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Cube

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Mac Baren Cube

(Pfeifentabak)

Markenname:Mac Baren
Hersteller:Mac Baren
Typ:aromatisiert
Stärke:leicht-medium
Verpackung:100g Schmuckdose
Preis:22,50 Euro

Sven Königsmann

Nachdem ich nun einige Füllungen dieses auf daft nicht unumstrittenen Tabaks geraucht habe, möchte ich ihn kurz beschreiben.
Zuerst der umfangreiche Text von Mac Baren, verfasst von Herrn Halberg, Masterblender bei Mac Baren:"Leidenschaft für Tabak, kombiniert mit 180 jähriger Tradition und Erfahrung, 27 der besten Tabake aus der ganzen Welt, und natürliche Aromastoffe von höchster Qualität - ein lebenslanger Traum, den ultimativen Pfeifentabak zu kreieren, ist Wirklichkeit geworden.
Ich bin stolz, Ihnen heute Mac Baren Cube vorstellen zu dürfen.
Diese vielschichtige, aromatisch vollmundige, neue Mischung wurde kreiert, um ein bisher bei Pfeifentabak nicht vorhandenes Raucherlebnis mit den unterschiedlichsten Charaktereigenschaften zu schaffen. Diese milde, ausgewogene und harmonische Abstimmung ist süß, cremig und besitzt einen Hauch von Frucht - ein Raucherlebnis das Ihre Sinne jedes Mal von neuem überraschen wird.
27 unterschiedliche Tabake, in einem langen Fermentationsprozess über Jahre gereift, Kombinationen von losen und gepressten Tabaken, zahlreiche Aromatisierungsschritte mit sorgfältig ausgewählten, natürlichen Aromen wie kanadischem Ahornsirup, karibischem Rohrzucker, englischer Lakritze und feinster Schokolade - das Streben nach Vollkommenheit ist gelungen.
Diese einzigartige Mischung verdient eine einzigartige Verpackung.
Cube - It's in the Box!"
Soviel also aus dem Hause Mac Baren zu diesem nicht ganz günstigen Tabak, nun zu meinen eigenen Eindrücken. Die wirklich hübsche Schmuckdose, würfelförmig, wie der Name schon sagt, ist in eine Umverpackung aus Pappe gesteckt worden. Das hat zwei positive Effekte: Einerseits ist die wirklich schöne Dose geschützt, andererseits sind sowohl die Steuerbanderole als auch die leidigen EU-Warnhinweise auf der Pappverpackung angebracht, die schöne Dose bleibt von dem EU-Nonsens verschont.
Die kubische Dose (aus Holz) hat ein eher modernes Design und ist außen mit silbernem Metallik-Effekt lackiert, innen ist das Holz noch zu sehen.
Nun aber zum Inhalt, denn die Dose ist schließlich nicht alles. Optisch werden die Erwartungen voll befriedigt, der Tabak besteht aus aunterschiedlichen Schnittbreiten, auch Flakes sind zu erkennen, das Farbenspiel reicht über alle Brauntöne, bis hin zu schwarz, auch goldgelbe und rötliche Ensprengsel fehlen nicht, ein netter Anblick, der Appetit macht.
Appetit macht auch der Duft, der einem aus der geöffneten Dose entgegenschlägt: Früchte erkennt man da, oder besser eine Fruchtigkeit, die ich so keiner bestimmten Frucht zuordnen kann, am ehesten vielleicht in Richtung Beeren. Dann ist da eine schokoladige Note, aber nicht vordergründig süß, sondern eher die herbe, leicht bittere Sorte. Und etwas Raucharomen meine ich zu entdecken, ein ganz klein wenig sogar seifige Anklänge wie wir sie von einigen britischen Tabaken kennen, aber sehr dezent, eher zu erahnen als wirklich zu riechen.
Zum Stopfen ist nach einigem Experimentieren zu sagen, daß der Cube nur locker eingefüllt werde n sollte, zu starkes Verdichten schadet dem Abbrand und dem Geschmack. Beim ersten Anzünden dann die Überraschung:
Der Tabak schmeckt gar nicht so sehr süß, wie er duftet. Ein wenig versagen mir die Worte, der Geschmack ist leicht würzig, herb, der Rauch kommt mir irgendwie "trocken" vor, rauchig, tabakecht, untermalt von der Zartbitter-Schokoladen Note und zu beginn sehr mild. Wirklich cremig, so wie der Begleittext es anpries. Später dann gesellen sich die fruchtig-beerigen Aromen hinzu, die Schokoladen-Note verschwindet aber nicht, sondern die versammelten Aromen spielen auf angenehme Weise mit dem natürlichen Tabakgeschmack, der hier keineswegs zu kurz kommt.
Ab der Mitte der Füllung komt noch etwas hinzu, was ich nach einigem Grübeln als die angekündigte Lakritze zu erkennen meine. Diese wirklich komplexe Art hält der Tabak bis zum Schluß, bis zum letzten Krümel.
Die Aromen "spielen" miteinander, Wechseln sich ab, so daß mal das eine, mal das Andere Aroma sich etwas mehr hervorhebt. Die Stärke nimmt im Verlauf des Rauchens zu, ohne aber ein gemäßigtes Medium
zu übersteigen. Irgendwann ist er aus. Ohne Gesotter, ohne Bitterkeit. Zurück bleibt ein äußerst angenehmer Raumduft und ein noch länger anhaltender, angenehmer Geschmack im Mundraum, irgendwie auch hier ein "trockenes" Gefühl.

