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Peter Heinrichs Crue Henri No. 6
(Pfeifentabak)
| Markenname: | Peter Heinrichs |
| Hersteller: | ???? da Tabak-Probe |
| Mischung: | Afrikan. Virginia, wenig amerik. Burley, viel black Cavendish |
| Schnittbreite: | medium Cut, recht breite aber kurze Tabakstreifen |
| Typ: | aromatisiert |
| Stärke: | medium |
| Verpackung: | 100 g Dose |
| Preis: | 30,--DM |
Klaus Komischke
Ich habe von diesem Tabak lediglich eine Probe (Filmdose) in eine kleinen Hilson Apple verkostet. Natürlich bin ich beim Testschnuppern bei PH auch mit diesem Tabak wieder in den unteren Bereich der preisliche Oberklasse gelandet.
PH schreibt in seiner Tabakliste: Das spezielle Black-Cavendish-Herstellungsverfahren garantiert einen ganz besonderen "Black"-Anteil. Schwarz wie die Nacht, aber außerordentlich mild und sehr süß. Die Rohtabake für diese Mischung sind reife Virginias aus Afrika und ein kleiner Anteil milder, amerikanischer Burley. Die Mischung ist medium breit geschnitten und sehr leicht zu stopfen. Eine milde Mischung. Der Flavour ist eine süße Kombination aus Honig und Vanille.
In der Tat, das Tabakbild offenbart einen vorwiegend Dunklen durch die tiefschwarzen BC-Anteile geprägte Optik.
Der Geruch ist geprägt von einer (mir) angenehmen Süße mit einer gleichzeitig säuerlichen Note. Er erinnert eher an ein fruchtiges Casing als an die in der Beschreibung erwähnten Honig/Vanille Note.
Der Tabak läßt sich auf Grund seiner Schnittform sehr leicht stopfen. Man füllt den Pfeifenkopf locker auf und drückt den Tabak dann Lehrbuchmäßig mit dem Stopfer zusammen usw...
Beim Anzünden bäumt sich der Tabak recht stark auf (das kann aber auch an meinem sehr lockeren Stopfen liegen), so dass man ihn ein zweites Mal anzünden muss.
Der glimmende Tabak entwickelt jetzt ein deutliches Vanille/Honig-Aroma mit einer durch den Burley-Anteil dezent herben, leicht rauchigen Note, die auf alle Fälle etwas kräftiger als bei reinen Aromaten (nein nicht die aus der Chemie) ist und mich an eine englische Mischung denken lässt. Trotz des Aromas schwingt die Süße des Virginias mit.
Über die gesamte Zeit bleibt der Geschmack des Tabaks recht konstant allerdings nimmt die rauchige Note gegen Ende immer weiter zu.
Wie bei den meisten aromatisierten Mischungen quittiert auch dieser Tabak gerade in der Anfangsphase Heißrauchen mit Kondensatbildung.
Der Nikotingehalt ist IMHO schon etwas höher als bei anderen aromatisierten Tabaken aber gut zu verkraften. Ich habe diesen Tabak mit PaFi geraucht.
Die Raumnote ist wohl bedingt durch den Burley-Anteil etwas kräftiger. Leider Schweigen sich meine nichtrauchenden Kollegen diesbezüglich aus, so dass eine Bewertung in diesem Fall schwierig ist.
Fazit:
Nicht unbedingt ein Einsteigertabak aber auf jeden Fall zur Erweiterung des Horizonts evtl. als zweiter oder dritter Tabak für den Einsteiger zu empfehlen, da man sich so an andere Tabake, in diesem Fall Burley herantasten kann, ohne gleich auf Naturtabake umzusteigen, deren Geschmack wesentlich differenzierter ist. Als All Day Smoke ist er mir im Moment aber noch zu herb. Für nachmittägliche Mußestunden, in denen man sich ihm ganz widmen kann, ist er aber sicherlich eine Bereicherung.
Käme der Tabak jetzt noch in einer schönen Schmuckdose daher könnte ich mit dem Preis sicherlich besser leben. Na ja es war wohl schon immer etwas besser einen teuren Geschmack zu haben..... oder so ähnlich. ;-)
(26.10.2000)