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Dark Kentucky

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The Pipemaker Dark Kentucky

(Pfeifentabak)

Markenname:The Pipemaker
Hersteller:Kohlhaase & Kopp
Mischung:VA, Kentucky, Perique (?)
Schnittbreite:Flake
Typ:leicht aromatisiert
Stärke:medium-stark
Verpackung:50g Dose
Preis:13,50 DM

Frank Nicolai

Das kann noch kein "richtiges" Review werden, da ich den Tabak noch nicht lang genug kenne (3 Füllungen geraucht). Weil ich aber so begeistert von ihm bin, möchte ich ihn hier kurz vorstellen.

Dark Kentucky gibt es meines Wissens nur bei Linzbach in Düsseldorf. Der Hersteller ist K&K. Ich habe den Tabak nach einen Tipp von Manfred L. bestellt, der an Wolf und Karl-Heinz Proben schickte, die jene mit Begeisterung aufnahmen.

Dark Kentucky ist ein Flake in recht kleinen (4 x 2 cm) Scheiben mit geringer Dicke (ca. 1,5 mm), der sich in der Dose flakeuntypisch trocken anfasst; jedoch nicht ausgetrocknet ist. Die Färbung variiert von blondem bis zu tiefdunklem Braun, wobei die Scheiben aus einem Drittel dunklem und zwei Drittel hellem Braun bestehen, die sich scharf voneinander abgrenzen. So, als wäre ein Teil des Flake-Kuchens einmal gepresst und diese Flake-Platte dann mit einer neuen Füllung (eben jene zwei Drittel heller Anteil) noch einmal gepresst worden. Die Flakes liegen ziemlich durcheinander in der Dose (flache Runddose a. 50g) und sind zum Teil schon ziemlich kaputt.

Wenn man die Dose öffnet, kommt einem ein betörender Geruch entgegen. Er ist schwer zu beschreiben. Hier riecht es, als wäre an einem heißen Sommertag der Heuschober umgeschichtet worden und der Bauer hätte dabei etwas Lakritz gelutscht. Die Nase erahnt etwas wie Sommerblumenduft, ein Hauch nur, der verweht und vom Geruch trockner Pflaumen überlagert wird um dann genauso schnell wieder zu verschwinden. Es ist fast zu schade, den Tabak zu rauchen, denn das Genießen des Geruchs bedeutet schon Wohltat und wirkt entspannend.

Dann doch: die Pfeife gestopft.. Und weil ich mit Virgina-Mischungen und besonders mit Flakes immer wieder böse, die Zunge zerbeißende Überraschungen machen musste, habe ich den Dark Kentucky zuerst mit Filter geraucht - bin aber davon schnell abgekommen. Dieser Tabak braucht keinen Filter! Selbst nicht bei einer so empfindlichen Zunge wie der meinen. Das Stopfen und Entzünden ist keiner langen Worte wert. ...

Denn jetzt! Jetzt! JETZT kommt der Genuss. Wer von Euch erinnert sich noch an das Posting von Tom, mit dem er den Marlin Flake in daft einführte? Tom hat genauso gejubelt wie ich jetzt. Und dabei ging es nur ;-) um den Marlin Flake. Ich weiß wirklich nicht, wie dieser Geschmack zu beschreiben ist. Er ist unbeschreiblich und entzieht sich eigentlich jeglicher Wertung. Das, was die Nasenprobe verspricht, wird vom Tabak hundertprozentig gehalten. Während ich diesen Text schreibe, rauche ich den Tabak aus einer Bari Lovat - Kopfhöhe 6 cm - Kopfbohrung 2,3 cm - und mir kommt diese Pfeife winzig vor. Dieser Tabak hat Suchtpotential - so wie es bisher nur der Escudo bei mir schaffte (und mit anderen Hintergrund der Penzance). Wenn eine Pfeife leergeraucht ist, verlangt es mich nach der nächsten. Und die Zeit dazwischen fülle ich mit den Riechen am Tabak aus. :-) Im Rauch entwickelt sich eine unglaubliche Fülle; ein leichter Zitrusgeschmack wird von einer ebenso leichten Süße abgerundet; im gleichen Hintergrund schwingt etwas laktritzartiges mit. Man schmeckt Tabak, nur Tabak, von dem man sich kaum vorstellen kann, dass er solch subtilen Geschmackspotpourri erzeugen kann. Und das, obwohl der Tabak sicherlich nicht geflouvert ist. Das ist alles pure Natur - und obwohl man vielleicht eine winzige Spur Perique dabei zu entdecken glaubt: es ist einer reiner VA-Flake. Ich denke, dass in dem dunklen Flakeanteilen Kentucky verarbeitet wurde (Kentucky ist gerösteter VA) und der hellere Teil aus reinem VA besteht. Aber sicher bin ich mir nicht. Und: ehrlich: es ist mir egal. Wenn morgen einer kommt und sagt: da sind 80 % Seegras drin, dann werd ich ab übermorgen nur noch Seegras rauchen.

