bei einem kleinen lokalen Händler im Regal entdeckte.
Um es gleich vorweg zu nehmen, da wäre er besser geblieben.
Der Tabak lässt sich - bedingt durch den Schnitt - leicht stopfen; er brennt recht gut an und glimmt bis zum Ende durch. Die Raumnote ist unaufdringlich, eher dezent; recht wenig Kondensatentwicklung. Alles in allem die besten Voraussetzungen für ein Tabak-Highlight.
Aber: nach dem Anzünden fällt der Tabak in sich zusammen; durch leichtes Stopfen wird das Volumen in der Pfeife um 1/4 bis 1/3 reduziert. Über den Geschmack lässt sich nicht viel berichten, es ist keiner da. Die von Wolf seinerzeit gefundene Süße? Fehlanzeige.
Ich habe den Tabak mittlerweile seit etwas über 2 Monaten offen und versuche es immer wieder mal. Nach der letzten Pfeife gebe ich auf. Der Tabak hat gewonnen.
Fazit:
es muss auch Tabake geben, die einem nicht schmecken...
(26.04.2002)
Frank Nicolai
Wenn ich gefragt werde, welche Tabake ich als "typisch dänisch" bezeichnen würde, der Orlik Club wird von nun an wohl immer mit erwähnt werden müssen.
So weit ich weiss ist auch der Orlik Club ein Klassiker - ich kenne die dunkelblauen Pouches schon seit langem. Aber ich habe den Tabak erst das erste mal geraucht.
Bei Öffnen des Pouches ist die Aromatisierung von Beginn an präsent. Der Orlik Club passt hervorragend in die Reihe der Larsen 50 und 32, des Virginia Flowers und des Old Fashioned. Auch der Jock Scott aus dem Hause Orlik passt in diese Linie. Auch die Zusammensetzung des Tabaks (VA/Burley/BC) ist für mich typisch dänisch. Und das an Kekse erinnernde karamellige Aroma.
Das Stopfen und Entzünden ist problemlos. Einmal nachzünden genügte in der Regel, um den Tabak zum Glimmen zu bringen. Der Tabak brennt recht schnell ab, zu festes Stopfen - um die Glimmdauer zu verlängern - läßt den Tabak bitterlich werden und mehr Kondensat bilden.
Der Tabak schmeckt stärker aromatisiert als z.B. der Larsen 50; wenn sich auch der Geschmack ähnelt. Nur ist beim Larsen 50 der Tabak an sich zu erschmecken; beim Orlik Club dominiert die Aromatisierung.
Zum Ende der Füllung wird das Aroma etwas weniger präsent und eine leicht rauchige Note stellt sich ein. Allerdings empfinde ich die Aromatisierung nicht als aufdringlich. Auch die Raumnote ist sehr angenehm und wird auch von Dritten positiv aufgenommen.
Fazit:
Der Orlik Club ist ein guter Däne, der als preiswerte Alternative zum Larsen 50 anzusehen ist. Die Abbrandeigenschaften sind tadellos. Auch beim filterlosen Rauchen reizt der Tabak die Zunge nicht.
Er ist leicht und bekömmlich; daher sicherlich auch für Anfänger gut in den Griff zu bekommen.
Ich mag und empfehle ihn gern weiter als "Vormittags-Snack".
(19.01.2003)
Wolf-Rüdiger Jürgens
Ganz am Anfang meiner daft-Zeit habe ich als erstes Review den Orlik Club beschrieben. Nun nach fast 3 Jahren habe ich ihn wiederentdeckt und möchte meine heutige Meinung über den Orlik Club kundtun.
Die Angaben auf der Packung sprechen von einer Mischung gerissenem Blattgut, mit ready rubbed Anteilen aus Virginia und Burley Tabaken.
Das Tabaksbild ist vielfältig, braune und helle Bestandteile wechseln sich ab.
Der Orlik Club ist sehr einfach zu stopfen, er verzeiht auch etwas festeres Stopfen. Ich riesele den Tabak meistens in den Kopf, bevorzugte Methode ist das Stopfen in den berühmten 3 Phasen.
Das Anzünden ist eigentlich problemlos, nur mit einem Streichholz ist es nicht getan. Ich muß bedingt durch das heftige Aufbäumen am Anfang öfters Nachfeuern.
