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Danish Black Vanilla

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Planta Danish Black Vanilla

(Pfeifentabak)

Markenname:Planta
Hersteller:Planta
Mischung:vermutlich hauptsächlich Black Cavendish
Typ:aromatisiert
Stärke:leicht
Verpackung:50g, 100g, 125g Nachfüllbeutel, 200g Bonbonglas
Preis:10,75 / 20,50 / 24,00 / 4

Detlev Büscher

Im Laufe der letzten Jahre rauchte ich von diesem Tabak insgesamt 200g und zwar in Form von 4 Dosen zu 50g in größeren Zeitabständen. Ich erinnere mich noch, dass ich mich bei der ersten Dose kaum entscheiden konnte, wie ich den Tabak bewerten sollte. Mal war ich durchaus angetan, ein anderes Mal fast entsetzt. Nach geraumer Zeit wollte ich es noch mal versuchen und kaufte zwei weitere Dosen, die ich beide ganz gut fand. Die vierte, die ich erst vor ein paar Wochen leerte, erinnerte mich an die erste.
Das Tabakbild in der Dose ist sehr dunkel, fast schwarz mit wenigen dunkelbraunen Streifen. Relativ schmal und teilweise auch kurz geschnitten. Der Geruch aus der geöffneten Dose ist auch noch in einiger Entfernung wahrzunehmen.
Das Handling ist durchaus zufriedenstellend. Der Tabak lässt sich leicht stopfen und anzünden und brennt auch ganz gut, wobei sich die Kondensatbildung für einen Tabak dieser Art im Rahmen hält.
Bereits kurz nach dem Anzünden entfaltet der Tabak ein eher "dunkles" angenehmes Vanillearoma. Zum Vergleich: den Geruch von Vanillezucker oder den Geschmack von Vanillegebäck würde ich als "hell" bezeichnen. Bei meiner letzten Dose blieb das Aroma aber leider nur das erste Drittel der Füllung lang erhalten. Bei kleineren Pfeifen auch mal bis zur Halbzeit. Danach schmeckte es trotz sorgsamsten Rauchens nur noch wie feucht gewordene, brennende Wellpappe. In diesem Zusammenhang fiel mir auch auf, dass der Tabak sehr empfindlich auf leichte Temperaturerhöhungen reagiert. Zieht man auch nur 2-3 mal zu schnell oder muss man zwischendurch mal Nachzünden, merkt man wie der Geschmack sofort "kippt", obwohl die Pfeife gerade mal lauwarm ist. Diesen Effekt gibt es zwar auch bei manchen anderen Tabaken, jedoch lässt sich bei diesen der Geschmack leicht wieder in den Griff bekommen.

Fazit:
Würde der Tabak dauerhaft und verlässlich so schmecken wie im ersten Drittel der Füllung, würde ich mir durchaus noch mal eine Dose zulegen. Doch aufgrund der letzten Erfahrungen ist mir das Risiko zu groß, zumal ich mittlerweile Tabake kenne, die mir viel mehr Spaß machen.


Thomas Weller

Als ersten Tabak in der Richtung "Vanille" habe ich diesen Tabak mehrfach gekostet und mir (m)eine Meinung gebildet:
Der PPP ist nicht nur ein (außer)gewöhlicher Tabak, sondern auch ein recht (un)praktisches Accesoir: Der Deckel hat eine auf den ersten Blick praktische Vertiefung, in der man seine Pfeife ablegen kann - dies schlug bisher aber bei meiner treuen Reisepfeife VAUEN "Slim" fehl... Die weitere Ausstattung ist weiterhin ungewöhnlich. Anstatt eines Papier-Inlay finden wir einen Plastikbeutel, welcher seinen Sinn gleich hach dem ersten Öffnen verwirkt hat.
Das Bukett kommt mit reichlich TamTam daher - mit Pauken und Trompeten heißt dieser Tabak den Genießer willkommen - vor Augen den Triumphzug aus Verdi's "Aida".
Ohne Probleme gestopft und gezündet, driften hier Wahr- und Wirklichkeit fast unvereinbar auseinander...
Im richtigen Leben läuft dieser Triumphzug wie folgt ab: Alle dem Hause zur Verfügung stehenden Chöre werden sehr aufwendig mit mehreren Kostümen und anderen Kleinoden aus dem Fundus ausgestattet. Um das Volumen und die damit verbundene Wirkung auf den Zuschauen zu verstärken, behilft man sich eines Tricks: Auftritt von links, Abschreiten der Bühne, auf der anderen Seite wieder raus, hinten um die Bühne rum - neuer Hut, anderer Umhang, Banner etc. - und wieder auf die Bühne rauf... So kann das Vergnügen selbst bei längsten Defilierungen endlos laufen - begrenzt lediglich auf den Einfallsreichtum des Regisseurs und der Ausdauer des Teams.
Die "Planta Pipe Point Danish Black Vanilla Mixture" hat sicherlich einen sehr ambitionierten Regisseur gehabt, die Ausdauer zeigt in eine andere Richtung... An manchen Tagen ist nach dem Anzünden oft die Vorstellung vorbei, der letzte Gast gegangen während die Putzkolonne die letzten Erinnerungen an diesen Abend beseitigt. Es braucht die ganze Aufmerksamkeit des Rauchers diesen dann sehr intensiven Rauch zu genießen, durch Mund und Nase. Dieses Sternchen hält aber nicht jedes Versprechen, aber ein guter Tabak für Draußen: An der frischen Luft kann's ruhig ein wenig "dröhnen".

