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Cut Virginia Plug

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Fribourg & Treyer Cut Virginia Plug

(Pfeifentabak)

Markenname:Fribourg & Treyer
Hersteller:Fribourg & Treyer
Mischung:Virginia
Schnittbreite:Flake
Typ:naturbelassen
Stärke:leicht-medium
Verpackung:50 Gramm Rechteckdose
Preis:9,50 Schweizer Franken

Kurt Lampart

Als ich diese Dose im Regal sah habe ich sofort zugegriffen in Erinnerung an die angenehmen Eigenschaften des Special Brown Flake aus dem selben Haus. Die Geruchsprobe nach dem Öffnen bestätigt: reiner Tabak. Im Geruch allerdings fast milder als der SBF. Das Tabaksbild zeigt sich in allen Brauntöen, von fast hellgelb bis dunkelbraun. Ein Tabak für Hochwildjäger; denn so stelle ich mir die Decke einer Gämse vor...
Schön sauber aufgeschichtet liegen die eher dünnen Flakes in zwei Stapeln in der Dose und lassen sich probelmlos entnehmen und in die Pfeife einschrauben. Zum Anzünden reicht ein Streicholz, er brennt willig an. Die ersten Züge und dann, ja was dann...?
Zum Anfang eher warme Luft aber dann kommts. Virginiasüsse mit einer begleitenden leichten Schärfe, ich bin mir nicht sicher, ob die von beigegebenen Perique oder etwa von Orientalen herkommt. Diese leichte Schärfe braucht der Tabak, sie bigt ihm das gewisse Etwas, dass er nicht langwielig wird. Ganz entfernt erinnert er mich an den Solani The Blend 633 ohne aber dessen Volumen zu erreichen; aber das kann auch Einbildung sein...
Im Laufe des Abrauchens legt er etwas an Gehalt zu, was ihm sehr gut bekommt, Heissrauchen allerdings nimmt er übel und bestraft mit zunehmender Bissigkeit und Geschmacksverlust. Im letzten Viertel verliert sich die Schärfe fast ganz und der Geschmack wird fast ein wenig "lauwarm". Am Ende bleibt wenig mittelgraue Asche; Kondensat produziert er fast keines. Ich würd ihn als leicht bis medium einstufen.

Fazit:
Die beiden Tabake von F&T sind für mich eine Bereicherung. Wenn sie auch nicht das Volumen der S. Gawiths oder des Rattray's Marlin Flake erreichens sind es doch zwei ehrliche, gute Virginia-Flakes die auch für Einsteiger empfehlenswert sind.

(17.06.2004)


Frank Nicolai

Mit dem letztens reviewten Special Brown Flake kam auch der hier besprochene Cut Virginia Plug in meine Hände. Entgegen der Versprechungen in seinem Namen handelt es sich mitnichten um einen Plug, sondern um einen ganz normalen Virginia-Flake.

Die Scheiben sind fest, aber nicht klebrig-fest wie beim Special Brown Flake. Sie lassen sich leicht entnehmen und aufrubben. Das Entzünden geht sehr einfach vonstatten wenn man obenauf ein wenig feineren Tabak legt.

Von Beginn an umschmeichelt die Zunge ein natursüßer, fülliger und rauchiger Geschmack. Ja, das ist Virginia pur. Auf einer Anbieterseite fand ich folgende, sehr ausführliche Beschreibung des Tabaks: "Hard-pressed golden Virginia, medium strength". Nun, so etwas nenne ich Understatement :-)

Nun gibt es ja viele - auch viele gute - Virginia-Flakes. Was nun zeichnet diesen hier aus? Für mich: der cremige, weiche Rauch. Die immer anwesende Virginiasüße und das sehr sehr gute Abbrandverhalten.
Eine Füllung des Tabaks glimmt bis zu 1 1/2 Stunden in einer mittelgroßen Pfeife. Und da ich nicht gerad zu den Langsamrauchern zähle denke ich, dass Ole gut drei bis vier Stunden an einer Füllung zu rauchen hat. Und dabei kommt nie Langeweile auf. Da der Tabak auch von der Feuchte her sehr gut konditioniert ist glimmt er fast kondensatfrei herunter zu einem Häufchen Staub.

Ich unterscheide ja bei Virginia Flakes zwischen den spritzigen und den süffigen. Zu den ersten zähle ich z.B. den Richmond zu zweiteren den Marlin Flake. Wenn die ersteren nur wenig (kurz) gepresst werden sind die süffigen oft sehr lange gepresst worden. Der Cut Virginia Plug steht irgendwie genau zwischen den beiden Extremen. Er hat ein wenig Spritzigkeit (vor allem am Beginn) und aber auch die süffige Süße, die ich bei Flakes so sehr mag.
Beim Rauchen ohne Filter ist der Wandel im Laufe der Füllung deutlicher spürbar. Allerdings kann der Tabak aber auch empfindliche Zungen reizen (wie das Virginia des öfteren tut). Der Filter wirkt wie ein Weichmacher - die Spitzen werden flacher - aber am Ende verliert er etwas an der Süffigkeit, die er ohne Filter bietet. Beim filterlosen Rauchen sollte man an der Pfeife eher nippen denn ziehen - das tut dem Geschmack und der Zunge gut. Zum Nebenherrauchen ist er deshalb eher ungeeignet. Allerdings: mit Filter geraucht gibt es keine Probleme.

Interessant finde ich, das die Raumnote selbst mir eher unangenehm ist. Es riecht sehr rauchig und von der erschmeckbaren und dominaten Süße ist im Geruch des Rauches nichts mehr wahrnehmbar sobald der Rauch abgekühlt ist.

Fazit:
Es ist Schade, dass es den Tabak in Deutschland nicht gibt. Aber wer immer die Möglichkeit hat, ihn zu ergattern, sollte zuschlagen. Zumal der Tabak einer von denen ist, die eine längere Lagerung gut vertragen sollten.
Für Virginia-Flake-Liebhaber ein Geheimtipp - für Anfänger möglicherweise etwas schwierig in der Handhabung.

(30.08.2004)

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