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Firedance Flake

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Samuel Gawith Firedance Flake

(Pfeifentabak)

Markenname:Samuel Gawith
Hersteller:Samuel Gawith
Schnittbreite:Flake
Typ:aromatisiert
Flavour:Beeren
Stärke:medium
Verpackung:50 g Dose
Preis:12,00 EUR (Mai 2011)

Daniel Wegehaupt

Erhältlich in den USA z.B. bei http://www.knoxcigar.com

Beim Stöbern im Angebot des o.g. Internet-Dealers entdeckte ich den neuen mir bis dato unbekannten S.Gawith-Flake. Glücklicherweise ließ mir Pascale eine großzügige Probe zukommen, so dass ich nicht gleich auf Gedeih und Verderb einen 4oz Bulk ordern mußte.

Pascale hatte sich im Vorfeld über die heftige Aromatisierung "beschwert" und die Probentüte mit "HARIBO" beschriftet ;-)
Für mich als eingefleischten Süßpanscher eher eine Verlockung denn eine Abschreckung !

Beim Händler ist der Tabak dann wie folgt beschrieben: Brand new from Gawith and named for A.S.P's inimitable "Firedancer", the lovely lady who inspired this blend. A wonderful aromatic with a hint of Vanilla, Brandy and Blackberry. Don't turn up your nose until you try it, this one is marvelous!
(Aha! Der eigentümliche Name stammt also von einer asp-Posterin.)

Der Flake: Ein echter Gawith! Eine 6-Zoll-Schönheit in Mittelbraun mit einigen dunklen und auch einigen sehr hellen gelben Sprenkeln.
Geruch: Oh! Mit Aroma wurde wahrlich nicht gegeizt. Obwohl der Begriff Cassis bei aromatisierten Tabaken meist recht inflationär gebraucht wird, trifft er beim Firedance doch diesmal genau den Punkt. Irgendwie riecht es vor allem nach Johannisbeerlikör und -bonbons.
Die Abbrandeigenschaften sind tadellos. Bei einem Gawith Flake eigentlich nicht anders zu erwarten.
Die Raumnote ist betörend lieblich, auch der Raucher schmeckt fruchtig süßen Tabak, das Aroma okkupiert den Gaumen und macht es sich dort für eine Weile bequem.
Ich bin mir 100prozentig sicher, dass hier auf eine bekannte und erprobte Tabakbasis zurückgegriffen wurde, die einfach mit dem Beerenaroma verheiratet worden ist. Der Tabak hat dieses bestimmte Etwas das vielen Gawiths eigen ist - diese immer präsente leicht herbe Tabaknote, die davon kündet, dass der Tabak auch reichlich Körper und Volumen hat!
Den Firedance rauche ich gern ohne Filter. Die gute Tabakbasis macht ihn für mich zum idealen ofi-Aromaten. Auch meine alte Big Ben erwies sich ob ihrer optimalen Kopfgröße als sehr gut geeignet.
Wiederanzünden bringt hier allerdings etwas Geschmacksverlust bzw. kurzzeitige Bitterkeit. Nach ein paar ruhigen Zügen läuft der Firedance aber wieder in seine geregelte Bahn zurück. Am Ende bleiben etwas dunkle Asche und ein paar unverbrannte Krümel im Pfeifenkopf zurück.
Die Staerke ist in etwa medium. Kein Gawith Bretterknaller!
Gestopft habe ich meist mit der "falten, knicken, eindrehen" - Methode und ein paar aufgerubbelte Fasern obendrauf zum anzünden.

Fazit:
Daumen hoch! Ein Aromat mit sehr guter Tabakbasis, den man gut ohne Filter rauchen kann und der sich nicht nur von daher von deutschen Aromaten unterscheidet. Vielleicht DER Gawith für eingefleischte Süßpanscher die sich mit soapy und spicy (Special Flakes und RB) schwertun. Mut zur Auslandsbestellung ist mitzubringen!

(12.06.2003)


Manfred Arenz

Eine Neuheit von Gawith (bei http://www.pipesandtobaccos.com) für Süßpanscher, die es von der Stärke des Tabaks nicht so heftig mögen ;-)

Aus dem Bulk duftet es nach dem öffnen deutlich fruchtig, nach Daniels Angaben ist dieser Flake mit Noten von Kirsche und Brombeere aromatisiert, mir stach zusätzlich ein deutlich süßes Aroma Richtung reife Bananen in die Nase.

