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Erinmore Flake

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Murray's Erinmore Flake

(Pfeifentabak)

Markenname:Murray's
Hersteller:braune Virginias, Burley, Black Cavendish
Mischung:Flake 25 x 40 x 1,5 mm
Typ:leicht aromatisiert
Stärke:stark
Verpackung:50g Rechteckdose
Preis:7,21 Euro

Manfred Arenz

Die Grundbestandteile dieser Mischung stammen aus dem Jahre 1920, als Flake ist dieser Tabak seit den 60ern auf dem Markt.
Erinmore ist bekannt für starken Tabak mit intensivem Aroma, im Gegensatz zur Mixture ist das Aroma im Rauch aber eher zurückhaltend, und weicht nach 10-15 min einem kräftigen Virginiageschmack.
Beim Öffnen der Dose erkennt man braun-gelbe Flakescheiben mit einzelnen schwarzen Streifen. Der Duft ist intensiv nach Orange, mit Zitrus und Holznote.
Beim Anzünden werden die ersten Züge mit einem zarten und blumigen Aroma untermalt, das Anbrennen selbst fordert einige Versuche, danach glimmt Erinmore ruhig .
Die Raumnote ist dezent - ein Geruch nach echtem Virginia mit Noten von Honig und Holz. Zur Mitte der Füllung entwickelt Erinmore seine ganze Power, reichhaltig im Geschmack mit hoher Nikotinwirkung, jedoch sehr kühl und langsam brennend. Die Kondensatbildung ist für einen Flake gering.
Übrig bleibt hellgraue/weiße Asche mit ein paar schwarzgekohlten Resten, der Tabak hinterlässt im Gegensatz zu der Erinmore Mixture fast keinen Crossover in der Pfeife. 3 Scheiben Flake reichen für einen ca. 2,5-stündigen Genuss, der erst mal sättigt....

Fazit:
Ein Flake der kräftigen Art, das starke Aroma des ungerauchten Tabaks ist im Rauch sehr zurückhaltend. Nach einer Füllung Erinmore schmecken die meisten Tabake nach fast nichts mehr; vielleicht mit ein Grund, dass Erinmore-Liebhaber ihrer Mischung sehr treu sind.

(07.08.2000)


Frank Nicolai

Es war eher Neugierde, die mich zu diesem Tabak greifen ließ. Zu unterschiedlich fielen die Bemerkungen zu diesem Tabak in daft aus. Es war mir klar, dass ich einen Love-Or-Hate-Tabak erwerbe, wenn ich zu dieser gelben Dose greife.
Beim Öffnen erkennt man hochkant gestapelte kleine Flakescheiben (wie beim Penzance), die beim ersten Anfassen in kleine Stücke zerbröseln. Die Knick-Falt-Methode verbietet sich bei diesem Tabak deshalb von selbst. Der Tabak ist sehr dunkel, was auf seine Stärke hinweist und leider auch sehr feucht, was gerad beim Entzünden zu mehreren Versuchen führt. Jedoch glimmt der Tabak - wenn er denn in Brand ist - willig und problemlos bis zu einem Rest dunkelgrauer Asche herunter.
Doch das Bemerkenswerteste an diesem Tabak ist sein Geruch. Beim allerersten Nasen-Test dachte ich unwillkürlich an Nivea-Creme. Das oft beschriebene Aroma nach Ananas konnte ich bisher noch nicht wahrnehmen. Inzwischen hat sich meine Nase jedoch auf den Tabak eingestellt und der Geruch erinnert mich entfernt an Früchte. Im Anklang erfrischend; wie mit einer Spur Minze versetzt. Aber insgesamt möcht ich den Geruch eher "schwülstig" nennen. Ich kann den Geruch nicht genauer beschreiben, muss mich darauf einlassen, ihn das "typische Erinmore-Aroma" zu nennen.
Im Geschmack setzt sich der Geruch nahtlos fort. Gerad beim Entzünden und den ersten, noch zaghaften Zügen an der Pfeife übertönt das Aroma jeglichen Tabakgeschmack. Das lässt aber nach etwa 10 Minuten nach. Nun ist der recht kräftige Tabakgeschmack mitzuerschmecken, der mich sättigt und aber auch süchtig nach mehr davon macht. Der Nikotingehalt scheint mir sehr hoch zu sein. Nicht nur deshalb empfiehlt es sich, Erinmore Flake aus kleineren Pfeifen zu rauchen. Zum einen macht der Nikotinanteil ziemlich zu schaffen, wenn aus großkopfigen Pfeifen genossen; zum anderen entwickelt sich das Aroma des Tabaks besser in kleinen Köpfen. Wenn der Tabak sehr langsam geraucht wird, bleibt er wunderbar kühl. Und das Aroma bis zum letzten Zug erhalten. Etwas stärker gezogen wird der Tabak jedoch (trotz der hohen Feuchte) nicht zum Zungenkiller, sondern betont den tabakechten Geschmack mehr. Allerdings ist dann mit etwas mehr Kondensat zu rechnen.