(08.04.2000)


Martin Bleisteiner

Der Duft aus der Dose ist angenehm, sehr süß, stark nach Vanille und leicht nach etwas anderem. Die Feuchtigkeit stimmt, er lässt sich gut stopfen (Vorsicht, nicht zu fest) und relativ leicht anzünden. Wen wundert es, dass er süßlich nach Vanille schmeckt? Das Brandverhalten ist gut, solange man ihn sehr locker in die Pfeife füllt und nur so stark nachstopft, wie unbedingt nötig ist. Sonst wird der Zugwiderstand schnell zu hoch, und die Pfeife wird nass. Mit dem Geschmack ist es dann auch vorbei. Wenn man dies beachtet, erhält man einen angenehmen Rauch mit Vanille-Note, der sehr mild auf der Zunge ist. Am Schluss lässt das Aroma etwas nach, aber der Tabak selber scheint nicht schlecht zu sein. Das, was man vom Tabak-Aroma mitbekommt, ist gut, aber es kommt gegen die Vanille nicht an.
Die Raumnote ist sehr angenehm, süß, riecht deutlich erkennbar nach Vanille. Nur mit Filter zu rauchen.
Danish Black Vanilla ist ähnlich wie der Stanwell Vanilla, die Unterschiede sind gering. Der Stanwell schmeckt mir besser.

(24.04.2000)


Frank Nicolai

Diesen Tabak habe ich mir (wieder) gekauft, als ich von Sentimentalität gepackt wurde. Denn immerhin waren die kleinen Dosen mit der Pfeifenablage im Deckel meine ersten Begleiter, als ich das Pfeifenrauchen neu für mich entdeckt habe. Ich habe den Tabak damals in den 250-Gramm-Nachfüllbeuteln gekauft, denn er war für mich das Maß aller Dinge und ich werde gut und gern 5 Kilogramm des Tabaks in Asche, Rauch und Sinnesfreuden verwandelt haben. Zeitchen vergeht und Geschmack ändert sich. Der DBV war zwar nicht vergessen, fand aber nie mehr den Weg in meine Tabakbar. Nun war ich also sehr gespannt auf die Begegnung mit dem Tabak nach 3 Jahren.
Beim Öffnen der Dose schlug mir ein Geruch entgegen, der mich zwar marginal auch an Vanille erinnerte - aber vor allem fällt mir ein etwas muffiger Geruch auf; ein Geruch, der an feuchte Keller, Spinnenweben und Retsina denken lässt. Allerdings kann man sich an den Geruch gewöhnen. Ich zweifel sehr, ob der Tabak vor drei Jahren genauso roch. Auch das Tabakbild hat sich gegenüber meiner Erinnerung verändert. Während ich einen tiefschwarzen, ziemlich feucht-klebrigen Tabak erwartet habe fand ich in der Dose eine Mixture aus schwarzen Tabakanteilen die mit fast genauso vielen dunkelbraunen Fasern durchmischt waren. Der Tabak ist nicht zu feucht und klebt auch nicht an den Fingern. Das Stopfen und Anzünden ist kinderleicht. Meist genügt ein Streichholz. Ein Nachstopfen ist während des gesamten Rauchens kaum mal vonnöten. Was mich wirklich erstaunt hat war, dass sich der DBV relativ trocken, kühl und kondensatarm rauchen lässt. Ich denke, dass das aber damit zusammenhängt, dass mein heutiges Rauchverhalten ein ganz anderes ist als noch vor Jahren. Damals habe ich an der Pfeife wie an einer Zigarette (und also viel zu stark) gezogen. So blubberten bei mir häufig mal die Pfeifen. Aber das hielt ich damals für normal.
Die Asche ist homogen und recht fein, durchsetzt mit wenigen dunklen Tabakresten. Der Tabak raucht sich recht schnell herunter; eine Pfeife mit normaler Bohrung ist in etwas über einer halben Stunde bis zum Boden kühl durchgeraucht.
Der Geschmack... ich hab mir diesen Absatz bis zum Ende aufgehoben weil ich eigentlich noch immer nicht weiß, wie ich ihn beschrieben soll. Dritte kommen gern in ein Zimmer, in dem der DBV geraucht wird - der Geruch entspricht dem, was viele mit Pfeifenrauchen gleichsetzen: warmer, weicher Vanille-Geruch. Dem Raucher hingegen wird neben der (von mir als sehr künstlich wahrgenommene) Vanille-Aromatisierung dieses im Geruch bereits feststellbare undefinierbar Muffige verspüren. Dieses "Nebenaroma" übertrifft bei manchen Füllungen die Hauptaromatisierung. Der Tabak (oder ich? - wahrscheinlich eher ich) reagiert sehr empfindlich. Einige Füllungen habe ich mit wahrem Behagen geschmaucht - andere brachten mich fast zum Würgen und zur Noträumung. Ich kann keinen Zusammenhang mit den benutzten Pfeifen erkennen.

