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Poul Olsen Dannebrog
(Pfeifentabak)
| Hersteller: | Kohlhaase & Kopp |
| Mischung: | 80% heller Virginia , je 5% BC - Kentucky - Orient - Latakia |
| Schnittbreite: | broken VA-Flake , Cavendish-Flocken , gerissenes Blattgut |
| Typ: | leicht aromatisiert |
| Stärke: | medium |
| Verpackung: | 100 g Hochdose |
| Preis: | 14,50 Euro |
Manfred Arenz
Dannebrog besteht hauptsächlich aus leicht zerteiltem Virginia Flake, die restlichen Komponenten sind erst bei genauem Hinsehen erkennbar, auf einen Latakia - Anteil wäre ich ohne die Produktbeschreibung nicht gekommen.
Aus der Dose ist der typische Virginia - Geruch sofort wahrzunehmen, begleitet von einem leicht süß- würzigem Duft, der etwas an Pfeffer erinnert.
Der Tabak lässt sich recht bequem in Pfeifen mittlerer bis großer Kopfbohrung stopfen, lässt man die Flakes unzerubbelt , sollte man etwas fester nachdrücken. Bei kleinem Füllvolumen sollte der Tabak aufgebröselt werden.
Das Anzünden geht abhängig der gewählten Stopfmethode mit 2 - 4 Zündungen vonstatten, danach glimmt der Dannebrog artig bis zum Ende vor sich hin, ohne übermäßig Hitze zu entwickeln. Die Kondensatbildung ist mittel.
Der Geschmack lässt sich IMO mit einer englischen VA - Perique Mischung vergleichen, wobei der würzig- süße Anteil durch das Flavour beigesteuert wird, welches das Tabakaroma ergänzt, aber nicht überdeckt. Zum Schluss des Rauchopfers legt der Tabak "noch eine Schippe zu" , so dass der Kreislauf ab und zu auf Touren kommt ;-)) Jedoch ist keine Schärfe bis zum Ende zu befürchten, der Tabak verbrennt fast rückstandslos. Die Raumnote ist relativ neutral.
Fazit:
Ein würziger naturbelassener, sehr umgänglicher Tabak. Sicher eine empfehlenswerte Alternative für die VA - Liebhaber, oder eine würzige Abwechslung für die Latakia-Verwöhnten. Empfehlenswert !
(08.02.2001)
Christian Probst
Nach dem öffnen der Dose guckt man auf das typisch hellbraune Tabakbild eines Ready Rubbed. Aufgelockert wird das Bild durch wenige, versprenkelte Simbawe-Virginia Anteile.
Der Geruch ist Tabakecht, eine ganz leichte Flavournote ist durch einen Trockenobst-Geruch zu erahnen. Die Feuchte ist Optimal. Wenn man seine Pfeife mit diesem Tabak stopfen möchte, bereitet es kaum Mühe, ihn etwas aufzulockern. Er lässt sich einfach in die Pfeife stopfen. Das Anzünden ist auch problemlos, 3- 4 Streichhölzer reichen, um eine Glutfläche zu schaffen.
Obligatorisch ist auch hier das Flaketypische Aufbäumen das Tabaks. Der Geschmack ist nach den ersten Zügen Virginiatypisch, tabakecht mit einer leichten Süße. Wie ich vermutet hatte, nimmt das Volumen im laufe des Rauchens zu.
Mir persönlich schmeckte der Tabak besser, je länger ich ihn geraucht habe. Dennoch "Haut er nicht um". Die Kondensatbildung ist minimal, wird am Ende etwas stärker, aber alles im vertretbaren Rahmen. Die Raumnote ist unaufdringlich, tabakecht und wie der Geschmack versprach, leicht süßlich. Von meiner Freundin bekomme ich selten Komplimente zu den Tabaken die ich rauche. Doch hier gab es ein eindeutiges "riecht lecker!"
