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Curly Cut

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Bulldog Curly Cut

(Pfeifentabak)

Markenname:Bulldog
Hersteller:DTM
Mischung:Virginia, Perique, Black Cavendish
Schnittbreite:Curley
Typ:naturbelassen
Stärke:medium
Verpackung:50 Gramm Runddose
Preis:10,00 Euro

Manfred Arenz

Im Gegensatz zu den 3 anderen Mischungen der Bulldog - Serie ist der Curly Cut so gut wie gar nicht geflavoured.

Er ist vielmehr ein klassischer Virginia - Perique, zu Curly von ca. Markstückgröße gerollt und in 1,5 mm breite Scheiben geschnitten.

Man kann ihn auf mehrere Arten stopfen: Scheiben aufeinander gelegt, nur ganz leicht gestopft. (unterste und oberste Lage zerrieben) Scheiben aufgerubbelt und normal gestopft. Scheiben zu Kugeln aufgedreht, leicht gestopft.

Der Geruch: Typisches VA - Perique Aroma. Geschmack: mittelkräftig, leichte Natursüße, Perique erkennbar. Der Tabak muss langsam geraucht werden, ansonsten neigt er schnell zum "beißen".

Je nach Stopftechnik raucht er sich sehr ergiebig, es bleibt reine weiße Asche übrig. Der Abbrand und die Kondensatbildung sind Curly - typisch, bei sorgfältig kontrolliertem Rauchen und Nachstopfen entwickelt sich viel tabakechter, würzig-süßer Geschmack.

Fazit:
Bulldog Curly Cut ist ein typischer Virginia - Perique Tabak, der in der Stärke und Süße zwischen Mac Baren Dark Twist und Three Nuns liegen dürfte.


Frank Nicolai

Durch meine Bekanntschaft mit Escudo - man könnte es auch flammende Liebe nennen - bin ich auf den Geschmack von VA/Perique-Mixturen gekommen, die des öfteren als Curlies daherkommen.

So auch die Curly Cuts aus der Bulldog-Serie von Dan Tobacco (DTM). Hier jedoch ist noch ein wenig BC mit versponnen, der die den Curlies oft anhaftende "Bissigkeit" etwas abmildert.

Die etwa groschengroßen und recht dünnen Scheiben liegen bunt durcheinandergewürfelt in der Dose; zum Teil auch schon aufgerubbt. Sie sind dunkler als die Escudo-Scheiben und nicht so feucht wie jene beim Öffnen der Dose. (Das wird aber dann zum Nachteil, wenn die Dose eine Zeitlang geöffnet ist - die Curlies trocken erstaunlich schnell aus und zu trocken wird aus dem Rauchgenuss ein nur Zungen-Masochisten zu empfehlendes Erlebnis.) Der Geruch ist geprägt von der Süße der VA's und dem Pflaumenaroma des Perique; mein Rauchgenuss beginnt fast immer mit einem Vorahnen des Kommenden: ich schnuppere an der (geöffneten) Dose.

Über das Stopfen der Curlies wurden schon viele Streite ausgefochten; ich werde hier nicht versuchen, jemanden zu bekehren. Doch für mich hat sich die "zerbrösel-und-wenig-fest-Stopf-Methode" als die Beste herausgestellt. (siehe mein Escudo-Review). Der Tabak ist - gerade wenn er frisch ist - nur mit viel Geduld zum Glimmen zu bekommen. Doch bereits die ersten Züge zeigen, dass er im Geschmack hält, was er im Geruch verspricht. Der Tabak ist geprägt von der Süße der Virginias und wird gewürzt durch den Perique. Ich kann allerdings nicht einschätzen, welchen Anteil an der Gesamtkomposition des Geschmacks der BC hat. Ich schätze, dass er nur mehr als Nikotinträger eingesetzt wird und um die Strenge des VA's zu mildern. Trotzdem würde ich den Tabak nicht zu den starken zählen; auf einer Skala von 1 bis 5 bekäme er eine 3,5 - also ein klein bissel mehr als medium und damit in jedem Falle weniger als die "Drei Nonnen". Er verwöhnt mit einem recht gleichmäßig bleibenden, runden und ausgewogenen Aroma, das sich auch in der Raumnote wiederfindet und von Dritten als angenehm empfunden wird.

Das Abbrandverhalten ist hervorragend. Der Bulldog Curley Cut lässt sich hervorragend rauchen und bleibt auch dann in Brand, wenn man nur selten an der Pfeife zieht. Er neigt dann zu Zungenbiss, wenn er zu trocken wird und anzunehmen ist, dass er sich auch rächt, wenn man ihn zu schnell zu rauchen versucht. Da ich aus Erfahrung inzwischen lernte, Tabake, die zum Großteil aus VA bestehen, langsamer zu rauchen, kann ich nicht sagen, wie er auf zu heißes Rauchen reagiert; nur vermuten. Er nimmt mehrfaches Anzünden nicht übel und verliert nicht an Geschmack - im Gegenteil wird er zum Ende der Füllung hin IMO etwas kräftiger.

Fazit:
Wenn der Tabak nicht so unmäßig teuer wäre (19,50 DM/50 gr.), stände er ständig auf meinem "Speiseplan". Die erste Dose, die nun aufgeraucht ist, wird nicht die letzte gewesen sein. Er ist ein guter Ersatz für den Escudo, ohne jedoch ganz die Ausgewogenheit jenes Tabaks zu erreichen.

Er ist süß, ohne zu süß zu sein; er ist kräftig, ohne bissig zu sein - er ist so rund wie die Scheiben, aus denen er besteht. In meiner persönlichen Empfehlungsliste bekommt er ein "sehr empfehlenswert".

