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Dunhill Elizabethan Mixture
(Pfeifentabak)
| Markenname: | Dunhill |
| Hersteller: | Dunhill |
| Mischung: | Virginia, Perique |
| Schnittbreite: | Mixture fein/kurzfaserig |
| Typ: | naturbelassen |
| Stärke: | medium |
| Verpackung: | 50 g |
Jörg Eichelberger
Durch verschiedene Erfahrungen in der Vergangenheit, die ich mit VA/Perique-Mischungen von Dan Pipe gemacht habe, wollte ich eigentlich in Zukunft darauf verzichten.
Das lag daran, dass mir der Geruch, der mir aus der Dose entgegenkam Übelkeit verursachte.
Aber angeregt von DAFT, habe ich mich entschlossen, doch noch mal einen Versuch zu starten und habe mich aufgrund des positiven Eindrucks der Dunhills für die Elizabethan Mixture entschieden.
Um es vorweg zu nehmen: Ich habe es nicht bereut. Nach dem Öffnen der Dose war ich sofort begeistert. Keine Übelkeit, nur Wohlgefallen bei dem Duft von reifem Obst.
Das Anzünden ist problemlos, wie ich es bisher bei allen Dunhills erlebte, die ich in letzter Zeit getestet habe.
Im Rauch ist die Elizabethan nicht so süß, wie man erwarten könnte, was mir aber sehr entgegenkommt. Im Abgang schmeckt der Tabak ein wenig nach Ingwer.
Die Elizabethan Mixture bietet Rauchvergnügen pur bis zum letzten Krümel.
Fazit:
Die Elizabethan Mixture wird bei mir zu einem Standard werden und macht mich neugierig auf andere VA/ Periques incl. Flakes, die ich wiederzuentdecken begonnen habe.
NN
Eintrag gelöscht
Thomas Weller
Heute morgen habe ich mich näher zu "Larsen 50" geäußert. Im Lande Dänemark fing die Reise an, von dort habe ich von entfernteren Ufern geträumt (bitte dort nachlesen)...
Schon die Dose weist den Weg in die Ferne, wir verlassen Dänemark mit seinem verspielten Charme, seiner Heiterkeit, Süße und auch *zwinker* allgemeinem Wohlwollen bei Mitmenschen :-))) Mir ist nun leider nicht bekannt, ob der Name dieses Tabaks geschichtliche Bezüge hat, aber mir gefällt es anzunehmen, dieses Schiff auf der Dose als Untersatz für unsere Reise in eine andere Welt zu betrachten. Der Welt der klaren Linien, der großen Weiten und den vielen Plätze der Wärme in der sonst oft derben Natur: England.
Schon beim Öffnen der Dose lobe ich wiederholt, dass alle Etiketten der Dunhills sich leicht lösen lassen. Auch die Pappe hat eine kleine Kerbe, um sie leichter zu lösen. Jetzt macht die Sache immer mehr Spaß!! Der Tabak liegt locker in der Dose, springt einem geradezu entgegen... Für alle, die ihn noch nicht kennen: Dies ist nicht Latakia, sondern Virginia in der ganzen Güte!! Eine weitere Zutat, die diese Mischung äußert wertvoll macht, ist ein Hauch Perique, dazu später mehr...
Auch Phase II läuft gut an, wir gehen an Bord und die Pfeife ist schnell gestopft, festdrücken, anzünden und los... Jetzt ist es klar, die Leinen abgelegt und auf nach Westen. Die Virginias breiten sich schnell voll aus, rund und harmonisch dominieren sie das ganze Erscheinungsbild dieser Mixture. Mit sanfter Dünung klatschen ab und an ferne Wellen mit Perique an die Zunge. Dieser perfekte Zweiklang ist ohne große Aufmerksamkeit lange - nur mit gelegentlichen Nachstopfen - zu genießen: Ein großer Tabak, nicht meine Numero Uno aber ob der Qualität ein Tabak für bestimmte Augenblicke!
