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Gold Of Mysore

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DTM Gold of Mysore

(Pfeifentabak)

Markenname:DTM
Hersteller:DTM
Mischung:Virginia
Schnittbreite:ready rubbed
Typ:aromatisiert
Flavour:Vanille-Honig
Stärke:leicht-medium
Verpackung:100 g Klemmdeckeldose/250 g Vakupack
Preis:16,70 Euro / 35,10 Euro (März 2012)

Björn Hollensteiner

DTM beschreibt im 2005er Katalog den neuen Tabak "Gold of Mysore" als Ready-Rubbed Virginia-Flake aus den zuckerreichen Grades der indischen Region Mysore, dem ein "zartes" Vanille-Flavour zugefügt werde, welches sich aber nicht in den Vordergrund dränge. Nun ja, beim Öffnen der Dose stellt sich vor allem die letzte Aussage als - sagen wir mal - etwas untertrieben heraus. Diejenigen, welche den "Sweet Vanilla Honeydew", den "M.A. Perfect Blend" und den "Mikes American Ready Rubbed" aus gleichem Hause kennen, werden sogleich ein Deja-Vu-Erlebnis haben. Das Aroma ist meiner Ansicht nach das gleiche "Vanille-Honig"-Flavour, das man von den anderen Tabaken auch schon kennt. Schwersüß und schwülstig duftet es aus der Dose heraus, daß einem fast blümerant wird :-).

Der Tabak selbst sieht dem Sweet Vanilla Honeydew ebenfalls sehr ähnlich. Er besteht aus reinem, einfarbig braunem Ready-Rubbed-Virginia, es könnte vielleicht der DTM Mischtabak "Mysore Ready-Rubbed" sein, das ist aber eine reine Vermutung.

Der Tabak sollte recht locker in die nicht zu kleine Pfeife eingefüllt werden und ist flugs entzündet. Das Flavour spielt im Rauchduft entgegen der Aussage von DTM sicherlich die allererste Geige. Man muß aber zufügen, daß auch der Virginia seine Qualitäten nicht verhehlt, vor allem ab etwa der Mitte der Füllung tritt er langsam aus dem Schatten des Flavour hervor. Der Abbrand ist vorbildlich. Zuckerreiche Tabake tendieren üblicherweise zum Heißbrand und Zungenreizungen, dieser ist eine Ausnahme. Es bleibt helle Asche, bei bedächtigem Rauchen entsteht sogar kaum Kondensat.

Fazit: Wer "Vanilla Honeydew" mag, wird diesen Tabak ebenfalls lieben. Er ist sicher nichts für jedermann, da das Aroma doch recht dominant und schwülstig ist. Ich mochte schon die drei o.g. Tabake sehr gerne, daher kommt auch der "Gold of Mysore" immer mal wieder in meinen Pfeifen. Vor allem die verwendete Tabakqualität macht es zu einer Freude, auch diese stark aromatisierte Mischung regelmäßig zu rauchen. Nüchtern gesehen stellt der Tabak aber nichts wirklich Neues dar.

(13.08.2005)


Frank Nicolai

Der Gold of Mysore ist im letzten Jahr im Dan Pipe Katalog aufgetaucht; geraucht habe ich ihn aber erst jetzt. Ich muss zugeben: meine Erfahrungen mit dem Sweet Vanilla Honeydew waren nicht so gut ... und Björn schreibt in seinem Review ja von einer großen Ähnlichkeit der Tabake. Das machte mich sehr skeptisch. Geöffnet habe ich die Dose, weil sie meiner Frau so gut gefällt :-) Und ich habe es nicht bereut.

Der Gold of Mysore erinnert an den Sweet Vanilla Honeydew, hat aber meiner Meinung nach eine andere Tabakzusammensetzung. Und ist bei weiten nicht so stark aromatisiert wie jener (ohne jedoch die Aromatisierungen hier dezent nennen zu wollen). Bei Öffnen der Dose kommt mir ein Geruch entgegen, der mich sehr an die Tabakfabrik in Lauenburg erinnert: genau so riecht es bei DTM! Ein warmer, schwersüßer Geruch der nicht nur vanillig ist sondern der Urgrund des DTM-Hausaromas. Und das hat meinen Appetit angeregt.

