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Tabak Huber Danish Pistachio
(Pfeifentabak)
| Hersteller: | Kohlhaase & Kopp |
| Mischung: | Virginia, Burley(?), Black Cavendish |
| Schnittbreite: | 3 - 5mm (Wildcut) |
| Typ: | stark aromatisiert |
| Stärke: | leicht |
| Preis: | 24,50 DM |
Rolf Öttking
Der Pfeifentabak ist laut Info von M. Arenz identisch mit Poul Olsen Pistachio, was ich aber weder bestätigen noch dementieren kann.
Als Information des Vertreibers (Huber) liest man: "Old Belt Virginia, reifer Burley und doppelt fermentierter Black Cavendish, verbunden mit einem intensiven Pistazienaroma, heben diese Mischung auf eine neue geschmackliche Stufe. Von den ersten Zügen an spürt man die harmonische Übereinstimmung von Tabak und Aroma." Intensiv stimmt: der Tabak gehört zu den Hocharomaten, die fast durch die geschlossene Dose duften, in diesem Fall nach einer aus Pistazien gemachten Marzipan- ähnlichen Süßspeise (sehr Süß-). Das Tabakbild besteht im Wesentlichen aus dem schwarzen Black Cavendish, mittelbraunem, geschnittenem (Virginia und Burley) und blondem, gerissenem Blattgut (wohl Virginia), nach Handgewicht und Augenmaß zu je einem Drittel.
Beim Entzünden entfaltet sich sofort ein intensives Aroma, das dem Poucharoma entspricht: wenig Tabakgeschmack, aber viieeel von der Zugabe. Entsprechend ist auch die Raumnote. Hier muss angemerkt werden, dass mir generell nussige, karamellige Aromen am Tabak lieber sind als Fruchtaromen, die IMO mit ihrer Säure sehr künstlich und aufgesetzt wirken, während die Erstgenannten besser mit dem Tabakgeschmack, so denn welcher da ist, harmonieren.
Damit sind wir beim Thema: der Tabak ist vom Geschmack her von dem Aroma bestimmt und besitzt nur sehr wenig tabakeigenen Geschmack. Andererseits ist die bei vielen Hocharomaten zu beklagende Bitterkeit im letzten Drittel hier nicht spürbar, wenn man einigermaßen langsam raucht. Die Mischung ist intensiv genug, um ein Ringen nach Geschmack und damit verbundenes Heißrauchen zu vermeiden, geschieht es doch einmal, kommt allerdings auch keine Bitterkeit auf. Der Tabak ist also in dieser Hinsicht recht ordentlich verarbeitet.
Manchmal verbackt der Zucker in der obersten (glimmenden) Schicht allerdings zu Karamell, was die Abbrandeigenschaften, die ansonsten recht gut sind, etwas schmälert. Ich helfe mir in solchen Fällen, indem ich diese Karamellschicht mit dem Dorn des Pfeifenbestecks vorsichtig an zwei bis drei Stellen durchstoße, um die Sauerstoffzufuhr zu gewährleisten. Geht der Tabak einmal aus, so ist keine große Gefahr mit dem Wiederanzünden verbunden, bei mehrfachem Neuentzünden kommt im letzten Fünftel allerdings doch eine gerade spürbare bittere Note hervor.Ansonsten ist der Tabak ein harmloser und gutmütiger Vertreter seiner Zunft, der mit ein wenig Aufmerksamkeit ohne Probleme bis zum Ende hin nahezu trocken abrauchbar ist und dabei einen konstanten Geschmack bewahrt.
Geraucht: 100g in unterschiedlichen Pfeifen mit Stanwell- AKF
Fazit:
Ein leichter, bequemer Zungenschmeichler für Pfeifenraucher mit einem Faible für Hocharomaten. Das Aroma ist vorherrschend, wer also Tabakgeschmack sucht, ist eher schlecht bedient. Zur bevorstehenden Weihnachtszeit mit Äpfel, Nüss' und Mandelkern allerdings als Nascherei zu rauchen. Irgendwann kaufe ich mir wohl noch mal eine Dose, muss aber nicht gleich sein.
(08.11.2001)