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Germain Mixture 7

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Germains Mixture No.7

(Pfeifentabak)

Markenname:Germains
Hersteller:Planta
Mischung: 
Schnittbreite:Mixture
Typ:aromatisiert
Stärke:leicht-medium
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Preis: 

Stefan Roller

Bild: heller Mixtureschnitt, ca. 2mm breit mit wenigen dunklen Anteilen.

Geruch: süßlich, fruchtig, künstliche Vanille, ein Hauch von Schokolade und evtl. etwas Alkohol.

Geschmack/ Brandverhalten: einfaches Entzünden, nicht zu süß mit dem typischen Plantaaroma, welches den Tabak fast vollständig im Geschmack überdeckt. Die Würzaromen verschweigen ihre chemische Provinienz nicht. Insgesamt ist es ein leichter Tabak (immer oFi) mit leichten Anklängen an den Sherlock Holmes.

Nach dem Lüften des Zimmers ist der Geruch weniger aufdringlich, ja wird sogar dezent angenehm. Unter den drei verkosteten Plantatabaken ist er der für mich akzeptabelste, obgleich ich danach trachten werde meine Pfeifen nicht mit ihm in Kontakt kommen zu lassen.


Rolf Öttking

Pouchduft: sehr süß, Sirup? Rum? ich kann keine fruchtanteile ausmachen

Farbspiegel: vorwiegend mittel- und hellbrauun gemischt (2/3:1/3), dunkle Anteile vom BC (<10%),

Schnittbreite: 2mm, lang- und mittelfaserig, BC eher kürzer, vereinzelt Strünke

Konditionierung: eher feucht, pappt zusammen, faltet sich dann recht langsam wieder auseinander

Anzünden: brennt für die Feuchte relativ willig an, kein Aufbäumen, leicht am Glimmen zu halten, glimmt weiter willig ab. Sehr guter Abbrand.

Erste Züge: sehr süß, nicht rauchig

Erstes Drittel: geschmacklich recht leicht, aber doch mit etwas Würze Durchstoßen des Aschedeckels stößt auf etwas Widerstand, daraus schließe ich mäßig hohen (dann karamellisierten) Zuckerzusatz, wird u.U. heiß, dann bissig. Spezielle Aromen kann ich nicht ausmachen, jedenfalls keinee Fruchtsäure.

Zweites Drittel: wird etwas bitter, wenn er heiß geraucht wird, kehrt aber zur Süße zurück, im Verlauf nimmt jedochh eine Art Bitterkeit nach und nach zu. Von Rauchigkeit fast mnichts zu schmecken, aber Würze bleibt bemerkbar. Moderate kondensatbildung

Letztes Drittel: Wird bitter, allerdings kann das auch an zu starker kompression beim Nachstopfen liegen. Trotzdem nur sehr schwach tabakig/rauchig. Glimmt trocken bis zum Boden der Pfeife.

Fazit/ Bemerkungen: ist recht stark/süßlich im Pouchduft, aber recht leicht beim Rauchen. Beim wiederanzünden nicht einheitlich, einmal bitter, dann auch wieder süßlich-duftig, leidlich angenehm. Der Pouchduft erinnert etwas an den Rum and Maple, aber den hatte ich vom Schnitt her anders in (sehr blasser) Erinnerung.

Vermutung: Der Pouchduft kann vom Rum&Maple stammen, aber den hatte ich vom Schnitt und im Rauch anders in Erinnerung. Ich vermute als Hersteller aber Planta, da ich meine, den "Stallgeruch" wiederzuerkennen.


Frank Kalinowski

Auf den ersten Blick scheint es sich bei Probe Nr.2 um eine reine Virginiamischung zu handeln. Eine klassische Mixture mit Anteilen von schmalen, länglichen Fasern und kurzem, breitem, gerissenen Blattgut. Neben dem obligatorischen Latakia, der hier aber wohl einen Anteil von unter 5% hat, meine ich noch einen gewissen Orientanteil auszumachen. Das Anzünden ist problemlos, auch wenn der Tabak nicht wirklich scharf darauf zu sein scheint sich in Asche zu verwandeln. Die ersten fünf bis zehn Züge macht sich ein scheinbar voll süßer Virginia über die Geschmacksnerven her und ich hatte sogar den Eindruck ein alkoholisch- fruchtiges Casting zu erschmecken. Ein paar Züge weiter ist der Spuk aber vorbei und der Orient, vermutlich unterstützt von Kentuckyblattgut, übernimmt mit seinen herben, leicht bitteren Noten das Regiment. Der Virginia versucht zwar tapfer mit seinem hohen Zuckeranteil eine Rolle zu spielen, kann sich aber allenfalls ergänzend einbringen. Je weiter man sich dem letzten Drittel nähert, meldet sich dann auch der Latakia etwas schüchtern an und gewinnt zunehmend an Deutlichkeit. Natürlich lässt sich auch dieser Tabak, ohne Nachzünden zu ende rauchen und hinterlässt nur einen Hauch feiner Asche.
Unterm Strich fand ich nur die ersten fünf Züge interessant, wobei es sich aller Wahrscheinlichkeit nach lediglich um ein Crossover der vorher in dieser Pfeife gerauchten Mixture gehandelt hat, wer es aber herb mag wird sicherlich seine Freude an diesem Tabak haben.