Fazit:
Ein wirklich schöner Tabak, der meiner Meinung nach mehr Aufmerksamkeit verdient hat. Entschuldigend ist natürlich, das man den Tabak kaum bekommt. Ich habe ihn von Linzbach in Düsseldorf. Die Aromatisierung, die angeblich enthalten sein soll, ist kaum spürbar, hier kommt der Virginialiebhaber voll und ganz auf seine Kosten. Wegen der äußerst moderaten Stärke ein guter Tabake für den ganzen Tag. Durch das zunehmende Volumen wird der Tabak nicht langweilig, und gewinnt Höhen und Tiefen. Sicherlich werde ich mir noch ein Paar Döschen von ihm gönnen.
Prädikat: Empfehlenswert!
(03.03.2002)
Frank Nicolai
Der Dannebrog ist auch einer von den Tabaken, die man nur raucht, weil man einen kennt, der einen kennt, der einen auf den Tabak aufmerksam macht. Und offensichtlich betrifft das auch die Händler, von denen etliche Tabak nicht kennen.
Aber ich zitiere mal aus dem Dosentext: "Der Kapitän der königlich-dänische Yacht "Dannebrog" hat den verstorbenen König Frederik IX inspiriert, Pfeife zu rauchen. Um den 100. Geburtstag des verstorbenen Königs zu feiern, hat der gegenwärtige Kapitän, Viggo Hansen, diese besondere Mischung entwickelt..."
Beim Öffnen der Dose wurde ich - aber nur des Tabakschnittes und der Farbe wegen - an die MB Mixture erinnert. Der Dosentext spricht von einer Aromatisierung mit Vanille (gut, dass ich das erst las, als ich die Dose bereits gekauft hatte); davon ist für meine Nase jedoch kaum etwas wahrnehmbar. Dass der Tabak eine Aromatisierung erhielt, ist zu erahnen. Sie ist jedoch so dezent süßlich, dass der kräftige Tabakgeruch sie übertönt. Der Tabak riecht ein wenig schwer-süß; er erinnert mich ein wenig an die von mir im Review des Bulldog Curly Cut als metallisch beschriebenen Noten.
Der Tabak läßt sich sehr einfach stopfen (es kann sein, dass jemand, der diesen Langschnitt-ready-rubbed nicht gewöhnt ist, damit Probleme hat) und ist nach zwei drei Versuchen angebrannt genug, um gleichmäßig zu glimmen.
Der entstehende Rauch ist vollmundig und aromatisch. Und aromatisch bedeutet nicht: von künstlichem Aroma getragen. Was die Zunge schmeckt ist fast unverfälschter Tabakgeschmack. Süßliche Töne, gepaart mit einem angenehm würzigen Grundcharakter prägen den Geschmack. Dieser ändert sich auch nicht in den Sekunden, ehe die Pfeife ausgeht. Man sollte den Tabak wirklich langsam rauchen. Durch die Schnittart kann bei zu heißem Rauchen recht viel Kondensat entstehen dass beim filterlosen Rauchen die Zunge grillt. Aber - auch mit Meerschaumfiltern geraucht - normalerweise bleibt der Tabak kühl und trocken - ja, regelrecht pflegeleicht. Man muß ab und an mal den Stopfer auf die Asche und Glut legen (nicht fest stopfen!). Das war's dann auch schon.
Ich habe lang versucht, einen vergleichbaren Tabak zu benennen. Aber es gelingt mir nicht so recht. Der Dannebrog erinnert mich (und nicht nur vom Aussehen) etwas an die MB Mixture; ohne deren Honigsüße. Ein wenig auch an den von DTM in der Grundsüße der verwendeten Virginias. Aber alle Vergleiche hinken.
Die Raumnote ist sehr tabakecht. Leute, die erwarten, dass es in der Nähe eines Pfeifenrauchers nach Vanille riecht sind hier fehl am Platze.
Fazit:
Es ist selten, dass ich einen Tabak von der ersten Füllung an mag. Und wenn, dann finde ich ihn nach 50 gerauchten Gramm oft gelangweilt und der Hype ist fort. Hier ist es definitiv anders. Der Dannebrog wird einen Dauerplatz in meinem Tabaksregal erhalten. Die Mixture wird er nur deshalb nicht vom Thron stürzen, weil er rund 1,60 Euro je 50 Gramm teurer ist.