Der Tabak brennt ruhig und sehr kühl ab, produziert so gut wie kein Kondensat (einmal musste ich die Lovat reinigen) - eine Pfeife mit normaler Kopfgröße wird wahrscheinlich zwischendurch überhaupt keinen Pfeifenputzer zu sehen bekommen.

Fazit:
Ich verneige mich ehrfurchtsvoll vor dem Blender Herr Schütte und Frau Schmitz von Linzbach, die diesen Tabak kreiert haben. Und sage laut "Danke", denn der Dark Kentucky hat das Zeug dazu, mich lange zu begleiten. Er ist von Null an die Spitze meiner Tabak-Wunschliste geschossen und ich bin glücklich, drei Dosen geordert zu haben.

(20.07.2000)


Ingo Gebert

Auf die Empfehlung des Geschäftes Linzbach hin habe ich mir diesen Tabak gekauft. Beim Verkaufsgespräch wurde erwähnt, dass der Tabak von der Firma „The Pipemaker“ hergestellt wird. Nach dem Öffnen der Dose schauen einen kleine, zum Teil sehr dunkle Flakestücke an. Die Geruchsprobe ergibt eine Mischung aus frischem Heu, Lakritz und im Hintergrund schwingt auch noch eine Pflaumennote mit. Dieser Geruch macht richtig Appetit. Den Tabak in eine Pfeife eingebracht, und nach zweimaligen Anzünden brannte der Tabak in der Regel unter nur gelegentlichem Nachfeuer ohne zu Murren (Gurgeln) bis zum Ende durch. Doch nun zu m Geschmackserlebnis: Dieser Tabak hält vom Geschmack her, was der Geruch verspricht, das spricht für diesen Tabak. Am Anfang habe ich eine dezente Süße herausgeschmeckt, später entfaltete das Lakritzaroma seine Wirkung, und auch die Pflaumen schwingen dezent im Hintergrund mit. IMO ist in diesem Tabak auch Perique enthalten. Der Tabakgeschmack ist auch zu schmecken, und dieses nicht zu knapp. Das dezente Casing paßt sehr gut zum gesamten Geschmacksbild, als meine Nerven hat es im positiven Sinne voll getroffen. Ich habe diesen Tabak auch aus meinen oFi-Pfeifen geraucht, einen Nachgeschmack bei der darauffolgenden Pfeifenfüllung konnte ich nicht feststellen. Diesen Tabak würde ich als Bindeglied zwischen naturbelassenen Tabak und den Aromaten einstufen.

Fazit:
Daumen rauf, nachdem die erste Dose verkonsumiert hatte, habe ich meiner Tabakbar zwei weitere Dosen hinzugefügt.

(22.06.2001)


Frank Nicolai

Ich habe diesen Tabak bereits vor einem guten Jahr reviewt - allerdings damals in der Version "Dark Kentucky" von Linzbach (Düsseldorf). Es handelt sich beim Dark Kentucky und dem hier beschriebenen Dark Strong um 100%-tige Ableger des Dark Kentucky von The Pipemaker (DK). Es gibt ihn heute auch unter dem Namen Dark Strong Kentucky von Orlik (siehe Foto) in DK zu kaufen, dort möglicherweise mit Cumarin- Zusatz.

