zurück
W.Ø. Larsen Flake Cut
(Pfeifentabak)
| Hersteller: | W.Ø. Larsen Dänemark |
| Mischung: | Virginia, Burley |
| Schnittbreite: | Flake |
| Typ: | leicht aromatisiert |
| Flavour: | medium-stark |
| Verpackung: | 50g Dose |
| Preis: | 50,00 DK |
Karl-Heinz Krebs
Das 7 cm breite Flakeband ist auf einer Länge von 8 cm 3 mal gefaltet, so liegt der Flake kompakt in der Dose. Er ist gut konditioniert, man sollte den Tabak nach öffnen der Dose aber in ein dicht verschließendes Gefäß verbringen, sonst trocknet er schnell aus.
Das Tabakbild ist hellbraun und von vielen gold gelben Sprenkeln durchzogen. Vom Geruch gibt er sich heuig frisch mit einem säuerlichen Unterton. Das Topping ist nur zu erahnen, ich rieche davon nichts. Laut Dosenaufdruck soll es Rum und Honig sein.
Von der Längsseite des Flakes reiße ich die benötigte Menge ab, falte ihn einmal und bringe ihn zwischen Daumen, Zeige- und Mittelfinger in die richtige Form. So kommt er in die Pfeife. Beim Anzünden richtet er sich etwas auf.
Vom ersten Zug an ist der Flake Cut für mich ein Genuß. im Fordergrund steht der Tabakgeschmack, kräftig genug, um nicht nach ihm suchen zu müssen. Auf der Zunge verursacht er ein prickeln Gefühl. Begleitet werden die ersten Geschmackseindrücke von einer Süße, die ich nie als aufdringlich empfinde.
Nach dem ersten Drittel verliert sich die Spritzigkeit und der Rauch wird angenehm weich, die Süße kommt noch besser zum tragen und harmoniert sehr gut mit dem Tabakgeschmack.Und er hat Kraft!
Zum Ende hin verliert sich die Süße, dabei legt der Flake Cut noch an Stärke zu. Da er im Verlauf des Rauchopfers kontinuierlich an Stärke gewinnt, ordne ich ihn als medium bis full ein.
Langsam geraucht verglimmt er ohne nennenswerte Kondensatabgabe. Dies führe ich zum einen auf gute Tabakqualität zurück, zum anderen auf die fein faserige Struktur. Seine Raumnote ist dezent und unaufdringlich.
Der Flake Cut wird in Zukunft zu meinen ständigen Begleitern gehören. In Deutschland ist er nicht im Handel, aber wozu hat man Freunde in Dänemark.
(01.11.02)
Frank Nicolai
Als ich den Tabak das erste mal sah und roch dachte ich sofort: Orlik Golden Sliced. Die gleiche Schnittart (allerdings im Gegensatz zum OGS in der Dose liegt hier ein gefalteter Strang in der Dose), die gleiche Farbe und der gleiche Geruch.
Nun gehört der OGS ja zu dem meistgerauchten Tabake bei mir - insofern hatte ich keine Berührungsängste mit dem Flake Cut. Ein bissel was abgezupft, in die Pfeife gestopft und los gings!
Und auch im Geschmack: OGS. Nur im letzten Viertel der Füllungen kam mir der Larsen Flake Cut einen Kick kräftiger vor. Auch bleibt das Butterplätzchen-Aroma bis zum Ende erhalten. Allerdings kommt das chargenbedingt beim OGS auch vor.
Was soll ich sagen: ich denke, ich habe den OGS geraucht. Wolf, mit dem ich mich darüber unterhielt und der den Flake Cut bereits aus DK kannte wunderte sich sehr. Denn seiner Meinung nach ist der Flake Cut dunkler und kräftiger. Merkwürdig... Ist der Flake Cut von Larsen bei Orlik gemacht? Könnte falscher Tabak in die Dose geraten sein? Oder sind sich der Golden Sliced und der Flake Cut wirklich so ähnlich?
Fazit:
Ich mag den Golden Sliced von Orlik. Und deshalb mag ich auch den Flake Cut von Larsen, wie er in meiner Dose war. Ein Allday-Smoke wie es besser nicht geht.
Trotzdem bitte ich jeden, der den Tabak mal raucht, ihn zu beschreiben.
(21.06.04)