Aber trotzdem: ich lege den Dannebrog jedem ans Herz, der naturbelassene Tabake mag. Denn für mich gehört er zu diesen; auch wenn eine Spur Aroma dran sein soll.
Gut, dass Kong Frederik Pfeifenraucher wurde wegen des ersten Kapitänes. Sonst gäbe es nicht den unvergleichlichen "Kong Frederik Full". Und auch gut, dass der Kapitän Hansen daran dachte, den König mit diesem Tabak zu ehren. Tabak gut, alles gut.
(15.04.2003)
Peter Lauff
Auch ich wollte den Dannebrog eimal Rauchen.Da er aber nicht so einfach zu bekommen ist, bestellte ich den Tabak mit einer Karl Erik Compact und einige verschiedene Charles Rattray Tabake bei Mc Pipe in Berlin.Am Tag der Lieferung nahm ich meine neue Karl Erik und den Dannebrog mit in den Garten um sie mit dem neuen Tabak einzurauchen. Eine sehr schöne sandgestrahlte Bent mit richtig viel Füllvolumen.
Die geöffnete Dose zeigte ein intressantes Tabakbild. Einige grob zerissene Virginia Flocken in Gelb und Rot, vereinzelte Black Cavendish Krümel und dunkelbraune ready rubbed Flakes. Eine dezente Aromatisierung war auch noch zu erschnüffeln.Oder war es doch nur der Tabak? Die Pfeife wurde randvoll gefüllt. Auf Filter verzichte ich sowieso. Ich will den puren Genuß. Den Filtern gönne ich nicht eimal das Kondensat.
Nun kam der große Augenblick des anfeuern`s. Zieh`n...und Pafff,Zieh`n... Pafff. Den etwas aufgehenden Tabak wieder zurück gedrückt und `wieder Zieh`n... und Pafff.
Jetzt hat er verloren. Zufrieden lehne ich mich zurück und grinse in mich hinein. Der erste Eindruck war schon mal nicht schlecht.Aber irgendetwas schwingt mit. Das Aroma kommt mir bekannt vor. Ich versuchte mich zu erinnern. Ruhig und zufrieden rauchte ich den Dannebrog aus meiner neuen Karl Erik Pfeife. Etwa alle 10 sekunden Zieh`n...und Pafff. Der Tabak ist ein Selbstbrenner. Leichtes andrücken der Glut reicht um den Tabak in Gang zu halten. Aber irgend etwas schwingt mit.Es läßt mir keine Ruhe. Ich legte die Pfeife beiseite um in meiner Tabakbar ein Vergleich zu suchen. Wußte ich`s doch. Amphora Full hat das Aroma.
Er ist noch aus meinen Venlo Einkäufen mit der Mac Baren Mixture. Die mir besser schmecken als die Pappe aus Deutschland. Aber schon länger nicht mehr geraucht. Wieder zurück im Garten mit heißem Kaffee, war die Pfeife natürlich aus. Also wieder angemacht und "Hui" da legt der Tabak aber an Stärke noch zu, ohne aber den Geschmack zuverlieren. Nach etwa 1 Stunde war Schluß. Der Tabak war
zu feiner weißer Asche verbrannt und ich satt. Viel Nikotin und eine tolle Geschmacksfülle reichten mir erstmal.Die Beschreibung auf der Dose ist in Dänischischer Sprache gedruckt und sagt mir nichts. Ich denke das bei der Herstellung Latakia durchgeschossen wurde und der Tabak neben einer Vanilleschote gestanden hat. Sicher bin ich aber nicht. Ich rauche den Dannebrog gerne Abends beim kräftigen Rotwein oder einem dunklen Weizenbier.
Fazit:
Eine kräftige,würzige, nicht zu starke, aber sättigende, wohlschmeckende Mixture mit tadellosen Abbrand und wenig Kondensat. Kaufen,Rauchen und weiterempfehlen.