(07.06.2000)


Wolf-Rüdiger Jürgens

Nachdem ich mit Genuss Timms London Blend No.750 geraucht habe, erweckte der Bulldog Curly Cut im Dan Pipe Katalog mein Interesse. Der Bulldog Curly Cut ist etwas dunkler im Tabaksbild als der TLB #750, auch der Geruch der beim Öffnen aus der Dose kommt ist würziger. Er kann seinen "Stallgeruch" jedoch nicht verleugnen. Der Virginia-Anteil wird wohl von gleicher Zusammensetzung sein. Allerdings scheint mir das beim Bulldog Curly Cut mehr süßere Virginias verwendet wurden, oder der Black Cavendish Anteil ist höher gewählt. Sonst sind sich beide Curlies ziemlich ähnlich. Der Bulldog Curly Cut hat aber mehr Fülle und schmeckt auch deutlich würziger. Die Raucheigenschaften sind gut, man kann den Curly zerrubbeln oder im Ganzen rauchen ohne größere Probleme dabei zu haben. Ich habe ihn häufig zerrubbelt in einer eher engen, hohen Pfeife geraucht. Dabei hat er auch den meisten Geschmack produziert. Dieser ist leicht süß, im Nachgeschmack meine ich eine Brot ähnliche Komponente zu schmecken. Bulldog Curly Cut lässt sich kühl rauchen wobei er nur wenig Kondensat produziert. Das probeweise Weglassen des Filters brachte auch keine überraschenden Geschmacksnuancen zu Vorschein. Die Stärke würde ich mit medium bezeichnen. Zum Schluss bleibt nur ein wenig weiße Asche zurück. An die Raumnote wurde sicher beim Design dieses Tabaks nicht gedacht, meine Familie behauptet er "stinkt", ohne es jedoch näher spezifizieren zu können.

Fazit:
Ein hochwertiger, tabakechter Curly. Ein echtes Highlight im Dan Pipe Programm, der jedoch ob der Fülle der Tabake im Katalog leicht zu übersehen ist. Der Preis ist recht hoch, kann aber gerade noch akzeptiert werden. Ich werde ihn mir sicher öfter bestellen, zumal der Escudo just zu der Zeit vom Markt verschwindet, wo ich mich an Curlies zu gewöhnen beginne.

(06.07.2000)


Frank Nicolai

Den Bulldog Curly Cut habe ich vor drei Jahren schon einmal reviewt. Dort allerdings stellte ich ihn zum Escudo ins Verhältnis: ein Vergleich, der für mich heut nicht mehr stimmt. Aus diesem Grunde ein paar neue Worte zum (von mir sehr geschätzten) Tabak. An meiner Vorliebe für diesen Curly hat sich nichts geändert - ich habe inzwischen einige Dosen geleert und derzeit die 250 Gramm Dose geöffnet.

Die kleinen Scheiben sind noch immer sehr trocken - brechen dadurch aber auch besser auf. Ich knicke jeden Scheibe einmal, ehe ich sie in die Pfeife lege. Dabei versuche ich aber, lose zu stapeln. Der Abbrand ist durch diese Methode etwas freundlicher und weniger anstrengend.

Ein Vergleich mit dem Escudo käme mir jetzt allerdings nicht mehr in den Sinn; eher sehe ich ihn einer Linie mit dem MB Club Blend. Der Escudo ist schwer-süß und feucht; der Bulldog CC eher trocken und herb-süß. Der Geruch erinnert mich eher an vertrocknetes Brot denn an Früchtebrot (wie der Escudo). Auch geschmacklich sind die Unterschiede viel gravierender als damals wahrgenommen. Während der Escudo mir (heute) eher weich-würzig mit einer unnachahmlichen Grundsüße vorkommt ist der Bulldog etwas herber im Grundton. Ihn zeichnet eine eher frische Spritzigkeit aus und eine nur wie angedeutet hingehauchte Rauchigkeit.

Mich erinnert der BCC an die Zeit in meiner ersten Junggesellenbude. Dort stand noch ein alter Kachelofen, in dem sich eine Röhre befand. In dieser brut ich Äpfel und so manche Scheibe Brot. Da es dort auch immer ein wenig staubig war (oder schmeckte) - vielleicht auch eine leicht metallische Note jeder Brotscheibe beigegeben war... so jedenfalls schmeckt mir der Bulldog Curly Cut. Dabei kann ich kaum noch sagen, welchen Anteil welcher Tabakbestandteil in der Komposition des Tabaks hat. Vor drei Jahren schrieb ich: "Der Tabak ist geprägt von der Süße der Virginias und wird gewürzt durch den Perique." Entweder meine Geschmacksknospen haben sich verändert oder der Tabak. Ich kann sicherlich noch immer die leichte Süße den VA's zumuten; aber Perique kann ich nicht mehr erschmecken - wer weiß, ob ich das damals wirklich konnte... Der Abbrand des Tabaks ist vorzüglich. Wenn man den Tabak wirklich nur in die Pfeife legt und nicht fest nachstopft, dann bleibt nur hellgraue, sehr trocken wirkende Asche über. Die Raumnote ist interessanterweise eher nichtssagend.

Fazit:
Der Bulldog Curly Cut bekam 2000 schon die Bestnote von mir. Das kann ich auch heut nur unterstreichen. Er ist für mich einer der besten Tabake, die ich kenne. Er ist sowohl alltagstauglich als auch für den abendlichen Tagesabschluss geeignet. Der etwas höhere Preis (7,86 Euro/50 Gramm beim Kauf der großen Dose) ist gerechtfertigt.

(21.02.2003)

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