Ich habe den Tabak damals jubelnd begrüßt. Inzwischen ist ein Jahr vergangen und ich habe im laufe des Jahres über 100 Füllungen des Flakes geraucht. Aber auch viele andere Tabake kennengelernt und meinen Geschmack trainiert. Und das gab den Ausschlag dafür, diesen Tabak noch einmal zu reviewen; denn schon oft hat sich im laufe der Zeit die Einschätzung eines Tabaks verändert.

Nicht so jedoch beim Dark Strong/Dark Kentucky. Noch immer halte ich diese schon im Aussehen einmaligen Mini-Flakes für etwas Besonderes und einen Tabak, der es wert ist, immer griffbereit zu sein.

Die Würze des Tabaks, die untermalt ist von einer weichen Süße und gepaart mit einem an Pumpernickel erinnernden Grundgeschmack gefällt mir noch immer. Inzwischen hat sich jedoch meine Stopfmethode verändert - während ich anfangs (also vor einem Jahr) noch den Tabak aufrubbte versuche ich heute, die kleinen Scheiben einmal geknickt in die Pfeife zu applizieren. Das verlängert zum einen die Glimmzeit und bringt zum Anderen den Geschmack besser zur Geltung. Wenn ich anfangs noch ein paar Problem mit Zungenbrand hatte so hat sich das inzwischen gegeben. Das mag aber auch daran liegen, dass ich inzwischen etwas ruhiger und langsamer rauche. (Lernen durch Schmerzen) Gerade, wenn man die 200 Gramm-Dose in Gebrauch hat muss man sehr darauf achten, dass der Tabak immer wohlkonditioniert bleibt. Wenn er zu trocken wird wird er doch recht bissig. Die rechte Feuchte hat er, wenn sich die Flakescheiben ohne zu brechen biegen lassen. Das Befeuchten mittels Humidol oder Tonscheiben ist jedoch problemlos möglich.

Am besten schmeckt mir der Dark Strong aus weiten tiefen Pfeifenköpfen - dann hat muss man sich aber auch die Zeit nehmen, denn der Tabak glimmt langsam herunter. Übrig bleibt ein klein wenig grau-weisse Asche, durchsetzt mit einigen wenigen schwarzen Tabakresten. Mir gefällt das Raumaroma sehr - es ist würzig wie der Tabakgeschmack. Es ist aber auch passiert, dass Dritte darüber die Nase rümpfen und den Rauch bissig und augenreizend empfinden.

Fazit:
An meiner Einschätzung von damals hat sich nicht viel verändert. Noch immer mag ich den Tabak und er hat noch immer einen Top-10-Platz inne. Allerdings rauche ich ihn nun nicht mehr so ausschließlich wie anfangs. Dazu gibt es zu viele andere gute Tabake. Aber ich denke, dass ich - wenn die jetzige Dose leer ist - nachbestellen werde.

(23.08.2001)


Karl-Heinz Krebs

Was hier bereits über diesen Tabak geschrieben wurde, ist von meiner Seite nichts hinzuzufügen. Er gehört bei mit zu den Tabaken, die ich ständig rauche. Ich habe ihn in allen Versionen, die mir bekannt sind, geraucht und konnte keine großen Unterschiede feststellen. Da mein Händler seinem Sortiment an Haustabaken noch einige Produkte aus dem Hause K&K hinzufügen wollte, habe ich ihn, nicht ganz ohne Eigennutz ;-), auf den Dark Strong von PH, b.z.w. Dark Kentucky von Linzbach aufmerksam gemacht. Nach Eingang der ersten Probedosen von K&K war Michael Keistler http://www.keistler-tabak.de/ sofort bereit, diesen Tabak in sein Sortiment einzureihen. Der Name war schnell gefunden, Bivisible. Mit diesem Namen erhält eine weitere Hausmarke bei Keistler den Namen einer Köderfliege, die beim Fliegenfischen eingesetzt wird. Michael ist begeisterter Fliegenfischer, so lag es wohl nahe ;-) Jedenfalls ist der Bivisible in kürzester Zeit bei Keistler ein Verkaufsschlager geworden.

So viele Pfeifenraucher können nicht irren ;-)

(23. 09 2001)


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