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Peter Heinrichs Crue Pierre Henri No. 2
(Pfeifentabak)
| Markenname: | Peter Heinrichs |
| Hersteller: | Kohlhase & Kopp |
| Mischung: | Virginia, Perique, Oriental |
| Schnittbreite: | Flake |
| Typ: | naturbelassen |
| Stärke: | medium |
| Verpackung: | Dose 100g |
| Preis: | 18,20 Euro |
Willi Albrecht
Durch den Duft ungeraucht wird man gleich an die Va/Per-Reihe von Rattrays erinnert, die ebenfalls von Kohlhase hergestellt wird. Die Flakes sind ca. 3 x 6 cm groß geschnitten, dunkelbraun mit wenigen hellen Anteilen liegen sie in der Heinrichs-typischen 100g-Dose, die sich übrigens in den meisten Fällen wieder gut und sicher verschließen lässt. Ich entnehme ein Flake, knicke das optimal feuchte Stück in der Mitte und stecke es drehend mit ganz wenig Druck in die Stanwell Andresen (mittleres Füllvolumen), die mit einem Vauen-Filter bestückt ist. Zuoberst kommen noch ein paar kleinere Krümel vom Boden der Dose um das Anzünden zu erleichtern und los geht´s. Nach 2-3 Streichhölzern glimmt die Oberfläche gleichmäßig und sanfte Virginia-Wolken umhüllen mich. Selbst mit Filter kommt eine naturreine Süße gepaart mit dem kräftigen Aroma des Perique durch, wogegen ich vom Oriental eigentlich nichts ausmachen kann. Der Geschmack und die Stärke erinnern mich hauptsächlich an Rattrays Old Gowrie obwohl ich den direkten Vergleich wegen fehlendem Old Gowrie nicht anstellen kann. Hal O´ The Wynd und Marlin Flake scheinen mir dunkler und kräftiger und McConnels Scottish Flake siedelt sich am anderen, leichteren und süßeren Ende an. Crue No. 2 wird auch zum Schluss der Füllung weder bitter noch scharf. Die Stärke nimmt zwar zu, aber der ausgewogene Virginia/Perique-Geschmack bleibt bestehen.
Fazit: ein wirklich guter Va/Per-Flake in der Tradition der Rattrays, McConnels und entfernt des Escudos. Erhältlich nur bei Peter Heinrichs in Köln, Niederaussem und www.pfeife.de.
(31.08.2000)
Andreas Berberich
Seit 2 Jahren geht dieser Tabak nicht aus. Bereits wenn es sich abzeichnet, dass die Dose dem Ende entgegen gehen könnte, mach ich mich auf den Weg zu PH (neben ausgehenden Streichhölzern das die beste „Schatz ich muss noch mal weg. – Ja Streichhölzer schon aber...“).
Wenn man Glück hat, kann man nach dem Öffnen der Dose erkennen, dass es sich um einen 6 Inch Flake handelt. Hat man Pech, redet man besser von einem broken Flake. In letzter Zeit scheint allerdings die Verpackungsqualität bei K&K verbessert worden zu sein. Der Geschmack ist grundehrlich: Va/Pe vom feinsten, einfach gut, jedoch an dem unteren Ende der „dunklen Seite“ angesiedelt, daher imho nicht vergleichbar mit dem Marlin Flake – weil dieser süßer – oder dem Black Parrot – weil dieser zu süß. Am ehesten vergleichbar mit dem Escudo, ohne dessen Fülle, jedoch einfacher zu rauchen und somit auch etwas für nebenbei. Der Cru 2 ist todsicher baugleich mit dem Old London, letzterer ist jedoch 5 DM teurer.
(07.04.2001)
Björn Hollensteiner
Eine Probe von Michael Karrengarn veranlaßte mich, mir 100 g dieses Tabaks zuzulegen, welche leider schnell aufgeraucht waren. Es handelt sich um einen Flake, laut Händlerbeschreibung aus Virginias, Orient und Perique bestehend. Aus der Dose duftet er einladend würzig, süß und geheimnisvoll, gewisse Casings dürften da die Tabakaromen durchaus ein wenig ergänzen.
