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Bernard Feiner Offenbacher Kardinal
(Schnupftabak)
| Markenname: | Bernard |
| Hersteller: | Gebr. Bernard AG, Regensburg |
| Typ: | naturbelassen |
| Verpackung: | 50g |
| Preis: | 2,30 Euro |
Jan Hauck
Zuerst einmal die Herstellerbeschreibung: "Sieben leicht-würzige Tabaksorten, harmonisch abgestimmt, mild"
Mild ist er wirklich, der Kardinal, und es ist eine Sorte, die ich rein als Schnupftabak bezeichnen würde, ohne sie dem Snuff oder dem Schmalzler zuzuordnen. Ich denke, auch dies muß möglich sein.
Verkauft wird die Sorte in einer Folietüte, die selbst wiederum in einer Pappschachtel steckt. Umgefüllt in ein anderes Gefäß muß der Tabak also werden, finde ich, und das sollte man vor dem Kauf bedenken. Sehr dunkel ist die Sorte und nicht eben sehr feinkörnig, der Hauptanteil der sieben Sorten ist also bestimmt der Brasil, der die Farbe ausmacht, aber bei diesem Tabak nicht unbedingt den Duft. Man erwartet einen Brasilgeschmack, wie man ihn von Schmalzlern kennt, aber nichts von alledem bekommt man, sondern eine schwere Süße, die ebenso schwer zu beschreiben ist, vielleicht charakterisiert "alkoholisch, sehr süßer Likör" sie am besten. Ich vermute, daß sie ein Resultat längerer Fermentation ist, denn es ist eine Tabaksüße und keine künstliche Aromatisierung. Deshalb kategorisiere ich die Sorte unter naturbelassen. Man kann viel schnupfen vom Kardinal, denn er enthält kein Menthol und ist moderat feucht, also überhaupt nicht nasenreizend. Anfängern rate ich zu diesem Schnupftabak sofort, und alten Hasen sowieso, weil er jeder Nase etwas zu bieten hat.
Übrigens wirkt der Tabak wie ein Bruder der Klostermischung, in Farbe, Konsistenz und Duft. Ich würde ihn mir immer wieder kaufen. Ein Tabak, der trotz naturbelassen zu sein, einen großen Reiz auf Süsskramliebhaber ausüben wird.
(21.05.2003)
Dennis Schmolk
Dieser Schmalzler entspricht nicht unbedingt meinem Geschmack; er ist zu trocken und reizt die Nase zu sehr. Aber der Reihe nach: Der Tabak kommt in einer roten Pappschachtel mit Tütchen darin. Ein Spatel zum Umfüllen in eine Schnupfdose liegt bei. Er duftet fein nach Wald und Erde - ich hatte mich schon auf das Aroma gefreut. Sobald das Pulver dann aber in der Nase war, war ich doch negativ überrascht: Er brannte wie eine Mentholbombe und rieselte in den Rachen; auch später und bei kleinen Prisen bekam ich andauernd einen Hustenreiz. Entweder hatte ich echtes Pech und habe ein altes Päckchen erwischt, oder dieser Tabak ist so beißend und stechend. Da das Aroma nicht unbedingt eine Wucht ist, werde ich einen zweiten Versuch wohl gar nicht mehr wagen.
(03.03.2009)