Fazit:
Der Erinmore Flake macht (mir) Lust auf mehr davon. Einen Tabak, der so viele Nuancen, die man durch unterschiedliche Rauchtechniken (Zugstärke, Zugfrequenz, Pfeifengröße und -form) erforschen kann habe ich bisher noch nicht kennengelernt. Er fordert Disziplin vom Raucher, wenn er das Aroma bis zum Ende der Füllung beibehalten will. Aber er ist es wert, dass man sich mit ihm befasst. Die besten Genusserlebnisse hatte ich, wenn ich ihn aus der Stanwell-Pfanne und ohne Filter rauchte. Doch Achtung: Erinmore hinterlässt in jeder Pfeife ein Crossover (auch in der Meerschaum). Trotzdem: meine Empfehlung bekommt er. Und ich weiß, dass die (nun leere) Dose nicht die letzte war.

(01.03.2001)


Frank Nicolai:

Der Erinmore Flake ist - soweit ich weiß - einer von den Tabaken, deren Rezeptur sich schon seit Rauchergenerationen unverändert auf dem Markt halten kann. Ich zumindest finde das nicht erstaunlich. Denn auch in meiner Empfehlungsliste steht er sehr weit oben. Der Flake wird in einer kleinen Dose geliefert, in der die sehr kleinen, dunklen Flakescheiben hochkant gestapelt sind (wie beim Bengal Sliced) - die Flakescheiben zerfallen - wenn sie etwas angetrocknet sind - sehr leicht und ich würde sie als Krumble Kake bezeichnen. Der Geruch aus der Dose ist betörend. Mich erinnert er immer an Nivea-Creme - andere reden von Ananas-Aroma - und Holtappels schreibt dazu: "Eine der meistgekauften Virginia-Mischungen mit hohem Anteil von Red und Dark Virginia. Ein voller, kräftiger Flake mit fruchtigem Aroma." *)1 ... na ja. Hier scheiden sich die Geister - und das sicherlich nicht nur bei der Beschreibung des Aromas. Denn ich kann mir vorstellen, dass man den Erinmore entweder mag oder verabscheut.
Das Stopfen ist - gerad wenn die Dose frisch geöffnet ist - nicht ganz einfach. Der Tabak kommt sehr feucht daher und es empfiehlt sich, den Tabak mindestens 24 Stunden vor dem ersten Rauchen zu öffnen und etwas abtrocknen zu lassen. Ich habe den Tabak in der Hand recht klein gekrümelt und die Pfeife mit den Krümeln gestopft. Am besten ließ sich der Erinmore übrigens in der Stanwell-Panne rauchen - wohl auch, weil deren Fassungsvermögen nicht so groß ist. Denn eines ist der Tabak - auch wenn man es anfangs kaum bemerkt: stark. Der Nikotingehalt ist wirklich hoch und auf nüchternen Magen sollte man ihn sich versagen.
Das Entzünden ist - wegen der festen Pressung - nicht ganz einfach - es erinnerte mich oft an das Entzünden von (geschnittenem) Plug. Man braucht schon mehr als 3 Streichhölzer, um die gesamte Oberfläche des Pfeifenkopfes zum Glimmen zu bekommen. Wenn er dann jedoch glimmt, dann glimmt er. Man kann die Pfeife problemlos zur Seite legen ohne dass sie ausgeht.
Der Geschmack... Wer meine Reviews kennt weiß, dass ich viel schneller dazu komme, den Geschmack zu beschreiben. Beim Erinmore versage ich. Mir mangelt es an Worten. Der Geschmack ist... nun ja: Erinmore- Geschmack halt :-) Sehr typisch; etwas schwülstig-schwer, süß-würzig, vollmundig-rauchig und bei jedem Zug getragen von diesem unbeschreiblichen Aroma, das den Tabak auszeichnet.
Im Raumduft spiegelt sich das Aroma wieder. Der Rauch ist dicht und schwer-süß. Es gibt Mitmenschen, die den Geruch nicht mögen. Aber ich habe die Bürotauglichkeit getestet und bestätigt bekommen.
Nach dem sehr langen Rauchgenuss schüttet man ein wenig dunkelgraue Asche aus der Pfeife, die durchsetzt sein kann mit einigen unverbrannten Tabakresten.

