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Companion Virginia Flake

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DTM Companion Virginia Flake

(Pfeifentabak)

Markenname:DTM
Hersteller:DTM
Mischung:Virginia
Schnittbreite:Flake
Typ:aromatisiert
Stärke:leicht
Verpackung:50 Gramm Runddose

Wolfgang Woerner

Der mittelbraune Flake wird in nicht zu großen Streifen in einer Runddose geliefert. Beim Öffnen der Dose ist ein süßer Geruch deutlich wahrnehmbar. Diese Süße stammt zum Teil von dem wirklich natursüßen Virginia, zum Teil aber auch von der Aromatisierung (die mich irgendwie an Trauben erinnert). Der Flake lässt sich leicht zerreiben und lässt sich auch sehr leicht anzünden. Das vorhandene Flavour ist im Rauch deutlich zu schmecken und schlägt sich auch in der Raumnote nieder. Der eigentliche Tabakgeschmack wird meiner Meinung nach dadurch etwas in den Hintergrund gedrängt und kommt erst gegen Ende der Füllung richtig zur Geltung. Mir erscheint dieser Tabak geschmacklich etwas zu "flach".

Fazit:
Ein leicht zu rauchender Flake, den ich von der Stärke her eher als leicht einstufen würde. Für den "fortgeschrittenen" Flakeraucher ist dieser Tabak wahrscheinlich zu schwach und zu süß, für den Ein- bzw. Umsteiger jedoch erscheint er mir aber durchaus empfehlenswert.


Frank Nicolai

Lasset Euch nicht verführen von Werbesprüchen! Dies mein vorweggenommenes Fazit zum Companion Virginia Flake.

Wenn Dan Pipe im Katalog folgendes zum Tabak aussagt: "...ein neues und sehr dezentes Flavour rundet den Tabakgeschmack vorteilhaft ab..." muss man sich fragen, wann ist ein Tabak nach Meinung der Werbetexter leicht aromatisiert und wann beginnt der Aroma-Overkill? In Erwartung eines leicht aromatisierten Virginia-Flakes öffnete ich die Dose. In dem Moment, wo der Deckel abgeschraubt war hätte ich mich gern im Spiegel gesehen. So dämlich hab ich wohl lange nicht mehr aus der Wäsche geschaut. Ich drehte die Dose wieder zu und schaute im Katalog nach, ob ich einen Fehlkauf getätigt habe. Nein. Da stand das oben zitierte... Ich brauchte für einen weiteren Geruchstest die Dose nicht einmal mehr öffnen, der Geruch war noch im Zimmer: Haribo Gummibären. Original. Echt. Unverwechselbar.

Also die gute Flake Pfeife wieder weggeräumt und erst einmal eine Meerschaumpfeife gegriffen. Der Tabak ist hellbraun, durchzogen von dunklen Strängen; nur sehr wenige Birdeyes sind enthalten. DTM-typisch ist der Flake eher ein hineingeworfener Klumpen als der gewohnte Stapel Tabakscheiben.

Der Companion ist klebrig feucht, die Flakescheiben lassen sich nur schwer im Ganzen entnehmen, meist fransen sie aus. Ich habe die Fransen-Fasern nur recht locker in die Pfeife gestopft da ich erwarte, dass aufgrund der Feuchte festes Stopfen einen guten Zug nicht ermöglicht.

Das Entzünden ist erstaunlich leicht. Trotz der hohen Feuchte glimmt der Tabak nach 2 bis 3 Zündungen problemlos bis zum Pfeifenboden. Wichtig ist beim Rauchen, dass man die Asche nie stopft, sondern nur oberflächlich glättet, um die Glut zu bedecken. Doch das ist kaum nötig. Denn es bleibt nur sehr wenig feine, dunkelgraue Asche über, in der einige wenige dieser wie verbranntes Papier aussehenden hellbraunen Stücke liegen (ähnlich den VA's aus der Rattrey-Serie).

Geschmacklich ist der Tabak erstaunlicherweise viel weniger ein Aroma-Overkill als erwartet. Anfangs natürlich stark, nach einem Drittel der Pfeife aber (nicht unangenehm) sich abschwächend bleibt das Haribo-Aroma immer präsent. Nicht ohne jedoch den Geschmack des offenbar hochwertigen Grundtabaks völlig zu überlagern (vielleicht meint das "leicht aromatisiert" in der Werbung?). Das Rauchen kann dann zum Genuss werden, wenn man den Abscheu gegen den Geruch aus der Dose abgelegt hat.

