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Danish Truffles

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Stanwell Danish Truffles

(Pfeifentabak)

Markenname:Stanwell
Hersteller:Stanwell
Mischung:Cube Cut, 2mm*4mm*5mm
Typ:stark aromatisiert
Flavour:Mandarinen, Brandy Likör
Stärke:leicht-medium
Verpackung:50g/ 100g/ 200g cremefarbene 8-eckige Dose
Preis:5,65/ 50 g, EUR 11,25/ 10

Rolf Öttking

Bei diesem Tabak habe ich lange gebraucht, bis es zum Review gekommen ist. Das liegt einmal daran, dass zwischen den Füllungen eine ganze Zeit verstrichen ist, zum anderen bin ich unter dessen auf den Geschmack der Plugs gekommen, zu denen ein paar Parallelitäten existieren.
Aber von Anfang an: Auf der Dose steht zu lesen: "Erlesenes Blattgut... Mandarinen und Benediktiner- Brandy... zu Kuchen gepresst... zu Trüffeln geschnitten... Jede Trüffel erhält das volle Aroma". Letzteren Satz kann ich nur unterstreichen. Öffnet man eine neue Packung, so wird man von der Aromatisierung fast umgehauen. Der Tabak ist länger auf dem Markt als der (vermutlich aus dem gleichen Hause stammende) Indigo und war bei unserer ersten Begegnung der am stärksten aromatisierte Tabak. Die Dose schließt allerdings alles andere als dicht, man hat sich auch keine Mühe gegeben, die Feuchtigkeit irgendwie zurückzuhalten. Der Tabak liegt in der Dose in einem goldfarbenen Metallfolienbeutel vor. Auch dieser ist nicht dicht wiederverschließbar. Ich behalf mich anfangs damit, diesen Beutel zusammengeknautscht auf die Öffnung zu legen, um wenigstens die Illusion der Dichtigkeit zu erwecken. Nutzt aber nichts, der Tabak wird recht schnell äußerlich trocken. Die Würfelchen halten innen allerdings ein wenig Feuchtigkeit zurück, aber dazu später.
Angeblich wird der Tabak in dem ungewöhnlichen Cube Cut geschnitten, um das Füllen zu erleichtern. mag sein, das Anzünden ist jedenfalls, vor allem bei vollständig feuchtem Tabak, ein ziemlicher Akt und erfordert fast genau so viele Streichhölzer wie das Entzünden eines Braunkohle- Briketts. Durch die grobe Würfelung lässt sich der Tabak auch nicht normal verdichten, so dass nur eins hilft: die oberste Lage Würfel aufzurubbeln. Einige der Partikel fallen dann auch zwischen die unteren Würfel. Beim Entzünden entfaltet sich der Tabak dann in normaler Weise und erfordert dann wenig Aufmerksamkeit beim Rauchen. Wenig nachstopfen und regelmäßige Zugfrequenz geben einen weder zu heißen noch sehr kühlen, dafür aber dichten Rauch. Der Geschmack hält, was die Packung verspricht: wenig Tabak, recht viel Aroma (mit nicht zuviel Frucht, wobei Mandarinen ja eh wenig Säure, dafür aber Süße haben). Es kommt hierbei jedoch darauf an, wie lange die Packung offen ist. Tabak aus einer frisch geöffneten Packung schmeckt nur, dafür intensiv, nach dem Aroma, bei länger geöffneten Packungen ist dagegen ein Großteil des künstlichen Aromas verflogen und hat für ein wenig Tabakgeschmack Platz gemacht. Man kann zwar nicht sagen, dass der Geschmack dann überwältigt, aber er ist unaufdringlich und von der Art her durchaus mit dem Cannon Plug zu vergleichen, wenn auch letzterer zu den geschmacklichen Schwergewichten und die Trüffelchen zu den Leichtgewichten gehören (also Matchbox mit guter Detailtreue contra richtiges Auto). Durch den Würfelschnitt bleibt beim gelagerten Tabak genug Restfeuchte erhalten, außerdem lagere ich den Tabak nach einiger Zeit im Ziploc, um ein weiteres Entweichen von Feuchtigkeit zu verhindern. Die Raumnote gefällt allerdings sehr. Sie hat etwas von Nachtisch und Cremespeise. Zum Ende der Füllung wird ein Wiederentzünden allerdings wegen des Grobschnittes schwierig, will man kein Loch in die Pfeife brennen. Die Füllung sollte am Besten ohne Unterbrechung aufgeraucht werden, der Tabak belastet nicht zu sehr dazu. Ist das geschehen, so erinnert nur mittelgraue Asche und das eine oder andere verkohlte Würfelchen an die Füllung. Der Abgang ist mittelmäßig nachhaltig.