Mein Fazit:
Dieser Tabak ist sein Geld wert.
Die Verpackung rechtfertigt den Preis zum einen, denn die schön designte Dose kann, mit einem Humidrole versehen, weiterhin als stilvolles Tabakbehältnis genutzt werden.
Und auch der Tabak selbst rechtfertigt den Preis, die Qualität der Grundtabake scheint hervorragend zu sein, der Tabak raucht sich angenehm und ohne Schwierigkeiten.
Die wirklich gelungene Aromatisierung unterstützt den Tabak, ohne ihn zu erschlagen. Für mich eine der gelungendsten Tabakkreationen der vergangenen Jahre.

(21.08.2004)


Björn Hollensteiner

Der MB Cube ist ein kürzlich neu auf den Markt gekommener Tabak aus dem Segment der "Schmuckdosentabake", die sich im Preisbereich über 15 Euro/100g ansiedeln. Es handelt sich nach Angaben von Mac Baren um eine limitierte Charge.
Der Werbetext verspricht mit vielen Worten (bei dem Preis verständlicherweise) das NonPlusUltra der Tabakmischkunst. In der Dose findet sich eine Metallfolienverpackung, die aufgeschnitten werden muß und sich danach nicht mehr dicht verschließen läßt. Auch der Klappdeckel der schmucken Holzdose ist nicht dicht, der Tabak sollte bei nicht allzu schnellem Verbrauch also in ein dichtes Gefäß umgefüllt werden. Über die Dose freut sich mit Sicherheit die BH :-).
Zum Tabak selbst: es ist eine Mischung recht hellen gerissenen Blattguts, mittel-dunkelbraunem Ready-Rubbed Flake und pechschwarzem Black Cavendish-Tabak. Das "Pouch-Aroma" tendiert in Richtung Vanille-Frucht und ist gefällig. Den typischen MB-Geruch sucht man vergeblich.
Es empfehlen sich nach meiner Erfahrung Pfeifen mit nicht zu schmaler Kopfbohrung (20-22 mm sollten es sein), damit der Tabak gut luften und sich ausdehnen kann. Er entzündet sich leicht und brennt dann willig und unproblematisch bei mittlerer bis langer Rauchdauer ab. Der Rauchduft hält, was das Pouch-Aroma verspricht. Feiner Vanille-Schokolade-Duft, untermalt von etwas Frucht und getragen von Tabakaromen entströmen der Pfeife. Für die Qualität des Tabaks spricht zum einen, daß das Aroma bis zum Ende der Füllung durchhält und ein Genuß bleibt. Zum anderen ist die Kondensatbildung erfreulich gering.
Der Tabak ist zudem ein Zungenschmeichler.

