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Bufflehead Decoy
(Pfeifentabak)
| Markenname: | Bufflehead |
| Hersteller: | McClelland |
| Mischung: | Virginia |
| Schnittbreite: | ready rubbed |
| Typ: | naturbelassen |
| Stärke: | medium |
Frank Nicolai
Bisher sind mir erst wenige Tabake begegnet, die ich nicht in eine "Schublade" stecken konnte. Der Decoy gehört dazu. Wahrscheinlich bei McClelland hergestellt riecht er bissig nach Ketschup. Aber anders als bei den bisher von mir verkosteten McClellands bleibt diese Säure auch beim Rauchen verspürbar.
Der Tabak ist eine Art ready rubbed - und möchte lose in die Pfeife eingeworfen werden. Stopfen tut dem Tabak nicht gut. Aber: welche Pfeife wählt man? Die für Virginias? Die für Aromaten?
Ich habe den Decoy dann immer aus relativ geschmacksneutralen Meerschaumpfeifen geraucht (die Probe genügte leider nur für 4 Füllungen) und bin mir noch immer nicht sicher, mit welchen anderen Tabaken er sich vertragen könnte. Wahrscheinlich ist, dass man ihm - so man ihn regelmäßiger rauchen möchte - eine eigene Pfeife gönnen sollte.
Nicht dass er zum Crossover neigt - das sollte bei guten VA's nicht geschehen - aber ich denke, dass man ihn erst wirklich ergründen kann, wenn man ihn rein raucht (und ohne Filter).
Ich kann den Tabakgeschmack nicht mit einem anderen Tabak vergleichen. So etwas habe ich bisher noch nicht kennengelernt. Selbstverständlich schmeckt der Tabak nach Virginia; aber immer mit diesem essigsauren Unterton (der sicherlich nicht Jedermanns Sache ist). Er glimmt für einen ready rubbed Mixture erstaunlich schnell herunter; und das, obwohl er sich recht feucht anfühlt.
Die Asche ist puderfein und hell - Kondensat eher gering.
Fazit:
Ein Fazit kann ich nicht ziehen. Dazu bräuchte ich mehr davon. Ein erstaunlicher Tabak, den ich gern besser kennen lernen würde. Auch, wenn er nicht mein All-Day-Smoke werden könnte; der Decoy hat was...
(27.12.2004)