Fazit:
Spaßeshalber kann man die Danish Truffles als "Mini- Plug" betrachten, wenn das Aroma des Tabaks einmal auf erträgliches Maß gebracht ist. Sowohl von der Schnittart her, als auch vom Tabakgeschmack hält der Vergleich, denke ich. Eine Füllung aus der frischen Packung gehört in die Reihe der hocharomatischen Tabake, wobei der Tabak als Vorläufer von Indigo noch nicht ganz so brutal gesüßt daherkommt. Danish Truffles haben sicherlich ihre Fangemeinde, zu der ich mich allerdings nicht so recht dazurechnen mag, dazu müsste mehr Tabakgeschmack dabei sein. Als kalorienfreier Nachtisch geht's, mehr aber auch nicht. (Äußerst) Bedingt empfehlenswert (Daumen waagerecht mit Tendenz nach unten)

(12.04.2001)


Klaus Komischke

Diesen Tabak habe ich in meine Bemühungen einen BH-tauglichen Tabak für die Vorweihnachtszeit zu finden probiert. Er sollte süß und eine angenehme Raumnote haben. Nun ja...... ich habe ihn geraucht und bin zu folgendem Schluss gekommen:
Das Aroma aus dem Pouch ist ganz angenehm nach Nüssen und ein wenig Marzipan. Also für den Winter ganz passend. Tabak? nun ja nicht wirklich. Das Aroma ist eben typisch dänisch. Von der Schnittart ist dieser Tabak etwas besonderes. Die Tabake werden wohl leicht gepresst und dann analog zu Joachims Plug-Würfelschnitt-Methode zu 2 x 2 mm kleinen Würfelchen geschnitten. Es sind auch einige größerer BC Brocken drin, die ich aussortiert habe, da der BC wohl auch gepresst wurde und als ziemlich grober ready rubbed enthalten ist.. Die Farbe wird von gut 2/3 schwarzer Rauchpappe ähm BC und 1/3 goldgelbem VA gebildet. Der Tabak hat die richtige Feuchte. Das Stopfen gestaltet sich phänomenal einfach. Die Würfelchen einfach in die Pipe schubsen und nur leicht Andrücken (max. 1/4 bis 1/3 der Pfeifenkopfhöhe). Noch etwas oben drauf und wirklich jetzt nur gaaaanz leicht einebnen.
Anzünden geht oben große Mühen, es dauert nur eben etwas länger bis die Würfelchen glimmen. Jetzt noch mal etwas einebnen und der Tabak glimmt gleichmäßig vor sich hin. Bis dahin haben wir es mit einem vorbildlichen Tabak zu tun. Jetzt geht es aber um den Geschmack. Ob sich da nur wegen meiner angeschlagenen Schleimhäute kein Aroma einstellen will? Ich glaube nicht. Es kommt nur heiße Luft, die ein leichtes Kratzen im Hals hinterlässt. Nicht unangenehm, aber Geschmack, mit viel gutem Willen kann man einen Hauch von Nussaroma erschmecken. Tabak? Fehlanzeige. Leider. Die aromatisierte Rauchpappe scheint mehr auf die Verduftung von Nussaroma ausgelegt zu sein, als auf Geschmack. Ohne Filter genossen offenbart sich ein Hauch mehr von Süße und vom Aroma, ohne dass der Tabak kratzig wird. Er sollte IMHO besser oFi geraucht werden, dann kommt auch von dem Aroma mehr 'rüber.
Fazit:
Ein für mich kontroverser Tabak. Die Handhabung ist vorbildlich gerade für Anfänger. Er sollte auch von Anfängern oFi geraucht werden. Der Anteil an den zweifelsohne hochwertigen Virginias sollt erhöht werden und der BC könnte ein wenig feiner sein.

(26.11.2001)


Peter Meier

Aus Sentimentalität an meine Anfängertage als Pfeifenraucher, hatte ich mir kürzlich diesen erstaunlicherweise schon lange erhältlichen Aromatentabak wieder gekauft.

Zunächst die Stanwell-Vertriebslyrik (nichts raucht besser): "Die Trüffel Mix besteht aus drei individuellen handgeblendeten Mischungen. Golden Nuts - gepresster Golden Virginia aus den berühmtesten Anbaugebieten - exotischer Dark Cavendish einzigartig mild und echter Old Belt Virginia. Jede dieser Mischungen wird individuell mit Nußaroma geflavoured und zwei Monate lang getrennt gelagert."

