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Rumney's Export Snuff
(Schnupftabak)
| Markenname: | Rumney's |
| Hersteller: | Konstanzer Snuff Spezialitäten (?)/Swedish Match D |
| Typ: | aromatisiert |
| Verpackung: | 6,5 g Dose |
| Preis: | 1,60 Euro |
Jan Hauck
Auffällig ist zuerst die Dose. Wenn man sie nicht selbst schon gesehen hat, ist sie schwierig zu beschreiben. Sie enthält eine quasi "Dosierungsschleuse", in der sich der Tabak sammelt, eine runde Konstruktion, die man drehen muss, damit der Tabak auf die Hand gegeben werden kann. Jedenfalls kostete es mich fast fünf Minuten beim ersten Mal, die Funktionsweise zu erkennen.
Aber nun zum Inhalt. Der Tabak hat eine feine und nicht zu starke Mentholnote. Das merkt man schon vor dem Konsum. Er ist durchschnittlich braun, also keine der helleren Marken. Die Feuchtigkeit ist sehr gut, was bedeutet, dass der Tabak zwar nicht sehr leicht aus der Dose fällt und auch mitunter Klümpchen bildet, aber um so freundlicher zur Nase ist und nicht alle Schleimhäute wegbrennt. Da darf es gern etwas mehr sein.
Die Mentholfrische hält sich in der Nase nur kurz, wirkt befreiend, um praktisch sofort den Duft des Tabaks selbst freizugeben. Das hat man selten, und es ist gut. Oft behält das Menthol die Überhand. Leider bleibt auch recht schnell nichts mehr vom Tabakduft übrig, es ist also eine Marke für die schnelle, angenehme und prickelnde Prise, sofern man nicht noch eine halbe Stunde nach der Prise den Tabak riechen möchte. Die Geschmäcker sind schliesslich verschieden.
(05.08.2002)
Frank Nicolai
Ich glaube, dass ich nicht der Erste bin, der die Öffnung für den Tabak an der hübschen Dose gesucht hat. Es braucht einen Moment (oder ein bissel Phantasie und technisches Verständnis) ehe man begreift, dass dieses blaue Schmuckelement ein drehbarer Dosierer ist.
Als ich den Schnupftabak kaufte (eigentlich vor allem wegen der hübschen Dose) hatte ich keine Ahnung, welche Art Snuff mich erwartet. Und so war mein erster Versuch ein eher zaghafter. Der Tabak ist Suff-fein gemahlen und hat eine rötlich-braune Farbe. Er duftet kräftig nach Menthol mit einer kleinen Spur von etwas Fruchtigem, das entfernt an den Gawith Apricot erinnert.
Die Prisen können ruhig großzügig bemessen sein, da der Snuff in der Nase nicht "explodiert". Am Beginn überwiegt eindeutig die erfrischende Mentholnote; nach ein paar Minuten jedoch verfliegt diese und lässt einen tabakechten Geruch mit dem oben erwähnten fruchtigen Aroma übrig. Es kann sein, dass dies der Geruch des puren Tabaks ist - das weiss ich jedoch nicht genau (ich habe noch nie naturbelassenen Snuff in der Nase gehabt). Und dieses Aroma gefällt mir sehr gut. Ich habe mich dabei "erwischt", besonders tiefe Atemzüge zu machen, um viel von diesem Geruch zu erwischen.
Ich hab den Tabak - im Verhältnis zu anderen Snuffs - lange in der Nase behalten ohne dass mir diese brannte oder lief. Und da der Rumney's für einen Snuff sehr nasenmild (als Parallele zum zungenmild bei Pfeifentabak) ist konnte ich häufige Prisen nehmen ohne dass mir die Nasenschleimhäute zugeschwollen sind (wie es mir bei den drei Mc Crystals passierte).
Fazit:
Ein bisschen englisch-mentholig darf es sein. Und beim Rumney finde ich das, was mir beim Mac Craig fehlte: etwas mehr Kraft, langanhaltende Frische und ein gutes Grundaroma.
Meiner Meinung nach ist der Rumney's ein wunderbarer Vormittags-Snuff, der den Kopf frei macht und die Müdigkeit verscheucht. Nachmittags greife ich dann doch lieber zu Schmalzlern (und ich habe keine Ahnung, warum das so ist).
(01.07.2004)
Thorsten Schreiber
Ich kann die Euphorie der Schnupferkollegen leider nicht teilen. Zugegeben, die ungewöhnliche Dose machte mich neugierig auf den Inhalt. Die Neugier verflüchtigte sich aber so schnell, wie das Aroma des Snuffs den Raum erfüllte: Rumney's Export ist viel zu stark aromatisiert und schmeckt - eher unangenehm - nach Klostein.
Das wurde auch nach etwas längerer Lagerung nicht schwächer. Schließlich landete die fast volle Dose im Müll und nicht im Toilettenspülkasten, wo sie sicherlich auch gut hingepasst hätte. Trotz der schönen Verpackung werde ich um Rumney's künftig einen großen Bogen machen.
Stefan Vogel meint zum Schluss seiner Rezension, der Snuff sei "zum Ausprobieren empfohlen, auch weil er nicht von Pöschl stammt".
Normalerweise bevorzuge ich zwar auch Nischenprodukte, aber hier ziehe ich doch jeden Pöschl-Schnupftabak vor, bzw. in die Nase.
(19.03.2005)