Der Tabak muss sehr leicht gestopft werden; sein grober Schnitt (ready rubbed) verlangt das so. Anderenfalls glimmt der Tabak nicht ordentlich. Am besten schmeckt er (mir) aus großen, weiten Pfeifenköpfen - er braucht Platz, um sein Aroma zu entfalten. Der Tabak schmeckt auch nach Tabak. Unter dem sehr präsenten Aroma ist die sehr ordentlich Tabakbasis rauchig herrauszuschmecken. Ich vermute hier tatsächlich den Torben Dansk Virginia Mysore Ready Rubbed Flake als Grundlage. Allerdings kommt mir der Gold of Mysore ein wenig kräftiger vor; was aber rein subjektiv an der Aromatisierung liegen kann.

Der Tabak möchte sehr bedächtig geraucht werden - je kühler der Rauch, desto besser die Balance zwischen dem rauchigen Grundton und der Aromatisierung. Je heißer der Tabak geraucht wird (was er der Zunge dann mitteilt) desto stärker überwiegt das Aroma. Auch wenn man den Tabak nur sehr locker stopft: der Gold of Mysore glimmt sehr langsam zu einem Häufchen grau-weiße Asche herunter. Er ist sehr pflegeleicht, ab und an mal nachstopfen und wenn man seine Zunge nicht quält (sprich: zu heiß raucht) benötigt man keinen Reiniger.

Fazit: Nach meinem Entsetzen über den Sweet Vanilla Honeydew ist das hier ein (Hoch)Aromat, der mir richtig gut gefällt: Geschmack, Abbrand, Tabakeigenschaften... Und meine Frau mag ihn ebenfalls ;-) Ich empfehle ihn allen, die gern naschen und doch eine Ahnung haben wollen, wie Tabak schmecken kann. Innerhalb der Aromaten für mich einer der besseren.

(11.11.2006)


Ralf Ruhenstroth

Was liegt näher, als hochwertige und süße Virginia-Tabake mit einem Flavour zu versehen und so eine Brücke zu den Freunden hoch aromatischer Tabake zu bauen? Der Weg führt auch wieder zurück und es funktioniert. Mit dem „Gold of Mysore“ kann man mir immer noch die Hand reichen, ich nehme das Freundschaftsangebot gerne an. Die Vanille dürfte das häufigste verwendete Aroma sein, aber dementsprechend viel e üble Mischungen finden sich auch auf dem Markt.

Der „Gold of Mysore“ punktet bei mir schon als erstes, da es sich ausschließlich um Virginia-Tabake handelt. Nix Black Cavendish, der, obwohl so häufig verwendet, die Gefahr einer Rauchpappe in sich birgt. Zugegeben, mit einem guten Händchen und viel Sachverstand sind da schon ganz tolle Mischungen entstanden, gerade das Haus DTM hat dies schon oft bewiesen.

Das Tabakbild des „Gold of Mysore“ ist eine Augenweide. Dieser helle bis mittelbraune Ready Rubbed besticht, der Duft aus der Dose erledigt das übrige. Das Ganze erinnert auch an den „Sweet Vanilla Honeydew“ aus selbigem Hause, der allerdings, so meine Ahnung, in Sachen Aromatisierung noch eine Schippe drauf legt und deswegen bei mir persönlich nicht ganz so gut ankommt.

Die Handhabung ist denkbar einfach. Nichts ist leichter, als eine Pfeife mit einem möglichst großen Kopf zu stopfen und den Tabak zum Glimmen zu bringen. In einer kleinen Pfeife macht der „Gold of Mysore“ keinen Sinn. Die Aromen sind sehr stimmig, sie entfalten sich bei etwas Platz hervorragend. Die Vanille harmoniert mit der natürlichen Süße des Virginias. Im Raum entfaltet sich ein herrlicher Duft. Dieser Tabak raucht sich auch nicht schnell heiß, er verzeiht allerhand, was bei naturnahen Virginias schon mal in die Hose gehen kann.

Von seiner Stärke her ist der „Gold of Mysore“ nicht herausfordernd, ein Tabak, mit dem man den Tag beginnen kann und/oder der zu einer guten Tasse Kaffee eine ideale Begleitung gibt. Zur späteren Stunde hat er bei mir keine Chance mehr. Ich bin gegenüber Hocharomaten stets sehr skeptisch, aber der „Gold of Mysore“ überzeugt mich auf der ganzen Linie. Eine Dose zu 100 g/Jahr genieße ich absolut, mehr muss es aber auch nicht sein. Eine Empfehlung, absolut hochwertig und qualitativ überzeugend.