Dass der Companion Virginia Flake ein typischer Tabak der Sorte ist: 'ich rauche für andere' zeigt sich auch daran, dass die Raumnote dem Geruch aus der Dose viel mehr entspricht, als im Geschmack zu erfahren ist. Meine Kollegin jedenfalls schaute sehr erstaunt vom Schreibtisch hoch, als sie die ersten Wolken aus meiner Pfeife erreichten. Scheint ein echter Lady-Killer zu sein ;-) Auch hinsichtlich seiner Stärke ist er eher mainstream: er ist leicht mit einem Hang zu medium.

Fazit:
Der Companion ist ein qualitativ hochwertiger Tabak. Daran ändert auch die arge Aromatisierung nichts und auch nicht der wahrscheinlich hohe PG-Anteil. Wer zu den Süßschnäbeln gehört, könnte ihn mal versuchen, wer ab und an mal naschen möchte auch. Ganz entfernt erinnert mich der Geschmack - vor allem zum Ende der Füllung hin - ein wenig an die Aromatisierung des Bulldog Golden Flake oder der Formers Mixture. Dem Reinen-Virgina-Flake-Freund wird der Tabak wohl aufgrund seines Geruchs/Geschmacks eher Abscheu verursachen. Ich bin mir nicht schlüssig, ob der Tabak eine Chance hat, jemals wieder in meinem Tabakbestand aufzutauchen; wahrscheinlich eher nicht. Die angebrochene Dose zumindest aber werde ich aufrauchen.

(29.03.01)


Michael Bernhard

Nachdem mir z.Zt. meine sonstigen Lieblinge - VA/Kentucky/Perique-Mixtures und -Flakes etwas zu schwer sind, war ich heute morgen auf der Suche nach etwas leichterem, süsserem in meinem Tabaklager.

Den Companion Flake habe ich bei meiner letzten DanPipe-Bestellung aufgrund einer Empfehlung der daft-chat-Kollegen mitbestellt. Dass mich, entgegen der Beschreibung auf der Dose, ein durchaus aromatisierter Tabak erwartet, war mir also klar.

Beim Oeffnen der Dose steigt mir ein Duft entgegen der mich sofort an meine Pfeifenanfänge (noch nicht so lange her ;) ) erinnert: der typische Duft von Stanwell Classic. Den Augen bietet sich ein "Klumpen" Tabak, bestehend aus stehenden Flakes. Diese lassen sich relativ schlecht abloesen und zerfleddern etwas. Da ich den Tabak aber in einer noch fast neuen Pfeife rauche, entschliesse ich mich dazu, ihn aufzureiben und locker in die Pfeife einzubringen.

Das Zünden ist erstaunlich einfach, der Tabak ist optimal konditioniert. Er bäumt sich leicht auf, nach dem obligatorischen Flachdrücken und Wiederzünden ist die Pipe unter Dampf.

Sofort macht sich der süss-säuerliche Duft, den schon der Tabak an sich hatte, auch im Raum breit. Leider bietet der Tabak in der ersten Phase noch nicht wirklich Geschmack, eher "heisse Luft"; das ist aber nicht wirklich ein Manko, sondern das normale Auftreten eines leichten Tabaks. Müsste ich eine Frucht nennen, an die mich die Aromatisierung erinnert würde ich zu Pflaume bis Himbeere tendieren, Snuffkennern dürfte der Geruch durch Alpina bekannt sein. Aufgrund der Säure des Geruchs schliesse ich erst nach Lesen der schon vorhandenen Reviews auf Gummibärchen.

Wenn man den Tabak vorsichtig raucht, dann macht sich bald auch der Tabak geschmacklich bemerkbar. Bei zu hastigem Rauchen wird der Tabak leicht bissig, aber sobald man wieder vorsichtiger raucht beruhigt er sich auch wieder. Es stellt sich ein angenehmer Tabak-Geschmack ein, ohne die Aromatisierung zu verlieren.

Das Rauchen bleibt bis zum Schluss problemlos, meiner Meinung nach ein sehr guter Einsteigerflake, optimal konditioniert, gute Tabakbasis, nicht zu stark.

Fazit:
Für mich wird er jedoch ein Tabak bleiben, den ich als Abwechslung gerne rauchen, jedoch nicht dauerhaft auf Lager haben werde. Als Fruehstückstabak sowie wohl auch zu Anlässen bei denen man auf eine gute Raumnote achten muss ist der Tabak geeignet. Ob er als Ladykiller taugt bleibt mir vorerst unbekannt, bis jetzt waren wärend meiner Companion-Rauchopfer keine Damen anwesend.

Die "technischen Daten" des Tabaks sind in anderen Reviews schon beschrieben, wie ich soeben der Homepage entnommen habe.

(12.12.2006)

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