Der Flake läßt sich einfach zerrubbeln (wenn man es denn will) oder zu einem Zyllinder geformt am Stück rauchen. Das Anzünden klappt meist mit einer Feuerung, da der Tabak relativ schmal geschnitten ist.

Der Geschmack ist am Anfang heftig süß und aromatisch, ein leicht muffiger Ton entsteht kurz, verschwindet aber rasch und macht für die nächste halbe Stunde einer deutlich fruchtigen Note Platz.

Zur zweiten Hälfte der Füllung kommt der Eigengeschmack des Virginias mehr und mehr nach vorne, um gegen Ende die Aromatisierung zu verdrängen. Das Brennverhalten ist vorbildlich, rückstands- und kondensatarm.

Fazit:
Selbst für mich in den ersten 15 Minuten zu süß, danach ist es wirklich spannend und befriedigend, wie das dann angenehme Aroma nach und nach einem guten Virginia Platz macht. Interessant !

(06.10.2003)


Ingo Gebert

Auf der Homepage von Daniel wird der Tabak sinngemäß mit folgenden Worten beschrieben: "Dieser schöne Tabak ist besondere Kreation von Samuel Gawith: niemals war ein aromatisierter Flake in so schönen Art hergestellt... der ausgezeichnete Geschmack und der gute Geruch erwecken nicht den Eindruck, irgendetwas zu rauchen: der Grundgeschmack basiert definitiv auf Tabak."

Die übliche Nasenprobe führte meinen Rezeptoren ein Aroma zu, welches mich an eine leichte entfernte Verwandtschaft zu dem University Flake erinnerte. Der Flake ließ sich auch gut zerteilen und in die Pfeife einbringen, aber beim Anzünden verhielt er sich auch etwas zickig, und gelegentliches Nachfeuern war ebenso erforderlich. Das Aroma während des Rauchopfers erinnerte mich noch etwas mehr an den University Flake ohne jedoch en dessen Stärke und auch Würze heranzureichen, und Tabak konnte ich auch noch im Geschmacksbild erkennen. Dieser Geschmackseindruck hielt meistens bis kurz vor Ende der Pfeifenfüllung an, da legte der Tabak noch etwas an Gewicht zu. Der Firedancer Flake ist durchaus angenehm zur Zunge, ich habe ihn nur aus oFi-Pfeifen geraucht.

Fazit:
Daumen waagrecht, um an die Klasse des University Flake heranzukommen, fehlt diesem Tabak einfach eine Spur an Pfiff und Würze. Wer es jedoch nicht so kräftig mag, für denjenigen ist dieser Flake eine Empfehlung.

(03.03.2004)


Arndt Lichtenfeld

Herstellertext:
„A blend of Virginia with the flavour pf Blackberries, Brandy & Vanilla from The Hosue of Samuel Gawith, Kendal, England“ Soweit der Dosenaufdruck.

Nun zum Tabak:
Ein Flake, der durch hellbraune und mittelbraune Anteile einen interessanten Mischungsspiegel bietet und Lust auf den Genuss erzeugt. Meine Nase erschnuppert etwas Vanille und einen Hauch Orange, was den Ursprung in einem Schuss Brandy haben könnte. Die Konditionierung des Tabaks scheint für mich etwas zu feucht. Ich bin gespannt, wie er sich entzünden lässt. Der Tabak ist ca. 2,00 bis 3,00 cm breiten Streifen in 2 Reihen sauber in der bekannten Rechteckdose gestapelt. Die Stärke der Flake-Scheiben variiert ein wenig.

Eine neue, unberauchte Pfeife mit gut mittlerem Füllvolumen und einer Kopfbohrung von 20 mm wird für den Fire Dance Flake auserkoren. Ich nehme ein paar Streifen und drehe sie in den Kopf in der bekannten Knick-Falt-Methode, allerdings nicht allzu fest, da die Flakes aus dem Hause Gawith meiner Meinung nach immer etwas Raum benötigen, um sich voll zu entfalten. Bei diesem Tabak benötige ich drei Hölzer, damit der Tabak in die Gänge kommt, was auf die eingangs erwähnte Konditionierung zurückzuführen ist.

Nachdem die Pfeife also in Gang ist, schmeckt es Virginiasüß und für die Gawith-Tabake typisch süffig. Ein dezenter Vanille-Orangen- Geschmack gesellt sich hinzu, aber von der Brombeere (Blackberry) ist für mich nichts zu erschmecken. Im weiteren Verlauf bleibt der Geschmack der Virginiasüße erhalten und wird harmonisch durch Vanille- Brandy ergänzt. Der Tabakgeschmack ist dabei stets präsent und hält sich im Vordergrund. Der Tabak glimmt ruhig und kühl bis zum Schluss, sodass mittelgraue Asche übrig bleibt.

