daft.de

.

Aktuelles

Termine

Pfeifen

Tabak

Schnupftabak

FAQ

Artikel

Bücher

Download

Läden

Linklisten

Zigarren

Hilfe

Mailingliste

Kontakt

Impressum


Danish Import Mixture

zurück

Kohlhaase und Kopp Danish Import Mixture

(Pfeifentabak)

Markenname:Kohlhaase und Kopp
Hersteller:Kohlhaase & Kopp
Mischung:Hauptsächlich dunkelbrauner Virginia; Black Cavendish; wohl auch Burley
Schnittbreite:Mittelfein
Typ:aromatisiert
Stärke:medium
Verpackung:500 g Ziplock-Beutel
Preis:51,00 DM

Georg Pohl

Danish Import Mixture (Nummer liegt nicht vor) aus dem Hause K&K (Steuernummer 92130). Es handelt sich um einen 500g Zipplock-Beutel für DM 51,00, also extrem preiswert. Diesen Tabak habe ich vor einigen Monaten bei meinem Händler entdeckt, ausprobiert und bin dabei geblieben.


Dieser Tabak wurde an 3 Mitglieder von daft geschickt, die nicht wussten, um welchen Tabak es sich handelt. Die Ergebnisse des "Blind Test":


Gert Müller

Eine Mischung aus streifig geschnittenen Tabaken mit Anteilen von Ready Rubbed und Curlies, braune Tabake, wahrscheinlich Burley oder (und) Maryland, hellerem Virginia und etwas Black Cavendish, u.U. auch ein Hauch Latakia. Der Geruch ist mir nicht unbedingt neu oder fremd, sondern wirkt ganz subjektiv nostalgisch auf mich. Alte Erinnerungen werden wach, ohne dass ich sagen könnte, warum. Irgendwie denke ich an Schnupftabak, Brausepulver , Fichtennadeln :o), (er prickelt etwas in der Nase wenn man zu heftig hineinriecht), mit etwas Schokolade im Hintergrund ( evtl. vom Burley). Er ist weich-wollig und lässt sich leicht stopfen. Anzünden ist einfach. Er brennt sofort problemlos an, wobei das bereits erwähnte Aroma intensiv zu schmecken ist, Fichtennadel und Brausepulver vielleicht auch ein winziger Hauch Vanille.., nicht unangenehm, (jetzt fällts mir ein, Prä-Planta-Wellauers-Tabake, made in Switzerland, hatten früher in den 60iger Jahren IMO ein ähnliches Aroma). Jetzt denke ich an die kleinen Kegel, die man auf dem Weihnachtsmarkt für die Räuchermännchen aus dem Erzgebirge kaufen kann (nur so als Assoziation gemeint). oFi geraucht ist der Tabak doch relativ leicht, ohne Biss und die Zunge ist dankbar. Der Abbrand ist sehr gut, fast ohne nachfeuern brennt er bis zum Schluss, wobei sich das Aroma langsam verliert ohne ganz zu verschwinden, aber es ist keine Bitternis vom Tabak zu spüren (was bei Burley-lastigen Tabaken nicht immer der Fall ist). Die Kondensatbildung ist gering wenn man ihn langsam raucht. Bei schnellem Rauchen jedoch wird er etwas heiß, lässt sich aber nach kurzem Abkühlen wieder in den Griff bekommen, ohne dass er den Geschmack verliert. Der Tabak verglimmt zu hellgrauer Asche die sich leicht ausschütten lässt und eine trockene Pfeife hinterlässt.

Fazit:
IMO kein übler Tabak, vielleicht nicht unbedingt ein "All Day Smoke", aber einer, zu dem man doch hin und wieder gerne greifen könnte.. Mir persönlich gefällt er nicht schlecht (obwohl ich kein ausgesprochener Kontinental-Aromatic-Fan bin, aber vielleicht auch gerade deswegen). Auf jeden Fall wäre ich nicht abgeneigt, mir ab und zu eine "Portion" zu kaufen :o)), wenn ich weiß worum es sich handelt. Ich würde vielleicht auf eine dänische Mischung von Aylesbury tippen oder irgendeine Hausmarke.

P.S. Meine Frau Ingrid ist von der Raumnote sehr angetan (was nicht oft vorkommt :o)). Hmmm Vanille... :o))

(26.10.2000)