Fazit:
Der Erinmore ist, was er ist: ein wunderbarer, gehaltvoller und wohlschmeckender Tabak. Ich liebe ihn. (und habe die Mixture noch immer nicht geraucht) Ich empfehle ihn uneingeschränkt Jedem, der mal etwas Besonderes kosten möchte; muss jedoch wohl auch darauf hinweisen, dass das Rauchen des Tabaks nicht anfängerkompatibel ist. Aber Achtung! Der Tabak verbirgt seine Stärke hinter dem Aroma - man ist von den ganzen Aromaten daran gewöhnt, nicht allzukräftige Tabake vorgesetzt zu bekommen; der Erinmore ist da die Ausnahme.

  • )1 Aber noch besser ist ja Hacker in seiner Neuauflage (bitte auf der Zunge zergehen lassen):
    "Der beliebte irische Tabak enthält mit Orange und Mahagoni fermentierte, heißluftgetrocknete Sorten, die sich mit Burley, gepresstem Cavendish und dazu noch ein wenig Virginia zu einer vollkommenen Mischung verbinden. ... Beim Rauchen schmeckt er nach Honig, frisch gemähtem Rasen und auch ein wenig nach Holz..."

(30.07.2001)


Ingo Gebert

Der Erinmore Flake ist ein Klassiker unter den Tabak, den gibt es schon seit vielen Jahren auf den Markt. Ein Vorteil dieses Tabaks ist auch seine gute Verfügbarkeit, in sehr vielen Tabakgeschäften kann man ihn erhalten. Nach dem Öffnen sagt mir die Geruchsprobe, das mit der Aromatisierung sparsam umgegangen worden ist, im Vordergrund steht ein gut wahrnehmbarer Tabakgeruch, im Hintergrund kann ich nun ein Fruchtaroma erschnüffeln. Was für eine frucht das ist, weiß ich noch nicht. Der Flake lässt sich ohne Probleme zerkleinern, und einmal in Brand gesetzt, brennt er im Großen und Ganzen gut bis zum Ende durch. Im ersten teil der Pfeife kann man das Fruchtaroma noch einigermaßen schmecken. Also, vom Aroma her würde ich auf Zitrusfrucht tippen. Der Tabakgeschmack nimmt im Laufe des weiteren Rauchgenusses zu, ohne dabei aber zum Ende hin das Aroma völlig zu verdrängen. Der Geschmack des Erinmore ist übrigens doch sehr intensiv, hier hat man unter Garantie kein "Heißes-Luft-Erlebnis." Auch scheint mir der Tabak doch sehr nikotinhaltig zu sein, nach einer Füllung Erinmore Flake bin ich immer sehr "satt". Allerdings zwackte mir der Tabak beim Rauchen ohne AKF doch etwas zu sehr in die Zunge, das ist der einzige Wermutstropfen.

