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McClelland Dark Star
(Pfeifentabak)
| Hersteller: | McClelland t.c. |
| Mischung: | matured VA |
| Schnittbreite: | broken Flake |
| Typ: | naturbelassen |
| Stärke: | medium |
| Verpackung: | 50 g Dose |
| Preis: | $ 6,50 |
Jörg Eichelberger
Zunächst dei Beschreibung von Freddy Vegas: Years before tinning, this tobacco begins as yellow, sugary top grade virginia and carolina leaf. Through careful triple aging, pressing and stoving, it becomes rich, cool and dark. A seductively spicy aroma develops during the extended maturing process to compliment the complex flavor of this concentrated, smooth broken flake, which is easily rubbed out to suit any situation.
Die broken flakes sind etwa 1 mm dick und recht hart. Den Dark Star rauche ich immer aufgerubbelt, was trotz der Härte leicht von der Hand geht.
Beim Stopfen sollte man die Pfeife nicht zu voll machen, da sich der Dark Star beim anzünden ziemlich aufbäumt. Meistens muss ich zwei- oder dreimal zündeln bis er ordentlich brennt. Beim Rauchen darf man nicht zu sehr abgelenkt sein, da er sonst sehr leicht ausgeht.
Der Dose entströmt der bekannte Ketchupgeruch, der jedoch nicht so ausgeprägt ist, wie beim VA No.24. Stecke ich jedoch die Nase etwas tiefer in die Dose, so erinnert mich der Geruch entfernt an Rosinen.
Ich rauche ihn bevorzugt ohne Filter, weil da nach meiner Erfahrung mehr Aroma rüberkommt. Der Geschmack ist hauptsächlich geprägt von einer dezenten Süße, begleitet von einem würzigen Unterton, der entfernt an Ingwer erinnert. Riecht man nach dem aufrubbeln an den Fingern, wird man durch den Duft in dieser Einschätzung bestärkt.
Im weiteren Verlauf nimmt die Würze zu und die Süße tritt in den Hintergrund. Ob vielleicht eine leichte Aromatisierung in Spiel ist, oder das Aroma im Herstellungsprozess begründet liegt, wage ich nicht zu beurteilen. Die Kondensatbildung ist nicht ganz gering, jedoch gibt es kein Gesotter. übrig bleibt nur graue Asche.
Fazit:
Der Dark Star gefällt mir auf jeden Fall besser, als der Virginia No.24. Bei meiner nächsten Bestellung in den USA werde ich mir davon bestimmt wieder ein Döschen schicken lassen.
erhältlich: http://www.vegassmokes.com
(24.05.2000)
Manfred Arenz
Der Dark Star ist beim Öffnen der Dose ein typischer McClelland: Der Tabak riecht fast ausschließlich nach Ketchup! Die Flakescheiben sind durch die mehrfache Fermentierung beim Pressen pechschwarz geworden, mit wenigen helleren Fasern. Da der Tabak lange in der Dose gelagert ist, haften auskristallisierte Flecken von Zucker am Tabak. Die Kondition des Tabaks war zum Rauchen aber IMO optimal.
Wegen der Dicke der Scheiben lässt sich der Flake schwerlich nach der Knick-und-Falt Methode stopfen, er zerbröselt dabei und diese Brösel sind noch ziemlich sperrig beim Einfüllen. Wäre der Tabak aber feuchter, gäbe es Probleme beim Abbrand.
Das Anzünden muss demnach ausgiebig geschehen, so etwa 3 - 5 Feuerungen waren bei mir nötig. Danach glomm der Tabak fast bis zum Ende durch, ein paar Reststücke lohnten das Anzünden IMO nicht mehr, ohne die Pfeife zu gefährden.
Im Geschmack kommt das Ketchup - Flavour nur in den ersten Minuten, danach nimmt immer mehr Tabaksüße Oberhand, die mich etwas an den Rattray`s Black Virginia erinnert: Leichte Noten von Traubenzucker, ohne unangenehm süß zu wirken. Leider wird der Dark Star sehr schnell bissig, eine austrainierte Zunge sei empfohlen.
Fazit:
Weiß nicht so recht, der Dark Star ist sicherlich eine sehr eigenständige Mischung, die sicher den Ein oder Anderen Freund gewinnen könnte - aber irgendwie auch Kapriziös und vom Aroma her nicht jedermanns Sache.... Etwas für "Entdecker".
(03.07.2001)
Björn Hollensteiner
Nach einem sehr positivem Review von William Serad im Pipes&Tobaccos Magazine hatte ich mir schon lange vorgenommen, diesen Tabak einmal zu probieren. Nach einigen Problemchen kam nun endlich das Paket aus den USA an,
Zunächst der Dosenaufdruck:
"DARK STAR (Matured Virginia) Years before tinning this rich, cool, dark broken flake begins as bright, yellow, sugary top grade virginia. Triple aged, pressed and stoved, it has a seductive aroma, smoothness and depth."
Die oben zitierte Beschreibung trifft es ganz gut. Nach dem Aufreißen der Dose erblickt man einen tiefdunklen Broken Flake, der ein wenig an den Full Virgina Flake von S. Gawith erinnert. Mit diesem hat er aber nur das Aussehen gemein. Geruchlich vernimmt man aus der Dose einen feinen süßlich-würzigen Duft, wie man ihn von erhitzten, gepressten Virginias wie Full Virginia Flake oder CH 44 kennt , die aber von einer typischen säuerlichen Essig-, manche sagen auch Ketchupnote ergänzt wird. Dies macht den Geruch nicht unbedingt appetitlicher, sollte aber auch nicht zu sehr abschrecken. Meine bisherigen Erfahrungen mit Mc Clelland zeigen, daß der Geruch sich im Rauch kaum wiederfindet.
So auch hier. Was nach dem teils etwas umständlichen Anzünden aus dem Mundstück strömt, ist einfach nur leckerer, kühler und süßlich-würziger Virginiaduft. Damit hält der Tabak als erster "stoved" Virginia, was er hinsichtlich der Rauchtemperatur verspricht.
Für diesen Tabak sollte man sich abends Zeit nehmen, und das gewohnte Rauchtempo nochmals verlangsamen. Nach meiner Erfarung profitiert der Geschmack auch davon, wenn man nicht kurze Zugvolumina raucht, sondern etwas längere Züge aus der Pfeife nimmt, die von einer kurzen Pause unterbrochen werden. Die lange Pressung hat dem Tabak seine Ecken und Kanten genommen, ohne ihn jedoch uninteressant zu machen. Für den in der Dose relativ trocken erscheinenden Tabak entsteht doch einiges an Kondensat. Nach einem langen, genußvollen Raucherlebnis fällt grauweiße Asche aus der Pfeife. Im Vergleich zum Full Virginia Flake ist dieser Tabak nikotinärmer und kann in größeren Pfeifenköpfen auch ohne zu starkes Sättigungsgefühl geraucht werden.
Fazit:
Ein ausgesprochen guter Virginia-Tabak hoher Qualität, der mich mehr als positiv überrascht hat. Bei einer USA - Bestellung sollte er sicherlich dabei sein.
erhältlich bei http://www.knoxcigar.com
(25.09.2003)