Roman Hebert

Vom äußeren Erscheinungsbild sieht die Probe ganz durchschnittlich aus: wie bei wohl den meisten Mixtures dominiert das Braun des Virginias, das Schwarz des Black Cavendish bildet vereinzelte dunkle Kontrasttupfer.
Der Geruch lässt keinen Zweifel aufkommen: eine deftig aromatisierte Mixture, also Vorsicht bei der Pfeifenwahl geboten! ;-)
Stopfen, Entzünden und Rauchen (mit Filter) geht gut von der Hand wobei ich einschränkend gestehen muss, dass ich es nie bis ganz zum Ende durchgehalten habe; denn das Aroma! Puuh! Ich habe gerätselt, wie ich es beschreiben soll, aber dann kam mir das Schicksal in Form einer Fete in der Nachbarwohnung zu Hilfe: als ich nach Hause kam und im Treppenhaus dieser Geruch stand, der bei Festen _am Anfang_ dominiert, erkannte ich diesen Tabak wieder: vieles gemixtes Frauenparfum, dazu ein Hauch After Shave, dezent unterstrichen von Alkoholgeruch und Zigarettenrauch. Wenn man also das alles gut durchquirlt, weiß man in etwa, wie der vorliegende Tabak schmeckt!
Positiv möchte ich allerdings vermerken, dass, obgleich mir die Aromatisierung in keinster Weise zusagt, sie doch nicht "plump" zu nennen ist, besonders weil sie wirklich eine gewisse Schwere aufweist, einen leicht dunklen Ton, der die Mixture doch deutlich abhebt von den zahllosen "light-Mischungen". Aber der ganz dominante Frauenparfum-Ton ist für mich schon fast widerlich, so künstlich, so fern von allem, was ich mit Tabak und Pfeife verbinde...
Wenn ich nun noch, gemäß den Spielregeln, einen Tipp bzgl. des Herstellers abgeben soll, so sehe ich mich nicht dazu imstande, einen positiven abzugeben, weil ich etwas in dieser Richtung noch nicht in die Pfeife bekommen habe... aber ich glaube, folgende Hersteller ausschließen zu können: Dunhill, Mac Baren, John Aylesbury. Vielleicht, angesichts des Aromas, ´was Amerikanisches? Oder einfach eine Hausmixture?

Fazit:
Aromakeule mit immerhin viel Schwere für diejenigen, die, wenn ihre weibliche Gefährtin abwesend ist, sich eine einschlägige Reminiszenz gönnen wollen. Wobei ich zu bedenken geben würde, dass, sollte dies mit diesem Tabak dann auch tatsächlich hinhauen, erwogen werden sollte, ob man der Liebsten nicht doch vielleicht zum baldmöglichsten Anlass ein gutes Parfum schenken könnte.

(26.11.2000)

---

Frank Nicolai

Der edle Spender hat sich nicht lumpen lassen; das, was mir da als Probe ins Haus flatterte, genügte für 6 Füllungen.
Beim Öffnen der Silberfolie, in der der Tabak (gut konditioniert) bei mir ankam, schlug mir ein Geruch entgegen, den ich kannte. Er war mir das letzte mal beim Blue Train begegnet und auch Sundays Fantasy hat diesen Geruch. Deshalb denke ich, dass auch die Probe 4 ein Tabak aus dem Hause Pöschl ist. Neben diesem künstlichen Geruch deutete sich allerdings noch etwas undefinierbar Süßes an, das mich allerdings später beim Rauchen merkwürdigerweise an nassen, verrottenden Stoff erinnert. Im Geruch ist etwas Dumpfes enthalten. Nur nach Tabak riecht es nicht. Das Tabakbild ist wirklich schön anzusehen. Schnittarten von Feinschnitt über gerissene Blätter bis hin zu Curlies (in meiner Probe war ein Curly enthalten), in den verschiedenen Tonarten des Brauns spielend. Ich gehe davon aus, dass es sich um VA, Burley und BC handelt.
Mir schwante, des Geruchs wegen, Schlimmes und ich testete den Tabak erst einmal in einer Meerschaumpfeife mit Filter. Das Stopfen und Entzünden geht problemlos von sich. Der Tabak glimmt friedlich und ohne Probleme leis vor sich hin. Man braucht nur sehr wenig nachzustopfen und... und er brennt fast kondensatfrei ab! Selbst bei den weiteren Tests, die dann immer ohne Filter gemacht wurden, war es nicht notwendig, den Reiniger zu bemühen. Das halte ich für sehr erfreulich bei einem aromatisierten Tabak. Das Abbrandverhalten insgesamt ist sehr positiv: die Pfeife wird kaum warm und der Rauchstrom kitzelt nicht mal die Zunge; selbst beim Rauchen ohne Filter.
Soweit recht Positives. Nun aber der Geschmack... Im Großen und Ganzen spiegelt sich hier das wider, was der Geruch verspricht - leicht abgemildert und nicht gleichmäßig. Das soll heißen: Manchmal schmeckt der Tabak nur süßlich, dann wieder kommt die oben beschriebene Muffigkeit mehr durch; plötzlich, einen halben Zug lang schmeckt es nur nach dem künstlichen Pöschl-Aroma. Es scheint, dass der Tabak nicht ordentlich geblendet und gelagert wurde, so dass sich die Aromen der einzelnen Tabake nicht genügend miteinander vermischen konnten. Immerhin lässt dieses Wechselbad des Geschmacks kaum nach bis zum Ende der Füllung.

Fazit:
Der Tabak ist rauchbar, das in jedem Falle. Befragte hielten die Raumnote auch für angenehm. Durch seine gutmütigen Raucheigenschaften wäre er auch anfängertauglich. Wenn, ja wenn man den Geschmack dauerhaft erträgt. Mir schmeckt er definitiv zu billig, zu künstlich und vor allem: nicht nach Tabak.

(02.11.2000)

Aktuelle Änderungen (alle) | Edit SideBar Letzte Änderung dieser Seite: 02.01.2011 15:19 Uhr bearbeiten | drucken | Versionen