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Danske Club Caramel

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Danske Club Caramel

(Pfeifentabak)

Markenname:Danske Club
Hersteller:?, Blended for Stanwell
Mischung:Virginia, Black Cavendish
Schnittbreite:Mixture
Typ:aromatisiert
Stärke:leicht
Verpackung:50 Gramm Pouch
Preis:6,95 Euro

Carsten Lambrecht

Herstellerangaben auf der Verpackung: "Danske Club Caramel ist eine erlesene Mischung aus orangefarbenen, voll ausgereiften Virginia-Tabaken, fermentiertem Black Cavendish und hellem Virginia aus den brasilianischen Highlands. Diese kontrastreiche Mischung, verfeinert mit cremigen Karamell und einem Hauch feinster Vanille- und Orangenaromen offenbart ein einzigartiges Geschmackserlebnis."

Beginnen wir mit dem Öffnen des Pouches: Das ganze Tütchen fasst sich sehr weich an (im Vergleich zu den paar anderen, die ich bisher getestet habe (Black Luxury, MB Mixture, MB Plumcake), scheint recht "feucht" zu sein.

Wenn der Inhalt dann vor mir liegt fast sich das ganze auch entsprechend an, für meinen Geschmack aber sehr angenehm.

Es duftet köstlich, ganz wie der Titel verspricht recht caramellig, was mir nicht soo gefällt, er duftet für meinen Geschmack etwas zu sehr nach Orangenschalen. Zu Beginn meiner "Pfeifenzeit" kaufte ich mir einen Holger Danske, Vanille und Orange, ich dachte so "Süsskram" könnte mir gefallen, war aber leider furchtbar, sehr künstlich. Die Angst vor ähnlicher Enttäuschung kam beim Geruch nach Orange (wurde aber, Gott sei Dank, nicht bestätigt). Auch ist das Orangenaroma hier wirklich nur "nebenbei" mitzubekommen (habe also schon viel zu viele Worte darüber verloren). :) Nachdem ich nun schon einige Pfeifenfüllungen Danske Club Caramel genossen habe finde ich den Geruch auch nur noch wundervoll.

Die Optik, nun weiß ich als ungeübter Neuling noch nicht so recht zu bezeichnen was ich da sehe, welche Tabaksorten das sind, daher beschreibe ich es einfach. Was ich am Tabak sehr mag - das Auge raucht mit - es ist nicht ein Beutel voll dunkelbrauner Tabakstreifen. Es ist mehr ein Kunstwerk an verschiedenen Brauntönen. Hellblonde, grobe etwas größere Stücke, bestimmt 3mm breit, recht unregelmäßig treffen auf schokaldenbraune, etwas feinere Tabakstreifen und sind weiter vermengt mit tiefdunklen "Tabakadern". Wirklich grobere Stücke wie ich sie demletzt im Amphora Red fand sind nicht zu finden. Es ist ein sehr ausgewogenes Tabaksbild.

Die Pfeife(n). Gerauch habe ich den Danske Caramel bisher in 3 Pfeifen. Meist in einer schwarzen Georg Jansen (unter dem Holm ist eine 47 geprägt), gestern Abend in einer knubbeligen Vauen (3210 unterm Holm), beide mit 9mm Stanwell-Filter, heute morgen, bzw. Jetzt gerade in einer Stanwell ohne Filter, ich würde behaupten es ist eine Jahrespfeife, am Holm ist eine Plakete, Stanwell 1986, sie ist recht klein und kommt mir vor wie eine "Damenpfeife". Da die Pfeifen in meinem Schränkchen zum größten Teil "Erbstücke", oder verliehen von meinem Vater, sind, kann ich dazu nichts genaueres sagen.

Stopfen ließ sich der Tabak recht gut (viel Erfahrung habe ich ja noch nicht). Ich breite das Pouch vor mir aus, ziehe etwas Tabak auf die so gebildete Fläche, durchwühle den Tabak ein wenig mit den Fingern und lasse den Pfeifenkopf damit vollrieseln, mit eigentlich "gar keinem" Druck "schiebe" ich den Tabak ein wenig in den Kopf. Dann nehme ich die von mir angenommene Restmenge Tabak zwischen zwei Finger und übergebe diesen Rest an die andere Hand am Pfeifenkopf und stopfe, nun mit ziemlichem Druck diesen Rest in die Pfeife. Dies mit der Hoffnung, das sich unten im Kopf ein losen Tabak-Luft-Gemisch bildet und darauf mein festerer Teil landet. Ich weiß nicht wie gut oder schlecht diese Methode "theoretisch" ist, rauchen ließen sich die Pfeifen mit diesem Tabak allesamt sehr gut. Da der Danske Caramel keine groben "Klumpen" enthält lässt sich das ganze so sehr gut in die Pfeife einbringen. Die letzte der 3 genannten Pfeifen ist ohne Filter, daher habe ich ein paar Pfeifenkristalle unter dem Tabak, auch damit ich den Pfeifen-Kopf nicht allzu voll fülle.