Fazit:
Daumen hoch, dieser Klassiker gehört klar in das obere Tabellendrittel.

(13.09.2001)


Norbert Oppitz

1994 zog ich aus beruflichen Gruenden nach Mexico um. In meinem Gepaeck befanden sich mehrere Kilo Pfeifentabak, darunter auch ein Karton mit insgesamt 50 Dosen Erinmore Flake.

Im Laufe der Zeit rauchte ich die ersten zehn Dosen im Mischbetrieb mit verschiedenen Mac Baren und Dunhill Tabaken. Irgendwie verschwand dann das Paket von der Bildflaeche und geriet nach einem Ende 1996 erfolgten Umzug nach Quito, Ecuador. Offensichtlich hatten die Moebelpacker das Kartoenchen als Fuellmittel fue einen Umzugskarton in dem sich alte Akten und Fotos befanden verwendet.

Dummerweise verwendete ich diese Akten in Ecuador nicht mehr, und so blieb alles im Karton um dann 2000 nach Kolumbien und 2001 nach Peru weiterverschifft zu werden.

Hier in Lima habe ich nun besagten Karton auf der Suche nach einigen Unterlagen endlich geoeffnet und bin auch prompt auf die verbliebenen 40 Dosen Erinmore Flake gestossen.

Natuerlich nahm ich sofort eine Probe vor, eine sandgestrahlte Sherlock Holms von Peterson erschien mir gerade richtig.

Der Tabak ist hervorragend erhalten und die Vakuumverpackung hielt absolut dicht.

Geradezu unglaublich ist die Geschmacksverfeinerung die der Tabak erfahren hat - ein wunderbar milder und ausgewogener Geschmack, weisse Asche und ein absolut gleichmaessiges Abbrandverhalten unterstreichen den geschmacklichen Genuss nach dem Ausraeumen auch optisch.

Ich bin froh ueber dieses unfreiwillige Experiment und werde die verbliebenen Dosen im Laufe der naechsten Monate und Jahre vergnuegt zu Ende rauchen. Allen Erinmore Fans kann ich das aging des Tabaks nur empfehlen, es muessen ja nicht immer zehn Jahre sein...

(Lima, Peru, September 2003)


Ingo Gebert

Die Version des Erinmore-Flake, welche in Deutschalnd im Handel erhältlich ist, habe ich ja schon reviewt. Nun hatte ich auch die Gelegenheit, seinen ausländischen Bruder zu erwerben. Auffällig ist nach dem Öffnen der Dose, dass die Flakescheiben wesentlich dünner geschnitten sind, in etwa so wie bei dem University-Flake. Auch vom Geschmacksbild her differiert er von der hier erhältlichen Version. Er ist etwas herber, aber die ananasähnliche Geschmackskomponente ist immer noch vorhanden, nur tritt sie etwas mehr in Hintergrund. Von der Stärke her tun sich die beiden Brüder jedoch nichts, und auch unser Geschmacksorgan nehmen sie nicht in Mitleidenschaft. Die unterschiedliche Herstellungsweise des Erinmore liegt wohl im deutschen Lebensmittelrecht begründet, so darf hierzulande bei der Herstellung eine gewisse Menge an Cumarin nicht überschritten werden, im Ausland ist dieses hingegen nicht der Fall.

Fazit: Daumen hoch, auch diese Variante des Erinmore sagt mir durchaus zu.

(03.03.2004)


Peter Friedl

Durch die vielem positiven Kritiken hier angeregt, habe ich diesen Tabak auch einmal probiert. Einzig im Bemühen um eine Meinungsvielfalt möchte ich meinen doch recht undifferenzierten Eindruck wiedergeben: ich kann da wenig schmecken und schon garnicht die vielen oben angegebenen Nuancen. Irgendetwas kommt als Block und wuchtig daher marschiert, obendrein noch kratzig. Mir reichen die 3 gerauchten Pfeifen; der Rest wird entsorgt.

