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Gletscherprise

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Pöschl Gletscherprise

(Schnupftabak)

Markenname:Pöschl
Hersteller:Pöschl
Verpackung:10g
Preis:1,70 Euro

Jan Hauck

Die Gletscherprise ist unter den Schnupfern eine bekannte Marke. Es gibt wohl kaum jemanden, der sie nicht kennt. Sie ist beinahe überall erhältlich, und zumeist ist es die Schnupftabakmarke, mit der man anfängt, und bei der man entscheidet, ob man es weiter versuchen will, oder lieber nicht. Die Dose ist, in Anlehnung an das Thema Gletscher und Erfrischung, in einem himmelblau gehalten. Der Aufkleber auf der Dose verkündet, daß Menthol und Columbia-Öl verwendet wurden. Der Tabak selbst ist relativ dunkel, daher mild, aber in meinem Fall relativ trocken. Nach dem Aufschnupfen ist zuerst das Menthol vorrangig, danach kommt das Columbia-Öl heraus. Hier muß ich bemerken, daß ich immer der Meinung war, und noch bin, daß das Öl keine Aromatisierung im eigentlichen Sinne darstellt, sondern eine Art Trägerstoff oder Verstärker ist. Wenn ich nämlich so weit wie möglich verschiedene naturbelassene, dunkle Tabake schnupfe, und deshalb in etwa unterscheiden kann, wie Tabak in dieser Form schmeckt, bemerke ich bei der Gletscherprise, daß hier genau dieser naturbelassene Tabakduft so deutlich vorhanden ist, daß ich geneigt bin, dies dem Öl zu zu schreiben. Das ist ein Pluspunkt für die Gletscherprise, denn sie vermittelt dem Erstschnupfer den Tabakduft, den ein Schnupftabak unbedingt zum Ausdruck bringen muß, und nebenbei die Wirkung des Menthols, das in Deutschland den meisten Snuffs beigemischt ist. Jeder Erstschnupfer wird also problemlos merken, ob er das Schnupfen mag oder nicht. Zur Ausgewogenheit der Gletscherprise gehört gegenüber dem Pluspunkt entsprechend ein Minus. Leider vermisse ich bei der Gletscherprise Nuancen im Geschmack. Das ist nicht unbedingt ein gravierender Nachteil, aber ich will es immerhin aufführen. Als halbwegs erfahrener Schnupfer greife ich persönlich nämlich selten zur Gletscherprise, nicht weil ihr gerade in Bayern der Charakter der Bildzeitung zugeschrieben wird. Sondern ich habe von der Gletscherprise kein Erlebnis, sondern einen schnellen Genuß. Ich schmecke Tabak, Menthol, und sonst leider nichts. Der Stimmung nach passt das zwar manchmal, aber nicht oft. Die Gletscherprise ist für mich ein Schnupftabak, zu dem ich in einem längeren Zyklus immer wieder zurück komme, bei dem ich aber mangels Tiefe und Charakter leider nie lange verweile. Empfehlen will ich die Gletscherprise aber trotzdem gern, denn im Grunde hat man mit ihr einen soliden Snuff für zwischendurch.

(11.07.2003)


Dennis Schmolk

Ich hatte in meinem alten Blog “GenussKultur” (bzw. dessen Vorgängerversion) schon öfter Tabake und Zigarren rezensiert, die Tabake meist aus dem Spektrum der Grob- und Feinschnitte. Vom Rauchen bin ich in der letzten Zeit eher abgekommen; die Zigaretten vertrage ich nicht, weil ich sie zu selten rauche (und mir das Nikotin dann zu schnell zu Kopfe steigt - ich bevorzuge immer noch filterlose Selbstgedrehte), und auch nach einer einstündigen Pfeife schwimmt mir der Kopf und ich habe das Gefühl, mir die Lunge aushusten zu wollen. Daher stieg ich vorerst um auf das kultivierte Vergnügen des Schnupfens. Als erstes rezensiere ich hier die Marke, die wohl den meisten Schnupfern den Einstieg bot: die Gletscherprise. Kleine, wick-hustenbonbonfarbene Dose, ein sehr starker Duft nach Menthol aus der geöffneten Dose. Haptik: sehr gut, fein, leicht feucht (auch zwei Wochen nach dem Öffnen noch), schnupft sich gut und ohne Umstände. Geschmack: Erst sehr erfrischendes Menthol, dann ein nicht sehr starker, aber deutlicher und länger (~10min) anhaltender Tabak-Abgang. Perfekter Snuff, um aufzuwachen, zudem preiswert (1,70/10g) und überall verfügbar. Auch wenn dem Tabak ein Allerweltsimage anhaftet: empfehlenswert.

(07.01.2009)


Adrian Schmidtke

Mein erster Snuff; in jungen Jahren durfte ich mich immer wieder mal aus dem Vorrat meines Großvaters bedienen, der die Gletscherprise in großen Mengen konsumiert hat. Insofern ist mein Blick auf die Gletscherprise wahrscheinlich nicht sehr objektiv. Der Mentholgehalt ist im Vergleich zu anderen Snuffs schon heftig, aber keineswegs unangenehm. Was ich an der Gletscherprise aber vor allem mag, ist der dunkle, fast zigarrige Tabakgeschmack, der durch das Menthol keineswegs überdeckt wird. Mich erinnert der Geschmack an geöffnete Zigarrenkisten und das ist - selbst für Nichtraucher - in der Regel ein äußerst angenehmer Geruch. Das Menthol hingegen ist mir oft zu viel des Guten, so dass eine Dose bei mir eher lange hält.

(07.07.2009)

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