Fazit:
Zusammengefasst kann ich sagen, dass mich der Tabak weder übermäßig verschreckt hat noch begeistern konnte. Ich wusste ja, worauf ich mich einlasse. Und wer wie ich nur wenige stärker aromatisierte Tabake raucht mag vielleicht nicht gerad als Richter über einen solchen Tabak geeignet sein. Für mich war der Kauf und das Rauchen des Danish Black Vanilla eher ein Test für meine Erinnerungen an Tabak und ein Abstecher in die Vergangenheit. Ich weiß, dass der DBV von vielen als Einsteiger-Tabak geraucht wird; ich weiß auch, dass es Raucher gibt, die dem Tabak jahrelang die Treue halten (es ist nicht umsonst einer der meistverkauften Tabake in Deutschland) - aber wenn mich nicht irgendwann noch einmal das Sentiment packt: ich werd ihn wohl nicht noch einmal kaufen. Der Geschmack ist mir zu künstlich und zu unstet, Tabakgeschmack kann ich nicht erkennen und wenn ich mal naschen will gibt es Tabake, die mir mehr zusagen.

(24.04.2001)


Ingo Gebert

Ich gebe es ja zu, ab und zu überkommt es mich, und ich habe dann Appetit auf etwas Süßes. Als ich einmal in einem Tabakladen war, überkam es mich wieder und ich fragte nach einem Tabak mit Vanillegeschmack, der ruhig etwa kräftiger sein könnte. Daraufhin wurde mir der o.g. Tabak verkauft.
Zu diesem Tabak gibt es ja weit gestreute Meinungen, und da ich diesen Tabak nicht kannte, wollte ich mir einen eigenen Eindruck verschaffen und habe zugegriffen. Nach den Öffnen der Dose (praktisch: im Deckel eine Vertiefung, welche zur Pfeifenablage verwendet werden kann) bietet der Tabak einen schwarzen Anblick. Er hat einen hohen Anteil an Black Cavendish, der zu diesem äußeren Erscheinungsbild beiträgt. Irgendwie muss der Tabak ja auch an seinen Namen kommen.
Der Tabak hat gute Brandeigenschaften, einmal ohne Schwierigkeiten angezündet, brannte er ohne Allüren bis zum Ende. Der Tabak schmeckt nach Vanille, welche den typischen Tabakgeschmack stark überdeckt. Die Vanille ist IMO nicht natürlichen Ursprungs, aber gegen Ende lässt ihr Geschmack nach, und man kann etwas Tabak schmecken. Wie gesagt, gelegentlich, z.B. zum Kaffee oder Tee kann man einen solchen Tabak rauchen. Aber ansonsten bietet der Tabak keine allzu großen Höhepunkte und Abwechslung im Geschmack.

Fazit: Daumen waagrecht. Der Tabak gibt das, was er verspricht, nämlich einfachen Vanillegeschmack, nicht mehr und nicht weniger. Wenn ich noch einmal einen Tabak dieser Geschmacksrichtung probieren möchte, werde ich auf eine andere Marke zurückgreifen....

(13.07.2001)


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