Fazit: Daumen runter; nur was für hartgesottene Liebhaber

(31.03.2004)


Bernhard Winkelhofer

Nun, ich weiß nicht genau, was ich über den Erinmore Flake noch neues berichten soll. Aber da es darum geht, die Meinung mehr als eines Rauchers wiederzugeben denke ich hat es trotzdem Sinn ein paar Worte über diesen Tabak zu verlieren. Also... Der Erinmore Flake ist kein guter Tabak. Er ist in einer Weise speziell wie ich es bisher noch nicht gesehen habe. Ich habe ihn mir im Duty-free shop des Münchner Flughafens gekauft als ich auf Maturareise richtung Ägypten aufgebrochen bin. Dies war ziemlich zu Beginn meines Pfeifenraucherdaseins. Meiner Ehrfurcht, gebildet durch Berichte anderer Raucher seis gedankt, dass ich ihn damals nicht sofort probiert habe. Dieses Experiment wäre aus heutiger Sicht sicherlich gründlich daneben gegangen. Was wäre wenn mich jemad fragte ob ich diesen Tabak möge? Wie lautet die Definition des Begriffs „mögen“? Wenn die Antwort darauf lautet, etwas mögen bedeutet, an diesem Etwas unter normalen Umständen, unter denen man die meiste Zeit seines Daseins in einer bestimmten Zeit seines Lebens verbringt, gefallen zu finden , muss ich sagen, dass ich den Erinmore Flake NICHT mag. Das liegt nicht an der Aromatisierung, von der nach dem Anzünden praktisch nichts mehr zu bemerken ist. Es liegt am Gesamteindruck des glimmenden Tabaks. Er ist nicht süß und nicht sauer, manch einer würde ihn sogar als bitter bezeichnen. Es ist nicht nur empfehlenswert sonder es ist beinahe ein Muss, bereits zu wissen, dass einem naturbelassene und/oder englische Tabake schmecken können. Aber die Kunst daran, diesem Tabak das abzugewinnen was er in sich birgt, liegt darin, alle vorgefasste Meinung wie Tabak schmecken muss und vor allem jede von klebrig süßen Tabaken geprägte Erwartung zu vergessen und sich absolut offen auf dieses Erlebnis einzulassen. Verglichen mit diesem Tabak ist zum Beispiel der University Flake von Peterson, mit dem er öfters, meines Empfindes nach zu unrecht verglichen wird, ein süßer, einfacher allday-smoke. Es liegt mir fern Angst davor zu machen, diesen Flake zu probieren! Ich empfehle nur jedem, der sich am Erinmore Flake gestoßen hat, was vielen passieren wird, ihn nach einer gewissen Zeit und zusätzlich gesammelter Erfahrung wieder zu versuchen. Wenn ich mein Raucherdasein als Reise beschreiben müsste, wäre er für mich kein Begleiter. Er wäre kein Anfang und auch kein Ziel. Er wäre ein sehr guter Freund, der einen aus unerwarteten Schwierigkeiten rettet wie es kein anderer vermag und genau dann wenn man es am wenigsten erwartet. Man muss nur darauf achten, dass man ihn vor dem Rauchen trocknen lässt(!), ihm aureichend Zeit gibt und ihn auf keinen Fall zu fest stopft.

Fazit: Dieser Tabak war für mich, wie für Kletterer eine Wand an der man so oft abfällt, dass einen die Zuschauer jedes Mal fragen warum man es nicht einfach bleiben lässt. Vielleicht fragt man sich genau das irgendwann selbst, aber fast alle die trotzdem nicht aufgeben, werden irgendwann erfahren wie es ist, oben zu stehen und alle Zweifler die unten geblieben sind oder vorzeitig aufgegeben haben zu bemitleiden.


