daft.de

.

Aktuelles

Termine

Pfeifen

Tabak

Schnupftabak

FAQ

Artikel

Bücher

Download

Läden

Linklisten

Zigarren

Hilfe

Mailingliste

Kontakt

Impressum


Englisch Cavendish No 60

zurück

Masson Tabacs Englisch Cavendish No. 60

(Pfeifentabak)

Markenname:Masson Tabacs
Hersteller:Masson Tabacs
Typ:naturbelassen
Stärke:medium-stark

Jörg Lehmann

Aussehen: Ein sehr dunkler, fast schwarzer, wenig differenzierter Tabak, der rein optisch wie viele BC- Tabake (Black Luxury) daherkommt. Mittlere Schnittbreite, lose geschnitten. Feuchtigkeit: Der Tabak fasst sich gut feucht an, ohne nass zu sein.
Geruch: Entgegen seinem Aussehen ist zunächst keine besonders deutliche Aromatisierung erkennbar. Der Tabak riecht erstaunlich "echt", allenfalls leichte Brotaromen Raucheigenschaften: Der Tabak brennt problemlos ab und erfordert keine besondere Aufmerksamkeit.
Stärke: Der erste Zug überrascht durch seine Stärke, die etwas nachlässt. Ein softy ist der Tabak allerdings nicht.
Geschmack: Anfangs nicht erkennbar, dumpf, dann etwas Schoko-Vanille, aber nicht aufdringlich. Leider IMO ein insgesamt wenig ansprechender Tabak.
Raumnote: Ein ganz dezentes, wirklich nicht unangenehmes Vanille.

Fazit:
Der Tabak hat mir nicht recht schmecken wollen und ich würde ihn auch nicht nochmals probieren. Ich hätte ihn auch vor einem Jahr nicht gern geraucht, als ich noch ausschließlich Aromaten verkonsumierte. Wegen der Qualität oder dem Fehlen derselben, würde ich den Tabak ins Pöschl-Land lokalisieren, könnte aber jetzt keine konkreten Vorschläge machen, um welchen es sich handeln könnte.


Frank Nicolai

Das Tütchen mit der ersten Probe beinhaltet eine Cavendish-Mixture von solch dunkler Farbe, dass ich an BC wie in Dark Fragant denken musste. Doch der Geruch belehrte mich dann sofort eines besseren. Hier war wieder der Duft vom Masson Cavendish Nature No. 66 in leicht abgewandelter Form vorhanden. Im getesteten Tabak jedoch um einen süßen, wahrscheinlich künstlichen Ton bereichert.
Da ich vom o.g. No. 66 ob seiner Stärke ziemlich überrascht war, erwartete ich von diesem tiefdunklen Tabak eine Potenzierung. Aber er ist um etliches leichter; ich würde ihn eher zu den milden Tabaken rechnen wollen. Entweder wurde leichterer Tabak verwandt oder aber der Nikotinanteil baut beim Pressen durch längere Fermentierung stark ab.
Das Stopfen und Entzünden geht leicht vonstatten obwohl die Tabakstücke relativ grob und fest sind. Ich habe den Tabak in für Flakes bzw. ready rubbed reservierten Pfeifen geraucht. Leider verschließen die Zip- Lock-Beutel nicht fest genug um die Feuchtigkeit des Tabaks zu halten so dass die Probe meiner Meinung nach etwas zu trocken war. Was dem Rauchen aber keinen Abbruch tat. Weder wurde der Tabak zu heiß noch sotterte er. Ich musste ab und an die Asche etwas auf die Glut legen (stopfen), da sich sonst leicht Glutnester bilden, die den Tabak heiß werden lassen. Das kann aber der mangelnden Feuchtigkeit (und Geschmeidigkeit) geschuldet sein.
Im Geschmack des Rauches findet sich die schon mit der Nase erforschte Süße wieder. Sie macht nicht den Anschein einer künstlich aufgepropften Aromatisierung; überdeckt aber den Tabakgeschmack völlig. Vielleicht _ist_ das aber auch der Tabakgeschmack. Da mir auch der Cavendish Nature gefallen hat, finde ich auch Gefallen an dem getesteten Tabak. Zum Ende hin fällt der Tabak allerdings ab. Die Süße verschwindet etwas und macht einer leichten Rauchigkeit Platz. Das weist darauf hin, dass das Aroma doch künstlich sein könnte. Dem Gesamteindruck (wenn man davon nach drei Füllungen reden kann) tut das aber keinen Abbruch.