Nach dieser auch für "Landratten" sicheren Überfahrt machen wir die Augen auf und sind angekommen: Im Land der besonderen Verkehrsführung, im Land wo auch die Wasserhähne vertauscht sind, in dem ich mich geschmacklich allerdings am heimischsten fühle. Ich möchte dies dann zum Anlass nehmen, meiner "Prima", der "Early Morning Pipe" die Ehre zu geben...
Das wird die nächste Story, vielleicht nachher, vielleicht auch erst Morgen...
(08.04.2000)
Björn Hollensteiner
Dunhills Elizabethan Mixture ist ein naturbelassener Tabak der Richtung Virginia/Perique. Auf vielfache Empfehlung hin und aufgrund der Tatsache, dass ich die genannte Tabakrichtung sehr mag, habe ich in Schorndorf 50 Gramm dieses Tabaks erstanden, welche mittlerweile fast ganz in Rauch aufgegangen sind.
Das Tabakbild erinnert an die "englischen" Mischungen von Dunhill, der Tabak hat eine Schnittbreite von etwa 1 - 2 Millimeter. Es herrschen helle, fast beige Blattsorten und vollbraune, stark aufgerubbelte Flakeanteile vor. Dazwischen finden sich einige schwarze Sprenkel vom Perique. Der Tabak duftet in der Dose heuig, auch etwas nach Dörrobst und hat eine schwere, hintergründige, "dunkle" Süße. Insgesamt könnte man den Duft in der Dose etwas mit dem einer gerade geöffneten Escudo - Dose vergleichen, wobei allerdings Unterschiede in der Ausprägung bestehen.
Da der Tabak recht fein geschnitten ist, sollte man beim Stopfen in die Filterlose Pfeife nach der Methode vorgehen, zunächst im unteren Drittel leicht anzustopfen und nach oben hin immer fester zu werden. Mit Filter habe ich ihn nicht geraucht. So lässt sich der Tabak auch im frisch geöffneten Zustand gut entzünden (Vorsicht: Pfeife nicht ganz voll stopfen, der Tabak quillt ziemlich beim Anzünden) und der Abbrand in Gang halten. Beim Rauchen des Tabaks kann man zwei Phasen unterscheiden. Anfangs duftet der Rauch sehr herb und würzig, die verwendeten Virginias scheinen zu den zuckerärmeren Sorten zu gehören. Dieser Duft ist sehr vielschichtig und hat einen eigenen Charakter, mit dem viel süßeren Escudo hat er wenig gemein. Bei der zweiten Hälfte der Füllung wird der Rauch zunehmend weicher und voller, ja, man könnte ihn durchaus als sättigend bezeichnen. Die oben beschriebene Herbheit geht aber nie ganz verloren. Das macht den Tabak meiner Meinung auch für diejenigen interessant, die Latakiamischungen mögen und gängige reine Va/Pq-Tabake für zu süß und wenig würzig halten. Die Raumnote ist im Sinne von reinem Tabak sehr gut, nicht nur der Raucher kommt auf seine Kosten. Die Asche ist fein, grau und amorph, Kondensat bildet sich am Anfang der Füllung mehr. Insgesamt verbrauche ich drei bis vier Pfeifenreiniger für eine mittlere Füllung. Langsam geraucht ist dieser Tabak durchaus zungenfreundlich, wird er heiß, kann man durchaus ein leicht belegtes Gefühl auf der Zunge bekommen. Die Stärke ist medium mit einer leichte Tendenz zu full.
Fazit:
Ein interessanter, vielschichtiger Tabak, der mit Bedacht und Genuss geraucht werden möchte. Ich glaube nicht, dass ich ihn als All-Day-Smoke mögen würde, aber seine hohe Qualität und der hohe Preis machen ihn zu einem perfekten Tabak, um ihn bei einem geistigen Getränk abends zum Abschluss des Tages zu genießen. Dunhill wird mit diesem Tabak seinem Anspruch gerecht, hohe Qualität an die Kunden zu liefern. Man muss nur bereit sein, auch den Namen mit zu bezahlen, meiner Meinung nach sollte dieser Tabak allerhöchstens 15 DM kosten.