Dirk Schimowsky

Kurzbewertung:2 (gut)
Zungenfreundlichkeit:zungenfreundlich, kaum Kribbeln auf der Zunge(vom Virginia)
Abbrandeigenschaften:problemlos
Kondensatbildung:gering (oFi)
Aromabeständigkeit:ab Mitte bis zum Ende weicht das Fruchtige dem Tabakgeschmack
Stopfbarkeit:gut
Feuchtigkeit:gut
Anzünden:einfach

Herstellertext:
(von DanPipe) Dieser aromatische Klassiker unter den Flakes mit dem unvrewechselbaren Erinmore-Aroma wird nach einem alten irischem Rezept mit grosser Sorgfalt zubereitet. Ein hocharomatischer Tabak mit vollem Geschmack, durch Pressung und lange Reifung jedoch sanft im Rauch, kühl glimmend und prägnant duftig im Raum

Beschreibung des Tabakbildes:
In der 50gr. Dose stehen die kleinen Flakescheiben aneinander gereiht. Jedes Scheibchen eine Delikatesse, welche alle Brauntöne, von hell bis Dunkel, beinhaltet

Das Stopfen:
Ich habe den Flake meist aufgerubblet geraucht, da mir bei der Knick-Falt Methode die Rauchzeit (über 2 Stunden) pro Pfeife zu lang wurde.

Das Anzünden:
Der leicht aufquellende Tabak wird sanft wieder mit dem Stopfer in eine ebene Fläche gebracht. Dies geschied ohne Druck, nur mit dem Eigengewicht des Stopfers. Anschliessend lässt sich problemlos ein Glutdeckel erzeugen.

Raucheigenschaften:
Auch hier kann man nur sagen: problemlos. Er lässt sich gut durchrauchen. Ab der Mitte hin tritt die Aromatisierung mehr in den Hintergrund und der Tabakgeschmack kommt mehr hervor. Der typisch heuige Geschmack von Virginia ist allerdings nicht zu schmecken

Raumnote:
Die Raumnote ist leicht süsslich. Nicht unangenehm. Viele Kollegen mögen den Geruch des Rauches.

Gesamtbewertung:
Tja, wie beschreibe ich diese Aroma? Fruchtig trifft es auf jeden Fall schon einmal. Auf der Suche im Web nach einer Herstellerbeschreibung bin ich auf alle möglichen Reviews in deutsch und englisch gestossen, und obwohl es sich hier um ein jahrzehnte alte Rezeptur handelt, besteht extreme Uneinigkeit bezüglich der Aromatisierung. Und ich setze noch einen drauf. Ich rieche und schmecke wirklich das Aroma einer reifen Ananas. Auch in der Stärke lege ich mich mehr auf Medium fest. Dies kann aber auch daran liegen, dass ich immer noch nicht von den Suchtstengeln losgekommen bin. Bis dato empfand ich nur ein, zwei Ropes als wirklich stark. Alles andere ist bei mir eher leicht bis medium. Der Tabak ist aromabeständig, auch beim Wiederanzünden. Hiermit möchte ich nicht sagen, dass das Aroma von Anfang bis Ende der Füllung gleich bleibt, sondern dass ich zwischen einer in einem durchgerauchten Füllung und einer wieder angezündeten Füllung keinen Unterschied schmecke. Der Tabak selber verändert sich während der zweiten Hälfte. Die Aromatisierung tritt mehr in den Hintergrund, ist aber bis zum Schluss zu erschmecken. Da ich auch gerne die Frucht Ananas esse, mag ich diesen Tabak sehr. Ich kenne auch keinen Anderen mit einer vergleichbaren Aromatisierung.

Ich kann diesen Tabak nur empfehlen. Er ist einfach fruchtig, lecker, ohne dabei in die Gummibährchen-Sektion abzugleiten.

Da ich gehört habe, das der Tabak zum Crossover neigt, habe ich ihm zwei Pfeifen gewidmet. Da ich ihn gerne mag sogar eine Langner und eine Moritz

(15.01.2008)


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