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Germains Mixture No 9

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Planta Germain's Mixture No. 9

(Pfeifentabak)

Markenname:Planta
Hersteller:Planta
Mischung:Burley, Black Cavendish, Virginia
Schnittbreite:Wild Cut
Typ:stark aromatisiert
Stärke:leicht
Verpackung:100g-Dose

Christian Probst

Beim öffnen der Dose.... ...sticht einem zuerst einmal das starke süß-saure Fruchtflavour entgegen. Der Tabak, der sich zusätzlich in einer durchsichtigen Plastiktüte befindet hat ein relativ buntes Tabakbild. Dunkler Black Cavendish, brauner, schwammiger Burley und heller Virginia. Was auffällt sind die sehr harten Tabakstrünke die sich doch recht zahlreich im Tabak finden. Der Wild-Cut ist recht stark gepresst, so das sich auflockern empfiehlt. Des weiteren ist der Tabak auch nach längerem offen stehen lassen recht feucht.
Der erste Raucheindruck.... Das Anzünden gestaltet sich auffällig problemlos, ich hätte das aufgrund der hohen Feuchte des Tabaks wirklich nicht vermutet. Bei den ersten Zügen an der Pfeife schmeckt man einen aromatischen, sehr süßen Geschmack, der sich mit einer sauren Note verbindet. Wie ich anfangs vermutet habe empfiehlt es sich den Tabak relativ locker zu stopfen, tut man es nicht, bestraft einen der Tabak mit sofortiger Bitternis und Heißwerden. Der Tabak brennt erstaunlich schnell ab. Man ist versucht den Tabak stark herunter zu drücken, doch wie gesagt, das verzeiht einen der Tabak nicht, man muss ihn relativ locker in der Pfeife glühen lassen. Das Tabakaroma ist "Schwartaumässig" süss, ohne eines Hauch von Tabakgeschmack. Bis zur Hälfte sottet der Tabak wirklich wenig. Die Asche ist sehr hell und locker, was ich eigentlich nicht erwartet hätte, ich denke der Grund dafür könnte es sein dass das Kondensat konsequenterweise zum Pfeifenboden läuft, denn kurz nach der Hälfte, wenn es zum letzten Viertel hingeht sottet der Tabak ungemein. Der Tabakgeschmack wird würziger, für mich wird der Geschmack angenehmer. Zu diesem Zeitpunkt wird der Tabak selbst bei vorsichtigen Langsamrauchen heiß. Wenn man die Pfeife weglegt, damit sie sich abkühlen kann und sie nach 10 Minuten wieder anzündet, schmeckt der Tabak bitter, fast wie verbranntes Papier. Also ja nicht den Fehler machen und die Pfeife mehrmals anzünden!! Zum Ende hin wird der Tabak unerträglich bitter, selbst der erfahrenste Raucher wird diesen bitteren Geschmack nicht ertragen können. Man ist einfach nicht in der Lage den Tabak zu Ende zu rauchen.
Die Raumnote... Ist wie vermutet, ein süsslicher, tabakuntypischer Geruch liegt in der Luft. Doch bereits ab der Hälfte bekommt man von der Umwelt Rückmeldungen wie "wer verbrennt denn hier Papier?" oder "das riecht ja wie alte Socken!" Das Raumklima verändert sich dahingehend das dieser verbrannte Papiergeruch sich noch weiter verstärkt. Dieser erste "Verdacht" der sich aufgrund der sich protestierend meldenden Familienmitglieder gebildet hat manifestiert sich wie gesagt im Papiergeschmack des Tabaks.

Fazit:
...Ihr ahnt es, es wird wohl mein erstes Review das ein insgesamt negatives Gesamturteil zieht. Selbst mein Vater, der den DTM "Vanilla Honeydew" oder "Stanwell Vanilla" so sehr leibt kann diesem Tabak nichts, oder nur sehr wenig positives abgewinnen. Mich würde ja mal Interessieren ob das was ich da geraucht habe wirklich Tabak ist, der beschriebene Papiergeschmack lässt wirklich einen gewissen Verdacht aufkommen...... Ihr habt es selbst gelesen ,der Tabak ist eines Rauchopfers nicht wert, er enttäuscht auf ganzer Linie. Er schmeckt (wenn man das so nennen kann) nur ganz am Anfang und er verschlechtert sich im laufe des Rauchervorganges rapide. Übrig bleibt ein siffiger, bitterer unrauchbarer Tabakpfropfen auf dem Pfeifenboden. Ich appelliere an euch: Versaut euch nicht eure Pfeifen mit diesem Tabak!! Prädikat: Nicht empfehlenswert!! .

(02.09.2000)

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