Fazit: Positiv: Ein hochwertiger Tabak, der mir schon viel Genuß bereitet hat und sich aufgrund der tollen Raumnote bestens als Rauchtabak in Gesellschaft eignet.
Negativ: Die für die Tabakaufbewahrung und den Transport nahezu ungeeignete Verpackung und der hohe Preis, der mir trotz der hohen Tabakqualität nicht gerechtfertigt erscheint. Aus diesem Grund rauche ich ihn sicherlich noch auf, werde ihn mir aber kein weiteres Mal kaufen.

(18.10.2004)


Peter Ctyroky

nachdem der Cube ja bei seinem Erscheinen heiss diskutiert wurde, musste ich mir natürlich bei seinem Erscheinen in österreichischen Trafiken eine Packung gönnen, umso mehr als der "Österreich Aufschlag" in dem Fall "nur" 3 Euro ausmacht.

Die Box ist wirklich sehr schön gemacht und gut verarbeitet. Beim Öffnen des Beutels fährt einem sogleich ein pentrant künstlicher Geruch in die Nase. Da schaudert es den Freund naturbelassener Tabake. Von der alkoholischen Note abgesehen, erinnert das stark an die übliche Planta Suppe. Man kann durchaus Waldfrucht, Vanille, und ganz leicht Mandel erkennen, sollte aber nicht wagen den Vergleich mit den Gerüchen in ihrer natürlichen Form zu ziehen.

Das Tabakbild ist sehr ansprechend und wenn man sich die Nase zuhält, sieht der Tabak sehr lecker aus. Der Tabak ist erwartungsgemäß recht feucht, lässt sich aber gut in die Pfeife einbringen. Schneller als erwartet ist er entzündet und glimmt munter vor sich hin. Den Geschmack kann man einfach mit Black Cavendish beschreiben. Es schmeckt eigentlich nur säuerlich mit ab und zu einer etwas muffigen Geschmacksnote. Das geht so, bis die Füllung zur Hälfte verglimmt ist, dann kommt ein wenig mehr die Vanille und die Mandeln heraus, und die Fruchtigkeit tritt etwas zurück. Vom Tabak kann man zu keiner Zeit etwas schmecken, was sehr schade ist, denn die Grundtabake dürften von guter Qualität sein, denn der Tabak brennt sauber, kühl und ohne nennenswerte Kondensatentwicklung herunter. Den Geschmack nach Zitronendrops hat man noch Stunden später auf der Zunge.

Fazit: Ein Puddingtabak der ärgsten Sorte, bei dem eine wahrscheinlich gute Tabakbasis mit einer unbalancierten und übertriebenen Aromatisierung erschlagen wurde. Schade, von MacBaren bin ich Besseres gewohnt.
Zum Vergleich: Ich rauche als All-Day Tabak den Larsen No.50, bin also keineswegs ein Hardcore Naturtabak Raucher, aber das geht mir doch etwas zu weit.

(09.11.2004)


Frank Nicolai

Während ich das Review von Sven lese rauche ich den Cube zum vierten mal. Nun wieder mit Filter. Und dabei frage ich mich: reden wir wirklich vom gleichen Tabak? Denn während Sven lobende Worte findet, finde ich das Kraut einfach nur unerträglich.

Bisher war ich immer der Meinung, MB kann nur guten Tabak machen; selbst der Cherry von MB ist noch besser als alle anderen genauso aromatisierten Tabake anderer Hersteller... Aber der Cube?

Ich weiss nicht, was ich rauche? Ich schmecke nicht, was ich rauche.

Was ich schmecke ist ein Sammelsorium von faulig-süßem Aromen, die nicht nur unangenehm schmecken sondern auch noch riechen.
Solang wie Sven Loblied wird mein Veriss sicherlich nicht. Ich finde den Tabak einfach nur: Igitt.
Keine Ahnung (und ich will es auch gar nicht wissen) ob da zwanzig oder drei Tabake drin sind (es ist schade drum). Und die Plastekiste kann nicht 22 Euro wert sein (das würde den Tabak auf immerhin 50 Cent anheben!)

Fazit:
Geldschneiderei.

(24.11.2004)


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