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Cornell & Diehl Kajun Kake
(Pfeifentabak)
| Markenname: | Cornell & Diehl |
| Hersteller: | Cornell & Diehl |
| Mischung: | Red Virginia Cavendish und viel Perique |
| Schnittbreite: | Crumble Cake |
| Typ: | naturbelassen |
| Stärke: | medium-full |
| Verpackung: | 2 oz (57g) Dose |
| Preis: | in Deutschland nicht erhältlich |
Stefan Schreiber
Meine Wertung: Sehr empfehlenswert für alle Perique Liebhaber.
Dieser Tabak ist gerade im Moment neben dem St. James Flake und dem Escudo in meiner Top 3 Liste und täglichen Rotation.
Nicht daß ich da recht viel Ähnlichkeit unterstellen möchte...
Beim ersten Öffnen der Dose strömt es mir schon entgegen:
Könnte gut sein, daß diese Mischung speziell entworfen wurde, um dem recht krass dosierten Perique Geltung zu verschaffen.
Der Name an sich weist ja darauf hin, ist doch der Begriff "Kajun" ein (nicht unbedingt immer nur nett gemeinter) für die französischstämmige Bevölkerung Lousianas.
Für mich ist dies die bislang kompromißloseste Mischung dieser Art.
Der auch noch enthaltene Virginia Red Cavendish mag zur Süße beitragen, jedenfalls dominieren hier würzige, schwere Aromen, an Pflaumen erinnernd, die meines Erachtens großteils dem Perique zuzuordnen sind.
Cavendish wird ja meistens mit Fruchtsoße assoziiert, aber davon ist hier keine Spur.
Meines Erachtens handelt es sich schlicht um recht stark "gebackene" red Virginias, die hier als "Trägersubstanz" herhalten, da reiner Perique für die meisten von uns ja nicht wirklich genießbar ist.
Fein säuberlich liegen ein großes und ein kleineres Stück "Kake" in der Dose.
Das Aussehen ist ähnlich wie bei einem Plug, doch es handelt sich hier um eine gepreßte Mixture, die bei leichtem Druck auch wieder in eine solche zerbröselt.
Naturgemäß ist die Farbe sehr, sehr dunkel.
Stopfen und Abbrand sind völlig unproblematisch, sogar für Anfänger geeignet, meiner Meinung nach.
Ich habe einfach ein Stück vom "Kake" abgebrochen und zerbröselt. Es "krumblet" bei minimalem Druck vollständig auf.
Die dabei entstehende feinkrümelige Mixture habe ich auf einem Blatt Papier getrocknet, etwa 15 Minuten, bis sie sich aussen etwas trocken anfühlt.
Dann einfach in die Pfeife rieseln lassen, oben behutsam glattdrücken (eher streichen als drücken).
Er "wehrt sich" anfangs stark, doch leichtes Glätten der Asche genügt.
2 Streichhölzer später breitet sich bei mir ein breites Grinsen auf dem Gesicht aus.
Die Stärke nimmt zum Ende der Füllung hin zu, aber der Geschmack ändert sich nicht gravierend. Wird halt etwas gehaltvoller, wie zu erwarten.
Nachstopfen sollte man mit sehr viel Gefühl, anderenfalls "backen" die doch sehr feinen Tabakbrösel zusammen und das wars dann.
Der Kajun verzeiht ansonsten vieles, und man kann ihn auch ruhig zwischendurch mal länger ausgehen lassen, vor allem wenn er dann doch mal heißer geworden ist (was dann definitiv an der Gier des Rauchers liegt, der vom Perique nicht genug kriegen kann).
Plötzlich geht die Pfeife aus und man denkt sich, schade.
Ich rauche ihn allerdings auch meistens aus kleineren Köpfen, nicht zuletzt dank des doch überdurchschnittlichen Vitamin N Gehalts.
Meine Stanwell 95 und eine kleine Dunhill Billard sind inzwischen ausschließlich für diesen Tabak reserviert.
Die hier probierte Dose ist knapp ein Jahr alt, und ich habe gehört, ein Jahr mindestens sollte man diesem Tabak geben bevor man ihn öffnet.
Ansonsten könnte er weniger süß sein und etwas schärfer 'rüberkommen, da sind ein paar deutliche Meinungen zu lesen auf tobaccoreviews.com.
Lobenswerterweise ist das Abfülldatum in den Dosenboden gestempelt.
Diese hier leert sich gerade jedoch erschreckend schnell und dann ist für ein Jahr Schluß. :)
Fazit:
Ein recht ungewöhnlicher Tabak, den gerade Liebhaber von schwer-süßen, stärkeren Mischungen und natürlich alle Perique Fans mal probiert haben sollten.
Für den, der's mag, das höchste, wie wir hier zu sagen pflegen. Ich beziehe das in diesem Fall auf den doch wirklich hohen Perique Anteil, der so manchen vielleicht abstoßen könnte.
Nur für Fans.
Wenn er nicht süß ist, sollte man ihn wohl luftdicht verpacken und ein Jahr lang nicht mehr anschauen.
Ich habe ein Kilo davon eingelagert und werde fehlende Bestände regelmäßig nachbestellen :)
(17.06.2008)