Im dicht schliessenden Metallfolienbeutel lauert oh Schreck einen eine düstere Mischung aus ca. 90% 2,7 mm breit geschnittenen BC und als Besonderheit 10% Virginia im sinnlosen Würfelschnitt. Ähnliches gab es vor wenigen Jahren auch von MacBaren als schnell wieder eingestellte Sorte "Golden Dice". Frisch aus dem Pouch hat der Tabak lediglich ein leicht fruchtiges Aroma, worin man mit etwas Wohlwollen etwas Nussiges entdecken kann.
Direkt aus dem Beutel ist der Tabak kaum rauchbar, da viel zu feucht; nach der "Pfeifenwäsche" man müßte anschließend die Pfeife auswringen und einige Tage zum Trocknen aufhängen.

Aufgrund des sehr hohen BC-Anteils ist der Tabak erwartungsgemäß sehr leicht und leider schwierig am Brennen zu halten. Außerdem hat er eine Neigung zum heiß- und dann bissig werden. Die "Trüffelmischung" entwickelt sehr viel Kondensat, daher fast nur mit Filter rauchbar. Die Raumnote ist (wie so oft) das einzig positiv Erwähnbare an derartigem Duftkraut, hier mild süßlich mit dem versprochenen angenehmen Nußflavour.
Abschließend wichtig Information für Dosensammler: die cremefarbene 100 Gramm Dose hat eine spektakuläre Achteckform, wie auch die wesentlich bekanntere schwarze Schwestersorte "Danish Truffles" (100% BC im Würfelschnitt).

Mein Fazit:
Sentimentalität ist ein schlechter Ratgeber (nicht nur) in Geschmacksdingen. Ein geschmacklich kaum wahrnehmbarer Black Cavendish-Tabak mit schlechten Abbrandeigenschaften. Der Hersteller hatte wohl alle Anstrengungen in die attraktive Verpackung gesteckt; der darin enthaltene "Tabak" ist für mich nur Sondermüll.

(08.12.2003)


David F. Sonntag

Die „Danish Truffles“ werden vom Betreiber Stanwell mit folgenden Worten beschrieben: „Die kleinen Würfel sind eine besondere Tabak-Delikatesse. Die ungewöhnliche Würfelform erübrigt umständliches Stopfen der Pfeife, garantieren kühlen Brand und ist besonders delikat.
Erlesenes Blattgut, veredelt mit frischer Mandarine und feinstem alten Benediktinerbrandy.[…]“

Der Tabak verströmt aus dem geöffneten Pouch ein deutlich süßes, aber nicht pentrantes Aroma. Deutlich kann man den Geruch nach Mandarinen mit einer leicht alkoholischen Note verspüren. Der Tabak ist in ca. 1-3mm große Würfel geschnitten, locker und krümelig in der Konsistenz. Farblich dominieren Cavendish und hellere Virginiaanteile.

Das Stopfen ist recht einfach. Auf den Boden der Pfeife lässt man ein paar kleinere Fragmente rieseln und deckt diese mit einer homogen-dichten Menge Würfelchen ab. So füllt man die Pfeife und drückt zum Schluss die Oberfläche leicht an. Das Anzünden gelingt oft erst beim zweiten Versuch. Dann jedoch glimmt der Tabak angenehm kül bis zum Boden des Pfeifenkopfes durch. Es empfiehlt sich jedoch, einen Aktivkohlefilter zu benutzen, denn die Aromatisierung ist doch recht stark.

Die Füllung erglüht bei jedem Zug gleichmäßig auf der ganzen Fläche. Deutlich ist die starke Mandarinennote zu schmecken. Diese nimmt zu Mitte der Füllung dezent ab und karamelähnliche, rauchigere Aromen treten in den Vordergrund, die sich gegen Ende der Pfeifenfüllung deutlich intensivieren. Übrig bleibt eine dunkelgraue Asche mit unverbrannten Tabakkrümelchen. Der Tabak ist sehr zungenfreundlich und es bedarf viel Unaufmerksamkeit, um ihn heiß zu rauchen.

Fazit:
Die Danish Truffles sind für mich eine wirkliche Delikatesse und ich halte sie mir ständig in meiner Tabakbar. Freunde von echten dänischen Aromaten werden mit ihnen viel Freude haben. Abzüge in der B-Note beschert ihnen eine deutliche Feuchtigkeit, die das erste Anzünden erschweren, diese jedoch garantiert eine gute Lagerfähigkeit, denn auch offensichtlich ausgetrocknete Truffles haben einen guten Anteil Feuchtigkeit im Kern gehalten und garantieren auch nach längerer Zeit ein angenehmes Rauchen. Der Tabak ist im 50g-Pouch für 7,25 € zu erstehen.

(22.10.2008)

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