daft.de

.

Aktuelles

Termine

Pfeifen

Tabak

Schnupftabak

FAQ

Artikel

Bücher

Download

Läden

Linklisten

Zigarren

Hilfe

Mailingliste

Kontakt

Impressum


Flake

zurück

Sindelfinger Tabakhaus Flake

(Pfeifentabak)

Markenname:Sindelfinger Tabakhaus
Hersteller:K & K (Steuernummer 921 30)
Schnittbreite:Flake
Typ:aromatisiert
Flavour:Zwetschge
Stärke:medium
Verpackung:50 g Dose
Preis:7,70 EUR

Alex Neumann

Ein guter Tabak kann auch ohne schwülstigen "Beipackzettel" leben. Der Tabak kommt in einer typischen Flakedose, Format Richmond Navy Cut, daher. Auf der Dose steht als einziger Hinweis auf ihren Inhalt "Sindelfinger Tabakhaus Flake" und daneben klebt als Beweis, daß der obligatorische Beitrag zur Finanzierung der Staatsaufgaben erfolgte, noch die Steuermarke. Auch das Öffnen der Dose macht den Lesekundigen nicht schlauer da in der Dose nichts Bedrucktes zu finden ist. Wer lesen kann, ist halt nicht immer im Vorteil.

Der Dose entweicht ein intensiver Duft nach Zwetschge, für empfindliche Nasen im ersten Moment etwas zu intensiv. Nach wenigen Minuten hat sich der Dampf des Top-Flavours ein wenig verflogen und jetzt riecht die ganze Angelegenheit weit weniger intensiv und auch nicht künstlich. Eher so, als ob man neben einem Zwetschgenbaum voller reifer Früchte steht.

In der Dose liegen die einzelnen Flake-Scheiben (ca. 5cm X 6cm X 1,5mm) ordentlich aufeinander. Da die Dose ein wenig größer ist, wurden noch ein paar Scheiben daneben gequetscht. Das Tabaksbild ist überwiegend rehbraun, durchzogen von helleren und vereinzelten dunkleren Fasern. Hinweise auf den ansonsten bei Aromaten ja recht beliebten Black Cavendisch kann ich keine entdecken. Obwohl sich der Tabak selbst für einen Flake ziemlich feucht anfühlt, beschließe ich einen Versuch zu wagen. Von dem "Klotz" eine Scheibe abzuziehen erfordert schon etwas Fingerfertigkeit da die einzelnen Scheiben aufgrund der Feuchtigkeit miteinander verklebt sind aber danach ist das Stopfen relativ einfach: Knick, Falt, Reinschraub.

Noch etwas Oberflächenbehandlung und schon kann das Streichholz zum Einsatz kommen. Es kommt, wie es kommen muß, der Tabak bäumt sich auf und schon ist der Ofen wieder aus. Also noch mal Oberflächenbehandlung, ein zweites Streichholz investieren und dann kann man sich entspannt zurücklehen.

Der Abbrand ist gutmütig. Es erfordert nicht übermäßig viel Aufmerksamkeit, die Pfeife am glimmen zu halten, man kann durchaus auch mal ein paar Sätze sagen, ohne das gleich Nachgefeuert werden muß. Trotz seiner Feuchte hält sich die Kondensatentwicklung in Grenzen. Ohne Filter geraucht, reicht ein Reiniger für das gesamte Rauchopfer, mit Meerschaumfilter sieht man dem Filter zwar hinterher an, das er bereits zum Einsatz kam aber er wirkt keinesfalls überfordert. Ist die Dose schon ein paar Tage offen und der Tabak etwas abgetrocknet, entwickelt sich praktisch kein Kondensat mehr.

Am Ende bleibt etwas feine weiße bis leicht gräuliche Asche übrig in der sich vereinzelte angekohlte Tabaksteile finden. Den Nikotingehalt würde ich eher auf der leichten Seite von Medium einordnen, es ist aber keinesfalls nur heiße Luft, die aus dem Mundstück kommt.

Schmecken tut der Tabak natürlich auch. Logischerweise nach Zwetschge. Wobei der Zwetschgengeschmak den Tabakgeschmak keineswegs erschlägt, sondern eher unterstützt. Wie bei einem guten Zwetschgenkuchen. Sowohl der Belag als auch der Boden schmeckt. Parallel zur Füllhöhe in der Brennkammer läßt auch der Zwetschgengeschmak etwas nach ohne sich aber gänzlich zu verabschieden. Statt dessen kommt langsam der Tabakgeschmak stärker zur Geltung, was nicht unbedingt von Nachteil ist.

Meine in dieser Beziehung recht kritische BH beurteilt die Raumnote als angenehm und bekommt immer Gelüste auf Zwetschgenkuchen, wenn dieser Flake in der Pfeife glimmt. Da es eh zu den Aufgaben eines Mannes gehört, einen Baum zu pflanzen, sollte man(n) aus Kostengründen eine Zwetschge wählen, wenn man(n) diesen Tabak öfter rauchen will.

Fazit:
Jetzt in der kalten Jahreszeit, in der ich eher etwas Deftiges bevorzuge, ist mir persönlich der Tabak ein wenig zu leicht. Aber im nächsten Sommer wird sich garantiert der Inhalt der einen oder anderen Dose in Rauch auflösen. Zwetschgenkuchenliebhaber mit Figurproblemem können auch mal versuchen, ein bischen Sahne zu dem Tabak in die Pfeife zu geben. Dazu noch eine Tasse Kaffee und schon kann man ohne schlechtes Gewissen wegen der Kalorien schlemmen. Aufgrund der angenehmen Raumnote und da der Raucher nicht seine volle Aufmerksamkeit der Pfeife widmen muß, dürfte auch der Rest der Kaffeerunde nichts dagegen haben.

Bezug über: http://www.sindelfinger-tabakhaus.de/

(04.02.2003)

Aktuelle Änderungen (alle) | Edit SideBar Letzte Änderung dieser Seite: 06.01.2011 14:35 Uhr bearbeiten | drucken | Versionen