Fazit:
Der getestete Tabak gefällt mir wegen seinen Anscheins der Natürlichkeit und seiner guten Raucheigenschaften. Er ist mir etwas zu leicht, um ein All-Day-Smoke zu sein; Anfängern oder Gerne- Leicht-Rauchern aber zu empfehlen. Ich gehe davon aus, dass der Tabak aus dem Hause Masson ist.


Detlev Büscher

Beim Öffnen des Briefkastens schlug mir im wahren Wortsinn bereits ein würziges Aroma entgegen. Ein entsprechend abgerichteter Hund hätte vermutlich die gesamte Route des Briefträgers zurückverfolgen können.
Wie sich kurze Zeit später herausstellte, war es Probe Nr.1, die in dieser Form auf sich aufmerksam machte. Ein interessanter Duft, der keinerlei Assoziationen zu Konfekt oder Früchten hervorruft, sondern eher an würzige Schnupftabake oder vielleicht auch an Kautabak denken lässt.
Nicht nur den Geruch, auch das Aussehen von Probe Nr.1 fand ich durchaus appetitanregend. Der Tabak ist sehr dunkel, bei genauerem Hinsehen erkennt man etwas feinere dunkelbraune und gröbere schwarze Anteile, recht kurz und auch nicht sonderlich breit geschnitten, eher krümelig. Das Stopfen geht leicht von der Hand, die Brandannahme ist durchschnittlich. Im weiteren Rauchverlauf zeigt der Tabak allerdings eine gewisse Tendenz zum Verlöschen, zumindest bei etwas engeren, konischen Rauchkammern. Doch mit vier bis fünf Zuendhölzern sollte sich die Füllung auch ohne besondere Aufmerksamkeit zu Ende rauchen lassen.
Der Geschmack ist nicht so würzig, wie ich es aufgrund des starken Geruchs erwartet hätte. Der Rauch wirkt irgendwie glatt und gleichförmig und leider auch einseitig, etwa so wie simples Zuckerwasser im Vergleich zu einer ordentlichen Limonade. Im Vordergrund steht diese spezielle Kakaonote, die ich üblicherweise mit Burley in Verbindung bringe und leider auch nicht sonderlich schätze. Zwar wirkt der Tabak geschmacklich nicht so hohl wie manche moderne Tabakkomposition, doch der Eindruck geschmacklicher Fülle will auch nicht so richtig aufkommen. Aus meiner Sicht fehlt ihm das gewisse Etwas, "das" Quäntchen Druck aus der unteren Lade.
Auf der Zunge ist er ziemlich mild und interessanterweise ist der Nikotingehalt gar nicht mal so gering. Der Tabak verbrennt zu mittel- bis hellgrauer Asche, wobei der eingesetzte Papierfilter nicht besonders feucht wurde, obwohl sich das dem Pfeifenkopf zugewandte Ende auffallend dunkel färbte. Die Raumnote ist unangenehm und erinnert mich sehr stark an den Zigarettentabak "Schwarzer Krauser", der bekanntlich aus Kentucky besteht. Vermutlich handelt es sich bei Probe Nr.1 um eine Mischung aus Burley, Kentucky und Black Cavendish.

Fazit:
Ein recht ungewöhnlicher Tabak, der mehr verspricht als er später halten kann.

(06.03.2001)

Dieser Tabak wurde als Blindtest an 3 Mitglieder von daft verschickt, die ihn ohne zu wissen, um welchen Tabak es sich handelt, reviewten.
Aktuelle Änderungen (alle) | Edit SideBar Letzte Änderung dieser Seite: 03.01.2011 15:36 Uhr bearbeiten | drucken | Versionen