Samual Gawith’s Fire Dance Flake – ein leicht aromatisieter Virginia- Flake, der zu den sanfteren aus dem Hause gehört – sind doch die meisten überwiegend kräftiger Natur. Ein von mir empfohlener Einstieg in die Virginia Flakes mit einem sanften Top-Flavour für den Gaumen und die *Umwelt*, der nie sein natürlich süffigies Tabakaroma verleugnet.

(02.06.2011)


Lars Hermanns

Im August 2011 bin ich bei Peter Heinrichs Château Henri in Bergheim-Niederaußem vorbei gekommen und habe mir dort den „Samuel Gawith’s Fire Dance Flake“ gekauft, der schon lange auf meiner Wunschliste stand.

Die Flakes kommen in einer schönen, praktischen 50g daher und befinden sich in ihr zusätzlich noch in einem leicht zu öffnenden Papierkuvert. Allerdings kleben sie deutlich aufeinander und lassen sich daher nur selten heil entnehmen. Immer wieder reißen mir die Flakes auseinander, was mit der recht hohen Feuchtigkeit zusammen hängen dürfe. Der Geruch erinnert mich an Graubrot bzw. an Sauerteig mit einer leicht fruchtigen Note, die ich jedoch definitiv nicht als Brombeere erkennen kann. Angenehm und lecker.

Mittlerweile ist die Dose beinah leer, so dass es Zeit für ein Review wird.

Ich habe den Flake aus verschiedenen Pfeifen geraucht, darunter einer Stanwell 95 und einer Torben Dansk „Knold“. Am besten schmeckt er mir jedoch aus einem Holmer Knudsen „Knubbel“, einem Pot mit weiter Bohrung. Hier kann sich der Tabak schön entfalten und seine Aromen offenbaren. Die Bohrung der „Knold“ war leider nicht weit genug.

Gestopft habe ich die Pfeifen jeweils mit der bekannten Knick-und-Falt-Methode. Einfach nur leicht in den Knubbel rein gedreht und Tabakreste locker oben drauf gegeben. Aufgrund des hohen Feuchtigkeitsgehalts muss man zu Beginn immer wieder mal nachfeuern, was dem Geschmack aber glücklicherweise nicht schadet. Übrig bleibt am Ende nur ein wenig graue Asche.

Geschmacklich hat mich der Flake überrascht! Aufgrund der angegebenen Aromatisierung hatte ich mit einem Hocharomaten gerechnet. Tatsächlich handelt es sich jedoch um einen deutlich zu schmeckenden Virginia mit nur einer leichten Aromatisierung. Die Fruchtnote ist zu Beginn deutlich zu spüren, auch wenn ich sie selbst jetzt nicht klar zuordnen könnte. Fruchtig und angenehm, aber nach Brombeere? Selbst die Vanille ist nicht herauszuschmecken und dient hierbei vermutlich lediglich der sanften Unterstreichung der Süße des Virginias. Ein kühler Rauch mit sanfter Süße. Nach einiger Zeit verfliegt die Aromatisierung und weicht mehr und mehr dem Tabakaroma mit der Virginiasüße. Selbst gegen Ende des Rauchens schmeckt der Tabak immer noch angenehm und nicht bitter.

Die Raumnote ist angenehm fruchtig. Doch auch hier ist die Brombeere als Aroma nicht auszumachen. Es riecht angenehm und leicht süßlich, selbst die Vanille ist auch hierbei nicht zu erkennen.

Alles in allem ein guter Virginia-Flake, der aufgrund der dunklen Färbung theoretisch sogar etwas Burley enthalten könnte. Leider ist er mit stolzen € 12,00 für die 50g Dose zu teuer, verglichen mit anderen Virginia-Flakes. Irgendwann werde ich ihn mir bestimmt mal wieder kaufen. Aufgrund des hohen Preises wird er jedoch kein dauerhafter Vertreter in meiner Tabak-Bar werden. Da ziehe ich dann doch Flakes mit einem besseren Preis-Leistungsverhältnis vor. Beispielsweise den „Patriot Flake“ von DTM Dan Tobacco.

Das Review findet ihr zudem als Video auf YouTube: http://www.youtube.com/watch?v=VZZ_SRJjBgE

(15.10.2011)

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