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Tabak Huber Georg IV
(Pfeifentabak)
| Mischung: | Virginia, Black Cavendish |
| Schnittbreite: | 3 - 5mm Wildcut |
| Typ: | aromatisiert |
| Stärke: | leicht |
Rolf Öttking
Der Tabak ist vermutlich eine der normalen BC- VA- Leicht- Tabake, wobei der BC als Geschmacksträger gebraucht wird.
Das Tabakbild ist geprägt von etwa 50% gerissenem Virginia und 50% BC. Ein Früchte- Aroma ist spürbar, aber noch dezent gehalten oder schon verflogen. Der Tabak kommt etwas feucht, aber noch gut konditioniert an. Das Füllen und Entzünden bereitet keine Schwierigkeiten. Sofort nach dem Entzünden will mir ein Sauerkirsch- Aroma auf die Zunge, der Tabakgeschmack dahinter traut sich kaum aus seiner Ecke. Das bleibt auch im zweiten Drittel der Füllung so. Ein Sottern ist mittelmäßig ausgeprägt, bei langsamem Rauchen lässt sich dies verringern. Im letzten Drittel tut sich dann endlich ein wenig Herbe hervor, die das Aroma aber nicht völlig ablöst, ohne jedoch richtig bitter zu werden. Dar Tabak verbackt hier (karamellisierter Zucker??) und die Abbrandeigenschaften, die zunächst gut waren, verschlechtern sich ein wenig. Nichtsdestotrotz lässt sich der Tabak recht gut abrauchen. Zurück bleiben mittel- bis dunkelgraue Asche, durchsetzt mit verkohlten Tabakkrümeln (recht wenig, wenn man sich Mühe gibt).
Fazit:
Der Tabak ragt nicht aus der Masse heraus. Gute Abbrandeigenschaften, kaum Sottern und konstanter Geschmack sind ein bisschen wenig für eine Sensation, wie groß diese auch immer sein sollte. Ich würde ihm etwas weniger Zusatz-Aroma und dafür etwas mehr Tabak- Geschmack wünschen, dann könnte er mit den älteren MB-Tabaken der Mixture Scottish Blend - Plumcake - Reihe mithalten. Für Anfänger besitzt der Tabak aber insofern einen gewissen Reiz, als er bis zum letzten 1/9 konstant abbrennt und auch recht gleichförmig im Geschmack bleibt und auch keine direkt umwerfenden Nachteile bietet. Wer Kischtabak mag, mag's mögen. Da ich ein Kirsch-Aroma erkannt zu haben glaube (kann aber auch eine andere, zur Säure neigende Beerenfrucht sein (Johannis-, Him- oder Brom-...)), ich aber auf der anderen Seite derzeit keine Kirsch-Tabake rauche, gebe ich keine Prognose ab, um welchen Tabak sich's denn wohl handelt. Zudem ist die Menge dieser Tabake Legion, so dass mir absolut der Überblick fehlt. Die Qualität ist sicherlich brauchbar, der Tabak neigt nicht zur Hinterlist und kann für Liebhaber von Kirschtabaken (bedingt durch meine Unkenntnis auf diesem Gebiet) empfohlen werden. Ich mag ihn trotzdem nicht gar so sehr.
Carsten Schaudel
Der Tabak macht rein Optisch einen sehr schönen Endruck: Eine recht bunte Mischung in der alle gängigen Tabakfärbungen von hellbraun bis schwarz enthalten sind. Der Schnitt hat mich von der reichlichen Breite her recht gut angesprochen, die Konsistenz war optimal. Nach dem Öffnen des Beutels strömte mir ein sehr fruchtig angenehmer Geruch entgegen, der dazu einlud Ihn etwas eingehender zu betrachten. Zu diesem Anlass habe nicht die Probe gleich in einen größeren Beutel umgepackt, da meine Nase nicht so richtig in die ziemlich kleine (Aber zu stopfen eigentlich sehr gute) Beutelöffnung gepasst hat.
Geruch (unverbrannt): Leider ist es uns (meiner BH und mir - Sie raucht zwar nicht, bringt sich aber in das häusliche 'Zulassungsverfahren' für neue Tabake immer sehr eifrig ein - immerhin muss Sie die Raumnote ja aushalten) nicht gelungen die Frucht zu dem das Aroma passt zweifelsfrei zu identifizieren. Ich würde da auf Sauer- oder Wildkirsche, oder vielleicht etwas beeriges tippen.
Geschmack: Der Geschmack der Tabaks hielt im wesendlichen was er verspricht. Es ist eine angenehm runde Tabakmischung die nicht zu dominant von dem fruchtigen Aroma unterstützt, und ich meine wirklich unterstützt und nicht überlagert, wird.
Raumnote: Eine Überraschung hingegen war die Raumnote. Die Spontane Frage meiner BH nachdem Sie den Raum betrat in dem ich den Tabak genoss war: "Hast du Räucherstäbchen angemacht ???". Und tatsächlich: Sie zog aus Ihrer Schublade ein Päckchen Räucherstäbchen das durchaus so roch als hätte die Raumnote hiervon stammen können, allerdings war die Note des Tabaks doch würziger, aber nicht unangenehm, eben nur überraschend.
Abbrand: Absolut problemlos. Ließ sich leicht entzünden und brannte unter leichten Nachstopfen bis zum Ende durch.
Fazit:
Ein Tabak den man sich durchaus einmal zulegen könnte (wenn das Geheimnis um den Namen gelüftet ist). Er könnte etwas kräftiger sein, wirkt alles in allem aber Rund. Mein Votum: Buy !
(11.05.2001)
Henry Stoehr
Ich möchte das "Geheimnis" um den Namen lüften:
auf meine diesbezügliche Frage antwortete mir die freundliche und sehr sachkundige Verkäuferin im Geschäft in München, ihre Chefs hießen seit vier Generationen "Georg". Der vierte Georg habe diese wunderbare Mischung kreiert.
Bei der Saucierung handelt es sich übrigens nicht um Kirsche, sondern laut Katalog um rote und schwarze Johannisbeere.
(18.03.2005)