(28.09.2000)
Ingo Gebert
Dieser Tabak gehört zur Virginia & Perique Mischung. Er lässt sich leicht in die Pfeife einbringen, und brennt dann ohne großes Murren und ohne großartige Kondensatbildung bis zum Ende ab. Im ersten Abschnitt des Pfeifchens kann man dann die natürliche Virginiasüße herausschmecken, später lässt diese Geschmackskomponenten denn nach, und weicht dem Geschmack des Periques, welcher dann immer stärker bis zum Ende der Pfeife hin wird. Nach Beendigung des Rauchopfers bleibt ein kleines graues Aschehäufchen zurück, dieser Tabak eignet sich gut zum Einrauchen von Pfeifen.
Beurteilung: (Daumen horizontal) Sicher nicht die schlechteste Mischung dieser Richtung, aber man bezahlt hier den Namen Dunhill mit. Peter Heidkamp's Virginia & Perique Mischung, die IMO qualitativ mindestens genau so gut ist, ist mit 11,50 DM um 5,50 preiswerter als das Dunhill-Fabrikat. Dies kann ich ruhigen Gewissens als Dunhill-Zuschlag bezeichnen...
(03.04.2001)
Dirk Schimowsky
| Kurzbewertung: | 3- (ausreichend bis befriedigend) |
| Zungenfreundlichkeit: | zungenfreundlich, kaum Kribbeln auf der Zunge(vom Virginia) |
| Abbrandeigenschaften: | problemlos |
| Kondensatbildung: | gering (oFi) |
| Aromabeständigkeit: | zum Schluss hin blieb das Aroma gleich |
| Schnittqualität: | sehr gleichmässiger Schnitt. Keine langen Fasern |
| Stopfbarkeit: | auch hier keine Beanstandungen. Lässt sich sehr einfach stopfen |
| Feuchtigkeit: | sehr gut |
| Anzünden: | einfach |
Beschreibung des Tabakbildes:
In der 50gr. Dose ist der Tabak leicht gepresst und muss ein wenig
gelockert werden. Das Tabakbild zeigt eigentlich alle Arten von
Brauntönen, von Ocker bis fast Schwarz. Der Geruch erinnert auch beim
Dunhill an Schwarzbrot.
Das Stopfen:
Da es sich ja um eine Mixture handelt, vollzieht sich das Stopfen wie
gewohnt, locker die Pfeife voll rieseln und anschliessen einen
Tabakpfropf oben drauf leicht andrücken: fertig. Der Feuchtigkeitsgehalt
ist auch super. Der Tabak muss also nicht vorher ablüften.
Das Anzünden:
Mixturetypisch quellt der Tabak nach dem Anzünden auf. Ich rauch erst
mal ein paar Minuten und lasse ihn dann ausgehen. Anschliessend wird die
aufgequollene Mixture sanft wieder mit dem Stopfer in eine ebene Fläche
gebracht. Dies geschied ohne Druck, nur mit dem Eigengewicht des Stopfers.
Raucheigenschaften:
Auch hier kann man nur sagen: problemlos. Er lässt sich gut
durchrauchen, verliert aber auch kein Aroma nach dem Weglegen und
Wiederanzünden.
Raumnote:
Die Raumnote beurteile ich eher neutral, wie bei den meisten Virginias.
Gesamtbewertung:
Tja, diesmal habe ich ein echtes Problem. Der Geschack ist tabakecht mit
einer kaum wahrnehmbaren Süsse. Hinzu kommt eine pfeffrige Note, welche
sich im ganzen Mundraum verteilt. Eine Schärfe, welche wirklich meiner
Ansicht nach direkt mit Pfeffer zu vergleichen ist. Für mich ist diese
Note zu dominant. Ich mag ihn nicht wirklich und bin mit dieser Meinung
wohl ziemlich einsam. Der Tabak ist wirklich gut, der Geschmack und das
„Mundgefühl“ sind jedoch gar nichts für mich. Soll er ruhig andere
Freunde finden, ich werde ihn auf jeden Fall nicht mehr kaufen.
(05.11.2007)