daft.de

.

Aktuelles

Termine

Pfeifen

Tabak

Schnupftabak

FAQ

Artikel

Bücher

Download

Läden

Linklisten

Zigarren

Hilfe

Mailingliste

Kontakt

Impressum


Grasmere Flake

zurück

Grasmere Flake

(Pfeifentabak)

Markenname: 
Hersteller:unbekannt, möglicherweise Peter Stokkebye
Mischung: 
Schnittbreite:Flake
Typ:aromatisiert
Stärke:leicht-medium
Verpackung:lose bzw. als Bulk
Preis: 

Hans-Ulrich Dombrowsky

“Grasmere Flake“ entdeckte ich im Angebot von Shave & Coster. Der Beschreibung zufolge sollte er ein guter Ersatz für den früher von Ogdens of Liverpool hergestellten „Grand Cut Flake“ sein, den ich immer wieder mit größtem Vergnügen geraucht hatte, der aber leider um die Jahrtausendwende nach jahrzehntelanger Produktion eingestellt worden war.

Deswegen zu Anfang ein paar Worte zu diesem alten britischen Klassiker: Grand Cut Flake wurde ursprünglich von der Firma Godfrey Phillips & sons/ Bristol hergestellt und das wohl schon seit den 20er Jahren des letzten Jahrhunderts, geht man einfach nur von dem vom Art déco geprägten Aufdruck auf der Blechdose aus. Beim Öffnen der Dose verströmte der Tabak ein wunderbar fruchtiges Aroma (nicht so ein labberiges wie der heutige Erinmore Flake) – ein Potpourrie aus diversen Frucht – Aromen, die nicht oder doch kaum zu definieren waren und nichts mit dem üblichen Vanille – Kirsch – Aroma modischer Prägung zu tun hatten. Ein herrlich zu rauchender Tabak, denn das Frucht – Aroma schwang stets mit, überdeckte den Tabakgeschmack jedoch nicht. Nachdem Godfrey Phillips in Großbritannien dicht machte und die Produktion ganz auf Zigaretten in Indien umstellte, wurde die Marke von Ogdens of Liverpool übernommen. Es gab diesen Tabak zuletzt nur noch in loser Form, hergestellt in Lizenz von Imperial Tobacco bei Wilson´s of Sharrow.

Doch nun zum Grasmere Flake: Die Flake – Scheiben des Grasmere Flake sind von einem mittleren, partienweise auch dunklerem Braunton mit hell ockerfarbenen Einsprengseln, sind recht dick geschnitten und zerfallen relativ leicht. Offenbar ist der dem VA beigemischte Burley – Anteil recht hoch. Beim Öffnen des Plastikbeutels verströmt der Flake ein deutliches Rosen – Aroma, das er auch bei längerer Lagerung im Beutel behält. Das Anzünden des Flakes ist unproblematisch und sofort hat man den Mund voll mit einem weichen, von diesem und anderen (Geranium, Vanille, Mandel?) Aromen geprägten Tabakrauch, der allerdings den Tabakgeschmack nicht unterdrückt. Das ändert sich im Verlauf des Rauchens auch nicht – das Aroma bleibt bis zum Schluss erhalten, wenngleich im letzten Drittel der Pfeife gelegentlich zigarrenartig getönte Geschmacksnuancen auftreten. Der Tabak nimmt kräftiges Ziehen und Heißrauchen relativ wenig übel, dennoch sollte man vorsichtige Züge nehmen. Er zerfällt zu weißer Asche; die Kondensatbildung ist verhältnismäßig gering, das Raumaroma ist sehr angenehm.

Kurz und gut: Mit dem Grand Cut Flake hat der Grasmere Flake geschmacklich keine Ähnlichkeit. Eher würde ich ihm eine merkliche Verwandtschaft zum Kendal Flake von Gawith, Hoggarth attestieren wollen, wobei bei letzterem das Rosenaroma noch stärker hervor tritt.

Fazit:
Mich hat der Flake durchaus überzeugt. Die Aromatisierung scheint mir ausgewogen zu sein. Für Liebhaber solcher Geschmacksrichtungen ist er ganz sicherlich interessant, für Anfänger, die gleich etwas kräftigeren Tabak mögen, eventuell auch.

(05.10.2008)

Aktuelle Änderungen (alle) | Edit SideBar Letzte Änderung dieser Seite: 07.01.2011 13:43 Uhr bearbeiten | drucken | Versionen