Anzünden. Als "noch" Zigarettenraucher habe ich immer ein Standard-Gas Feuerzeug in der Tasche. Hiermit lässt sich der Caramel gut entzünden. Er stellt sich ein wenig auf, worauf ich etwas nachstopfe. Leider muss ich jedesmal anschließend neu Feuern (muss das so sein oder mangelt es mir einfach an Erfahrung?). Damit der Tabak kreisrund im Kopf gleichmäßig entfacht ist muss ich leider etwas kräftiger ziehen. Die ersten etwas "heißen, hastigen" Züge sind daher nicht der absolute Hochgenuss (auch hier mangelt's vermutlich einfach noch an Erfahrung...). Sobald die Pfeife aber dann brennt, wundervoll.

Der Geschmack hält was der Duft beim öffnen des Pouches (abgesehen von der "Orangen-Angst") verspricht. Man denkt an einen alten gepflegten Süßwarenladen, wie in Pipi Langstrumpfs Heimat. Caramel, ja auch ein wenig Orange, aber sehr ausgewogen und nicht zu süß. Wie ein Teemischung mit Caramel. Ab und zu ziehe ich ein wenig zu hastig, Teils ungeübt, teils auch einfach weil ich noch einen großen "Schluck" vom köstlichen Geschmack nehmen mag. Gerade heute morgen, ohne Filter, wird es dann auch schon einmal etwas heißer, aber nicht unangenehm. Die beste Geschmacksentfaltung habe ich allerdings bei den zaghaftesten Zügen, wenn der Rauch nur langsam über die Zunge rollt. Herrlich. Und das dann übrigens auch gerne mit Filter. Das mag evtl. komisch klingen, aber er schmeckte mir tatsächlich gefiltert und kühler dann besser.

Nach etwa der Hälfte muss ich leider regelmäßig neu feuern, wieder mit den ersten nicht so tollen Zügen, aber dann schmeckt sie wieder, wie am Anfang und das bis zum Ende durch. Gegen Ende muss ich leider immer öfter neu Feuern. Geschmacklich ist es aber bis zum letzten "tropfen" ein Erfolg".

Die Asche ist fein und weiß, bei der filterlosen Pfeife eben gerade sogar dann zu fein. Ich wusste beim letztern Anzünden dann nicht ob sich unter der Asche noch etwas verbirgt, der letzte versuch anzufeuern brachte dann etwas von der feinen Asche durch den Holm... Was aber vorigen glücklichen Rauchgenuss nun keinen Abbruch tut. :)

Außer einen kleinen Häufchen weiße Asche und den 4 Kristallen schüttelte ich nur ein kleines übriggebliebes winziges Tabaksblatt aus der Pfeife. Fein (schade, dass mir das letzte Blättchen entgangen war).

Auch trocken ist der Kopf bis unten durch. Dies bestimmt auch der Kristalle wegen, aber auch die beiden anderen, die Vauen und die Jensen blieben beide trocken, kein Blubbern. :)

Ich glaube im laufe des Tages muss ich noch eine Füllung kosten :)

(21.10.2008)


Frank Navissi

Ich hätte mir den Tabak sicherlich nicht gekauft. Aber Ihr wisst ja, wie das mit dem geschenkten Gaul ist… Also hab ich es gewagt und einen deutschen Hocharomaten probiert. Und wisst Ihr was? der ist gar nicht so schlimm :-)

Der Danske Club Caramel ist ein guter Durchschnittstabak; die Aromatisierung lässt zwar kaum noch Tabakgeschmack mehr durch; ist aber relativ freundlich. So richtig karamellig kommt er mir beim Rauchen nicht vor; eher gleichmäßig süß – ohne genau sagen zu können, woran es erinnert (an Früchte jedenfalls nicht, obwohl etwas von “einem Hauch Orangen” auf der Verpackung steht) mit einer Spur von dem, was ich mir unter Karamell vorstelle.

Was ihn auszeichnet ist die wunderbare Raumnote. Und wenn man beim Rauchen ab und an selbst die Nase in seinen Rauch hält, dann weiß man, weshalb er “Caramel” heißt. Also: der Geschmack ist es nicht: es ist der Geruch.

Der Tabak sollte nur sehr leicht gestopft werden – “hineinwerfen in die Pfeife”wäre hier das bessere Wort. Denn zum Ende hin versumpft er leider etwas. Das heißt: eine Füllung bis zum Boden der Pfeife durchzurauchen ist mir nur selten gelungen. Zudem schmeckt mir das feuchte Zeug dann auch nicht mehr. Ich habe den Tabak fast ausschließlich aus einer Meerschaumpfeife geraucht. Die kam (oder ich?) mit dem Tabak besser klar als jede hölzerne.

Auch Nachzünden ist nichts, was der Danske Club Caramel wirklich mag. Das Aroma geht dabei völlig verloren und übrig bleibt ein langweiliges, leicht bitteres Rauchunvergnügen.

Ach ja: ich empfinde den Tabak als sehr leicht – zu leicht für meinen Geschmack. Andererseits ist der Tabak äußerst zungenfreundlich. Ich habe ihn manchmal drei, viermal am Tag (filterlos) geraucht, ohne dass ich meiner Zunge anschließend einen Entschuldigungszettel schreiben musste.

Fazit: Gekauft hätte ich ihn nicht und werde ich auch nicht. Da liegen mir die Larsen-Tabake (50 und 32) dann doch mehr, aus denen man noch etwas vom Tabak heraus schmecken kann. Aber sollte ich noch mal eine Packung des Tabaks geschenkt bekommen, werde ich ihn rauchen.

(19.06.2011)

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