In der Pfeife entpuppt er sich dann als Musterbeispiel eines unkomplizierten All-Day-Tabaks. Der gute Abbrand, der milde und dennoch vielschichtige Rauch mit von einer dezenten Lakritznote untermalten Tabakaromen und die Kondensatarmut erwartet man von einem Flaketabak eigentlich gar nicht. Es bestehen Ähnlichkeiten zu den
Virginia-Flakes von Rattrays und Ashton, ich will mich aber nicht festlegen, welchem er ähnlicher ist.
Fazit:
Ich kann mich meinen Vorrednern nur anschließen. Wenn es nur diesen Tabak gäbe, ich würde mit ihm sicher bis ans Ende meines Lebens glücklich. Sicher ein herausragender Flake, den ich zukünftig bevorraten werde.
Nachsatz: Der Tabak ist identisch mit dem Ashton "Old London".
(26.02.2002)
Manuel Evertz
Vor kurzem traf ich mich mit Heinz in Bonn bei Willi Weber um meine Tabakvorräte aufzufrischen und später dann zusammen im Bönsch ein Bier trinken zu gehen. Wie der Zufall so spielt kam noch Ingo aus Düsseldorf dazu und schon hatten wir ein herrlich inoffizielles Mini Daft Treffen. Heinz brachte mir mal wieder den Peter Heinrichs Crue Pierre Henri No. 2 aus Köln mit und im Biergarten wurde er direkt mal geöffnet. Ich hatte bisher immer den Eindruck, daß der Peter Heinrichs Crue Pierre Henri No. 2 mit dem Marlin Flake zumindestens engstens verwandt ist und nannte ihn auch den "kölschen Marlin", aber was da diesmal aus der Schmuckdose, die mit Motiven aus der Seefahrt verziert ist, duftete hatte mit dem Marlin Flake nicht mehr viel gemeinsam.
Entweder hatte Heinz eine schon richtig lang gelagerte Dose erwischt oder die Kohlköppe haben nochmal ordentlich an der Mischung geschraubt. Uns kam eine so dermaßen würzige Wolke aus Perique entgegen, daß man ihn im Freien quer über den Tisch riechen konnte. Wir haben dann zum Vergleich eine Dose HotW aufgerissen und die roch geradezu dezent dagegen. Zur Perique Würze gesellte sich ein sehr dezentes Aroma, daß mich ein wenig an Grand Manier erinnerte. Ich meine auch, eine Spur von Kentucky erschnüffeln zu können, wenn ich die Dose öffne, aber das kann auch der rote Virginia sein, der im Tabak enthalten ist.
Peter Heinrichs Crue Pierre Henri No. 2 kommt mittlerweile als zu einer Rolle aufgerolltem Sliced Flake daher und ich hab mir natürlich direkt ein paar Fetzen abgerissen und in die Pfeife bugsiert. Direkt nach dem Entzünden, das relativ unkompliziert vonstatten geht, legt sich ein süsslich würziger Geschmack von Pflaume mit einem ganz dezentem Hauch von Grand Manier auf die Zunge der einfach herrlich ist. Dazu kommt der kräftige Geschmack vom rotem Virginia (oder kentucky, ich kann es wirklich nicht sagen), der mich ab und an mal an den Dark Strong denken lässt.
So sassen wir denn da im schönsten Sonnenschein, bewunderten die von Ingo bei Willi erstandene Pfeife, sprachen über Gott und die Welt und ab und zu schweifte der Blick durch die Fussgängerzone um die ein oder andere Schönheit auf zwei Beinen zu bewundern. Es war klar, es würde natürlich nicht bei einem Bier bleiben, da wir alle ohne Auto angereist waren und so orderten wir noch eins und dann noch eins und....der Tabak hielt mit ! Zur Mitte der Füllung hin gibt der Perique mächtig Gas und das meiner Meinung nach dezent vorhandene Casing verschwindet langsam. Von da an hat man es wirklich mit einem Tabak zu tun, der sich gegen jegliche Einflüsse von aussen durchzusetzen vermag ohne dabei in irgendeiner Form penetrant zu werden. Der runde Geschmack aus Perique und dem rotem Virginia bleibt bis zum Ende der Füllung erhalten und legt bis dahin an Fülle und Stärke nochmal ordentich zu.