(16.5.2003)
Björn Hollensteiner
Der Dannebrog kommt in einer 100 g - Dose mit Klemmdeckel, deren Aufdruck recht hübsch ist. Erzählt wird darauf auch von den Bestandteilen des Tabaks, wenn ich den dänischen Text richtig verstehe, enthält er Ready-Rubbed Virginia, loose Virginia, Black Cavendish und eine geringe Menge Orient. In der Dose überwiegen bei weitem die sattbraunen Ready-Rubbed Flakeanteile, dazwischen ein paar helle Virginaflocken und fast schwarze Cavendish-Sprenkel. Daß Orient, respektive Latakia enthalten ist, kann man am Geruch erkennen. Neben dem Virginia und einer gut erkennbaren Vanillenote läßt sich gut der herbe Latakiaduft ausmachen.
Das Stopfen ist aufgrund des Schnitts problemlos, das Entzünden und Abrauchen ebenfalls. Der Dannebrog gehört sicherlich zu den Tabaken, die sich ausgesprochen problemlos rauchen lassen. Er verzeiht zu ungeduldiges Rauchen, wie auch "zu langsames", denn auch wenn man die Pfeife bei Seite legt, hält er die Glut recht gut. Der Rauchduft ist dominiert von den süßen Virginias und dem Vanille-Flavour. Ab und an, wenn die Glut mal eine Latakiafaser erreicht, kommt auch mal eine würzige Note hinzu, die sich aber nicht aufdrängt oder störend wirkt. Dabei umschmeichelt der milde Rauch die Zunge des Rauchers, problemlos kann man auch mehrere Pfeifen hintereinander genießen, ohne eine zu starke Sättigung zu erreichen, oder eine pelzige Zunge zu bekommen. Das Schöne dabei ist, daß man die ganze Zeit Tabak schmeckt, und der Geschmack auch im letzten Drittel nicht nachläßt. Die Raumnote wird als angenehm beschrieben. Von der Füllung bleibt feine graue Asche übrig.
Fazit:
Ein leckerer All-Day-Tabak, der mir auf Anhieb gut geschmeckt hat. Sollte man durchaus mal probieren, es könnte sein, daß man daran hängenbleibt. Seinen Preis ist er mehr als wert.
(09.07.2003)
Georg Pohl
Nachdem so viel über diesen Tabak berichtet worden war, wollte ich ihn auch einmal probieren. Dank Sven und seiner großzügigern Probe wurde dies möglich.
Vorab: dass Latakia enthalten ist, habe ich zuerst in den vorhandenen Reviews gelesen, wollte es aber nicht glauben. Erst nach der zweiten oder dritten Füllung glaubte ich eine Spur davon herauszuschmecken. - die LL[1] sollten nicht zu hohe Erwartungen stellen.
Das Stopfen gestaltet sich unproblematisch. Eine Feuerzeugfüllung reicht locker zum Anzünden aus. Der Abbrand ist - wenn man dem Tabak ein wenig Beachtung schenkt - unspektakulär. Die Rauchdauer ist - wohl bedingt durch die Flake-Anteile - etwas länger als gewöhnlich. Die Kondensat-Entwicklung ist sehr gering. Der am Ende eingeführte Reiniger bleibt nahezu trocken und durchaus wiederverwendbar.
Raumnote und Geschmack: Der Geruch des Tabaks wird allgemein neutral bis positiv beurteilt. Vielleicht sollte erwähnt werden, daß schon zwei Dannebrog-Raucher ausreichten, um eine Geburtstagsfeier mückenfrei zu halten[2].
Der Geschmack: ist er nun süß(lich) oder eher würzig? Hin und wieder meint man eine Spur fruchtigen Aromas zu schmecken. Auf jeden Fall angenehm. Ich habe den Tabak mit und inne AKF, sowie mit PaFi geraucht. Nach meiner Einschätzung schmeckt er mit AKF etwas dumpfer, ohne, bzw. mit PaFi spritziger und mit mehr Nuancen.
