daft.de

.

Aktuelles

Termine

Pfeifen

Tabak

Schnupftabak

FAQ

Artikel

Bücher

Download

Läden

Linklisten

Zigarren

Hilfe

Mailingliste

Kontakt

Impressum


DTM Little Wren

zurück

DTM Little Wren

(Pfeifentabak)

Markenname:DTM
Hersteller:DTM
Vertrieb:Dan Pipe
Mischung:Virginias, Black Cavendish
Schnittart:ready rubbed, mittellang
Typ:deutlich aromatisiert (Anis, Frucht)
Stärke:leicht-medium
Verpackung:50g Dose, 250g "Sparpack"
Preis:8,25€/50g; 32,85€/250g (2010)

Manfred Arenz

Herstellerprosa: Hellbrauner Virginia mit einer Spur Black Cavendish, zusammen gepresst und gereift, veredelt mit einem neuen attraktiven Flavour, frisch mit süßen und floralen Tönen, unerhört sanft und duftig. Ein wirklich „königliches“ Vergnügen.

Soso... und dann die ersten Eindrücke von Mitrauchern aus dem web: "Pernod mit Klosterfrau" , "Lakritz pur"...usw - so etwas "muß" probiert werden...

Nun zur subjektiven Realität: Die Dose aufgemacht - WUMM ! Eine Aromaschwade Richtung Anis läßt einen sofort wieder an die ersten Erfahrungen mit Pernod erinnern (vor Allem beim Wassertrinken am morgen danach ;-) ) Sehr intensiv aromatisiert - da zweifele sogar ich, ob "man das Rauchen kann".

Man kann - die ersten Züge sind wie der Dosenduft deutlich heftig aromatisiert, jedoch (und gottseidank - eine ganze Füllung wäre das schwer auszuhalten) legt sich das übermäßige Flavour nach ca. 5 min immer mehr, nach 1/4 der Füllung ist es nur noch dezent präsent. Ab da kommen leichte süße , fruchtige Noten wie Orange/Zitrone durch - diese aber ebenfalls hintergründig zu einer leichten und nicht pappigen BC/VA - Basis - nett, aber austauschbar.

Der Abbrand des kleinen Zaunkönigs ist problemlos und gutmütig, bei wenig Kondensat und ohne Beissen oder Bitterkeit. Das Stopfen geht ebenfalls problemlos in Pfeifen aller Größen.

Fazit:
Tja... das Aroma aus der Dose und die ersten Züge sind natürlich spektakulär, wären aber andererseits die ganze Füllung über "kaum auszuhalten" und würden selbst Ennerdale - Fans viel abverlangen. Wäre die ganze Komposition dezenter und gleichmäßiger über die Füllung verteilt - der Little Wren wäre ein "Knaller". So ist es eine interessante Abwechslung in der Aromaten-Landschaft, die nur ausgesprochene Anis/Lakritze/Pernod - Fans auf Dauer halten wird. Bemerkenswert sind das problemlose Stopfen und Abbrennen bei kaum Kondensat.

(22.12.2010)


Hans Wiedemann

Kurzbewertung:2 (gut)
Zungenfreundlichkeit:zungenfreundlich trotz der heftigen Aromatisierung
Abbrandeigenschaften:problemlos
Kondensatbildung:gering (oFi)
Aromabeständigkeit:bis zum Schluss
Stopfbarkeit:Lässt sich sehr einfach stopfen
Feuchtigkeit:sehr gut
Anzünden:einfach

Vergleichstabake: Mir fällt noch am ehesten der SG Cannon Plug ein. Zumindest die Heftigkeit der Aromatisierung ist ähnlich

Beschreibung des Tabakbildes:
Dunkelbrauner Virginia ready rubbed. Rauchfertig, da sehr stark aufgerubbed.

Das Stopfen:
Absolut problemlos.

Das Anzünden:
Bis der Little Wren richtig brennt muß ich ihn schon 3 mal anzünden.

Raucheigenschaften:
Der Little Wren brennt absolut gutmütig und problemlos bis zum Schluß ab. Wenig Kondensatbildung.

Raumnote:
Süss-würzig, umweltverträglich - trotz der heftigen Aromatisierung

Gesamtbewertung:
Als ich die Dose öffnete stieg mir sofort der eigenwillige, unheimlich kräftige Duft der Aromatisierung in die Nase.
Unweigerlich kommt man ins Grübeln nach was denn der Little Wren riecht. Imo ist es eine Mischung zwischen Anis/Lakritz, gepaart mit zitrus und blumigen Geruchsnoten.Egal was es nun wirklich ist, diese Aromatisierung ist abseits des alltäglichen. Mich machte dieses Flavour auf alle Fälle neugierig.
Schon nach den ersten Zügen war klar, hier wurde geklotzt und nicht gekleckert. Die Geruchsintensität war im Vergleich zu der Geschmacksintensität nur ein laues Lüftchen und außer einem ebenso merkürdigen wie heftigen Flavour war nichts zu erschmecken. Dies änderte sich im Rauchverlauf kaum, erst im letzten Drittel der Pfeifenfüllung kam etwas wie Tabakgeschmack hinzu. Ob ich den Geschmack mag konnte ich nach dem ersten Rauchopfer noch nicht sagen. Das ich das Flavour als zu heftig empfand stand allerdings fest.
Als hartgesottener Fan englischer Aromaten kam gleich am nächsten Tag der Little Wren wieder zum Einsatz. Der Geschmack hat sich zwar nicht geändert, aber die Intensität war doch deutlich geringer als am Vortag. Mit jedem Zug an der Pfeife gefiel mir der Little Wren besser. Zwischenzeitlich habe ich den Little Wren täglich in meiner Pipe und finde immer wieder gefallen an dem Aroma. Nach was er schmeckt - keine Ahnung. Für wen dieser Tabak kreiert wurde vermag ich auch nicht zu sagen. Eines steht aber fest. DTM hat mit dem Little Wren ein Nischenprodukt entwickelt und löst damit das ein was die Jahre zuvor nur versprochen wurde.
Der Little Wren ist mit Sicherheit ein love or hate Tabak, denn für die breite Masse ist der Geschmack dann doch zu speziell und zu heftig. Wer aber dem SG Cannon Plug oder dem G&H Ennerdale Flake in irgendeiner Form etwas abgewinnen kann, sollte dem kleinen Zaunkönig einmal eine Chance geben.
Für mich eindeutig Daumen hoch. Nicht immer, aber ab und an werde ich dem Little Wren einen Platz in der Tabakbar einräumen.
Für die Macher zwei Daumen nach oben, einfach für den Mut zum Ungewöhnlichen und für die tadellose Machart.

Geraucht habe ich den Little Wren wie immer ohne Filter und kann ihn deshalb auch nur so empfehlen. Zwischenzeitliche Rauchpausen nimmt der Little Wren nicht übel. Einfach anzünden und weiter gehts.

(05.11.2010)

Aktuelle Änderungen (alle) | Edit SideBar Letzte Änderung dieser Seite: 28.03.2011 01:16 Uhr bearbeiten | drucken | Versionen