Ich hab die Dose dann auch zum Kurzcampingurlaub in die Eifel mitgenommen und dort bestätigte sich dieser Eindruck Ein herrliches Kraut, wenn man sich den Wanst mit gegrilltem Fleisch vollgeschlagen hat und die Biere dazu geniesst. Prädikat "Absolut outdoortauglich" :-)
Ich habe öfters mal Vergleiche zwischen dem Crue Pierre Henri No. 2 und den Rattrays gelesen und die ersten Dosen haben mich auch an den Marlin glauben lassen, nur ist dem jetzt anscheinend nicht mehr so.
Mich erinnert er vom Periquegehalt eher an den Louisiana Flake, allerdings ohne dessen eher störenden Schokoladengeschmack.
Geraucht wird er am liebsten in einer Pot mit 25 mm Kopfdurchmesser. Schmale Köpfe mag er absolut nicht, engt man ihn ein, bekommt man nur noch die Hälfte seiner Geschmacksvielfalt mit.
Einen kleinen Wermutstropfen möchte ich nicht verschweigen: Der Tabak neigt - ähnlich wie der Marlin Flake - gegen Ende zum Verkohlen, man muss beim Nachstopfen wirklich äusserts vorsichtig zu Werke gehen. Das tut der Qualität des Tabaks aber keinen Abbruch.
Als Fazit würde ich ihn als einen der ganz Grossen VA/PEs bezeichnen. Für Einsteiger in der Welt des Periques wohl eher nicht geeignet aber für all die, die ihn mögen eine absolute Ausprobierempfehlung. Meine 100g Dose ist mal gerade etwas mehr als eine Woche alt geworden und ich kann nur hoffen, daß Peter Heinrich bzw. die Kohlköppe diesen Tabak auf einem so tollem Niveau halten können.
(04.06.2004)
Frank Nicolai
Dieser Tabak kommt mir wie ein (unaromatisierte) Verwandter des ersten Flakes vor. Er ist ein wenig heller, läßt sich leichter zerteilen und ist trockener. Aber er riecht betörend nach süßem Virginia-Tabak - vielleicht mit einer Spur Malz und Lakritz dabei.
Das zeigt sich auch im Geschmack: der sehr füllige (jedoch nicht starke) Rauch ist weich und lieblich. Er erinnert im Charakter ein wenig an den Marlin Flake; ist jedoch im Aroma etwas "gedämpfter", nicht ganz so lakritzig wie jener. Mir scheint er auch leichter als der zu sein.
Der Geschmack erinnert ein wenig an Früchtekuchen. Dieser Eindruck verstärkt sich im laufe der Füllung. Anfangs kommt der Flake noch leicht daher; zum Ende hin wird er immer kräftiger. Das erinnert sehr an einen K&K-Tabak.
Zu heisses Rauchen nimmt der Tabak sehr übel. Er beisst nicht in die Zunge... aber er schmeckt plötzlich nur noch dumpf. Allerdings kommt er nach dem Abkühlen wieder auf Touren.
Der Flake bildet mehr Kondensat als der erste (der sich allerdings auch ausgespochen trocken rauchen ließ), bleibt dabei aber im Rahmen. Sehr bemerkenswert ist der Raumduft. Sehr aromatisch und düster-süß; dem Marlin Flake auch hier sehr ähnlich.
Fazit:
Der Testtabak 3 hat Suchtpotential. Wer den Marlin Flake mag wird diesen hier nicht verschmähen. Ich bin sehr gespannt, um was es sich hier handelt.
(06.08.04)