Da sich auch der Preis durchaus im Rahmen des Erträglichen bewegt, hat der Dannebrog durchaus das Zeug zu einem guten Alltagstabak.
Das beste Urteil, das man einem Tabak geben kann: ich werde mir demnächst eine Dose davon zulegen.
[1] LL = Latakia-Lümmel
[2] Es kann nicht festgestellt werden, ob ohne den Dannebrog eine Mückenplage ausgebrochen wäre.
(22.07.2003)
Christof Burger
Ich rauche gerade die erste Stopfung Dannebrog. Ich habe die bereits offene und eher unauffällige Dose durch Zufall bei meinem lokalen Dealer im obersten Fach des Tabakregals entdeckt. Im Hinterkopf hatte ich noch das kürzlich gelesene Review dieses Tabaks. Da war doch irgend etwas mit Vanille??! Egal, jedenfalls glaubte ich mich an ein positives Urteil zu erinnern.
Kaum zu hause, habe ich den Deckel aufgehebelt und sofort meinen Riechrüssel reingestreckt - VANILLE! Sehr schwach, aber deutlich vorhanden. Mit Vanille stehe ich eigentlich auf Kriegsfuss. Den letzten Vanilletabak rauchte ich vor etwa eineinhalb Jahren. Es war eine Hausmarke meines Händlers und ich habe die noch fast volle Dose irgendwann letztes Jahr weggeworfen.
Der Grund dafür war die dunkle Seite der Macht, der ich seit dem ersten Zug am RRR verfallen bin. Ich habe jetzt so ziemlich alle "Mainstream" Latakias und gängige nicht aromatisierte Tabake durch. Meine Favoriten sind der BS, Old Dublin, 965, VN No.15, HOTW und seit neuerem, der Germain's Medium Flake. Der Vollständigkeit halber muss ich noch den Alltime Klassiker MB Mixture erwähnen, von dem ich seit etwa 20 Jahren nicht lassen kann, obwohl ich ihn niemals favorisieren konnte :-)
Und jetzt das: Ein neuer Tabak mit Vanillearoma! Ich blähe nochmals meine Nüstern, um wenigstens einen Hauch des mutmasslichen Latakias zu erhaschen; nein - ich kann keinen Latakiaduft ausmachen! Es riecht nach Vanille und nach irgendetwas Alkoholischem; Whisky eventuell?
OK, ich schiebe alle schlechten Erfahrungen und Vorurteile beiseite und gebe dem Tabak eine reelle Chance. Nachdem ich die Nase aus der Dose genommen habe, stimmt mich ein wunderbarer, fein gerubbter Flake sofort positiv. Ich blicke auf einen vorwiegend hellbraunen Tabak durchzogen von einigen schwarzen Cavendish- und - so hoffe ich - Latakia-Fäden und versprenkelten hellen Blattstücken, von denen ich annehme, dass es sich um Orienttabake handelt. Den Kentucky kann ich nicht ausmachen.
Die flache, weite VN McRooty scheint mir die richtige Wahl für den Dannebrog zu sein. Sie hat bisher ausschliesslich naturreine Tabake ohne Latakia in Asche verwandelt. Der Tabak fühlt sich sehr gut an und hat eine optimale Konsistenz. Dem entsprechend geht das Stopfen einfach und routiniert von der Hand.
Nach dem Anzünden der Pfeife mit meinem Pfeifenfeuerzeug beginnt der Tabak sofort willig und vorbildlich zu glimmen. Etwas Nachstopfen - ein Nachfeuern ist nicht nötig - und ich lasse das Ungewisse auf mich zukommen. Das, was ich jetzt schmecke überrascht mich sehr:
Ich rauche eindeutig einen hervorragenden Virginia! Da ist natürlich auch ein deutliches Vanillearoma, aber sehr zurückhaltend und - lecker! Der Tabak umschmeichelt meine Zunge und Gaumen samtweich, dicht und süß wie eine gute englische Mixture. Der HOTW kommt mir jetzt, im direkten Vergleich mit dem Dannebrog, eher scharf vor! Den Latakia kann ich immer noch nicht schmecken, aber ich vermisse ihn auch nicht mehr. Die Süße des Virginias gibt eindeutig den Ton an, umspielt von den sehr dezenten Vanillearomen, an die ich mit jedem Zug mehr zu schätzen lerne. Gegen Ende kommt dann der altbekannte Virginiageschmack etwas derber heraus, ohne beissend zu werden.
