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Copenhagen

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Sillem's Copenhagen

(Pfeifentabak)

Markenname:Sillem's

Elena Ramos: (Ausrichterin des BT)

Da leider weder auf noch in der schlichten silbernen Dose eine Bemerkung zu den Inhaltsstoffen zu finden war, hier ein Teil des Antwortmails von Sillems: "Copenhagen wird aus Virginia,Kentucky,Burley,Louisiana und Black Cavendishgemischt, abgerundet mit einem exclusiven Cherry Flavour."

Persönliche Meinung:

Copenhagen zählt im Moment zu meinen Lieblingstabaken, da er sich leicht rauchen lässt, nicht viel Aufmerksamkeit erfordert und das Flavour bis zum Schluss beibehält, vom Tabak an sich ist allerdings nicht sooo viel zu schmecken, das Aroma wirkt allerdings auch auf Dauer nicht künstlich, sondern einfach nur lecker. Die Meinung eines Cherry Flavour kann ich nicht ganz teilen, im Höchstfall noch eine Mischung aus Amaretto und Eckes Edelkirsch, auf jeden Fall aber mit mehr Alkoholanteil als so mancher Whiskey "Tabak". Ein Nachteil dieses Tabaks sehe ich allerdings in der relativ hohen Kondensatmenge die sich bildet.

Meine Empfehlung auf jeden Fall hat er :-)


Georg Pohl

Beim ersten Öffnen des Ziplocks entströmte ein intensiver Schokoladengeruch. Meine Frau: "Ich habe doch gesagt: die Schokolade bleibt zu bis Sonntag!"
Als ich mir heute eine Pfeife damit stopfe, ist der Geruch abgeschwächt, aber immer noch leicht und dezent vorhanden. Er lässt sich gut stopfen und anzünden. Der Tabak hat gerade die richtige Feuchtigkeit. Er raucht sich langsam, ohne allzu viel Kondensat abzusondern. Er sollte allerdings nicht zu fest gestopft werden.
Der Geschmack ist eindeutig schokoladig ohne allzu aufdringlich oder gar künstlich zu wirken. Ein angenehm rundes Aroma!
Auch hier habe ich mit und ohne Filter geraucht. Mit Filter schmeckte er besser. Die Raumnote ist - wie man mir versicherte - sehr in Ordnung. Es entwickelt sich mehr Kondensat als bei "Probe 1", es ist jedoch immer noch im Rahmen des erträglichen. Nach dem ersten Drittel lässt der Schokogeschmack nach und man schmeckt mehr Tabak. Eine "Grundsüße" bleibt erhalten. Der Virginia tritt deutlicher in den Vordergrund. Nach der ersten Hälfte neigt der Tabak zum Heißwerden - oder bin ich nur zu gierig? Zurück bleibt ein Häufchen hellgrauer trockener Aschepuder.

Fazit:
ein Tabak, der mir gefällt. Nichts Englisches! Ein solider Aromat, der durch Geschmack und Geruch besticht. Urteil meine Ehegöttin: "Wenn der nicht zu teuer ist, kannst Du den ruhig öfter rauchen"


Rolf Öttking

Schon beim Öffnen des Ziplocs entströmt ein sehr süßlicher Duft nach Amaretto oder Mandeln. Der Tabak zeigt ein Bild, in dem die Farbe mittelbraun vorherrscht, die von einigen hellbraunen und etwas mehr schwarzen Anteilen (Black Cavendish) aufgelockert wird. Der Tabak ist ein wenig feuchter als ideal konditioniert (wirklich nur ein wenig) und lässt sich in diesem Zustand willig einfüllen, wobei locker gestopft werden sollte. Das Anbrennen ist einfach und der Tabak brennt ohne großes Aufbäumen problemlos ab. Im ersten und zweiten Drittel ist der Geschmack des Amaretto (also einen Hauch bitterer als nur Mandel) vorherrschend, wobei, wie häufig, der Tabakgeschmack äußerst dezent im Hintergrund bleibt. Im Verlauf der Füllung neigt der Tabak dazu, an der Oberfläche zu verbacken, was auf den karamellisierenden Zuckeranteil zurückzuführen ist Es lohnt sich daher, die Oberfläche ab und zu mit dem Dorn des Besteckes zu durchstechen, um so die Abbrandeigenschaften gleich zu halten. Im letzten Drittel schließlich kommt ein wenig Tabakgeschmack hinzu, der recht nett zur Aromatisierung passt, diese schwindet in gleichem Maße, lässt dem Tabakgeschmack aber noch zu wenig Raum. Dabei verführt der Tabak ein wenig zum Heißrauchen, bleibt aber durchgängig trocken und neigt nicht zum Zungenbrand.Dabei geht ein wenig an Geschmack verloren, was aber beim Wiederabkühlen wiederkommt. Die Abbrandeigenschaften bleiben nach wie vor gut, der Tabak läßt sich willig bis zum Ende durchrauchen und hinterlässt graue, fast trockene, lockere Asche. Geraucht in: neuer Tonpfeife (Tabak- Probierpfeifchen, 1 Füllung) und Capitello (mit Meerschaum- Futter, Meerschaum- Filter, 3 Füllungen)

Fazit:
ein Tabak aus der Mainstream- Richtung. Der Duft ließ mich erst an John Aylesbury Sun of Kentucky (den ich nur vom Duft aus dem Laden kenne) denken, wozu aber der Schnitt nicht passt. Der - allerdings recht harmlose - Tabakgeschmack könnte ein wenig stärker sein. Etwas länger als der Geschmack im Mund hält sich das Schnurrbart - Aroma. Ein recht netter Tabak für Leichtraucher, die Amaretto mögen, und für die Umgebung des Rauchers. Katzentauglich ;-). Der Tabak ist aufgrund seiner geringen Stärke vielleicht für die erste Pfeife des Tages tauglich, danach für mich aber zu leicht. Aufgrund des problemlosen Abbrandes ist er für Anfänger bedingt zu empfehlen. Allerdings hebt sich der Tabak nicht aus dem Angebot der Amaretto- aromatisierten Tabake ab.


Manfred Arenz

Das Tabakbild besteht aus hell- und dunkelbraunen, mittellangen Virginia und etwas breiteren Burleyfasern, zusätzlich ca. 10 % Black Cavendish.
Die Mischung hat ein etwas intensiveres Flavour Richtung Vanille, mit etwas säuerlicher Grundnote - so in die Richtung Vanille-Joghurt.
Das Stopfen und Anzünden geht ohne Probleme vonstatten, der Tabak glimmt problemlos und ohne Höhen und Tiefen ab, wobei das Vanille-Aroma stets präsent bleibt und den Tabakgeschmack wenig Chancen gibt. Dennoch kann man den Geschmack als nicht pappig oder klebrig süß definieren, IMO wurden hochwertige Grundtabake verwendet. Das Aroma erinnert mich an den W.O. Larsen Golden Dream, jedoch ist die Schnittart anders.
Zum Ende hin lässt der Tabak nicht nach, er verglimmt fast unbemerkt und zu rückstandsarmer weißer Asche. Der Abbrand ist problemlos, die Rauchdauer lag bei 100min für 4 Gramm.

Fazit:
Ein Aromatic der besseren Sorte, was die Raucheigenschaften angeht. Das Vanillearoma ist mir persönlich zu beliebig.

(18.08.2001)

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