Oliver Jung

Die zweite Blindprobe ist eine Mixture von hell brauner bis mittelbrauner Farbe. Die Fasern sind 1 bis 2 mm breit und bis zu 3 cm lang. Der Geruch wird von mir als neutral ohne Aromatisierung oder sonstiges Casing wahrgenommen. Das Stopfen geht wie fast immer bei Mixtures ohne Probleme von statten. Der Tabak hat eine angenehme Konsistenz und einen guten Feuchtigkeitsgehalt, sprich er ist nicht zu trocken und nicht zu feucht. Das Anzünden bereiten keine Probleme.

Schon in den ersten Zügen stellt sich ein angenehmes Kribbeln auf der Zunge ein, welche aus meiner Sicht von einem gewissen Periqueanteil stammen dürfte. Aus meiner Sicht hat dieser Tabak eine angenehme Raumnote, meine Frau ist da allerdings anderer Meinung. Auch in der Rauchphase ist kein Casing oder Ähnliches wahrnehmbar. Die hochwertigen Virginias bieten einen guten Rauchgenuss, im letzten Drittel tritt der Perique etwas in den Vordergrund, ohne unangenehm zu sein. Es gibt keinerlei Probleme mit Kondensat, ist einfach zu rauchen und daher sicherlich auch für Anfänger geeignet.

Ein angenehmer Tabak, mit einem gewissen Periqueanteil, der sich wunderbar rauchen lässt. Um den Weg in meine Tabakbar zu finden fehlt im das Besondere, was ihn unverwechselbar macht. Sozusagen das gewisse Etwas.


Stephan Beek

Das Tabakbild zeigt langfaserige, leicht verklebte Virginafaser, von dunkelgrün bis Mittelbraun. Ein Casing mit Vanille und Karamellnoten, dennoch recht dezent steigt einem in die Nase, wenn man den Tabak mit den Fingern etwas aufrubbt um ihn dann in die Pfeife einzubringen. Ist dieser Schnitt eher bei englischen, traditionellen Mischungen, wie z.B. Dunhill zu finden, wundert es bei einem VA doch ein wenig. 

Nach dem etwas schwierigen Stopfen, was bedingt durch den langfaserigen Schnitt nicht immer einfach ist und welches durch das Aufbäumen beim Anzünden noch ein wenig verstärkt wird, schmeckt man eine leichte Süße und ein den MacBarens nicht ganz unähnliches Aroma. Gleichzeitig könnte das Casing aber auch z.B. von Planta sein, die ein recht ähnliches Aroma aufweist.

Bei den Sorten bin ich mir unschlüssig, Virginia ist klar, aber auch Orientanteile könnten vertreten sein, zumindest deutet eine gewisse "Pfeffernote" beim Rauchen darauf hin. Auch hat der Tabak etwas von Nelken, jedoch im Hintergrund und unaufdringlich.

Der Tabak ist beim Rauchen unkompliziert, wenn man ihn einmal gebändigt hat, jedoch ist er meines Erachtens nach doch recht nikotinreich. Da ich vor dem Rauchen wenig, bis nichts gegessen habe, war dies eindeutig zu merken.

Vom Raumduft her, ist der Tabak einfach nur Tabak. Das macht ihn nicht schlecht, aber er riecht eben nach verbranntem Holz und Heu. Genauso schmeckt er allerdings auch ab der zweiten Hälfte, wenn das Casing verflogen ist und der Tabak selbst dominiert.

Über die ganze Füllung hin, bleibt der Geschmack konstant, ohne sonderliche Höhen oder Tiefen, was ihn - zumindest für mich - jedoch auch recht langweilig macht.

Fazit:
Gibt es viele Freunde dieser naturbelassenen Sorten, sind diese für mich nicht wirklich der wahre Jakob. Ich würde ihn wieder rauchen, wenn mir der Sinn nach einem ehrlichen und kräftigem Tabak steht, der mich jedoch nicht gleichwohl umhaut, wie viele VAs dies vermögen, kaufen würde ich ihn jedoch nicht unbedingt.

(05.12.2008)

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