Die Samtigkeit und Dichte des Dannebrog schreibe ich dem Zusammenspiel des Virginias mit dem Kentucky und dem Cavendish zu. Die Spritzigkeit und einige leichte Anklänge von Säure schreibe ich den Orienttabaken und dem Latakia zu, den ich auch jetzt noch nicht heraus schmecken kann. Der Dannebrog ist für mich in gewisser Weise ein Paradoxon: Er raucht sich wie eine englische Mixture, schmeckt Virginia typisch aber doch mit leichtem Topflavour, und ist ein broken Flake.
Fazit:
Ein echtes Resumee kann ich jetzt noch nicht ziehen. Dafür hat mich der Dannebrog zu sehr überrascht. Er hat mir beim ersten Mal jedenfalls sehr gemundet. Wenn er nach 100g immer noch für eine Überraschung gut ist, dann habe ich mit dem Dannebrog wieder zurück zur leicht aromatisierten Disziplin gefunden.
(22.10.2003)
Herbie Vos
After opening of the tin, a subtile tabacco aroma leaks into your nose. You know already: "this is a wonderfull composition". I can't wait to fill my Les wood with this "Dannebrog"
It stops easy into your pipe ( ready rubbed ) and light even more easy.
Woaw, what a subtile composition of Virgina, Cavendish and a unknown but delicate flavour.
The first note is typical Virgina with a touch of orient ( very delicate ), but still sweet.
For your house-mate's is this a pleasant smell. The ash is light-gray and there is almost none condensation.
No more talking, enjoy!!
Conclusion.\ß
Don't look any further, this one must always in your pocket.
(7-12-2003)
Heinz Schwarzkopf
Zu diesem Tabak kam ich unverhofft durch Daniel Sichelschmidt. Jetzt fühle ich mich verpflichtet, das erste Tabak-Review meines Pfeifenraucher-Lebens zu schreiben und hoffe auf Nachsicht...
Obgleich dieser Tabak inzwischen mehrfach auf daft reviewed wurde, haftet ihm noch immer der Ruch der Seltenheit an was um so erstaunlicher ist, als er von K&K für Olsen produziert wird.
Nun gut, nun zu meinen äußerst subjektven Eindrücken:
Nach Eröffnen der 100 g Weissblech-Dose sehe ich einen broken Virginia Flake, die angeblichen Spuren von Latakia kann ich persönlich nicht ausmachen.
Der Tabak duftet süß und würzig, nicht aromatisiert, was mir als fast ausschließlichem VA Raucher wichtig ist.
Das Stopfen der Pfeife bei dieser Schnittart ist unkapriziös, man lässt den Tabak in den Kopf hinein rieseln und drückt anschließen leicht an und fest.
Für das Anzünden benötige ich 3 Versuche, dann ist der Widerstand gebrochen und der Tabak ergibt sich in sein Schicksal, d.h. er brennt äußerst gutmütig ab.
Der Geschmack ist absolut tabakecht bei mittlerer Stärke und angenehmer VA-typischer Süße, da gibt es kein Zungenbrennen und auch (fast) keine Kondensatbildung. Nach 2/3 der Füllung spürt man die zunehmende Stärke, was ich persönlich allerdings als nicht unangenehm empfinde. Latakia Anteile spüre ich kaum, wenn tatsächlich Latakia drin ist, so ist er es allenfalls in homöopathischen Dosen.
Zurück bleibt feine weissgraue Asche, sonst nix.
Fazit für mich: hat das Zeug zum All-Day-Smoke ohne Einschränkung. Daumen in himmelzeigender Richtung !
(06.09.2004)