 (09.11.2011)

Lars Hermanns

Vor beinah einem Jahr bin ich durch den Dan Pipe Katalog und später durch YouTube Videos auf den DTM Tabak „Gold of Mysore“ aufmerksam geworden. Da ich bereits erst Erfahrungen mit dem „Torben Dansk Virginia Mysore“ Blending Tobacco gemacht hatte, entschloss ich mich im August 2011, mir nun den Gold of Mysore zum Einrauchen meiner neuen Pfeifen zuzulegen. Für die 100g Dose habe ich im August 2011 bei Dan Pipe in Lauenburg € 16,20 bezahlt, was in meinen Augen ein sehr fairer Preis ist.

Der Tabak kommt in einer 100g Dose daher, deren Deckel auch nach mehreren Monaten für einen stets optimalen Tabak garantiert. Sie lässt sich dermaßen gut verschließen, dass die Feuchtigkeit einfach nicht entweichen kann. Super!

Beim Öffnen der Dose kommt einem ein sehr angenehmer Tabaksduft entgegen, der einem das Wasser im Mund zusammenlaufen lässt. Es ist ein klassischer Ready Rubbed Virginia, der sich durch die breite Dosenöffnung sehr leicht entnehmen und in die Pfeife einbringen lässt.

Zum Stopfen empfehle ich Pfeifen von mindestens mittlerem Füllvolumen. Auch sollte der Tabak nicht zu fest, sondern lieber etwas lockerer gestopft werden, damit sich der Tabak und die Aromen besser ausbreiten und entfalten können. Meine Stanwell Rhodesian BR 34 rauche ich bei lockerer Stopfung und ein paar Millimetern Abstand bis zum Rand immerhin noch etwas mehr als eine Stunde lang. Bei kleineren Pfeifen – zum Beispiel beim Einrauchen – sollte man ebenfalls daran denken, nicht zu fest zu stopfen.

Das Anzünden geht sehr leicht und problemlos vonstatten. Bei mir genügt in der Regel ein einziges Streichholz, um die Oberfläche gleichmäßig zum Glimmen zu bringen. Den aufbäumenden Tabak nur vorsichtig mit dem Stopfer wieder runter drücken, und los geht’s. Bereits mit den ersten Zügen entfaltet sich ein herrlich süßliches Aroma, das in allererster Linie von den Mysore Virginias stammt. Diese indischen Virginias sind für ihren hohen Zuckergehalt von bis zu 25% berühmt, was sie in meinen Augen ideal zum Einrauchen neuer Pfeifen macht. Zumindest, wenn man – so wie ich – Wert auf einen schönen (wenn auch dünnen) Cake legt.

Der Tabak lässt sich langsam und genüsslich runter rauchen und bedarf dabei kaum Aufmerksamkeit. Wichtig ist eben nur, aufgrund des hohen Zuckergehalts der Virginias darauf zu achten, dass man langsam und bedächtig zieht. Zu schnelles und somit zu heißes Rauchen führt sehr schnell dazu, dass der Zucker nicht karamellisiert, sondern dass er verbrennt. Dadurch wird er bitter und der Geschmack leidet. Langsamen und behutsames Ziehen vorausgesetzt, kann man den Gold of Mysore aber bis zum letzten Zug genießen. Er verliert überhaupt nicht an Aroma und kann dieses bis zum Ende hindurch halten. Übrig bleibt nur ein wenig hellgraue Asche, die ich in der Brennkammer verrühre.

Der Gold of Mysore ist, auch wenn die Dose nicht darauf schließen lässt, ein Aromat. Wenn auch nur ein dezenter. Es wurde meiner Meinung nach nur sehr wenig Vanille zur Aromatisierung ins Spiel gebracht. Diese steht beim Rauchen aber keineswegs im Vordergrund, sondern sie unterstützt vielmehr die natürliche Süße des Virginias. Lediglich in der angenehmen Raumnote lässt sich die Vanille etwas heraus riechen. Auch sehr schön ist, dass der Tabak sich sehr trocken rauchen lässt. Das macht die anschließende Reinigung der Pfeife zum Kinderspiel. Die vor dem Ausklopfen verrührte Asche übernimmt beinah die ganze Arbeit der Reinigung.

Für mich ist der Gold of Mysore Ready Rubbed Virginia von DTM Dan Tobacco auf jeden Fall eine Bereicherung meiner umfangreichen Tabakbar und wird einen festen Platz in ihr erhalten. Und auch für Liebhaber naturnaher Tabake dürfte er aufgrund seiner nur dezenten Aromatisierung eine Empfehlung sein.

Auf YouTube habe ich zum Gold of Mysore ebenfalls ein Review eingestellt: http://www.youtube.com/watch?v=tBKCxfSw_k4

(10.03.2012)

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