Ist der Orlik Club erstmal gleichmäßig am Glimmen tut er das bis zum Ende. Einer der Tabake die wirklich restlos runterglimmen und nur Asche übriglasssen. Von Anfang an ist der Geschmack vom Tabak bestimmt, untermalt mit dem sehr gelungenen Flavour von Caramell und Vanille. Oft wurde schon der Larsen No. 50 als Referenz genannt wenn es um eine gelungene Kombination von Tabak und Aromatisierung ging. Ich stelle jedoch fest, der Orlik Club ist ebenso vollkommen geflavourt. Auch ist der Orlik Club meiner Meinung nach würziger als der Larsen No. 50. Das bestätigt auch ein probeweises Hintereinanderrauchen von beiden Tabaken. Der Geschmack bleibt sehr stabil und verändert sich kaum auf dem Weg zum Boden. Auch ein Heißrauchen verzeiht er ohne gleich die Zunge zu malträtieren. Ob mit oder ohne Filter ist dem Raucher überlassen, der Geschmack ändert sich nicht wesentlich bei der einen oder anderen Methode.
Ein Wiederanzünden ist ohne Bitterkeit im Geschmack möglich.
Er kann in allen Kopfgrößen geraucht werden, am Besten gefällt er mir in Köpfen mittlerer Größe.
Der Nikotingehalt ist ungefähr medium, ich finde ihn ausreichend. Vergleichbar mit dem des Old Fashioned und etwas stärker als der des Larsen No. 50. Auf dem dänischen Pouch ist die Stärke mit 3 angegeben. Der Pouch in D enthält diese Angabe nicht.
Die Raumnote ist süß und wird vom Vanilleduft bestimmt. Hochgradig gesellschaftsfähig ;-)
Für mich ist momentan der Orlik Club ein ständiger Begleiter geworden. Er hat den Platz der MB Mixture als all-day smoke eingenommen. Für Liebhaber der dänischen Richtung ein guter und preiswerter Tabak den man den ganzen Tag über rauchen kann ohne das er langweilig wird oder anstrengt.
(03.02.2003)
G. W.
Nachdem ich nun einige Sorten an Pfeifentabaken probiert habe, traue ich mir ein erstes Review zu.
Der Orlik "Danish Mixture" wurde mir geschenkt, was an sich schon mal ein guter Zug war ;-)
Hätte ich ihn gekauft, so würde er nicht zu den Sorten gehören, die ich bereut hätte zu kaufen (so wie Pöschl´s Black Cherry).
Der Tabak lässt sich gut händeln, d.h. füllen, stopfen und anzünden klappt prima und sollte für Anfänger ebenfalls leicht zu bewerkstelligen sein. Ist der Tabak in Brand, so glimmt er genügsam und freiwillig bis zum Ende.
Der Riecheindruck, beim öffnen der Packung, ist sehr angenehm tabakig und auf jeden Fall einladend. Auch schmeckt der Tabak durchaus lecker. Ein leichtes Vanillearoma und allgemein ein süßlicher Geschmack kommen zum Vorschein. Besonders ohne Filter wird die Zunge von einer feinen Süße gestreichelt. Auch wenn das Aroma, mit dem fortschreiten der Füllung, etwas schwächer wird, so bleibt es doch bis zum Schluss erhalten. Jedoch - ist die Pfeife aus, dann ist es aus! Es bleibt kein angenehmer Nachgeschmack, auch während des Rauchens ist zwischen den Zügen alles weg. Wo ist der am Erinmore von mir so geschätzte, kräftige Tabakgeschmack? Oder der aromatische Nachgeschmack? Nichts davon zu merken.
Fazit:
Auf jeden Fall würde ich den Orlik nicht als all-day-Tabak einstufen, dazu fehlt es ihm an Fülle und Stärke. Erst recht am Abend schätze ich kräftigen und vollen Geschmack. Als Frühstückstabak zum leichten Einstieg in den Tag kann ich den Orlik jedoch in jedem Fall empfehlen. Da ich momentan eher starke Sorten bevorzuge wird er wohl bis zum Ende der Packung als Ergänzung zum vollwertigen Frühstück herhalten müssen. Allerdings, der Orlik verbreitet eine sehr angenehme Raumnote, selbst ein Nichtraucher müsste sich fragen, ist dass jetzt Pfeife oder Wunderbaum?
(29.11.2003)