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Pfeifen Schilde's Grand Crue Silver Selection
(Pfeifentabak)
| Markenname: | Pfeifen Schilde's |
| Hersteller: | Kohlhase & Kopp |
| Mischung: | Virginias, wenig Perique |
| Schnittbreite: | 50 % Crimp Cut, 50 % fast aufgerubbte Flakes |
| Typ: | naturbelassen |
| Stärke: | leicht-medium |
| Verpackung: | 100 g Dose |
| Preis: | 15,90 Euro |
Christian Probst
...Nach dem ersten Öffnen der Dose... Strömt einem der typische Virginia-Geruch entgegen. Man riecht heuige Noten, meint Trockenpflaumen herauszuriechen und fühlt sich etwas an Graubrot erinnert. Geruchsmässig erinnert er mich stark an den Benson & Hedges Mild Flake. Man sieht auf ein recht helles Tabakbild, die etwas stärker fermentierten und in nicht unerheblichen Mengen enthaltenen Flakestücke sind natürlich etwas dunkler. Die Flakestücke sind recht locker und sehr leicht aufzurubben.
...Das erste Stopfen des Tabaks... Ist relativ problemlos. Man sollte zusehen das die Flakestücke nicht in ihrem ursprünglichen Zustand bleiben, man rubbt sie einfach etwas auf. Auch sollte man den Tabak nicht zu fest stopfen um eine übermäßige Kondensatbildung zu vermeiden und einen guten Zug zu gewährleisten. Beim Anzünden muss man 2-3 Versuche einplanen, der Tabak kommt etwas feucht daher und die Flakestücke glühen von Natur aus etwas schlechter. Der Tabak schmeckt Virginiatypisch, er erinnert geschmacklich etwas an den Rattray's Hal O' The Wynd, wenn der Schilde Grand Cru Selection Silver auch etwas ausdrucksstärker und Voluminöser daherkommt. Der Tabak nimmt im Laufe des Rauchens natürlich etwas an Volumen zu, was aber (wie ich schon so oft erwähnt habe) nicht unangenehm ist. Die Kondensatbildung ist mäßig, für meine Begriffe könnte der Tabak etwas trockener sein, um dieses zu vermeiden. Dennoch lässt sich der Tabak ohne Probleme zu Ende rauchen. Es bleibt nichts weiter als dunkelgraue Asche zurück Das Raumklima ist ebenfalls Virginiatypisch ...sehr neutral, Zitat BH: "Man riecht kaum das jemand raucht".
Fazit:
Wie wir schon sehr oft bei uns in der Newsgroup diskutiert haben verkauft Herr Schilde unter seinem Namen nur äußerst gute Tabake. Man merkt das Herr Schilde was von der Sache versteht, denn er ist selbst ausschließlicher Virginiaraucher und für die Tabake von John Aylesbury verantwortlich. Der Virginiafan kommt bei diesem Tabak voll und ganz auf seine Kosten, wenn auch vom Perique kaum etwas zu spüren ist. Eine echte Alternative zum Hal O'The Wynd. Ein sehr guter Tabak,der allerdings etwas Muße und Konzentration erfordert. Er ist Nikotinreich, also besser beim Rauchen hinsetzen! Prädikat: Empfehlenswert!
(21.04.2001)
Ingo Gebert
Herr Schilde beschreibt diesen Tabak so: „Diese einzigartige Tabakmischung besteht aus feinstem Old Belt Virgina, verfeinert mit einem Hauch Louisiana Perique. Der Tabak wird gepresst, anschließend als Flake geschnitten und danach zu „ready rubbed“ Tabak aufbereitet. Nun wird die Mischung mit hochwertigem Kentucky- und Georgia-Tabak verfeinert. Entstanden ist eine exzellente Tabakmischung mit dezentem Aroma und milder Würze. Ein Tabak von höchster Qualität. Dafür bürge ich mit meinem Namen.“
Beim Schnuppern an der geöffneten Tabaksdose kann ich nun wirklich keine künstliche Aromatisierung feststellen. Das Aroma, welches meine Nasenrezeptoren umweht, erinnert mich an frisches Brot, welches aus einem Sauerteig gebacken worden ist. Die Flakestücke, welche in der Beschreibung erwähnt worden sind, sind für „ready-rubbed“ doch ziemlich groß, aber eine fortgeführte Aufbereitung ist nicht erforderlich.
Ansonsten wird das Erscheinungsbild des Tabaks von weitestgehend von dünnen Tabakfäden in verschiedenartigen Braunschattierungen, ab und zu ist auch einmal ein schwarzer Tabakfaden zu erblicken, bestimmt. Das Füllen und Anzünden der Pfeife bringt keine weiteren Hindernisse mit sich. Nach den ersten Zügen macht sich eine dezent würzige Süße bemerkbar. Der Perique braucht jedoch noch etwas Zeit, bevor er sich entwickelt. Nicht, dass man ihn direkt schmeckt, sondern er gibt den ganzen Mischung den entsprechenden Schuss an Würze. Der Tabak ist zungenfreundlich, und übermäßig gesottert hat er auch nicht.
Fazit:
Daumen hoch, beim nächsten Besuch bei Schilde werde ich mir sicherlich wieder eine (oder auch zwei) Dosen mitnehmen.
(09.04.2003)
Joachim Westermann
Auf der Dose beschreibt Herr Schilde diesen Tabak seiner Hausmarken wie folgt: „Diese einzigartige Tabakmischung besteht aus feinstem Old Belt Virgina, verfeinert mit einem Hauch Louisiana Perique. Der Tabak wird gepresst, anschließend als Flake geschnitten und danach zu „ready rubbed“ Tabak aufbereitet. Nun wird die Mischung mit hochwertigem Kentucky- und Georgia-Tabak verfeinert. Entstanden ist eine exzellente Tabakmischung mit dezentem Aroma und milder Würze. Ein Tabak von höchster Qualität. Dafür bürge ich mit meinem Namen.“
Nach dem Öffnen der Dose nimmt man sofort das typische und deutliche Aroma eines reinen, naturbelassenen Virginias war. So macht der Tabak allerdings nicht nur vom Geruch sondern auch vom Geschmack den Eindruck das er erfreulicherweise ohne zusätzliche Aromastoffe und Zusätze daher kommt. Sofort fallen die Flakestücke auf, die etwas dunkler im Vergleich zum sonstigen Tabakbild wirken. Sie sind jedoch ziemlich locker und lassen sich gut zusammen mit dem Rest dieser exquisiten Tabakmischung in die Pfeife einbringen. So lässt sich der Tabak auch problemlos stopfen und entzünden. Allerdings sollte man darauf achten den Tabak nicht zu fest zu stopfen, um ein zu heißes Rauchen zu vermeiden. Vom Geschmack offenbart sich eine perfekte naturbelassene Virginiamischung, sehr ausdrucksstark und in einer herrlichen geschmacklichen Vielfalt mit vielen feinen Noten. Der Perique benötigt etwas Zeit bis er dezent wahrnehmbar wird und bereichert den vorzüglichen Geschmack dieser Mischung. Ich würde den Grand Crue Silver als Medium bezeichnen, mit einem kleinen Ausschlag in Richtung stark, evtl. durch eine gewisse Nikotinstärke bedingt. Dabei ist dieser Tabak jedoch extrem zungenfreundlich und angenehm im Rauch, egal ob mit oder ohne Filter geraucht.
Ich persönlich habe mit diesem Tabak die für mich vollkommene Virginia Mischung gefunden, er schmeckt mir vorzüglich mit und ohne Filter und hat im Sturm meine Tabakbar erobert.
(28.10.2008)